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Beispiel(e) für hochmoderne tonale Klassik?
Beim Anhören von modernen Klassik-Stücken auf youtube bin ich auf ein musikalisches Wunder gestoßen: Es ist das 1999 entstandene Streichquartett Nr. 1 von Flores Kovac.
http://www.youtube.com/watch?v=KRhpB_D6a0Y
Es liefert für mich in exzellenter Weise den Gegenbeweis zur These, dass die Tonalität erschöpft sei und man heute folglich atonal komponieren müsse. Es zeigt den unerschöpflichen Reichtum der tonalen Musiksprache, den sich der Komponist auf ganz individuelle, höchst moderne Weise für sein Werk dienstbar macht.
Leider bekommt man über den Komponisten wenig Informationen, er teilt wohl das Schicksal seiner tonal komponierenden Zeitgenossen, die von der Kulturpolitik nicht gefördert und mit Missachtung bestraft werden.
Kennt ihr weitere Beispiele?
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"Modern" bedeutet ja nicht "a tonal" sondern zu versuchen, einen eigenen Weg zu gehen.
Was ist eigentlich "hoch"modern? George Winston? Adorno? Henze? Immer nur das was von heute bis -10 Jahre geschrieben wurde? Und danach: "Post-hochmoderne Musica Nova" ?
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Mein Duke Nukem Soundtrack Remake Project
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"Modern" ist ja auch so ein modewort, ich befragte mal einen kulturfunktionär nach seinen musikalischen vorlieben, die antwort: "Paul Lincke modern!" d.h. "Berliner Luft" und "Glühwürmchen-idyll" im Big-band-sound. Vieles, was heute "modern" ist, ist kompositonstechnisch tiefstes, triviales end-19.jh.
Als er achtzig war und war gebrechlichDrängte es den Lehrer doch nach Ruh'Denn die Weisheit war im Lande wieder einmal schwächlichUnd die Bosheit nahm an Kräften wieder einmal zu.Und er gürtete den Schuh.
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Naja, da finde ich die Musik von Zemlinsky moderner und die ist auch schon um die achtzig Jahre alt.
Da klingt ein bisschen Reich an, ein bisschen zufälliger amerikanischer Postminimalist und ein grooviger Rhythmus.
Hab ich auch schon hundert mal gehört. Andere Teile bewegen sich mal ein bisschen mehr hin zum Freitonalen und wieder zurück in das kuschelige Nest der Tonalität, auch das schon von teilweise sehr viel älteren (unter anderem Zemlinsky) ausgeschöpft.
Da is mir Steve Reich, oder John Adams ehrlich gesagt lieber.»Der Mensch ist etwas, in das man hineinschießt, bis der Mensch aufsteht aus den Trümmern des Menschen.«
http://www.musiker-board.de/vb/group...chei%DFer.html
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Es gibt auch sehr gute Stücke in denen "eher tonale" Elemente mit "eher atonalen" Elementen verbunden werden. Letztendlich gibt es für mich kein "tonal" oder "atonal". Es gibt jedoch gute und schlechte Regeln, Konzepte. Und es gibt Altbekanntes und Neues. Es gibt auch gut und schlecht. Aber "tonal" und "atonal"... die Begriffe machen überhaupt keinen Sinn, denn selbst in Neuer Musik und moderner Musik und selbst bei Schönberg kann es tonale Zentren geben.
Geändert von tonstudio2 (18.03.2011 um 23:04:36 Uhr) Grund: Sry, manche Vergleiche sind hier einfach unerwünscht!
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Es gibt auf allen gebieten leute, die mitreden wollen ohne tiefer in eine materie eingestiegen zusein, sie brauchen schlagworte, um sich zu orientieren, zu positionieren und schlimmstenfalls zu urteilen.
Atheismus und atonal sind da nahe verwandt.
Ob gotik, barock, klassik mit all ihren neo-formen, das sind alles allenfalls ungefähre orientierungsmale, entscheidend ist die jeweilige machart und struktur. So entdeckt die "gotik" die skelettbauweise und kann so leichter und höher bauen als die massive "romanik", wobei gotik mit dem volk der goten überhaupt nichts zu tun hat, sondern die verachtung bezeugt, die die nachfolgende renaissance für sie hegte.
Wer nicht für einen dilettanten gehalten werden will, möge von solchen reizwörtern abstand nehmen, aber gerade die schlagen sich die verfechter irgendeiner richtung um die ohren.. Wenn es der politik an kultur mangelt, muss es doch nicht auf derem ureigenstenm gebiet sein.
Experimentiere,schreibe, spiele, musiker und rede nicht so viel! "Hic Rhodos, hic salta! "
Mir fällt da Haydn ein, der in seinem langen leben dazu gelegenheit , zeit und möglichkeit der realisierung hatte, und was ist herausgekommen? Das streichquartett, die sinfonie in höchster vollendung, für die große oper war Eszterházy freilich zu eng..Als er achtzig war und war gebrechlichDrängte es den Lehrer doch nach Ruh'Denn die Weisheit war im Lande wieder einmal schwächlichUnd die Bosheit nahm an Kräften wieder einmal zu.Und er gürtete den Schuh.
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federico biscione finde ich sehr gut. ist, wie soll ich sagen, frei-tonal. hier ein link:
http://www.federicobiscione.it/
kann man in viele mp3´s reinhören. ich hör ihn immer wieder, am eingängigsten finde ich die sonatine für klavier.
viele grüße
markusGeändert von Markus3000 (31.03.2011 um 21:03:59 Uhr) Grund: tippfehler
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Danke, die klavierwerke habe ich geladen, da ich sie spielen möchte, die sonatine gibt es leider nicht als noten. Ich habe ja immer die hoffnung, dass mehrere köpfe mehr wissen als ein einziger. Bitte weiter so!
Als er achtzig war und war gebrechlichDrängte es den Lehrer doch nach Ruh'Denn die Weisheit war im Lande wieder einmal schwächlichUnd die Bosheit nahm an Kräften wieder einmal zu.Und er gürtete den Schuh.




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