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  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von Fiedl

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    Neukauf Cello, Steg korrekt eingestellt?

    Hallo zusammen,
    wie in einem anderen Thread angekündigt, habe ich heute mein Cello gekauft. Da ich mir die Möglichkeit eines Mietkaufs offen lassen wollte, habe ich auf das Musikhaus meines Vertrauens zurückgegriffen. Bitte keine weiteren Kommentare hierzu. Ich habe die entsprechen Threads gelesen und weiss, dass grundsätzlich hiervon abgeraten wird. Letztendlich ging es wie gesagt um das FInanzierungsmodell, dass mir kein Geigenbauer bieten konnte und den direkten Kauf beim Geigenbauer fand ich dann doch etwas sehr blauäugig. Ich habe mir drei Modelle (Gewa Idealo) vorlegen lassen und mich letztendlich entschieden.

    Was mich nun irritiert: Der Steg steht "etwas" schräg auf den Korpus. Die Unterseite des Stegs liegt also nich zu 90° auf, sondern bildet einen etwas größeren Winkel. Meine Frage: Lief hier etwas falsch, oder ist das bei der Intonationseinstellung eines Cellos durchaus üblich?

    Besten Dank!

    Edit: Und da Bilder mehr sagen....


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    Geändert von Fiedl (11.02.2012 um 19:09:32 Uhr)
    Epiphone SG-400, Hagström Viking Deluxe, Ibanez Talman, Yamaha Silvent Cello SVC-50, Gewa Ideale Cello
    :)

  2. #2
    Mod Streicher/HipHop Avatar von cello und bass

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    cello und bass ist offline
    DAS sieht NICHT gut aus!

    Die Stegfüße müssen grade aufstehen. Also ab zum Musikhaus und reparieren lassen (geht zwar auch selber, aber bei der aktion kann (mir erst 1 mal) der Steg brechen. Das sollen die in der Gewährleistungszeit mal eben machen.

    [Jetzt schreibe ich nichts vonwegen Geigenbauer und fertig eingestellt - schade, dass sich kein GB auf einen Mietkauf einlassen wollte!]

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von Fiedl

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    Vielen Dank erstmal für deine Antwort. Du ahnst es...so einfach wird es nicht .
    Ich bin hierfür 300 km pro Strecke gefahren, da ich ganz Berlin keinen Händler zum Mietkauf von Celli finden konnte. Morgen fahre ich zurück....und komme so schnell eigentlich nicht wieder. Meinst du, man kann das Problem aussitzen? Oder ist schon das Lernen für einige Wochen auf diesem Instrument sinnfrei? Die sinnvollste Lösung wäre imo, das ganze beim GB reparieren zu lassen und die Rechnung dem Musikhaus einzureichen. Was schätzt du, wie lang er dafür benötigt und dementsprechend verlangt? Wie gesagt...nur geschätzt.


    Edit: Nur noch mal der Vollständigkeit halber: Die Intonation ist doch hierdurch schon total im Eimer, so dass das alleinige Aufstellen nicht unbedingt ausreicht, oder?
    Vielen Dank!
    Epiphone SG-400, Hagström Viking Deluxe, Ibanez Talman, Yamaha Silvent Cello SVC-50, Gewa Ideale Cello
    :)

  4. #4
    Thomann-Streicher-Service Avatar von fiddle

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    fiddle ist offline
    Ich atme tief durch und sage dazu:

    zurrück. Nochmal einen anständigen Steg draufstellen und das
    Instrument mit annähernder Endstimmung verschicken. (der Händler, wohlgemerkt)

    Das ist in diesem Zustand eine einzige Katastrophe.


    cheers, fiddle
    Thomann-Streicher-Service (gelernter Geigenbauer), angestellt seit Mai 2012
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    Mein Eigenbau: das E-Geigen-Projekt klick - Bogen beziehen Fach-thread: klick

    Es gibt Menschen, die Instrumente und Werkzeuge niemals gemeinsam benutzen sollten.

  5. #5
    Mod Streicher/HipHop Avatar von cello und bass

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    cello und bass ist offline
    Zitat von Fiedl Beitrag anzeigen
    Vielen Dank erstmal für deine Antwort. Du ahnst es...so einfach wird es nicht .
    Das ist Mist!

    Zitat von Fiedl Beitrag anzeigen
    Ich bin hierfür 300 km pro Strecke gefahren, da ich ganz Berlin keinen Händler zum Mietkauf von Celli finden konnte.
    in Berlin kannst du kein Cello mit Mietkauf kaufen/mieten? Da hätte ich 100:1 gegen gewettet! [Und auch in 300 km Entfernung nicht? ]

    Zitat von Fiedl Beitrag anzeigen
    Die sinnvollste Lösung wäre imo, das ganze beim GB reparieren zu lassen und die Rechnung dem Musikhaus einzureichen. Was schätzt du, wie lang er dafür benötigt und dementsprechend verlangt? Wie gesagt...nur geschätzt.
    Damit hast du Recht, aber lass es dir schriftlich geben, wenn/falls sich dein Musikhaus darauf einlässt.
    Zeit: 1/2 Stunde dafür, wenn er sich das Instrument dabei anguckt und durchstimmt. ABER: Wenn das Ding so kommt ist die Frage, was noch alles zu tun ist... Wenn es wirklich nur das ist halt kein großes Ding.

  6. #6
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    Danke euch beiden, ein Geigenbauer hat sich kostenlos der Sache angenommen. Der restliche Lauf des Besuchs war jedoch nicht sehr erfreulich. Er sagte, dass Instrument ist im verheerenden Zustand und praktisch nicht spielbar. Den Preis, den ich im Laden dafür bezahlt habe, wollte er mir bis zum Schluss nicht glauben....tja. Mal sehen, wie es weitergeht.

    Edit: Es passt nicht zum Thema, aber ich hänge es trotzdem mal hier ran. Musikstunden beginnen im März und ich möchte wie schon geschrieben schon etwas vorarbeit leisten. Daher folgende Frage: Überall ist immer die Rede vom rechten Winkel, so auch hier: http://www.youtube.com/watch?v=eySmCWYBlnU

    Dafür bin ich zu blöd...was ist damit gemeint? Ich würde sagen, es geht darum, dass der Bogen senkrecht die Saite streicht....ein rechter Winkel aus der Draufsicht also. Warum aber hält der Mensch im Video den Bogen teilweise schräg? Dann kann nicht der rechte Winkel aus der Draufsicht gemeint sein, denn das haut dann nichtmehr hin!?
    Geändert von Fiedl (13.02.2012 um 18:15:44 Uhr)
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  7. #7
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    Hi Fiedl!

    Habe gerade mal in das angegebe Video geschaut und muß Dir recht geben: Der "Leherer" hat nicht nur nicht immer eine rechtwinklige Streichtechnik zur Saite, er verändert den Strich bisweilen auch noch bogenförmig während der Ausführung. Ganz schlecht! Das sind so Dinge, weshalb wir Streicher immer wieder predigen: Man kann ein Streichinstrument nicht autodidaktisch lernen (von Genies einmal abgesehen) - und durch YouTube auch nicht.

    Nochmal zur Rechtwinkligkeit: Der Strich des Bogens muß rechtwinklig zur Saite erfolgen, die Bogenstange selbst ist dabei etwas zum Spieler bei Normallaustärke gekippt, das macht der Typ schon richtig. Die Saiten werden also mit der Kante der Bogenbehaarung gestrichen, bei leisen Stellen mit noch mehr Kante, im fff, besonders zu Beginn, auch mal mit der gesamten Haarfläche.

    Also: Die Behaarung immer rechtwinklig zur Saite - sonst quietscht's - die Bogenstange etwas zum Spieler geneigt, je nach spieltechnischer Anforderung.

    Ich hoffe, etwas Licht ins Dunkel des Begriffs "rechtwinklig" gebracht zu haben.

    Des weiteren hoffe ich, daß der Steg wieder gerade steht, so kann er auch die Decke beschädigen. Kann das beim Transport passiert sein? Der Steg muß auch rechtwinklig zur Decke stehen, damit ist seine gerade Seite zum Saitenhalter gemeint, die Seite die zum Griffbrett zeigt ist ja etwas abgeschrägt. Übrigens, wegen der Intonationsgenauigkeit: Bei den meisten Streichinstrumenten ist es so, daß sich der Steg auf einer gedachten Linie zwischen den beiden inneren Kerben der f-Löcher mittig befinden sollte. Kann man im Falle eines Falles gut selbst richten, dabei aber die Saiten nicht zu sehr entspannen, sonst kann der Stimmstock umfallen.

    Grüße

    Thomas

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von Fiedl

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    Endlich eine Antwort, danke .
    Du hast Licht ins Dunkle gebracht, jetzt kann ich mir schon eher ein Bild machen.

    Zum Cello: Ich habe Verkäufer und Hersteller kontaktiert. Das Instrument werde ich im Laufe der Woche bei einem Geigenbauer vorbei bringen, der alle notwendigen Änderungen macht. Bezahlt wird das ganze von Gewa. Damit kann ich leben. Kannst man Anfängern auch einen Tipp zur "korrekten" Bogenspannung geben? Google spuckte hierzu nicht sooo viel aus. Merci


    Edit: Und was heisst "fff"?
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    :)

  9. #9
    Thomann-Streicher-Service Avatar von fiddle

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    Bogenspannung:
    je besser eine Bogenstange ist, umso weniger heben sich die Haare beim Spannen.

    In der Mitte der Stange sollten die Haare etwa 10 mm Abstand zur Stange haben.
    Das wäre etwa ein grobes Maß. Bei einer schwachen Stange muß das aber schon
    auch mal etwas mehr sein.

    Wenn man den Bogen in der Mitte ansetzt, dann darf die Stange nur mit großer Kraft
    zwischen Daumen und Zeigefinger auf die Saite zu drücken sein.

    f = forte, ff = fortissiomo, fff = dreifaches forte (also noch lauter, bei Streichern heißt das: "gib' allöös!")
    Zwischen ff und fff ist bei Streichern hauptsächlich nur der Puls, Blutdruck und Atmung noch höher.
    Man sieht aber auch schon Bogenhaare wegfetzen.


    cheers, fiddle
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  10. #10
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    Hi Fiedl!

    fiddle hat mal wieder alles richtig erläutert. Bei der Bogenspannung möchte ich aber keine mm-Angaben machen, richtig ist es, wenn im fff (sic!) bei größtem Druck auf den Bogen die Haare die Bogenstange in der Mitte gerade nicht berühren.

    Anfangs lieber mit etwas geringerer Spannung des Bogens und mit weicherem Kolophonium spielen, das läßt den Ton schöner kommen.

    Grüße

    Thomas

  11. #11
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    Besten Dank noch einmal euch beiden.
    Ich liebe mein neues Instrument immer noch abgöttisch - es wird Zeit, dass der Unterricht beginnt
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