Umstieg von E Bass .... Kontrabass für Ensemblespiel

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Pfirsichrocker
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Hallo, ich habe versucht zwei Fragen in die Überschrift zu packen, ich hoffe das ist in Ordnung :)

1.) Ich wollte mal Fragen ob von euch auch welche E Bass spielen und beides spielen oder umgestiegen sind auf Kontrabass und wie das bei euch ging? Also hattet ihr Probleme und kann man das machen wenn man schon musikalisch vorgebildet ist oder ist Kontrabass doch ganz anders zu handhaben als mit einem E Bass und man sollte doch lieber Unterricht nehmen?

2.) Ich habe vor in einem Ensemble zu spielen mit Harfe und Flöte und da finde ich eignet sich ein Kontrabass besser als ein E Bass. Könnt ihr da eine Empfehlung geben wie der Kontrabass für ein Ensemble sein sollte?
 
Eigenschaft
 
Bei mir war das recht einfach. Habe den Kontrabass genauso gespielt wie den E Bass und auch die gleichen Stücke gespielt.
Ungewohnt war anfangs die größere Mensur. Habe mich aber genauso schnell daran gewöhnt wie an die kleinere meines Höfner Bass.
 
Ich spiele (noch) keinen Kontrabass, nur akustische und elektrische Bassgitarre, möchte aber dafür als Alternative zum E-Bass mal die akustische Bassgitarre für (2) in die Diskussion bringen. Ich selbst spiele sowohl eine Kontrabassgitarre ("aufgeblasene Konzertgitarre") als auch einen Tacoma fretlesse ("Westernbass"). Für Deine Stilrichtung wäre sicherlich eine Kontrabassgitarre sinnvoller. Gibt es bspw. von Hopf/Hellweg, Teller, Francisco Vega Marin,

Nachtrag: Sicherlich ist der Kontrabass die bessere Variante, keine Frage.
 
Für mich ist der Kontrabass ein eigenes Instrument. Ich spiele seit etwa 15 Monaten, probe so intensiv, wie es neben Beruf und Familie eben geht und fühle mich doch noch sehr am Anfang. Vor allem die Intonation will immer wieder trainiert werden.
Und irgendwann kriegst du dann Lust auf Arco. Dann geht alles wieder von vorne los.
Lehrer hab ich mir aber keinen genommen. Viele sagen zwar, dass es ohne nicht ginge, aber ich habe keinen Zeitdruck.
 
Ich bin auch (vor 17 Jahren) ohne Lehrer zum K-Baß gewechselt, hatte allerdings vorher 15 Jahre Fretless gespielt, bewußt mit etwas höheren Saitenlagen, da war die Umgewöhnung nicht gaaanz so groß, wie wenn ich nur bundierte Edelbässe mit superflacher Saitenlage gespielt hätte.
Ich hätte aber wahrscheinlich einige anfängliche Macken von vornherein vermieden, wenn ich es mit einem Lehrer gemacht hätte.
In jedem Falle muß man ziemlich genau hinhören, was man da so macht :opa: - wie oben schon erwähnt wurde: Stimmt die Intonation? Ist der Ton in Ordnung? Gerade bei letzterem muß man als vorheriger E-Basser aufpassen, weil man fast automatisch versucht ist, einiges von der E-Baß-Anschlagsmanier mit rüberzunehmen. Das kann dann gern mal zuwenig satt klingen. Und arco-Spiel ist, scheint mir, ohne Lehrer sehr schwierig zu lernen.
Hilfreich ist es bestimmt, sich selbst beim Üben aufzunehmen. :m_dblbass:

Nach meinem Eindruck ist die Spanne zwischen schwer und leicht bespielbaren Bässen beim K-Baß deutlich weiter als beim elektrischen: Saitenlage, Halsform, die Dicke und Härte des optimalen Saitentyps können von einem Baß zum anderen ziemlich verschieden ausfallen; das merk ich, wenn ich auf Sessions fremde Bässe spiele. Mit dem einen Baß kommt man auch als E-Basser halbwegs schnell zurecht, der andere (wie meiner zum Beispiel) verlangt deutlich mehr Kraftaufwand.
 
Ich spiele seit ewiger Zeit schon E-Bass und seit gut 15 Jahren auch Kontrabass. Zuerst nur in ruhigen Stücken wie z.B. Norah Jones, dann seit ca. 6 Jahren Rock'n Roll.

Nun, was ist der Unterschied, außer der Haltung des Instruments? Der Kontrabass hat aufgrund seiner langen Mensur einen anderen Fingersatz und kann auch mit dem Bogen gespielt werden (klingt verstärkt ungewohnt aber cool). Und wenn man Richtung Rock'n Roll geht ist er klanglich und in der Spielweise nicht mehr mit dem E-Bass zu vergleichen, denn der Slap auf dem Kontrabass ist komplett anders, sowohl in der Spielweise als auch im Klang.

Ich würde also sagen, dass es zwar ein gewisser einfacher Umstieg zum Kontrabass war, denn die Töne und die Stimmung sind ja doch die gleichen wie auf einem 4-Saiter E-Bass. Und bei ruhigen Stücken, also normal gezupften, ist die Spielweise gar nicht mal so anders als auf dem E-Bass... auf lange Sicht muss ich aber sagen, dass ich eigentlich ein neues Instrument gelernt habe. Beide Instrumente haben Ihre Musikrichtungen und Möglichkeiten und was auf dem einen Instrument möglich ist, geht auf dem anderen nicht (und umgekehrt). man gewinnt also viel, wenn man beide Instrumente beherrscht.

Ein weiterer Vorteil.... ich brauche nicht zwangsläufig eine Verstärkung. Zusammen mit z.B. einer Akkustikgitarre und einer Cajon und unverstärkten Gesang ist man sehr flexibel und bietet Musikalisch auch etwas, was wenige bieten können.

Wenn es doch mit Verstärkung sein muss, ist das eine wirkliche Hürde des Kontrabasses. Da gibt es kaum Instrumente, welche schon fertig mit Pickup geliefert werden und das Thema Pickup war für mich doch fast eine Suche nach dem heiligen Gral.... jeder Hersteller, jeder Musiker erzählt was anderes und am Schluss muss man doch selbst durchprobieren, was einem selbst am besten liegt. Hier ist eindeutig handwerkliches Geschick gefragt, sonst steht man im Regen. Wer Interesse an meinem Setup hat, darf sich gerne melden, aber wie gesagt, das passt für mich, nicht für alle und kann einen eigenen Tread füllen.

Tja, was ist noch anders? man braucht ein größeres Auto zum Transport, auf der Bühne gibt es schneller Feedback (das "Möbel" ist ein riesiges Mikrophon), man ist unbeweglicher auf der Bühne....
....davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, denn man hat ein absolut cooles Instrument in der Hand, das nicht jeder spielen kann und das allein schon wegen seiner Optik auffällt und man plötzlich als Bassist ganz andere Aufmerksamkeit bekommt.

keep on rockin....
....Ralf
 
Moulin schrieb:
Bei mir war das recht einfach. Habe den Kontrabass genauso gespielt wie den E Bass.

Wusste garnicht das Kontabass an nen Gurt gehangen wird.... muss wohl modern sein.

Auch war mir nicht bekannt das der Kontrabass primär gezupft wird, ich dachte immer das es sich um ein Streichinstrument handelt.

Meinst du ggf. ein E Kontrabass ?
 
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Wusste garnicht das Kontabass an nen Gurt gehangen wird.... muss wohl modern sein.

Auch war mir nicht bekannt das der Kontrabass primär gezupft wird, ich dachte immer das es sich um ein Streichinstrument handelt.

Meinst du ggf. ein E Kontrabass ?

Ich meinte meinen Kontrabass.
Ich setze mir keine Regeln wie ich ein Instrument spiele. Das schränkt mich nur ein. Auch E Bass spiele ich manchmal ohne Gurt oder upright oder wie eine Steelguitar auf die Beine gelegt.
Grundsätzlich meinte ich mit 'Spielen wie E Bass' aber in keiner Weise einen Gurt sondern den Fingersatz.
Und ja, in meinen Musikrichtungen wird der Kontrabass primär gezupft oder geslappt.
 
Ich spiele (noch) keinen Kontrabass, <...> Nachtrag: Sicherlich ist der Kontrabass die bessere Variante, keine Frage.
So, mittlerweile ist auch die bessere Variante bei mir eingezogen. Ich werde sicherlich demnächst ein paar Stunden nehmen, um mir gerade am Anfang nicht zu viel Falsches anzugewöhnen. Die Intonation wird zuhörends besser, das scheint dann das geringere Problem zu sein.
 
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