Welches Instrument für ein 6-jähriges Kind?

  • Ersteller Sofiaka
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... eine Schiedsrichterpfeife - der Klassiker ist hier die Fox 40 Classic. Man kann sogar beides gleichzeitig spielen, da man die Pfeife im Mund behalten kann und die Hände für die Maracas frei hat. Der Sound erinnert an den Samba-Karneval in Rio, ist allerdings auch genauso laut... aber, um ein Kind an Rhythmik und Musik generell heran zu führen, sind das sinnvolle und unterhaltsame Utensilien!
Ist eine Schiedrichterpfeife deren maximale Lautstärke mit 115 dB angegeben wird wirklich ein sinnvolles musikalisches Lernutensil für ein kleines Kind von 6 Jahren?
Da habe ich so meine Zweifel. Wenn der Kleine da wirklich mit Inbrunst und Ausdauer rein pustet und die 115 dB aus der Pfeife rausholt (so junge Kids mit sehr kräftiger Puste erlebe ich regelmäßig), dann kann das der Einstieg in eine ´Karriere´ als Schwerhöriger sein.
Sicher halten auch Kinderohren einiges aus und manche Kids sind in Sachen Lautstärke nicht zimperlich. Aber Gehörschäden regenerieren kaum bis gar nicht, daher würde ich die Gefahr solcher Pegelspitzen gerade im frühen Alter unbedingt vermeiden.
 
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Gruß Claus
 
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Mein Rat...Musikschule und überall mal reinschnuppern lassen.
 
Sofia, verzeih mir die etwas persönliche Frage, aber es handelt sich nicht um dein Kind sondern das, eines Lebensgefährten?

Es triggert mich deshalb, weil ich in einer ähnlichen Situation war. Eine der beiden Töchter meiner Ex ist extrem musikalisch und hat eine tolle, kraftvolle Stimme. Mit entsprechendem Engagement und Support von der Mama wäre vieles möglich gewesen. Aber es kam anders und letztenlich muss ich zugeben, dass ich mich da zu sehr einmischen wollte und mein Engagement dann zum Bumerang wurde.

Sie ist nun 20 und macht leider keine Musik, singt aber nach wie vor sehr gerne.
 
macht leider keine Musik, singt aber nach wie vor sehr gerne.
... ähm... Ok, ich singe auch nicht, aber dass Singen keine Musik sei, würde ich jetzt nicht annehmen. Soll heißen, die Verbindung zur Musik ist ja da.
 
Weiß nicht, inwieweit das im Umfeld des TOs möglich ist, aber ich bin zu meinem ersten Instrument via "Musikschul-Vorführ-Konzert" gekommen.

Also die Lehrer spielten und die Eltern durften dann ihre Sprösslinge soweit es möglich war unter Anleitung die Instrumente ausprobieren lassen (und wohl auch gleich zum Unterricht anmelden, mein eigene Erinnerung ist da klarer weise recht spärlich).
Wenn es eh derart viele Einflüsse gibt (wie viele 6 Jährige wissen denn überhaupt, was "aber auch Bratsche, Kontrabass, Klavier, Gitarre, Ukulele, Schlagzeug usw. " ist?), gibt es irgendwo die Möglichkeit, das Kind möglichst nah an live bediente Instrumente zu setzen?

Weil wenn eines davon einen höheren "Faszinationsfaktor" hat als andere wird man das idR. schnell merken und dann würde ich klarer weise mal zu diesem Instrument raten.

LG
 
Ich möchte dafür plädieren, ein breites Interesse an unterschiedlichen Instrumenten nicht als Problem, sondern als Chance aufzufassen. Das sind die besten Voraussetzungen, Musiker zu werden und nicht Instrumentalist
Ich bemerke bei meinem Sohn, das da gar kein Ehrgeiz besteht, der beste auf „seinem“ Instrument zu sein. Nach einigen Jahren Schlagzeugunterricht kann er trommeln wie ein wilder, aber länger als eine halbe Stunde sitzt er selten hinter der Bude. Dafür verbringt er Stunden am Klavier, mit dem Bass, der Gitarre oder der Melodica in der Hand. Das hat nach meiner Beobachtung mit zwei Dingen zu tun. Jetzt mit 11 Jahren wird es wichtig, nicht nur für sich, sondern auch mit anderen zusammen Musik zu machen. Mit mittlerweile 4 Mitschülern, die sich von seinem Schlagzeugding anstecken ließen, ist es ein großer Vorteil, auch andere Geräte bedienen zu lernen. Und dann ist da eine unglaubliche Ausdauer, zu kapieren, wie Musik funktioniert. Und auch dafür ist es ein großer Vorteil, nicht auf ein Instrument oder gar auf eine Stimme im Orchester beschränkt zu sein.
 
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Die Frage ist grundsätzlich, ob Ihr schon was in Richtung Melodieinstrument oder eher Harmonieinstrument entscheiden könnt.

Es gibt Schüler, für die ist zB Klavier oder Gitarre super, weil sie eher so Tüftler sind und gern mit Akkorden und vielen Tönen und deren Klängen Spaß haben.
( Ich habe zB beobachtet, dass Kinder, die gern Mathe machen, oft mit dem Klavier gut können. Kennt Ihr das auch? )
Für andere ist das ein Graus und mehr als ein Ton zu anstrengend, dafür feilen sie gern am perfekten Einzelton und stehen auf der Bühne gern vorn.
;)

Wenn gar nichts klar ist, dann würde ich persönlich Klavier empfehlen und Singen nicht vergessen, also ein Chor nebenbei, das gibt es in vielen Musikschulen.
Damit bekommt man ein sehr gutes musikalisches Fundament.

Später dann kann man ein Melodieinstrument dazu probieren oder Kontrabass, Schlagzeug ... oft kommt eine Anregung über Konzerte oder musikalische Vorbilder, auch aus Pop.

Singen finde ich aber auch wirklich gut, sowohl musikalisch bildend als auch für später sozial (Chor zB) hat mir das viel genützt.
 
Bratsche ist Füllstimme in jeder Besetzung, die ich kenne, entsprechend ätzend fallen die "Musikerwitze" über diese Kollegen aus, z.B..
"Wie bringt man einem Bratschisten Vibrato bei? Schreib' "Solo" über die Noten."

Meine Tochter sitzt täglich am Klavier, und nutzt es auch zum Stressabbau, hat im Schulorchester Bratsche gelernt (Violine wollte sie nicht, weil die so quietscht)

Da sieht man, wie grundlos manche Vorurteile sind! Als Bratscher (wie ich als Banjoist) muss man sich eine dicke Haut zulegen! Die Bratscherwitze verbreiten die Geiger, weil sie auf den schönen Klang der Bratsche neidisch sind!

Bei uns Sängern kann man nicht auswählen, ob man ein Sopran- Alt- Tenor oder Bassinstrument spielt. Und ich muss sagen: in der klassischen Musik sind es mal die Altstimmen, mal die Tenorstimmen und mal die Bassstimmen, die aus einer banalen Melodie (im Sopran) einen erhebenden oder herzzerreissenden oder einfach göttlich schönen Moment zaubern.
Deshalb sage ich: Spaß kann man mit jedem Orchester- oder Bandinstrument haben!

Ein paar praktische Überlegungen gibt es doch:
Meine ersten (instrumental-)musikalischen Schritte habe ich mit der guten alten Mandoline meines Vaters getan. Da war ich wohl auch so um die 6 Jahre alt. Die kurze Mensur und die hervorragende Saitenlage eines Spitzeninstruments bewirkten, dass meine kleinen Hände gar kein Problem mit den Tonleitern hatten.
Etwas später bekam ich ein Banjo. Da war ich so um die 10, und die Bünde waren mir zu weit auseinander, um wirklich alle Akkorde zu greifen. Als Spät-Teenager griff ich das Bajo wieder auf, und spiele es heute noch.
Was ich sagen will: man sollte die Kleinen nicht schon rein physisch überfordern.

Noch etwas aus meiner Kindheit: als ich etwas älter und vernünftiger war - so um die 13 - durfte ich die Geige meines Vaters in die Hand nehmen. Nach der Mandoline waren mir die Tonleiter natürlich bekannt. Das ging gut, weil ich (vielleicht weil ich immer schon Sänger war) ein gutes Gehör hatte und auf der Geige eine saubere Intonation hatte. Leider muss man feststellen, dass manche Kinder und Jugendliche, deren Eltern meinen, die Geige wäre doch was Feines, nie eine saubere Intonation hinkriegen. Das wird zu einer Tortur für Schüler und Zuhörer!

Cheers,
Jed
 
Die englische Ocarina (4 oder 6 Löcher, Crossfingering) ist ein ganz nettes Einsteigerinstrument in dem Alter, etwas leichter und gehörschonender als die Blockflöte (wobei ich da auch von Fan bin). Aber hier handelt es sich ja scheints um jemand, der schon etwas fortgeschrittener ist… aber evtl. begleitend, um mit mehreren Instrumenten mal was gemacht zu haben?

Singen ist auch immer gut. Was ich an Kinderchören gehaßt habe ist das Auswendiglernen; wenn das gut geht könnte das aber eine Option sein.
 

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