ML-Factory Gitarren-Bausätze – Selbstbau

Es gibt spezielles Malerklebeband im Baumarkt von Tesa das ist Blau und aus Plastik nennt sich glaub Tesa LAckierband

Malerkrepp ist für den Gitarrenbau absolut ungeeignet!!
 
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Übrigens ist auf vielen Videos bekannter Hersteller zu sehen, wie dort 20 und mehr verleimte Bodies übereinander gestapelt werden mit Zwischenlagen und dann zusammen gepresst. Welcher Druck müßte dann DORT aufgebracht werden??

Wenn mich nicht alles täuscht genauso viel oder zumindest nicht mehr (wegen Eigengewicht der Korpora) wie wenn ich einen Body nehme. Druck heißt ja Kraft pro Fläche und nicht Kraft pro Volumen.
 
auch dabei hast Du absolut ins Schwarze getroffen.

Nein, leider nicht... ich wollte es nur nicht weiter mit Fachchinesisch in die Länge ziehn.

Aber ich versuche es kurz zu machen (unabhängig von der erwähnten Titebond-Fuge...)

weil bei planen Oberflächen und gleichmäßiger Verteilung des Druckes die Kraft von Murles Presse natürlich ausreicht.

Nein, leider nicht. Der Hersteller (siehe hier ) gibt in diesem Fall ein Mindest von 0,2N/mm² an. Ich will das auch garnicht künstlich in die Länge ziehen, solange es nicht ausdrücklich gewünscht ist, aber selbst dann ist diese Presse leider unterdimensioniert.

Dass Deine "Korpen" :D (mehrzahl Korpus?!) nicht auseinanderfallen liegt einzig und allein daran, dass sie (zum Glück) keinen besonderen Kräften ausgesetzt sind. Ein heftiger Sturz könnte für sie allerdings zum Problem werden, wo andere Gitarren noch wacker ihren Mann stehen. Aber zum Glück sollte ein heftiger Sturz in der PRaxis ja nicht vorkommen - hier entscheidet sich jedoch, wie korrekt gearbeitet wurde und wie gut die Instrumente konstruiert wurden. Allerdings will ich jetzt keine Sturzvergleiche provozieren :D.

Die Verleimung ist aber leider nicht nach Herstellerangaben, nicht nach Material-Mindestanforderungen und erfüllt damit auch leider nicht den Anspruch eines professionell zusammengesetzen Bauteils.


Im Hobbybereich ist das natürlich vollkommen ausreichend - und da wir hier in einem privaten Hobby-Forum sind, finde ich diese Presse absolut schick und auch vollkommen empfehlenswert, wenn jemand mehr als nur einen Korpus basteln möchte. Aber man sollte doch auch aufklären dürfen (und meiner Meinung nach sollen), wo die Legitimation und fachlichen Eckdaten einer solchen Presse liegen.


15 Schraubzwingen, entspricht das ca. 130 KP Druck. Das ist auch überschaubar, aber die Druckhölzer unter den Zwingen müssen den Druck auch gleichmäßig verteilen.

15 Schraubzwingen sind für die Anforderungen nach Herstellerangaben leider auch zu gering. Ich arbeite mit 25 bis zu 35 Stk. Wenn gewünscht, kann ich dazu meine Berechnungen veröffentlichen und zeige damit gern auf, warum 15 nicht reichen und warum murles1 Verklebung fachlich nicht korrekt, aber für den Hobbygebrauch vollkommen ausreichend ist.

Übrigens ist auf vielen Videos bekannter Hersteller zu sehen, wie dort 20 und mehr verleimte Bodies übereinander gestapelt werden mit Zwischenlagen und dann zusammen gepresst. Welcher Druck müßte dann DORT aufgebracht werden??

Anpressdruck potenziert sich nicht linear, wenn mehrere Bauteile zusammen verklebt werden. Man müsste jetzt mal genau drüber rechnen, aber in diesem Fall könnte eine 10to-Presse vollkommen reichen - und 10to ist schon eine recht übliche Ausführung einer Standard-Klebepresse.

Es hat bisher immer vollkommen ausgereicht, egal was jemand anderes vorrechnet. Ob ich mir noch eine neue Hydraulik anschaffen werde, steht in den Sternen

Also fürn Hobby-Bereich reicht das vollkommen, denn hier werden nur persönliche Anforderungen gestellt und es besteht keine Verantwortlichkeit ggü. der Haltbarkeit einer Klebefuge. Aber wers richtig machen will, sollte sich zumindest an die Herstelleranforderungen halten. Dafür muss man aber keine schwere (teure) Presse anschaffen, sondern kann es eben mit den kleinen Helfern ausm Baumarkt.


Das ist auch überschaubar, aber die Druckhölzer unter den Zwingen müssen den Druck auch gleichmäßig verteilen. Das ist bei gewölbten Decken auch nicht einfach - mit Sicherheit kommt bei fast allen Gitarren kein gleichmäßig auf 15 KP/cm2 verteilter Deckendruck bei der Verleimung zustande.

Für gewölbte Decken verwendet man Negativformen bzw. Zusatzvorrichtungen, die an die Deckenform angepasst sind bzw. stellt man die Deckenwölbung erst nach dem Verleimen her, wenn es sich um eine gefräste/gehobelte und nicht gebogene Deckenform handelt. Gebogene Decken benötigen punktuellen Anpressdruck, keinen Flächigen.
Tatsächlich ist es auch so, dass Spannzwingen einen art "Wirkungsradius" besitzen, weshalb freie Stellen ohne Zwinge nicht zwangsläufig als kraftloser PRessdruck gelten müssen, sofern ausreichend Zwingen im näheren Umkreis anliegen.

Man könnte mit Spannzwingen also eine kraftwirksame Fläche erhalten, die größer als der Korpus selbst ist.

PS:
"Es hat bisher immer vollkommen ausgereicht"

Ist eine Aussage, die leider viel zu vielen Leuten falsche Arbeitsweisen vermittelt und in dieser Welt meiner Meinung nach einfach nichts zu suchen hat. Nur weil man etwas schon immer so gemacht hat, heißt es nicht, dass man es nicht schon immer falsch gemacht hat. Für einen Erfahrungsaustausch ist diese Einstellung tatsächlich das absolute Gold dieser Erde, aber es erfordert auch die Weitsicht und Tolleranz sich eines besseren belehren zu lassen, sofern klare Beweise vorliegen. Sonst wird aus dieser Einstellung nämlich sehr schnell Stillstand und qualitativer Verfall.

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Malerkrepp ist für den Gitarrenbau absolut ungeeignet!!

na so schlimm isses nu nicht ;) .... ich benutzt es sogar sehr gerne im Instrumentenbau, aber tatsächlich nicht für den Zweck, für den es hergestellt wird :D (bzw. nicht für Lackarbeiten)
 
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Ich hab ein Problem bei meinem Telebausatz.
Und zwar weiß ich nicht mit was ich das schwarze Binding abkleben soll.
Ich hab es mit dem Klassischen Kreppklebeband versucht aber da entstehen dann unschöne Lackränder.
Wie habt ihr dieses Problem immer gehandhabt?
Vakster

Ich zitier mal meine eigenen Worte bzgl. aufgemaltem Binding:

"Sicher, könnte noch etwas sauberer sein. Das Problem war, geeignetes Abklebematerial bzw. Abklebetechnik zu finden. Wenn man die Decke, im Randbereich mit selbstklebender Folie maskiert und die Korpusseite mit festklebendem Klebeband rundum abdeckt müsste das Binding auch sauberer hinzukriegen sein. Malerkrepp (welches ich anfangs verwendet habe) reicht jedenfalls nicht! Ich lasse das Binding jetzt erstmal so, wie es ist." Da sind auch Photos dabei. Hab final mit Skalpell (unsaubere Lackränder abgekratzt) sowie feinem Pinsel und ruhiger Hand nachgearbeitet:

https://www.musiker-board.de/modifi...ren-bausaetze-harley-benton-im-selbstbau.html (#18)

@ murle1/smartin:
Kann es sein, dass ihr euch in eurem "fight" etwas verrannt habt? So als Mitleser finde ich es schade, dass einer versucht beim anderen seine sicherlich üppig vorhandene Kompetenz streitig zu machen.

Ich habt doch euer jeweiligen Sehweisen schon klar gemacht. Mag sein, dass es tatsächlich ein besser/schlechter gibt, aber nun denn. Wo gibts das nicht? Zudem kommts beim Geschreibsel in Foren immer mal wieder vor, dass die ein oder andere Formulierung unglücklich gewählt wurde bzw. anders ankommt als eigentlich gemeint. Muss man doch nicht immer weiter drauf rumhacken und nach vermeintlichen (oder tatsächlichen) Widersprüchlichkeiten und unglücklichen Formulierungen suchen?! Warum nicht einfach: Ich sehs anders. Punkt!

Einen alles entscheidenden Vergleichstest, könnt ihr hier doch sowieso nicht vorlegen ;)

Für mich gibts keinen eindeutigen Gewinner dabei. Ich bewundere den, bei euch beiden, ganz offensichtlich vorhandenen grossen GB-Erfahrungsschatz bzw. die GB-Spezialkenntnisse. Auch wenn sie hier in Details etwas voneinander abweichen :)

lg

mathez
 
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Ich habs mit Malerkrepp und Zeitung gemacht..und alles ist gut geworden.
 
Nun reicht es mir langsam - ich wollte es ruhen lassen. Aber wenn Sie nun mich angreifen, als Hobbybastler bezeichnen, vermuten das meine Bodies bei Belastung auseinanderfallen u. ä. Zitat:Dass Deine "Korpen" (mehrzahl Korpus?!) nicht auseinanderfallen liegt einzig und allein daran, dass sie (zum Glück) keinen besonderen Kräften ausgesetzt sind. Ein heftiger Sturz könnte für sie allerdings zum Problem werden, wo andere Gitarren noch wacker ihren Mann stehen. Aber zum Glück sollte ein heftiger Sturz in der Praxis ja nicht vorkommen - hier entscheidet sich jedoch, wie korrekt gearbeitet wurde und wie gut die Instrumente konstruiert wurden. Allerdings will ich jetzt keine Sturzvergleiche provozieren
oder:
Hobbybereich ist das natürlich vollkommen ausreichend - und da wir hier in einem privaten Hobby-Forum sind, finde ich diese Presse absolut schick und auch vollkommen empfehlenswert, wenn jemand mehr als nur einen Korpus basteln möchte. Aber man sollte doch auch aufklären dürfen (und meiner Meinung nach sollen), wo die Legitimation und fachlichen Eckdaten einer solchen Presse liegen.

Das Einzige was ich (und vermutlich andere) nun noch gerne wissen möchte: Sie nennen sich Gitarrenbauer, auch ohne den Beruf des Zupfinstrumentenbauers gelernt zu haben - genau so wie ich, nur das ich so etwas nicht behaupte sondern allen Interessenten offengelegt habe, das ich zwar Gitarren baue - aber kein gelernter bin. Das sollte die Fairniss schon erlauben. Bitte nun einmal konkret: Seit wann bauen Sie Gitarren, wieviele haben Sie bisher gebaut? Habe noch nicht eine im Board oder sonstwo gefunden. Sie können noch so sehr mit Zahlen und Datenblättern um sich werfen - andere beeindrucken, mich nicht.Nur noch einmal zu Ihrer Info: 350 Instrumenete, von mir in der von Ihnen genannten falschen "Hobbybauweise" hergestellt, davon mehr als 100 mit aufgeleimten Decken -ja, mit der für Sie nicht geeigneten Presse, haben bisher OHNE Beanstandung
gehalten. Manche schon 17 Jahre im Tourbetrieb. Dazu biete ich auf die Hölzer und meine Arbeit 5 Jahre Garantie - die noch nie benötigt wurde.
Der von Ihnen so geringschätzig abgetane "Tischler", der keine Ahnung hat, ist Tischlermeister, zusätzlich Lehrer am Berufskolleg für das Tischlerhandwerk - hat mir auch schon Praktikanten aufgedrückt - und der bekannteste Lieferant von Edelhölzern für den Gitarrenbau. So Jemandem nicht genügend Fachwissen zu unterstellen ist einfach ......
Ich will und kann Ihnen keine Konkurrenz machen, das habe ich mehrfach geschrieben. Aber schaden Sie Sich doch nicht selber! Die User im Board sind nicht blöd.
Ihre Private Nachricht habe ich gelesen, geschmunzelt und werde Sie jetzt nicht mehr beantworten.
Und damit endgültig ENDE OT
 
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Ich bin zwar kein mod aber ich finde diese Bild passend:
l5EDS.jpg
 
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Leute (und auch murle)...

könnt ihr mal mit diesem vermeidlichen Konfliktpotential aufhören?! Ich sehe das hier nicht als Battle oder Fight an, sondern versuche auf einem relativ neutralem Wege technisch begründete Erklärungen auf Problemstellungen zu bieten.

Dass murle sich davon ständig angegriffen fühlt liegt nicht an mir und ich lege es auch nicht darauf an.

Ich habe Ihn (Dich murle) auch nicht als Hobbybastler bezeichnet, sondern sagte, dass diese Vorrichtung für den Hobbybereich absolut ausreichend ist, damit nicht jeder Leser auf die Idee kommt er muss sich so ein Ding kaufen um überhaupt etwas bauen zu können.... Möge man mir beleidigende oder bloß stellende Kommentare bitte vor Augen führen. (Du selbst sagtest Deine Klebenähte sind noch nie auseinandergefallen...darauf bezog sich das Kommentar "dass deine Korpen nicht auseinanderfallen liegt daran...".)

Ich habe ihm auch schon gestern (oder wars vorgestern) eine private Nachricht geschrieben, dass ich das hier nicht als Battle sehe und er doch bitte aufhören soll meinen Einspruch zu bestimmten Themen immer als Angriff zu verstehen. Darin stand auch, dass er aber Verständnis dafür haben muss (bzw. es einsehen muss), wenn ich technisch falsche Dinge kommentiere.

Wenn ich einer hier aufgestellten Theorie wiederspreche und auch fachlich begründe ist das KEIN Angriff, sondern eine zweite Meinung für alle, die das dann lesen. Ich vertrete die Philosophie der technischen Korrektheit und versuche Anderen aber nicht den Eindruck eines übermäßigen Selbstanspruchs zu vermitteln. Zahlen und Daten sind wichtig, man kann jedoch auch von ihnen abweichen - muss aber MÖGLICHE Konsequenzen und den tollerierbaren Rahmen kennen. Das versuche ich zu vermitteln... mehr nicht.

Sie nennen sich Gitarrenbauer, auch ohne den Beruf des Zupfinstrumentenbauers gelernt zu haben

Genau wegen so einem Blödsinn driftet das hier ständig ab. Das ist doch keine "Wer bistn Du eigentlich?"-Thematik.


Wenn ich die Richtigkeit einer Aussage mit Herstellerangaben beweise, muss ich mir hier doch keinen Ruf/Ruhm als geiler Typ erlangen oder was?!

Aber wenns denn sein muss: Doch natürlich bin ich ausgebildet... aber leider nicht auf die Deutsche Facharbeiter-Brief-Variante, sondern während eines 2,5 jährigen Aufenthaltes in den U.S.A. und auf der Basis deren Ausbildungssystems, das in seiner fachlichen Ausführung auch nichts mit dem deutschen Zupfinstrumentenbauer zu tun hat. Davon 2 Jahre in einem kleinen Werkstattbetrieb mit Custom-Shop, danach 0,5 Jahre im Praktikum bei Fender U.S.A.

In der Werkstatt war ich bei der Entwicklung einer neuen Reparaturmethode für Halsbrüche beteiligt und brachte sie mit nach Deutschland. Im Rahmen des Custom-Shops bauten ich/wir dort Sonderanfertigungen und bei Fender war es quasi Massenfertigung im akkord.

Seit einem Jahr mache ich nun hier meine eigene Werkstatt - hier arbeite ich zur Zeit an Prototypen für die Markteinführung einer Seriengitarre eines inländischen Herstellers. Dieses Konzept nennt sich "Outsourcing" und unterliegt leider der Schweigepflicht, weshalb meine Karriere nicht ruhmvoll verläuft, aber finanziell tauglich ist (wenn auch noch ausbaufähig :D) ... gibt natürlich auch keine Fotos ;)

Aber um den Ruhm gehts mir hier nicht, sondern um fachliche Korrektheit mit Ratschlägen zu Hobbyambitionen. Und bei falschen Tatsachen reagiere ich nunmal...


Vom Akustik-Instrumenten-Bau verstehe ich aber leider fast nichts - nur ein paar kleine Rapartur-Arbeiten.

Muss ich noch meine Zeugnisse einscannen?




Ich möchte bitte wieder zurück zu einem fachlichen Thema... in so einem allgemeinen Thread wie hier driftet man halt auch mal zu Klebepressen ab, aber das hier ist doch schonwieder ärgerlich. Back to topic!
 
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Dass murle sich davon ständig angegriffen fühlt liegt nicht an mir und ich lege es auch nicht darauf an.
Mann, Man Mann! Hatte jetzt eher den Eindruck, dass DU dich überwiedend angegriffen fühlst bzw. die Suppe hier am kochen hälst :rolleyes:
 
Hatte jetzt eher den Eindruck, dass DU dich überwiedend angegriffen fühlst bzw. die Suppe hier am kochen hälst

Nä, ich hab in solchen Dingen ne Haut wie nen Elefant... und dessen Gemüt. Was ich aber nicht stehen lasse sind technisch falsche Dinge.

Dass das dann kein Ende findet liegt nur daran, dass es nicht akzeptiert wird und immer nochmal wiedersprochen werden muss.

Und das liegt einzig und allein daran, dass niemand diese verfic*** Datenblätter des Herstellers ließt :D :great: - dabei sag ich doch nicht mehr als da drin steht und ich hab mir doch nun schon die Mühe gemacht nen Extra Thema dazu anzulegen.
 
Datenblätter sind auch eher Richtlinien und in sämtlichen Fällen mit Sicherheitsberechnenungen belegt... eigentlich passt 25%mehr oder weniger von den Angaben dort immer aber eben ohne die Sicherheit des Herstellers.
 
Datenblätter sind auch eher Richtlinien und in sämtlichen Fällen mit Sicherheitsberechnenungen belegt... eigentlich passt 25%mehr oder weniger von den Angaben dort immer aber eben ohne die Sicherheit des Herstellers.

sach ick ja

Zahlen und Daten sind wichtig, man kann jedoch auch von ihnen abweichen - muss aber MÖGLICHE Konsequenzen und den tollerierbaren Rahmen kennen.
 
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Haarsträubende Pauschalisierung

naja der Zahlenwert ist etwas übertrieben :D - Tatsache ist, dass sich diese Daten auf normierte Prüfkörper beziehen und natürlich nicht zu 100% auf abgewandelte, praktische Anwendungen zutreffen.

Aber sie können schon als Richtlinie genutzt werden.... wenns mans denn will.

Als Kind sind meine Flugzeuge auch ohne fachlich korrektem Anpressdruck und Ruhezeit geflogen ;) ....wenn man auch manchmal etwas nachsteuern musste :D
 
Datenblätter haben ihren Sinn und 25% Abweichung pauschal anzusetzen, halte ich für sehr riskant. Bei Mischungsverhältnissen von Epoxyden hat man da z. B. ein großes Problem.

Und ich verstehe Smartin auch so, dass es ihm nur um die Herstellervorgaben geht und damit hat er recht. Das kann man einfach nicht von der Hand weißen. Die Mathematik lügt nicht. Es kann halt nur sein, dass es wegen der großen Klebefläche einfach ausreicht mit weniger Druck zu arbeiten. Für den Perfektionisten ist das natürlich nichts aber wenn es ausreicht, muss man ja nicht perfektionistisch arbeiten. So gesehen haben beide recht. Aber angegriffen braucht sich keiner fühlen.
 
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Zitat v. smartin aus dem Kleberthread: Thema Anpressdruck:
Die meisten Weißleime erfordern einen Anpressdruck von ca. 0,5N/mm². Was auf der Erde (und weniger technisch gesprochen) etwa 50g pro mm² entspricht. Klingt wenig, entspricht aber einer Kraft von 5kg pro cm². Gehen wir von einer Fläche von 30x40cm bei einer Korpusoberfläche aus, sind also theoretisch 6 Tonnen Druck erforderlich, um eine Decke mit dem erforderlichen Mindest-Anpressdruck auf einen Korpus zu kleben.

Zitat v. coparny: Und ich verstehe Smartin auch so, dass es ihm nur um die Herstellervorgaben geht und damit hat er recht. Das kann man einfach nicht von der Hand weißen. Die Mathematik lügt nicht.

Mathe lügt nicht, aber vielleicht gehen wir ja alle von falschen Grundwerten aus?

Auf der offiziellen Ponal-Seite wird ein Druck von 15/N cm2 angegeben. Das sind z.B. 1,5 KP und nicht 5 KP.
Es geht also nicht um geringe Abweichungen, sondern fast um das 3,5-fache.
http://www.ponal.de/Ponal-Classic.702.0.html

Die Wikiseite kenne ich auch; und die dort geschriebene Presskraft von 50 Tonnen/qm
Zitat aus der Wikipedia-Seite: "Pressdruck: 0,1-0,5 N/mm² (entspr. 10-50 t/m²)" Zitat Ende

Das entspricht bei einer Korpusgröße von 0,3m x 0,4m (also 0,12qm) einem Pressdruck von 1,2 - 6 to.
Vielleicht entstehen die "Streitigkeiten" ja auch durch die unterschiedlichen Angaben? Wenn man die Ponal-Zahlen verwendet, kommen wir in ganz andere Größenordnungen?
Ich finde sowas jedenfalls nicht uninteressant für so einen Selbstbauthread
Daher kurz ein Beispiel, welches ich gut finde:

Zwei Baumarktleisten mit 2cm Breite und 10cm Länge werden verleimt.
Bei Ponal-Leim wäre das folgende Rechnung: 2x 1,5 KP= 3 KP mal 10cm Länge = 30 KP. (also lt. Herstellerangabe)
Beim Druck ausm Zitat wäre es folgende Rechnung: 2x 5 KP = 10 KP mal 10cm Länge = 100 KP. (also ich + 1 Kasten Bier auf der kleinen Leiste)

Ergänzung:
Für den genannten Anwendungszweck scheint der Druck also zu reichen, ohne dass da was auseinanderfällt.
 
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25% war als Übertreibung gedacht^^
 
Auf der offiziellen Ponal-Seite wird ein Druck von 15/N cm2 angegeben. Das sind z.B. 1,5 KP und nicht 5 KP.

Erklär mal einer

Erklär ick Dir sofort.... Du bist beim falschen Leim. Die Rede war von Ponal Express, der andere Werte hat:

Zitat Technisches Merkblatt:


Pressdruck:
Bei Flächenverleimungen
> 0,2 N/mm2,
bei Montageverleimungen
> 0,5 N/mm2.
Bei spannungsreichen Werkstücken
erfahrungsgemäß höher.

Hatte ja oben auch geschrieben, dass man bei nem Korpus auch auf den 0,2er Wert gehen kann. Das werde ich im Kleberthread sofort ergänzen, da fehlt es tatsächlich.

Trotzdem hat der Ponal Classic damit immernoch einen Anspruch von 1,5Kg pro cm², was bei unserem Flächenbeispiel 1,8t statt 2,4t sind... sieht aber tatsächlich schon besser aus.

Vielleicht wäre also allgemein Ratsam bei begrenzten technischen Mitteln auf den Ponal Classic umzusteigen. Ausf schnelle Trockenzeit sind wir ja nicht angewiesen.


PS: Technische Angaben werden heute übrigens nicht mehr in Kp angegeben. Können wir gerne machen, aber müssten irgendwie das gleiche Format wählen, das auch für Laien verständlich ist. Daher wählte ich die (wenn auch physikalisch nicht GANZ saubere) Bezeichnung in Kg bzw. Gewichten.
 
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Hallo Martin,

Zitat v. smartin: Erklär ick Dir sofort.... Du bist beim falschen Leim. Die Rede war von Ponal Express, der andere Werte hat:

erstmal danke, aber auf der Ponal-Seite steht auch bei Ponal Express 15 N/cm2. Erklär mal, das ist die offizielle Seite.
http://www.ponal.de/Ponal-Express.703.0.html

Zitat v. smartin: Technische Angaben werden heute übrigens nicht mehr in Kp angegeben. Können wir gerne machen, aber müssten irgendwie das gleiche Format wählen, das auch vpr Laien verständlich ist. Daher wählte ich die (wenn auch physikalisch nicht GANZ saubere) Bezeichnung in Kg bzw. Gewichten.

Da hast du Recht. Dann müssen wir die Angaben aber wirklich in Newton machen, da es um die Kraft geht:)



Hatte deine Ergänzung noch nicht gesehen
 
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erstmal danke, aber auf der Ponal-Seite steht auch bei Ponal Express 15 N/cm2. Erklär mal, das ist die offizielle Seite.

Erklär ick Dir auch sofort.... da hat einer irgendwie Blödsinn gemacht :D

Hier wäre das technische Merkblatt vom Hersteller Henkel (Henkel steckt hinter der Marke Ponal)

Technisches Merkblatt Ponal Express

Nun ist natürlich tatsächlich fragwürdig, was nun richtig ist... tatsächlich gelten im Industrie-Standard und den Vorgaben nach DIN allerdings die Werte der technischen Merkblätter. Auf ner Homepage könnte sich schnell mal einer geirrt haben - außerdem ist dort nicht konkret ausgeführt, um welche Art der Verklebung es dabei geht. Flächig, Punktuell, nass, trocken, einseitig, beidseitig?! ...etc... im technischen Merkblatt sind die genauen Umgebungsbedingungen angegeben.

a hast du Recht. Dann müssen wir die Angaben aber wirklich in Newton machen, da es um die Kraft geht

Okay.... kommt jeder mit Newton klar? ...dann machen wir es so ;)

Hatte deine Ergänzung noch nicht gesehen

ja doofe sache, ich musste es jetzt unten drunter schreiben und kanns nicht mehr editieren.
 

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