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Thema: Kayo Dot

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von Nico A.

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    Kayo Dot

    Ich höre grad mal wieder bei Kayo Dot rein und mal wieder fällt mir auf, dass ich die Band im instrumentalen Sinne eigentlich absolut genial finde. Dieses absolut authentische Ineinanderfließen von Stilen, ohne der Kurzweil Willen mal nur kurz Spannung aufzubauen (die meisten Songs liegen ja deutlich jenseits der 10:00-Minuten-Marke). Auch sehr zu schätzen weiß ich die sehr intensiven, manchmal sehr langen noisigen Ausbrüche, die aufgrund ihrer Länge richtig intensiv daherkommen und ehrlich wirken (manchmal denkt man bei kurzen Lärmausbrüchen anderer Bands, dass die so schnell wie möglich damit fertig sein wollen, um schnell wieder mit der melodiösen Musik fortzufahren...).
    Das Einzige was mir nicht gefällt und was mich bisher wirklich davon abgehalten hat, mich näher mit der Band auseinanderzusetzen, ist die ekelhaft poppig klingende Stimme, wie zum Beispiel am Anfang vom Song Blue Lambency Downward. Das macht für mich irgendwie schon wieder Vieles zunichte. Außerdem kann ich mit gewöhnlichem, gitarrenlastigem Postrock wenig anfangen. Daher nun meine Frage:

    Welches Album würdet ihr mir für den Einstieg empfehlen, das lange Kompositionen (Stichwort Spannungsaufbau) enthält, möglichst instrumental ist (oder wo ein anderer Sänger singt...) und nicht zu sehr in die Klischee-Postrock-Richtung geht?

    Das Nebenprojekt, oder die Abspaltung, oder was es auch immer ist, namens Ehnahre hab ich schon lieben gelernt. Ich bin mir bewusst, dass Kayo Dot nicht so dissonant ist, aber auch hier erkenn ich vieles von der Ehrlichkeit der Gefühle in der Musik und der schieren Genialität der Musiker wieder, wie man sie auch aus den Myspace-Aufnahmen hören kann.

    Bitte helft mir: Ich brauch mal wieder ein Album, mit dem ich mich lange beschäftigen kann!

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von hofgabes

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    hofgabes ist offline
    Ich find Maudlin Of The Well irgendwie um einiges cooler.

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von Nico A.

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    Nico A. ist offline
    Ich hab grad mal den ersten Track auf Myspace gehört (Catharsis of Sea...) und muss sagen dass ich das doch zu monoton und gitarrenlastig fand, vor allem gegen Ende.
    Ich hab mir gestern mal das erste Album von Kayo Dot bestellt. Wenns mir gefällt, geh ich vielleicht einfach chronologisch in ihrer Diskographie vor

  4. #4
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    Spiral Architect ist offline
    Vielleicht solltest du die Maudlin of the Well Idee noch nicht sofort aufgeben...
    Höre dir erstmal was von dem Album "Part the Second" an. Das sind zwar auch mehr oder weniger Gitarrenkompositionen, aber nicht ganz so auffällig

    Ansonsten: Portal, falls du es nicht schon kennst... Estradasphere (nicht so naheliegend) oder Tartar Lamb, ein avantgardistisches Klassikprojekt von Toby Driver... Mehr fällt mir dazu auch nicht ein

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von myrkyr

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    myrkyr ist offline
    @Nico: Mir gehts genau so wie dir. Die Stimme machts kaputt. Bei ner Zusammenarbeit mit Scott Walker oder Carla Bozulich wäre ich sofort restlos begeistert.
    For all these weird creatures, who lock up their spirits
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  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Nico A.

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    Nico A. ist offline
    Ich nenn jetzt schon einige Zeit Choirs of the Eye mein Eigen. Und mir scheint es, als ob es sich hier um ein Album handelt, das wirklich Zeit und viele Hördurchläufe braucht um zu gefallen. Ich konnte jedenfalls zunächst sehr wenig mit den sehr willkürlich erscheinenden Wechseln aus monotonen und sich endlos wiederholenden Gitarrenakkorden, den eingefügten Passagen der Stille, den Wechseln zu verschiedenen Metalstilen sowie dem unkonventionellen Gebrauch einiger Instrumente anfangen. Und in der Tat würde ich The Manifold Curiosity und Wayfarer nicht gerade als spannend oder interessant bezeichnen. Aber gerade der epische Opener, die darauffolgende sehr andersartige kleine Ballade und das fulminante Schlussstück erzeugen jetzt, nach so vielen Hördurchläufen, eine wirklich intensive Atmosphäre. Vielleicht gelingt es mir ja, an den anderen beiden Tracks auch noch Gefallen zu finden. Wenn es soweit ist, kann ich mir wohl guten Gewissens das zweite Album der Band zulegen.

  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von HevyDevy

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    HevyDevy ist offline
    Zitat von Nico A. Beitrag anzeigen
    Und in der Tat würde ich The Manifold Curiosity und Wayfarer nicht gerade als spannend oder interessant bezeichnen. )
    Da muss ich dir jetzt doch vehement widersprechen . Ich habe noch selten einen so brillianten Spannungsbogen/-aufbau wie in The Manifold Curiosity gehört.
    Geändert von HevyDevy (22.10.2010 um 16:56:53 Uhr)
    It is a 106 miles to Chicago
    We've got a full tank of gas
    Half a pack of cigarettes
    It's dark and we're wearing sunglasses
    Hit it

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von Nico A.

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    Nico A. ist offline
    Ja, der Song ist noch eindeutig der bessere der beiden. Nur dieses minutenlange Gitarrespielen auf einem Akkord und die Wechsel zu den härteren Teilen find ich nicht so spektakulär. Aber das furiose Ende ist auch in meinen Ohren in der Tat gelungen.

    Da ja einige Mitglieder, die ehemals bei Kayo Dot mitgewirkt haben, in der Zwölfton-Metal-Band Ehnahre spielen, weise ich mal darauf hin, dass diese Band demnächst (noch diesen oder nächsten Monat) ihr zweites Album "Taming The Cannibals" herausbringen wird. Und darauf freue ich mich extrem. So sehr, dass ich mich nicht traue, das angeblich komplett gestreamte Album vorher anzuhören (nur den ersten Song habe ich zweimal gehört, man merkt schon etwas die Weiterentwicklung zum ersten Album, bzw. ein paar neue Elemente, aber alles in allem lässt dieser Einstieg ein sehr krankes Werk erwarten).
    Hier kann man sich also das Album anhören: http://www.decibelmagazine.com/uncat...el+Magazine%29

    edit: Kommando zurück, man kann sich nur den ersten Song komplett anhören und bei den anderen "nur" 2-Minuten-Ausschnitte.

  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von Nico A.

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    Nico A. ist offline
    Kommende Deutschland-Gigs von Kayo Dot: 8. 2. 2011 in Dresden und 9. 2. 2011 in Leipzig. Beim Letzteren werd ich wohl ziemlich sicher zugegen sein. An dem Tag hab ich dann meine letzte Prüfung des ersten Semesters geschrieben (wehe, die verschiebt sich auf den Tag danach oder so ).

    Supportet werden sie von Tartar Lamb und Jeremiah Cymerman in Dresden und von Aidan Baker in Leipzig:
    http://www.last.fm/event/1659653+Kay...+February+2011
    http://www.last.fm/event/1759386+Kay...+February+2011
    Geändert von Nico A. (04.12.2010 um 18:39:32 Uhr)

  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von myrkyr

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    myrkyr ist offline
    Am 07.02.2011 sind Kayo Dot außerdem in Würzburg zu Gast. Mal schauen, vielleicht schaffen sie es ja wenigstens live, mich restlos zu begeistern.
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  11. #11
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    Nico A. ist offline
    Und am 10. 2. auch noch in Jena! Jetzt müssen sie nur noch nach Magdeburg kommen, sie haben ja noch einen Tag Luft um danach am 12. in Brüssel aufzutreten.

  12. #12
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    checkouniandra ist offline
    geil, die kommen auch nach Berlin... in der nähe der hackeschen höfe am 20. februar zu sehen!!!

  13. #13
    Registrierter Benutzer Avatar von Nico A.

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    Nico A. ist offline
    Krass, dann spielt die Band ja 6 Auftritte in Deutschland! Vielleicht bin ich auch noch beim Berlin-Auftritt zugegen, wenns zeitlich passt.

  14. #14
    Registrierter Benutzer Avatar von Nico A.

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    Nico A. ist offline
    Ist vielleicht heute abend jemand von euch in Leipzig mit dabei?

  15. #15
    Registrierter Benutzer Avatar von myrkyr

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    myrkyr ist offline
    Ne, aber am Freitag eventuell in Darmstadt. Hab gerade erfahren, dass die da auch spielen...
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  16. #16
    Registrierter Benutzer Avatar von Nico A.

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    Nico A. ist offline

    Wo wollen die noch überall hierzulande spielen...
    Ich hab sie gestern gesehen und so richtig Stimmung wollte nicht aufkommen. Einmal mehr hat sich für mich bestätigt, dass ich gerade bei komplexer Musik die Songs vorher kennen sollte, um voll auf meine Kosten zu kommen. Letztendlich waren nicht mehr als 40 Mann anwesend, Jeremiah Cymerman war absolut klasse, die anderen beiden Bands danach fand ich etwas langweilig (war wohl auch zu müde dafür) und Kayo Dot haben viel zu kurz gespielt. Vier Bands/Künstler in 3 Stunden.
    Hinzu kamen offenbar die ein oder anderen technischen Probleme. Sehr gewundert hat mich auch, dass Mia nicht dabei war, ich dachte, die wär Kernbestandteil von Kayo Dot. Und wenn ich es richtig gesehen habe, saß am Schlagzeug der Drummer der Dresdner Band schnAAk. Der hat wirklich einiges auf dem Kasten gehabt.
    Trotz meines zwiespältigen Eindrucks wünsche ich dir viel Spaß in Darmstadt!

  17. #17
    Registrierter Benutzer Avatar von Johnny_Finger

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    Johnny_Finger ist offline
    Ich war auch im Conne und ich fand den Abend ziemlich gelungen. Es war schon sehr verwunderlich, dass wirklich nur so ein Häufchen Menschen zu Gast war, aber naja...gestört hats mich nicht. Es war ein schönes Sitzkonzert!

    Jeremiah Cymerman hat mir bis zu einem gewissen Punkt außerst gut gefallen...im ersten Teil seines...ich nenns mal Vortrags..hab ich mich einfach nur gefragt: meine Fresse, wie holt der solche verrückten Töne aus seiner Klarinette?! Sehr interessant. Zum Ende hin hat er ja dann recht gediegen gespielt, da wurde das Ganze ein wenig langwierig. Meinem Kumpel hats garnicht gefallen. Er hat ihm danach den Beinamen "Der Rattenfänger von Hameln" gegeben.

    Die 2. Band, die wenn ich mich recht entsinne aus Kayo Dot Mitgliedern bestand, war sehr stimmig und gut. Ich hätte mir dazu gerne ein Schlagzeug ala Bohren & Der Club Of Gore gewünscht. Nadja - Naja. Gute Ansätze drinne, aber insgesamt einfach zu langatmig und teilweise nichtssagend. Und die Bassisten ging mir mächtig aufn Sack. Ich finds schrecklich, dem Publikum das ganze Konzert über seinen Rücken zu präsentieren.

    Kayo Dot haben mich sehr positiv überrascht. Ich hab vorher 2,3 mal Choirs Of The Eye gehört aber ich konnte noch keinen Zugang finden. Ziemlich zäh das Ganze. Naja der Auftritt war deutlich fluffiger und wieder äußerst atmosphärisch. EEeendlich Schlagzeug hab ich mir gedacht. Du meinst das war der Schnaak Drummer? MMhh ich hab den nciht wieder erkannt. Mag daran liegen, dass er damals ein Seemanshemd und die eine passende Kappe trug. Gut gespielt hat er definitiv! Lustig wars, als sich auf einmal ein nettes Mädel neben uns gestellt hat, und begonnen hat zu tanzen, hehe.

    Unterm Strich ein tolles Konzert. Die Dauer fand ich auch ok. Ich würd wieder hingehn, dann am besten ein bisschen benebelt!

  18. #18
    Registrierter Benutzer Avatar von Nico A.

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    Zitat von Johnny_Finger Beitrag anzeigen
    Du meinst das war der Schnaak Drummer?
    Immerhin stand auf der Bassdrum "Discorporate Records", da war die Sache für mich schon klar. Aber ich lass mich gerne eines Besseren belehren.
    Es will nämlich nicht so richtig in meinen Kopf, wie man "Aushilfsmusiker" bei Kayo Dot sein kann. Ich dachte, das würde alleine an der Komplexität scheitern, und dass man für einen Song ein Jahr oder so üben müsste.

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