Allgemeine Pflegetipps für Gitarre (nicht nur für Anfänger)

Dieses Thema im Forum "Modifikation, Technik, Gitarrenbau" wurde erstellt von Danny_Wilde, 26.11.08.

  1. Danny_Wilde

    Danny_Wilde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.08   #1
    Ich habe mir mal die Zeit genommen um euch einige Tipps in Bezug auf Reinigung, Komponenten-Justierung anhand einiger Beispiele zukommen zu lassen.:)
    Dieses Thema halte ich für wichtig und ist natürlich erweiterbar.



    Bei mir(!) hat sich folgende Methode seit einigen Jahren bewährt:

    Polieren:

    alte Saiten runter machen.(Wie das korrekt zu bewerkstelligen ist, ist ja hinreichend bekannt)

    Griffbrett grob mit einem Lappen reinigen.

    Falls vorhanden, kann man zum Polieren der Bünde ein Abdeckblech ("Fretboard-Guard" benutzen, um das (eventuell mit Lack versiegelte)Griffbrett vor Beschädigung zu schützen.

    http://www.thomann.de/de/goeldo_ws045_fretboard_guard.htm

    Griffbrett/Bünde:
    Mit Stahlwolle(000 oder 0000) die Bünde entlang der Bundstäbe von Griffbrett-Kante zu Griffbrett-Kante (nicht Richtung Kopfplatte zum Korpus oder umgedreht.) polieren[/B).
    Dadurch wird die Bundoberfläche von groben Spielspuren befreit.
    Mit einer kleinen (Zahn-)Bürste noch schnell den Bund/Griffbrett-Übergang gesäubert.
    Mit einem Pinsel den durchs Polieren entstandenen Staub vom Griffbrett befreien.
    Griffbrett und Bünde mit Waffenöl(schön dünnflüssig) einreiben. (1-2 Tropfen aufm Zeigefinger)
    Ungefähr 10-15min. einwirken lassen.
    Danach das Griffbrett und die Bünde mit einem Lappen sauber putzen.

    Sattel:
    Den Sattel je nach Ausführung auch mit einer Bürste mit reinigen.
    Kunststoff/Knochensattel:etwas Graphit (spitzer Bleistift oder in Pulverform) in die Sattelkerben geben ,um die Reibung zu minimieren.
    Metall-Sattel ohne Rollen/Kugellager:mit Stahlwolle polieren.
    Metall-Sattel mit Kugellager: mit Bürste säubern(durch Stahlwolle würden kleinste Späne die Funktion des Sattels beeintächtigen.
    Nach dem Säubern einen kleinen Tropfen auf die Kugellager geben.
    Überschüssiges Öl mit Lappen entfernen.

    Mechaniken:
    Mechaniken-Muttern(falls vorhanden) auf korrekter Befestigung prüfen.
    gegebenenfalls mit einem passenden Maulschlüssel(9er/10er/11er...je nach Mechanik-Hersteller) etwas(!) nachziehen. Die Schrauben der Mechaniken-Wirbel auch mit kontrollieren.

    Brücken:
    Gretsch Space Control Roller Bridge: mit Bürste Gewinde reinigen und mit einen Tropfen Waffenöl durch Drehen der Saitenreiter gangbar machen. Anschließend sauber putzen.

    Tune-o-matic style:
    Saitenreiter auf eventuell entstandenen Grat prüfen.
    Geht mit einer Dreikant-Schlüsselfeile leicht zu entfernen.
    Gewinde mit Bürste reinigen und danach mit Waffenöl gangbar machen.

    Fender-style:
    Bei Fender-Style Brücken die Innensechskant-Aufnahme der Saitenreiter/Höhenverstell-Schrauben von Schmutz befreien und mit etwas Waffenöl gangbar machen. Oktav-Einstellschrauben nicht vergessen.

    Bei Vibrato-Brückeneinheiten im Fender-Strat Bauweise die 6 Befestigungsschrauben auf optimalen Sitz prüfen.(Schraubenköpfe leicht rausdrehen und so wieder justieren, das diese die Grundplatte nicht berühren.(kleiner,kaum sichtbarer Spalt.)
    Bei 2-Punkt Befestigung die beiden Stell-Schauben reinigen.


    Bigsby-style Vibrato:
    "Hufeisen-Bigsby":
    Saiten-Niederdruck-Rolle(sofern vorhanden) von Schmutz befreien.Lager überprüfen bzw. mit einem Tropfen Waffenöl gangbar machen.
    Befestigungsschrauben im Bereich der Feder und zwischen den Achsen gegenüber überprüfen.
    Falls die Andruckrolle und/oder die Saitenaufnahme-Achse sich etwas schwergängig bewegen lassen, kann es auch an diesen besagten Befestigungs-Schrauben liegen.Durch zu starker Befestigung dieser Schrauben kann es passieren, das die Lagerflächen auf beiden Seiten der Andruckrolle gegenseitig so stark aneinander "gepresst" werden, das sich das System verspannt hat und sich die Achsen nicht mehr leichtgängig sind.

    (Bei Lizenz-Nachbauten sind es die weissen Kunststoff-Lagerschalen, die etwas Probleme bereiten könnten. Wenn nicht umso besser.)

    Dieses liegt an der Schraubensenkung ,da diese die eine Lagerfläche durchs "reinschrauben" zu der hebelseitigen(Jammerhaken-Seite) Lagerfläche "hinzieht" und so für zuätzliche Reibung sorgt.

    Abhilfe: Schrauben etwas lösen und nur so weit wieder anziehen, das eine optimale Gängigkeit und gleichzeitig gute Befestigung gewährleistet ist.
    (Die Bigsby-"Seiten" sind ja nur einseitig im Bereich des Hersteller-Logos fest miteinander verbunden.)

    Stahlwolle,Schlüsselfeilen-Set(das preiswerte Set ist völlig ok) und Waffenöl gibt es in diversen Baumärkten für wenig Geld.

    Falls ihr noch nützliche Tipps und Erfahrungen zum Thema habt(z.B. was ich vergessen habe zu erwähnen, oder nicht angesprochen habe...Floyd Rose z.B.) , bitte posten.:great:


    lg, Thomas
     
  2. whitie

    whitie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.08   #2
    generell ne gute idee, nur hab ich immer probleme damit, wenn ich lese, dass man sein griffbrett mit stahlwolle reinigen soll.

    ich denke, dass das viel zu dick aufgetragen ist, ein baumwolltuch mit einigen tropfen LemonOil reicht auch aus, um jeglichen schmutz zu entfernen und man hat keinen lästigen staub hinterher, oder die angst, die struktur vom griffbrettholz beschädigt/zerkratzt zu haben.

    auch waffenöl in das griffbrettholz einziehen zu lassen halte ich eher für provisorisch, zumindest da ich weiß, dass es eben spezielles griffbrettöl (Dunlop Lemon Oil etc) für solche angelegenheiten gibt...

    achso: der link zum großen T funktioniert nicht richtig
     
  3. Danny_Wilde

    Danny_Wilde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.11.08   #3
    -------------------------------------------------
    Danke für den Hinweis. Sollte behoben sein.:)

    Hälst du es für "eher provisorisch" oder weisst du es aus eigener Erfahrung?:confused:

    Ich rede hier nicht von "reicht aus". Die Tipps , die ich hier im oberen Thread kundgetan habe, beziehen sich aus eigener Erfahrung aufs Pflegen, und nicht nur auf grobe Reinigen der Komponenten. Das steht aber Jedem frei, sich seine eigene Maßstäbe für seine Instrumenten-Reinigung zu setzen.:)

    Zu der Stahlwolle: Die ist fürs Polieren gedacht, deswegen die Angabe "000" = sehr fein und "0000" = ultrafein...für alle möglichen Polier-Anwendungen.

    Deswegen kann man, wenn man anscheinend unsicher ist wie du,(nicht böse gemeint) ein dünnes Stahl-Blech verwenden mit Schlitz(damit der Bund durchpasst),welches dann den Bund-Bereich ausreichend abdeckt um den besagten Bund zu polieren.
    (Spielriefen-keine Dellen(!)- entfernen, angelaufene Bünde etc. ...ich meine hier die Oberflächen-Güte des Bund-Materials).

    Hätte ich Span abheben gemeint, würde ich eine Schruppfeile Hieb 1 empfehlen.(oder gleich einen Schruppfräser...;)...)


    http://www.thomann.de/de/goeldo_ws045_fretboard_guard.htm

    Das Blech aus dem gezeigtem link kann man sich auch prima selbst herstellen.
    Es soll Einem ja die Arbeit erleichtern.

    Bei lackierten Griffbrettern gebe ich natürlich recht, da ist ein Tuch mit selbstgewähltem "Wundermittel" hilfreich und ausreichend.

    Um diese diversen "Spezial-Öle" ging es mir ja eigentlich...
    es gibt halt Leute, die für alle Anwendungen beworbene Spezial-Mittelchen brauchen. ich brauche sie halt nicht. (Ich hätte den Thread etwas anders nennen sollen, "Bei mir hat sich folgende...bewährt..." war wohl nicht eindeutig genug..)

    Ich hätte auch Maschinenöl hinschreiben können, aber da dieses eine andere, größere Viskosität (dickflüssiger) besitzt, wie das Waffenöl(niedrige Viskosität, kann es ja nicht ins Holz einziehen.(bei unlackierten Griffbrettern)

    Vielleicht ist es jetzt etwas verständlicher beschrieben...ist nur ne Alternative zu bestehenden Spezial-Zeugs.:)

    Fast Fret benutze ich übrigens auch nicht. Unbrauchbar für mich(!) :D

    lg, Thomas
     
  4. Sanctuary

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    Erstellt: 27.11.08   #4
    Gute Idee mit dem Thread!
    Wegen der Stahlwolle - Mache ich auch, allerdings mit 00er Stahlwolle, geht des auch? (Die wurde mir von anderen Gitarristen empfohlen)
     
  5. Danny_Wilde

    Danny_Wilde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.08   #5
    Die "00"-Type ist grober als die "000" und "0000"-Variante.

    Ich würde dir zu der feineren Variante raten, damit die Bünde schön fein werden.

    Du kannst es auch an einem Stück Blech leicht ausprobieren mit beiden oder den drei verschiedenen Sorten, wenn du jeweils eine Fläche mit den unterschiedlichen Stahlwolle-Typen polierst. Das Ergebnis solltest du an der Oberflächenstruktur sehen und fühlen können. Etwas Unterschied ist gegeben.

    lg, Thomas
     
  6. C.Santana

    C.Santana Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.11.08   #6
    Super Idee dieser Thread, ist auch noch ausbaufähig. Also, wer noch gute Tips hat, immer her damit:great:
     
  7. Danny_Wilde

    Danny_Wilde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.08   #7
    Hier noch ein paar Einstellungstipps von mir...anhand eines Beispiels und eines informativen Textes.:)

    [​IMG]
    -----------------------------------------------



    Stimmen einer Gitarre:
    Grundsätzlich gibt es 2 Wege eine Gitarre zu stimmen. Entweder benutzt man einen Referenzton (normalerweise 440 Hz A, Stimmgabel, Stimmpfeife, Freizeichen d. Telefons, anderes Instrument z.B. Klavier) und stimmt nach dem Gehör, oder man besitzt ein Stimmgerät und lässt dieses die Tonerkennung übernehmen.
    Da das Stimmen nach Gehör die schwierigere Methode ist und somit davon ausgegangen werden kann, dass nach dieser Methode einigermaßen erfahrene und gehörgeschulte Gitarristen stimmen, wird hier das Stimmen nach dem Stimmgerät beschrieben.

    Das Stimmgerät wird (bei elektrischen Gitarren) per Klinkenkabel mit der Gitarre verbunden und eingeschaltet. Zum Stimmen akustischer Gitarren ist darauf zu achten, dass das Stimmgerät ein eingebautes Mikrofon zur Tonerkennung besitzt! Nun schlägt man eine Leersaite an und vergleicht den auf dem Stimmgerät angezeigten Ton mit dem gewünschten Ton.
    Ein Zeigerinstrument oder rote/grüne LEDs zeigen normalerweise an, ob die Saite zu hoch oder zu niedrig gestimmt ist. Ist der Ton zu niedrig, wird er durch drehen an der Stimmmechanik erhöht, bis er die korrekte Tonhöhe erreicht hat.
    Ist er zu hoch kann man erst einmal versuchen (bei geringerem Unterschied) den Ton durch dehnen (Bending) der Saite auf die korrekte Tonhöhe zu bringen, ohne sofort an der Mechanik zu stellen.
    Erst wenn dies nicht zum Erfolg führt sollte man die Tonhöhe durch drehen an der Mechanik auf den korrekten Wert vermindern. Wenn alle Saiten auf diese Weise gestimmt wurden, kann man die korrekte Stimmung durch das Flagolett (Oberton) am 12.Bund oder den gespielten 12. Bund überprüfen.
    Die Tonwerte sollten denen der Leersaite entsprechen. Ist dies nicht der Fall ist die Oktavreinheit zu justieren.

    • Das Freizeichen des Telefons hat in Deutschland die Frequenz 440 HZ, was dem Kammerton A (A-Saite der Gitarre in Standardstimmung entspricht)

    • Es wird gerade bei neuen Saiten empfohlen diese nach dem Aufziehen ordentlich vorzudehnen (Bending), damit sie sich längen und stimmstabil bleiben, bzw. nicht so oft nachgestimmt werden muss.

    • Ein Saitenwechsel ist auch immer eine gute Gelegenheit die Gitarre und das Griffbrett zu reinigen, wenn alle Saiten entfernt werden.
    • Entgegen vieler Befürchtungen verzieht sich ein Gitarrenhals nicht, wenn man alle Saiten gleichzeitig entfernt, bzw. nimmt seine ursprüngliche Form nach dem Aufziehen der neuen Saiten wieder ein.

    • Saiten sollten regelmäßig gewechselt werden! Sie sind das A & O für eine gut und sauber klingende Gitarre! Viele Tonhöhen- und Soundschwierigkeiten (Oktavunreinheit, wenig Sustain, matter Klang) bei Gitarren sind ausschließlich auf zu alte, verbrauchte Saiten zurückzuführen! Deshalb: Lieber einmal zu viel die Saiten gewechselt, als einmal zu wenig!


    Justage der Oktavreinheit:
    Die Oktavreinheit einer Gitarre wird durch die korrekte Länge der eingestellten Mensur (Länge der freischwingenden Saite zwischen Steg und Sattel) bestimmt.
    Bei akustischen (Konzert- / Westerngitarren) ist die Mensur von Werk aus durch die Montage des Sattels und Steges festgelegt und lässt sich vom Gitarristen nur noch gering durch Halsjustagen beeinflussen.
    Deshalb ist davon auszugehen, das Western- und Konzertgitarren von Werk aus oktavrein sind. Sollte dies einmal nicht der Fall sein ist der Gitarrenbauer gefragt, der Nacharbeiten an Steg oder Sattel vornehmen wird, um die Oktavreinheit wieder herzustellen.
    Die Oktavreinheit wird des öfteren mit der Bundreinheit verwechselt!
    Die Oktavreinheit lässt sich (zumindest bei E-Gitarren) normalerweise problemlos einstellen!
    Eine bundunreine Gitarre ist von Werk aus nicht zu gebrauchen, da die Bundierung (Bundstäbchen) an den falschen Stellen sitzt oder die Mensurmaße nicht eingehalten wurden, also Herstellungsmängel bestehen!

    Die Justage der Oktavreinheit bei E-Gitarren wird im Folgenden beschrieben. Man nennt diese Justage auch Kompensation, da das Maß der Mensur nur ein theoretischer Wert ist und in der Praxis abhängig von Saitenstärke und Saitenlage „kompensiert“ werden muß, damit die Gitarre temperiert und damit angenehm klingt.
    Würde die Intonation auf den korrekten Tonfrequenzmesswert justiert, würden Akkorde teilweise dissonant und unangenehm klingen, während die Einzeltöne stimmten. Die absolut Bundreine Gitarre ist also in der Praxis nicht zu gebrauchen! Die Oktavreinheit hingegen lässt sich justieren und sollte bis auf eine Toleranz von 5 Cent (1 Cent=1/10 Ton) stimmen. Dies ist die Toleranz, die im Allgemeinen für eine brauchbar eingestellte Gitarre gilt.


    Cent:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Cent_(Musik)


    Zuerst ist zu prüfen, ob der Oktavton zu niedrig oder zu hoch ist. Dazu vergleicht man den Ton der Leersaite (Oberton am 12. Bund, Flagolett) mit dem gespielten Ton am 12. Bund (Bei elektrischen Gitarren mit 24 Bünden ebenso mit dem Flagolett und dem gespielten Ton am 24. Bund). Ist der gegriffene Ton im Vergleich zur Leersaite (Oberton, Flagolett) zu hoch, ist die Mensur zu verlängern. Der Saitenreiter (Böckchen) am Steg der betroffenen Saite wird also nach hinten (vom Hals weg) verschoben bis die Prüftöne den gleichen Ton ergeben (Abweichung +/- 5 Cent).
    Ist der gegriffene Ton im Vergleich zur Leersaite (Oberton, Flagolett) zu niedrig, muss die Mensur verkürzt werden.
    Das Böckchen wird also nach vorne (zum Hals hin) verschoben. Die Justage wird selbstverständlich bei entspannter Saite vorgenommen, die Prüfung bei vollständig korrekt gestimmter Gitarre!
    Ist die Oktavreinheit korrekt justiert, sollten Akkorde in allen Bünden richtig und angenehm klingen.

    Tipps:
    • Vor der Justage der Oktavreinheit ist der Hals und die Saitenlage einzustellen!
    • Bei Wechsel der Saitenstärke ändert sich auch die Oktavreinheit.​



    soweit wieder erstmal...:)

    und immer dran denken: nicht sofort aufgeben, wenns nicht sofort klappt!
    denn: Wer bis zum Hals in Schei**e steckt, sollte den Kopf auch nicht hängen lassen....;):D

    lg, Thomas
     
  8. parkerfly

    parkerfly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.01.09   #8
    Ich hätte auch Maschinenöl hinschreiben können, aber da dieses eine andere, größere Viskosität (dickflüssiger) besitzt, wie das Waffenöl(niedrige Viskosität, kann es ja nicht ins Holz einziehen.(bei unlackierten Griffbrettern

    bei mir klappte es erst gut mit dem waffenöl das unlakierte ahorngriffbrett zu pflegen.beim 4
    mal dachte ich,nun hau mal was mehr aufs griffbrett.
    nun ist es nicht mehr hell,sonder 3 farbtöne tiefer und vollgesaugt,nicht falsch verstehen,ich
    habe das nicht literweise drüber gekippt.
    also sagt mir das:vorsicht und nicht zu fett und nicht zu lange einziehen lassen.
    das griffbrett ist versaut.ist 2 monate her und immer noch dunkel.
    gut das es nur eine 100 euro jack danny war und meine werkstattgitte ist.
    sieht nun aus wie ein alter aal
     
  9. effexxx

    effexxx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.09   #9
    Ich will ja nicht kleinkariert sein....aber doch...
    Wenn ich mich recht entsinne, beschreibt Viskosität die Dünnflüssigkeit, nicht die Dickflüssigkeit, von daher wäre das genau umgekehrt?
    Gruß
     
  10. parkerfly

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    Erstellt: 14.01.09   #10
    das ist ja auch nicht meine aussage gewesen maschinenöl ,viskosität usw......,,,,
    sondern von thomas.
    hab das mit dem zitat-zitat + immer noch nicht begriffen.
    ich hatte das BALLISTOL UNIVERSAL draufgeschmiert und mit dem finger auf dem
    griffbrett einmasiert,das stinkt übrigens wie die pest.
    bei meiner neuen deluxe usa strat ist der ahornhals lakiert,hätte ich das dort unlackiert
    draufgerieben,würde ich mich jetzt wohl schwarz ärgern.
    das öl hatte ich mir besorgt,weil im netz das oft als pflegemittel bei gitarren erwähnt wurde.
    auch auf dem neck,nie wieder.
     
  11. drw

    drw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.09   #11
    Hi Thomas,

    erst mal danke für die Mühe *bewert*. Das ist ein echt sinnvoller Thread. Fragen nach Pflege/ Pflegemitteln/ Einstellung etc. kommen ja sowieso dauernd vor. Ich frage mich, ob da nicht bei Gelegenheit ein Pin dransollte :gruebel:

    Zum Thema:

    beim Stimmen wäre vielleicht noch zu erwähnen, das zu hoch gestimmte Saiten lieber erst unter den Zielton runtergedreht und erst dann in die korrekte Stimmlage gebracht werden sollten. Also quasi "von unten reinstimmen". Stimmt man von oben rein und die Saite hat noch irgenwo leichten Schlupf, dann klingt sie zwar beim Stimmen korrekt, aber spätestens nach dem ersten Bending zu tief.

    Punkt Pflegemittel: ich habe über die Jahre alles Mögliche ausprobiert. Letztlich verwende ich nur mehr Möbelpflegemittel (Opti). Mit einem Tuch (nicht zu satt) auftragen und mit einem anderen, trockenen wieder abwischen, bis es glänzt und sich nicht mehr fettig anfühlt. Fertich.
    Anmerkung: ich spiele nur Gitarren mit (lackiertem) Mapleneck. Auf Rosewood- Griffbrettern ist die Opti- Geschichte eher Geschmacksfrage, mir persönlich fühlt sich das unmittelbar nach der Behandlung zu "schmierig" an.

    LG
    Chris
     
  12. Danny_Wilde

    Danny_Wilde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.09   #12
  13. parkerfly

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    Erstellt: 14.01.09   #13
    hi chris
    lackierte ahorn necks finde ich auch für mich am besten.spielgefühl wie optik.
    dazu kommt noch,das ich langsam eine brille brauche und ich mich auf dem hellen griffbrett
    besser zurechtfinde.
    das dumme,will mir noch was paulamäßiges anschaffen.mit p-90 und da gibt es
    wohl nichts helles an griffbretter,jedenfalls mein strat deluxehals mit mepleneck
    läßt sich wie butter spielen.
     
  14. parkerfly

    parkerfly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.09   #14
    hi thomas
    nichts für ungut,jedenfalls zu viel von weiß ich was auf einem unlakierten hals und
    dann noch maple,ist nicht ratsam.
    gruß uwe
     
  15. züborch

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    Erstellt: 14.01.09   #15
    Zum Reinigung des Griffbretts würde ich noch drei Sachen anmerken:

    -Stahlwolle war mir auch in 000 immer zu grob, am Ende hab ich immer noch mit Nevr Dull (Autohandel) Metallpolitur die Bünde glattgewienert. Das war noch deutlich glatter, als nur Stahlwolle.

    - Wenn man zu selten reinigt, (wie ich) kann man mit einer Rasierklinge den Dreck, den man nicht mit dem Öl abkriegt, abziehen. Ist schonender für die Maserung und man kommt besser direkt bis unter die Bundkante als bei Stahlwolle.

    - Bei dem zu verwendendem Öl hab ich eigentlich ganz gute Erfahrungen mit Düsenberg-Griffbrettöl gemacht. Zu Zitrusöl sei noch anzumerken, dass das laut erfahrener Gitarrenbauer entfettend wirkt. Also zum REINIGEN gut geeignet um den ganzen Schmodder abzumachen, aber zum IMPRÄGNIEREN eben nicht. Klingt n bißchen paradox, ich weiß: http://www.gearbuilder.de/forum/m-1202840731/
    Gibt noch einige andere Öle, die nicht geeignet seien sollen, da diese synthetische Lösungsmittel oder sehr aggressive Fettsäuren enthalten, die dem Lack schaden können, wenn man damit versehentlich in Berührung kommt.
    Bei Möbelprodukten sei auch zu bedenken, dass Möbel doch deutlich weniger unter die eigene Lupe kommen als Gitarren.
     
  16. drw

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    Erstellt: 14.01.09   #16
    :D ditto!

    @ züborch: stimmt, habe den Kleiderkasten noch nie gegen die Deckenlampe gehalten um zu sehen, wie´s spiegelt ;)
    Aber bei den Gitarren spiegelt´s, soviel ist sicher :great:

    Mit der Stahlwolle auf den Bünden hab´ich´s übrigens auch nicht so. Das Zeug findet seinen Weg immer irgenwie zu den PU- Magneten, und da kann es nun wirklich keiner brauchen.

    LG
    Chris
     
  17. gmc

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    Erstellt: 14.01.09   #17
    Ich hab mich auch vor Stahlwolle gescheut und es mal mit einem Schmutzradierer versucht, den es ja mittlerweile von Tschibo bis überall billigst gibt.
    Sauberes Ergebnis und ohne Gefahr! Anschließend Lemon Oil drüber und fertig is.

    gruß
    gmc
     
  18. drw

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    Erstellt: 14.01.09   #18
    Schmutzradierer :confused:

    Meinst du dieses "Edelstahlseife"- Dings?
     
  19. gmc

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    Erstellt: 14.01.09   #19
    nönö kein Edelstahl, das ist so eine Art Schwamm (EDIT: aus Melaminschaum) - ist schwer zu beschreiben, mußt mal nach "Schmutzradierer" googeln, da gibts auch diverse Bilder.

    EDIT: ich hab Dir ein Bild drangehängt!
    noch eine EDIT: nicht für lackierte Griffbretter geeignet.

    gruß
    gmc
     

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    Zuletzt bearbeitet: 14.01.09
  20. parkerfly

    parkerfly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.01.09   #20
    gestern vor dem saitenwechsel hatte ich mir vom lidl mal (w5 feuchte autopoliturtücher) für
    2,30 euro mitgebracht.10 stück drinne und geht gut,aber sehr feucht.
    sind so schleiftücher.
    leider hatte ich nichts auf die schnelle basteln können um das griffbrett zu schützen.
    ich bestelle son blechschutz für 3-4 euro mal,keine experimente mehr.
    meine strat ist nun 8 monate alt und ich sehe schon deutliche abnutzungen der bünde,das
    polieren spare ich mir erstmal.die gitte muß zum schleifen und polieren.
    ein gitarrenbauer nimmt 70 euro mit neuen saiten.er redet von schleifen,oder meint er
    abrichten.
     

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