Störgeräusche bei Sprachaufnahme

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Tmny
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Ich bräuchte Tipps, wie ich die Quelle des Störgeräusches finde. Bin eher ein Elektronik Noob und habe leider hier nichts gefunden.
Set ist ein Stand PC und Presonus studio 1824c

Mein Trial and Error:

Signalketten (gleiches Ergebnis)
- Mic dynamisch SM7B -> Soundkarte (preamp + A/D) -> USB -> DAW
- Mic Kondensator NT5 -> Soundkarte (preamp + A/D) -> USB -> DAW
- Mic dynamisch SM7B -> Preamp Pre-73 -> Soundkarte (symmetrische Line in + A/D) -> USB -> DAW

- Alles auf eine Steckdose angesteckt
- Verschiedene Positionen der Geräte
- Verschiedene In & Outputs

Ich habe gelesen dass Geräte gibt, die Störgeräusche rausfiltern, ist aber wahrscheinlich nur bei asymmetrischen Signalen möglich oder?
 
Welche Störgeräusche treten denn auf? Kannst Du eine Beispielaufnahme einstellen hier?
 
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Geräte gibt, die Störgeräusche rausfiltern,
Nein, gibt es nicht. Es gibt allerdings Geräte, welche den Strom "säubern", nennen sich Netzfilter.
Dies funktioniert dann, wenn z.B. nicht entstörte Geräte im Stromkreis mit betrieben werden, z.B. Motoren, Dimmer (welche schlecht entstört sind), Billigschaltnetzteile oder man sich auf dem Stromkreis aus der näheren Umgebung elektromagnetischen Störungen einfängt.

Störgeräusche, welche auf dem Audiosignal sind, bleiben auch dort. Wenn also erst mal der Brumm oder das Britzeln da ist, dann kriegt man das auch nicht wieder wirklich weg.
Eine Ausnahme sind Masseschleifen. Diese kann man durch den Groundlift an mittlerweilen vielen Geräten eliminieren. Dies ist meist in Verbindung mit einem Übertrager (DI Box) zu sehen. Damit trennt man zwei Geräte galvanisch voneinander. Eingebrachte Störgeräusche auf dem Signal bleiben dennoch, können allerdings dadurch manchmal abgemildert werden.

wahrscheinlich nur bei asymmetrischen Signalen möglich oder?
Wieso des denn?
Grundsätzlich ist Audio immer assymetrisch (zunächst). Die Symetrierung erhält man entweder durch einen Übertrager oder elektronisch. Dabei wird das asymetrische Signal quasi gedoppelt, invertiert und über eine zweite Ader weitergeführt. Nicht zu verwechseln mit einer Phasenverschiebung um 180°.
Der Trick dabei ist, dass wenn nun eine elektromagnetische Störung!!!!! auf eine symetrische Audioverbindung einwirkt beide Adern (normales und invertiertes Signal) gleich "verseucht". Am Eingang wird nun das invertierte Signal wieder invertiert (man erhält dadurch das Ausgangssignal auf der zweiten Ader) und 1:1 mit dem Originalsignal gemischt (Differenzverstärker). Beim Invertieren wird die eingebrachte Störung ebenfalls invertiert, so dass beim "verrechnen" mit dem nicht invertierten Signal die Störung signifikant gedämpft wird, im Idealfall zu 100 %. Dies funktioniert allerdings eben nur mit Störungen, welche nach der Symetrierung eingebracht werden. Wenn die Störung schon vorher da ist, dann ist sie eben da.

Nun sind wir alle gespannt welche Art von Störgeräusch dies ist und an welchem Punkt bei welchem Gerät sich dies manifestiert.

Wenn's brummt könnte es ein Massefehler sein.
Wenn's britzelt sollte man bei Vorverstärker und Soundkarte suchen. Also zunächste mal das Mikro nur an den PreAmp anschliessen und dessen Ausgang abhören. Wenn da alles OK ist, dann ist schon mal die Soundkarte verdächtig. Allerdings kann man sich auch über eine digitale Verbindung unschöne Geräusche einfangen, wenn eben der Digitalteil nicht sauber vom Anlogteil getrennt ist (Abschirmung der digitalen Komponeten zu den analogen im Gerät selbst, Schaltungsdesign).
 
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Hier die Aufnahme. Ich hab das mic in eine Decke eingewickelt um Umgebungsgeräusche zu dämpfen

1688581843473.png
 

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das ist ein böses rauschen.... transistorrauschen. das hat nicht viel mit üblichen störgeräuschen wie brumm oder britzeln zu tun
da ist etwas defekt oder nicht richtig angeschlossen.

bitte die leitungen prüfen/tauschen.
die signalkette vom mikro aus nach und nach aufbauen und prüfen
das mikro vorher an einem bekannten vorverstärker/pult prüfen

vorausgesetzt das ganze ist überhaupt korrekt eingepegelt.
 
Dein Rauschsample ist erstmal etwas ohne Aussagekraft - es fehlt das Bezugssignal: die Sprache an sich. Wenn man den Gain von Preamps voll aufdreht, dann rauscht es eben deutlich vernehmbar. Wenn das Nutzsignal so leise ist, dass Du den Gain voll aufdrehen musst, dann solltest Du bei der Mikroauswahl anfangen. Das SM7b hat z.B. einem sehr niedrigen Pegel und ist für Sprache nur bei naher Besprechung und in Verbindung mit einem wirklich guten und potenten Preamp geeignet. 80 dB Gain sollte der schon haben. Das NT 5 wäre mit einem guten Popfilter davor sehr viel besser geeignet. Wenn es dort auch so stark rauscht, dass es stört, dann ist entweder die Quelle zu leise oder Dein Interface kaputt.
 

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