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  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von underscare

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    Vorbereitung auf Bandaufnahme / Demoaufnahme

    Hallo Leute,

    wir möchten in den nächsten Wochen ein paar unserer Songs aufnehmen, wahrscheinlich 4-5 Stück. Es sind die ersten Aufnahmen und sollen für die Homepage, Freunde / Fans und für Bewerbungen bei Veranstalter (Kneipen etc, also für die ersten Gigs) herhalten. Uns gibts "erst" seit nem Jahr und es sind unsere ersten Songs, damit ihr wisst, in welcher "Liga" wir spielen.

    Band besteht aus Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard und Sängerin.

    Keyboard (Roland Juno D) geht direkt ins Mischpult, ebenso wie der Bass über Line-Out und der Gesang mit dem Mic. Gitarre weiß ich noch nicht, entweder mit einem Shure SM57 den Peavey Bandit abnehmen oder (wahrscheinlicher) mit meinem Pocket Pod ins Mischpult.
    Das Schlagzeug wird mittels Recordermantechnik und eventuell ein Mic für die Bassdrum abgenommen. Als Soundkarte wird eine externe Soundkarte verwendet (ist geliehen, soweit ich weiß eine Tascam). ASIO4ALL wird auch installiert.

    Ich werde für die Songs Gitarre und Schlagzeug mit Takt als Orientierungsspur zusammen aufnehmen. Dann spielt/singt jeder seinen Part einzeln über diese Spur. So habe ich am Ende Klicktrack + alle Spuren einzeln.

    Aufnehmen werden ich entweder mit Kristal oder Audacity (Empfehlungen?).

    So, "abmischen" werde ich dann zuhause, da werde ich wahrscheinlich auch nochmal eure Hilfe brauchen (bzgl. Verbesserungen / Effekte), mir geht es aber jetzt erstmal bis zu diesem Punkt, also den Aufnahmen.

    Ist der Weg so ok? Würdet ihr eine andere Vorhergehensweise empfehlen? Wir haben einen ziemlich kleinen Proberaum, ich werde versuchen einen geschlossen Kopfhörer zu leihen / eventuell preiswert kaufen (kann dann auch fürs "Mastern" herhalten).

    Also, sind wir gut vorbereitet? Habt ihr noch Tipps (besonders im Bezug auf den Aufnahme-Vorgang)


    Vielen Dank!

  2. #2
    Helpful & Friendly User Avatar von Laguna

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    Laguna ist offline
    Klingt doch schonmal gut soweit.


    Wenn die Anzahl der Kanäle am Interface nicht zu stark begrenzt ist, würde ich bei den Drums auf jedenfall zusätzlich zu den OHs noch Snare (sm57) und Kick auf einzelnen Spuren mitnehmen. Man hat so hinterher eindeutig mehr Freiheit in der Bearbeitung und letztendlich auch einen besseren Sound. Bestimmte Dinge können mit nur OHs einfach nicht aufgenommen werden.

    Für die Gitarre würde ich auf jedenfall den Amp nehmen oder wenn das möglich ist, sowohl Amp als auch den Pod mitnehmen. So kannst du später den Sound wählen, der dir am besten gefällt oder sogar eine Komination aus beiden nutzen.
    Das übliche gitarre doppelt aufnehmen und pannen für eine breite Gitarrenwand kennst du ja bestimmt schon.

    Den Bass würde ich nicht unbedingt über den Line Out nehmen, sondern lieber auch den Amp abnehmen. Bewegte Luft vor dem Amp kann halt durch nichts ersetzt werden.

    Ein geschlossener Köpfhörer wird auf jedenfall Pflicht, da die Musiker ja irgendwas auf die Ohren bekommen müssen, zu dem sie spielen können. Und seis nur das Metronom. Ob du mit dem dann auch mischen kannst, ist erstmal zweitrangig. Wichtig ist halt, dass er laut genug kann, um gegen die Drums oder einen aufgerissenen Amp anzukommen und dass er abgeschirmt ist, damit auf den OHs nicht das Piep-Piep vom Metronom zu hören ist.
    Ich selber habe seit 7 Jahren diesen hier und bin äuserst zufrieden damit. Ist wirklich eine Anschaffung fürs Leben und gerade beim Tragekompfort sollte man da auch nicht sparen.

    Aufnahme:
    Aufstellung der Instrumente im Raum: Selbst wenn closemicing betrieben wird, spielt die Raumaktustik eine wichtige Rolle. Also lieber das Schlagzeug ein paar mal im Raum herumschieben, bis es gut passt. Ecken sind eine schlechte Idee, da sich dort vor allem der Bass fängt.

    Wenn im Proberaum ein Instrumente aufgenommen werden soll, solltet ihr alle anderen Sachen, v.a. das Schlagzeug aus dem Raum schaffen.

    Dann solltet ihr euch auf jedenfall genug Zeit mit der Aufstellung und Positionierung der Mics lassen. "Fix it in the Mix" klappt so gut wie nie. Es ist eher "Shit in, Shit out". Also ruhig rumschieben und ausprobieren, bis der Sound auch wirklich so ist, wie er sein soll. Erst dann wirklich mit dem Aufnehmen anfangen.

    Es macht ausserdem nichts, alle Passagen doppelt und dreifach aufzunehmen. Wird eine Aufnahme einfach unhörbar, oder hat deutliche Fehler wandert sie gleich in den Müll. Ist sie gut hörbar und einwandfrei, trotzdem auf einer Backup-Spur einen weiteren Take fahren. Oftmals hat man nach x Stunden Gitarrensolo einfach keine Ohren mehr. Vor dem Mischen werden dann aus den veschiedenen Takes die besten herausgesucht und dann verwendet. Gerade bei den Vocals ergibt sich so auch manchmal hilfreiches Material für etwaige (nicht eingeplante) Backingspuren oder um einzelne Wörter nochmal zu betonen.

    Ansonsten das übliche zur Projektorganisation: Ordner, Spuren, Busse und v.a. Files sauber benennen, um den Überblick zu behalten, auch nach der Woche Urlaub noch.
    Klare Arbeitstrennung: bei der Aufnahme wird noch nicht geschnitten und noch nicht gemixt, da wird aufgenommen. Es ist zwar ermüdend, dann einige Stunden am Stück Atemgeräusche von den Vocals zu schneiden, aber es hat seinen guten Grund, dass die Schritte getrennt sind.


    Soweit jetzt erstmal von meiner Seite,
    Viel Spass und hoffentlich gibts bald was auf die Ohren!
    Laguna

  3. #3
    MOD Recording HCA Mikros Avatar von Basselch

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    Basselch ist offline
    Hallo,

    ich würde dem noch hinzufügen: Die Instrumente müssen in Schuß sein! Frische Saiten für Gitarre und Baß, frische Felle für die Drums - und nicht nur bei den Saiten, sondern auch bei den Drums auf genaue Stimmung achten.
    Ob man den Baß per DI-Box oder mikrofoniert abnimmt, ist auch eine Glaubensfrage; vor kurzem wurde das hier in einem Thread ausführlich diskutiert. Ich würde auch hier beide Sounds nehmen, um, wie Laguna es von den Gitarren richtig sagt, die Auswahl zu haben und ggfs. sogar kombinieren zu können.

    Viele Grüße
    Klaus

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