Pentatonik lernen

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Gast196495
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Moin Leute,

Und zwar würde ich gerne Solos spielen, ABER die passende Hintergrund Begleitung dazu haben. Ich hab mal irgendwo gelesen das man dafür die Pentatonik kennen muss. Die kenne ich aber nicht ganz. Wenn ich aber etwas auf A (5.Bund) improvisieren will, das ich dann auf einem anderen Bund den passenden begleit Akkord habe.

UND ich würde gerne lernen, wie man ein Solo spielt, in dem 2 Gitarren sind. Bestes beispiel das ich grad habe währe das hier:

http://www.youtube.com/watch?v=Z9Ik2QJjMAU

Also kurz gefasst nochmal: Ich würde gerne Solos spielen, bei der 1/2 Gitarre/n mit Solo spiele und jeweils 1 zur Begleitung.

Weiß jemand wo ich das lernen kann ?
 
Eigenschaft
 
Hier im Board https://www.musiker-board.de/griff-...chmelzen-tonleitern-auf-basis-pentatonik.html oder z.B. hier: http://www.guitarlessons365.com/
Griffmuster für Pentatonik: Pentatonik Girffmuster.jpg
Passende Begleitakkorde:
Informier dich mal über Kadenzen.

Für Dur Tonleitern gilt:
z.B C-Dur: I: C II: Dm III: Em IV :F V: G VI: Am VII: Hvermindert VIII=I: C passt zur C Dur Tonleiter, also auch zur parallelen A-Moll oder zur C Dur/A Moll Pentatonik (bei der Pentatonik fehlen ja nur zwei Töne um daraus Dur oder Moll zu machen)
Also Dur Akkorde für die Stufen I, IV, V
Moll Akkorde für die Stuffen: II, III, VI
Verminderter Akkord für die Stufe VII

Für Moll gibt es auch ein Muster, gibts z.B. auf Wiki oder du suchst einfach immer die paralle Dur Tonart z.B. C Dur ist parallel zu A Moll (auf der tiefen E Saite ist z.B. ein C im 8. Bund, gehst du jetzt drei Bünde runter in den 5. Bunden hast du ein A, oder du gehst neun Bünde rauf und du bist wieder bei einem A. Sprich wenn du die parallele Moll Tonart zu einer Dur Tonart suchst einfach drei Bünde runter gehen oder neuen Bünde (Halbtöne) rauf. Oder du bist faul und siehst einfach im Quintenzirkel nach)

Hoffe es war einigermaßen verständlich.
 
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Moin,
wenn du eh noch nicht richtig weißt, wie man pentatonik spielt, schlage ich vor, erstmal ruhig anzufangen. nicht gleich son fasstspeed ding, sondern eher ruhigen blues/rock um erstmal die pentatonik in den fingern zu haben. je öfter du das dann machst, desto schneller wirst du auch werden, bis du dann das video nachspielen kannst.
ich denke, den besten fortschritt machst du, indem du dir eine der 5 "griffmuster" aus thunderbirds post aussuchst, und zu nem backing track spielst.
zum beispiel die dritte, dann kommt der zeigefinger auf a (5. bund). als nächstes spielst du die pentatonik ein paar mal auf und ab, und wenn das sitzt:
http://www.youtube.com/watch?v=SrdIdKHkxQA

viel spaß dabei!
 
Ja anfangen am besten mit dem 3. Muster. Die roten Töne sind immer der Stammton (wenn man annimmt, dass man Moll Pentatonik spielt), also bei Am ein A. Damit weist du auch, wie du die Patterns auf dem Griffbrett platzieren musst. Das 3. Muster bietet sich deswegen natürlich an weil gleich der erste Ton im Muster der Stammton ist. Danach würd ich mir das 4. Muster vornehmen, bei dem ist die erste Note nämlich Stammton, wenn man Dur Pentatonik spielt. Finde das Solo jetzt nicht besonders schnell trotzdem hat Rok recht, bisschen zu Blues rock mässigen Backing Tracks spielen lohnt sich.
 
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So danke erstmal für die Antworten. :)

Also so schnelle Solos kann ich zwar auch ohne Pentatonik spielen, aber ich hab das jetzt einfach mal genommen weils genau gepasst hat (1. Gitarre Solo, 2. Gitarre selbes solo nur etwas höher, 3. Gitarre Backing track).

Das Bild von Thunderbird ist für mich als Anfänger doch noch recht Verwirrend, da ich das noch nicht so verstehe mit den Kästchen und der Farbe (und vor allem den Fingersatz). Also währe es Nett evtl. ein Einsteigerfreundliches Bild zu nehmen oder dies ein wenig mehr umschreiben zu können. :)


Die Seite die Musikuss gezeigt hat scheint mir eine Tolle Seite zu sein, weil dort auch die Noten und die Tabs gezeigt werden. :)

Mal so am Rande, wie viele Pentatoniken gibt es denn ? (wenn ich es jetzt nicht falsch ausgedrückt habe :D)

MfG.
 
Eine Pentatonik ist eine Tonleiter bestehend aus 5 Tönen (daher "Penta-"). ;)
Die bekanntesten und verbreitesten sind die Moll- und Durpentatonik zu denen es auch eine parallele Dur- bzw. Molltonleiter gibt.
Am besten die Patterns auswendig und Pattern für Pattern lernen und immer wieder 2 oder eben mehrere mit einander kombinieren, also bspw. reinsliden und nicht nur starr in einem Pattern bleiben. Ruhig das ganze Griffbrett nutzen. :D

http://www.gitarre-velpke.homepage.t-online.de/
http://www.musicians-place.de/
Ich denke, dass dir diese Links sehr viel weiterhelfen können, da sie einfach und strukturiert gestrickt sind. Da lernst du nach und nach alles.

Es wird zwar viel Pentatonisch Moll gespielt im Rock, aber da sind die Dur- und Mollskalen ebenso wichtig!
Und immer dran denken: Mit verschieben der Pattern kannst du die Tonart ändern, aber lies dir ruhig erstmal einiges aus den Links durch. ;)
 
Es gibt fünf Stück, die fünf Fingersätze nämlich, die ich oben in der Grafik gepostet habe. ;) Was genau versteht du denn an dem Bild nicht? Die Hintergründe oder schon die Darstellung an sich?
Also Hintergründe sind natürlich aus dem Bild nicht zu ersehen, das ist klar, deswegen hab ich mir gedacht ich warte mal deine Fragen dazu ab.
Wenn es an der Darstellung an sich liegt: Auf Notennamen und Tabs wird in der Darstellung bewusst verzichtet, es sind vielmehr Griffmuster, die man je nach Tonart passend auf dem Griffbrett platziert.

Die Darstellung ist ähnlich wie man sie z.B. für Akkorde kennt ( z.B. hier ein G Dur Akkord http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/8e/G-Dur_offen.svg/200px-G-Dur_offen.svg.png) nur dass eben nicht alles auf einmal gegriffen wird sondern die Noten markiert sind, die in die Pentatonik passen.

Nehmen wir mal das dritte Griffmuster:


3. Griffmuster.jpg
Je nachdem welche Tonart wir haben können wir das auf dem Griffbrett platzieren. Bsp: A Moll. Der Stammton einer A Moll Tonleiter ist A (der erste Ton der Tonleiter). Die Stammtöne hab ich rot markiert. Sprich alle roten Töne sind A's. Was sagt uns das? Wo finden wir ein A auf der tiefen E Saite? Im 5. Bund (und eine Oktave höher im 17. Bund).
D.h. wir platzieren das Griffmuster so, dass der rote Ton auf der tiefen E Saite ein A ist, also im 5. Bund ist. Also:
Am Pentatonik.jpg
Mit Tabs würde es also für A Moll so aussehen, wenn man die Tonleiter hochspielt:

e|-------------------------------5-8------------------------------------------
B|-------------------------5-8-----------------------------------------------
G|-------------------5-7------------------------------------------------------
D|--------------5-7-----------------------------------------------------------
A|--------5-7-----------------------------------------------------------------
E|---5-8----------------------------------------------------------------------
 
So gesehen gibt es für jede Tonart eine Pentatonik - ergo 24, wobei es wie gesagt Parallelen zwischen den Pentatoniken gibt, so dass an am Ende bei 12 Pentatoniken landet, die sich alle in den beinhalteten Tönen unterscheiden - diese erstrecken sich jedoch auf mehrere Lagen auf der Gitarre, damit das gesamte Griffbrett genutzt werden kann. Das ist aber gar nicht wichtig, das Schema ist immer das gleiche, es verschiebt sich nur auf den Bünden. Dass das zunächst schwer nachzuvollziehen ist, kann ich sehr gut verstehen - ich konnte mit den Grafiken, die überall rumgeworfen werden, auch lange nicht viel anfangen...und finde sie auch jetzt noch anstrengend...wenn auch berechtigt. Letztlich musst du die korrekten Positionen auf dem Griffbrett auswendig lernen und einmal herausfinden, in welcher Tonart du gerade bist. Von da an kannst du die Pentatonik beliebig verschieben, da du ja weisst, dass das C beispielsweise 3 Töne höher ist als das A...ergo die Pentatonik um drei Bünde nach oben verschoben wird. Der korrektere Weg ist natürlich, die Theorie dahinter auswendig zu lernen (also die Tonleitern zu kennen). Das führt zu mehr Arbeit, aber hilft dir auch dabei, Antworten auf Fragen zu finden, die dir vorher gar nicht so bewusst werden. So ist es möglich, dass du dich irgendwann fragen wirst, warum die Pentatonik wie sie in den vielen Abbildungen dargestellt wird, immer wieder als geschlechtneutral beschrieben wird, wenn sie doch in der häufig dargestellten Form einen kleinen Terz besitzt, der in der Dur-Tonleiter gar nicht vorkommt. Die Antwort: sie ist nicht neutral :). Merke also (ich habe lange gebraucht, um das herauszufinden): Die Pentatonik der Dur Tonleiter ist genau die gleiche wie die Moll-Tonleiter des gleichen Tones, jedoch um 3 Bünde tiefer verschoben. Das sind meiner Meinung nach die Kernpunkte, die einem klar sein müssen, um fröhlich über die Pentatonik zu solieren und ich hoffe, ich konnte etwas helfen. In Ergänzung natürlich zu den Vorpostern, die ja das wesentliche schon beigetragen haben.
 
Der korrektere Weg ist natürlich, die Theorie dahinter auswendig zu lernen (also die Tonleitern zu kennen).
Naja da gibts ja nicht sooooo viel zu wissen eigentlich. Im Grunde nur, dass die Pentanik eine abgespeckte Kirchentonart (z.B Dur oder Moll) ist bei der zwei Töne fehlen.

Wenn man eine C Dur Tonleiter mal mit der C Dur Punktatonik vergleicht:

C-Dur: C D E F G A H C
C-Dur Pentatonik: C D E G A C

Hier mit Intervallen zwischen den Tönen:
gt= Ganztonschritt,
ht= Halbtonschritt

C Dur: C--gt--> D--gt--> E--ht--> F--gt--> G--gt--> A--gt--> H--ht-->C
C Dur Pentatonik: C--gt--> D--gt-->+--ht--> F--gt--> G--gt--> A--gt--> +--ht-->C

Bei der Pentatonik fehlen also die beiden Noten bei denen es Intervalle von einem halbton geben würde, es gibt also in der Pentatonik nur Ganztonschritte und Granzton+Halbtonschritte (also Intervalle mit 3 Halbtonschritten). Dadurch geht bei der Pentatonik einfach ein bisschen "Emotionalität" verleroren, die in den Halbtonschritten liegt, und sie bekommt ihren lässig coolen Charakter.

Jetzt kann man natürlich die C Dur Pentatonik nicht nur mit der Note C anfangen zu spielen, sondern auch mit den anderen Noten der Tonart:
Dadurch ergeben sich fünf Tonleitern:
1. C D E G A C (Dur Pentatonik, 4. Griffmuster)
2. D E G A C D
3. E G A C D E
4. G A C D E G
5. A C D E G A (Moll Pentatonik, 3. Griffmuster)

Jede Dur Pentonik hat also nicht nur eine paralle Moll Pentatonik, sondern noch drei weitere Tonleiternn, alle mit exakt dem gleichen Tonmaterial, nur dass sie eben auf verschiedenen Tönen anfangen und dadurch anders klingen. Wir haben also fünf Tonleitern deswegen dann auch fünf Griffmuster.

Wie Fiedl schon gesagt hat fällt auf, dass wir wenn wir die paralle Moll wissen wollen einfach nur drei Bünde vom Stammton (=1. Ton der Tonleiter) der Dur Tonleiter runter gehen müssen:
Bsp: Auf der tiefen E-Saite: C, 8. Bund, A 5. Bund --> Am ist parallel zu C Dur usw.

So gesehen gibt es also 5*12 Pentatonik Tonleitern, was aber ganz egal ist, man muss einfach die fünf Griffmuster verinnerlicht haben.
 
Ich spielte mit dem wissenschaftlichen Hintergrund auch auf Lage der Grundtöne, der Sexte als Bluenote, Spielen auf Quinten um tatsächlich geschlechtneutral zu solieren, usw. an - was sich ja im weiteren Prozess doch bemerkbar macht. Aber ja, die Logik an sich ist simpel und deine ausführlichen Anmerkungen ist sonst nichts hinzuzufügen :)
 
Was ist/Was meinst du denn mit "Spielen auf Quinten um tatsächlich geschlechtsneutral zu solieren"? Die Pentatonik ist ja afaik ne Quintenschachtelung über mehrere Oktaven hinweg, in eine Oktave gequwetscht kommen dann die Intervalle oben raus. Hängt wahrscheinlich damit zusammen oder? Wie läuft das ab, was gibts zu beachten? Schreib mal bisschen was dazu, wenn du Lust hast, würde mich mal interessieren :gruebel: :)
 
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Jede Dur Pentonik hat also nicht nur eine paralle Moll Pentatonik, sondern noch drei weitere Tonleiternn, alle mit exakt dem gleichen Tonmaterial, nur dass sie eben auf verschiedenen Tönen anfangen und dadurch anders klingen. Wir haben also fünf Tonleitern deswegen dann auch fünf Griffmuster.
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So gesehen gibt es also 5*12 Pentatonik Tonleitern, was aber ganz egal ist, man muss einfach die fünf Griffmuster verinnerlicht haben.


Ich sollte vielleicht nichts schreiben, aber ich kann das so nicht stehen lassen, weil es schlichtweg nicht richtig ist. Und sorry Thunderbird, ich will Dir nicht ans Bein pinkeln, muss allerdings mal etwas klarstellen, weil es mir gerade aufstösst. Man liest es immer wieder und es ist leider immer noch nicht richtig.


Oberlehrer-Modus *AN*:

Jede Tonart hatte zunächst mal nur eine einzige Pentatonik-Tonleiter bzw. Skala. Eine einzige und *nicht* fünf! Jaja, es ist nur eine Frage der Definition, aber mir scheint immer, dass diese falschen Definitionen die fragenden Kollegen immer mehr verunsichern können als dass es Ihnen nützt.

Eine A-moll Penta zB. besteht aus folgenden Tönen: a - c - d- e- g und wieder a. Mit dem zweiten "a" schliesst sich der Kreis einer Oktave und der Spass geht wieder von vorn los. Diese Töne (a,c,d,e,g) findet man auf allen sechs Saiten an verschiedenen Stellen. Man muss sie nur finden (können). Hierzu hilft es enorm, wenn man die chromatische Tonfolge kennt: c,cis,d,dis,e,f,fis,g,gis,a,b,h,c,cis,d,dis... usw. In dieser unveränderlichen Tonfolge (von unten nach oben) sind alle westlichen Skalen enthalten, auch unsere A-moll Pentatonik.

Die (unsäglichen) fünf Griffbilder dazu sind rein visuelle Krücken, um die potentiellen Fingersätze in einer spezifischen Lage aufzuzeigen. Sie sind aber *keine* eigenständigen Skalen, sondern schlichtweg Patterns, die lediglich der besseren Orientierung dienen. Es ist ein wenig so, als wenn Euch jemand sagt, es gäbe nur fünf Substantive, die mit "A" beginnen: Aal, Armut, Anzug, Abholer, Abzocker. Und die fünf Wörter müsst Ihr auch exklusiv benutzen, um die Sachen zu sagen, die Ihr sagen wollt. Quatsch, oder? Jawohl, totaler Quatsch.

Anders gesagt: ob ich den Ton "a" nun auf G2 spiele, auf D7 oder A12 spiele ist vollkommen egal, denn es ist exakt der gleiche Ton. Im improvisatorischen Kontext ist es sogar prinzipiell egal, in welcher Oktave ich ein "a" spiele. Eine Tonhöhe ist eine Tonhöhe ist eine Tonhöhe, weil nämlich das klangliche Verhältnis von Tonhöhe zur Tonart bzw. dem zugrunde liegendem Akkord immer gleich ist. Kurzum: ich kann machen, dass Auszüge der fünf Pentatonik-Patterns innerhalb einer Tonart gleich klingen, exakt gleich. Es sind nur unterschiedliche Griffabfolgen der exakt gleichen Sache.


Zwei Beispiele zum weiteren Thema:
1. Am/F/G/G.
Über diese viertaktige Akkordfolge kann man per A-moll Pentatonik improvisieren. Also mit den Tönen a-c-d-e-g, wo immer man sie auf dem Griffbrett findet. A ist der Grundton.
2. C/G/Am/F.
Über diese viertaktige Akkordfolge kann man per C-Dur Pentatonik improvisieren. Also mit den Tönen c-d-e-g-a, wo immer man sie auf dem Griffbrett findet. C ist der Grundton.

Aber warum ist eines der Beispiele in C-Dur und eines in A-moll, wo doch beide Skalen im Grunde gleich sind? Ganz einfach, weil die erste Akkordfolge klanglich ganz klar auf dem Amoll-Akkord fusst, während die andere ganz klar einen Dur-Charakter hat. Also C-Dur. Probiert es aus. Hearing is believing.


Und weiter: wer sich selber einen großen Gefallen tun will, der legt ohnehin das strenge Korsett der Pentatonik ab, lernt noch ganz schnell die C-Dur-Tonleiter dazu (c-d-e-f-g-a-h-c), sucht sich alle passenden Töne dazu auf dem Griffbrett heraus und improvisiert über beide oben stehende Akkordfolgen mit dieser Tonleiter. Und wenn man jetzt noch versteht, dass die C-Dur Tonleiter und die A-moll Tonleiter aus exakt den gleichen Tönen bestehen, der hat ganz viel gewonnen. Es ist nämlich das gleiche, erscheint nur in einem anderen Zusammenhang und klingt dadurch anders.


Schmeisst die Lehre von den fünf sogenannten "Pentatonik-Skalen" auf den Müll! Macht lieber gute Musik! :D

In diesem Sinne.......

Oberlehrer-Modus "AUS".
 
@ Christof: Da bin ich mir nicht so sicher, da (auch wenn mir nie klar war, wozu man dieses wissen benötigt) auch ein und der gleiche Grundtone verschiedene molltonleitern besitzt (äölisch etc.) je nachdem, mit welchem Ton ich beginne. Bist du sicher, dass es diese Einteilung nicht auch in der Pentatonik gibt?
 
Also du pinkelst mir weder ans Bein noch oberlehrerst du hier rum, ich bin hier schließlich auch nicht nur zum klugscheißen sondern auch zum lernen :D ;)
Also gut, dass du das ansprichst.

Mir ist schon klar, dass man natürlich jedes der Griffmuster beliebig im passenden Kontext benutzen kann. Was zählt ist das tonale Zentrum oder wie auch immer man es nennen mag, da wo eben die Tonika liegt und sich die Spannung auflöst. Man muss ja nicht auf dem ersten Ton des Griffmusters anfangen/aufhören und ihn als Zentrum verstehen.

Mein Beitrag war eigentlich (auch wenns beim lesen vll nicht ersichtlich ist) so gemeint, dass man eben, wenn man den 1. Ton eines der Griffmuster als Zentrum annimmt, dass dann eines eben für Dur geignet ist, eines für Moll und die anderen für drei andere Modi (wie die bei der Pentatonik auch immer heißen mögen). Das heißt ja nicht, dass wenn man den 1. Ton des Griffmusters nicht als Zentrum ansieht, man nicht jedes Muster für einen der Modi benutzen kann.
Ich bleibe auch ungern im gleichen Muster, sollte nur zur Anschauung dienen.

War es das was du meintest oder gehen unsere Meinungen dann immer noch auseinander?

Weitere Frage: Wie siehts aus, bei der Pentatonik gibt es doch nicht nur Dur und Moll, so gesehen gibts doch, wie bei den Kirchentonleitern eben die verschiedenen Modi, wenn auch zwei weniger (so ungebräuchlich sie auch sein mögen), oder sehe ich das falsch?

Klar sollte man sich außer der Pentatonik noch mit Dur und Moll und den restlichen Modi beschäftigen.
 
Hallo Fiedl.
Da bin ich 99,9% sicher. Ich wüsste nicht, dass es Namen für fünf pentatonische Skalen - beginnend auf den fünf Tönen - gäbe. (Obwohl es in der Musikwissenschaft ja inzwischen alles gibt, ob sinnvoll oder nicht). Eine Pentatonik ist aus meiner Sicht einfach eine Verkürzung bzw. Vereinfachung der herkömmlichen siebenstufigen Tonleitern. Diese "Vereinfachung" ist ja auch der Grund, warum die Pentas bei uns Gitarristen so beliebt sind und den Anfängern gern als Allheilmittel verkauft werden. Witzigerweise sind wir die einzige Instrumentengattung, in der Pentatonik als erstes gelernt und gelehrt wird - zusammen mit ein wenig Blues. Und dann wundern sich viele, warum die wirklich einfachen Zusammenhänge grundlegender Harmonielehre (gerade) für Gitarristen so schwer zu verstehen sind. Aber das ist ein anderes Thema....

Richtig ist natürlich, dass Pentas uns sehr gut unter den Finger liegen, verhältnismäßig leicht zu erlernen, universell einsetzbar sind und - richtig ausgeführt - toll klingen können. Nicht richtig ist, dass unser Threadersteller hier nur die Pentatonik in fünf Boxen lernen muss und schon hat er den Weg zum zweistimmigen Spiel geebnet. Siehe sein Youtube-Beispiel, wo ganz simpel zweistimmig gespielt wird. Das besteht aus einer Molltonleiter (mit Terzen obendrauf als zweiter Stimme) und gelegentlichem Harmonisch-Moll bzw. HM5. Mehr ist es eigentlich nicht, nur sollte man verstehen, dass dies eben nicht mit "fünf Boxen" zu erledigen ist. Um die Sachen aus dem Tubenbeispiel spielen zu können, muss man prinzipiell nur die Durtonleiter bzw. Molltonleiter sowie die Terzschichtung kennen und verstehen. Und wenn man die Terzschichtung verstanden hat, klärt sich plötzlich auf, warum über gewisse Akkorde gewisse Skalen passen und andere nicht. Es sind wirklich ganz simple Zusammenhänge, die man in einer Stunde erlernen kann, aber statt diese Zusammenhänge zu erklären, wird zumeist einfach empfohlen, die fünf blöden Boxen zu lernen.

Aber Fiedl, ernsthaft: gibt es etwa Namen für fünf Pentatonik-Skalen?
 
@ Christof: Da bin ich mir nicht so sicher, da (auch wenn mir nie klar war, wozu man dieses wissen benötigt) auch ein und der gleiche Grundtone verschiedene molltonleitern besitzt (äölisch etc.) je nachdem, mit welchem Ton ich beginne. Bist du sicher, dass es diese Einteilung nicht auch in der Pentatonik gibt?

Achtung... mit dem Stichwort "äolisch" beginnst du die Kirchentonleitern hineinzumischen, was wiederum eine andere Baustelle ist...

Wenn du von verschiedenen Molltonleitern redest, wären das bspw. "Natürlich Moll" (A, H, C, D, E, F, G, A), "Harmonisch Moll" (A, H, C, D, E, F, Gis, A) und "Melodisch Moll" (A, H, C, D, E, Fis, Gis, A; nur aufwärts gespielt, abwärts gespielt wird die natürliche Molltonleiter), die sich jeweils in den genannten Einzeltönen unterscheiden. Die Gründe dafür sind unterschiedliche Leittonwirkung bzw. Vermeidung schwerer singbarer Intervalle (nur ganz grob vereinfacht).

Die Pentatonik ist einfach eine Tonleiter (aus 5 Tönen -> Penta), die keine Halbtonschritte enthält. Für C-Dur bzw. A-Moll als parallele Tonart sind die Töne: C, D, E, G, A. (Eigentlich hat Christof Berlin bereits alles gut erklärt...)
 
Nein ich meinte die Modi, mir fehlte jedoch der Begriff und ja, natürlich ist das eine andere Baustelle, aber dennoch ist die Tonleiter Ursprung der Pentatonik. Die verschiedenen Molltonarten haben ja durchaus Sinn und Berechtigung - was sich mir im Gegensatz hierzu bei den Modi nicht erschlossen hat. Anyway, es ging mir nur um die Frage, dass Pentatoniken womöglich ebenso nach Namen getrennt werden können - scheinbar nein, wieder was gelernt :)
 
Nein ich meinte die Modi, mir fehlte jedoch der Begriff und ja, natürlich ist das eine andere Baustelle, aber dennoch ist die Tonleiter Ursprung der Pentatonik. Die verschiedenen Molltonarten haben ja durchaus Sinn und Berechtigung - was sich mir im Gegensatz hierzu bei den Modi nicht erschlossen hat. Anyway, es ging mir nur um die Frage, dass Pentatoniken womöglich ebenso nach Namen getrennt werden können - scheinbar nein, wieder was gelernt :)

Modi = Kirchentonleiter bzw. Kirchentonart... Der "Sinn" dahinter muss IMHO im historischen Kontext gesehen werden. Was heute zu oft zu vereinfachend in den "Gitarrenlernbüchern" dahingehend vermittelt wird, finde ich auch nicht leicht verständlich... ;)

So gesehen hast du natürlich recht... der Ursprung bzw. Anfang ist IMHO sich klar zu machen, was eine diatonische und was eine chromatische Tonleiter ist. Dann kommt man quasi automatisch zur Dur- und Molltonleiter, die man unbedingt lernen sollte.

Die Pentatonik ist dann (wie viele andere Tonleitern) nur eine Tonleiter-Variante, die sich eben aufgrund der fehlenden Halbtonschritte und daher der "klanglichen Neutralität" (leider) gut dazu eignet, rel. einfach zu Melodien zu improvisieren... Geht man die Abkürzung direkt zu den Pattern der Pentatonik und lernt diese einfach nur auswendig, fehlen einfach die Grundlagen zum Verständis des Ganzen...
 
Geht man die Abkürzung direkt zu den Pattern der Pentatonik und lernt diese einfach nur auswendig, fehlen einfach die Grundlagen zum Verständis des Ganzen...

Na da sind wir uns doch einig :)
 

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