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    Zitat von MatthiasT Beitrag anzeigen

    Deinen Edit habe ich jetzt gelesen. Irgendwie empfinde ich das als sehr unbefriedigend, denn ich würde meine Werke gerne so verbreiten dass sie jeder hören kann und darf, sie in einem Internetradio selbstverständlich gespielt werden können, gerne auch Bearbeitungen machen kann (und soll mich da auch nicht fragen müssen), ich aber möchte dass meine Name damit verbunden bleibt und wenn jemand das gewerblich nutzen will ich daran partizipiere.
    Das ist ja nur allzu verständlich. Man muss aber halt verstehen wie und warum diese vertrackte Situation entstanden ist. Der Knackpunkt hier ist ja der Anspruch auf angemessene Vergütung auf den der Urheber nicht vertraglich verzichten kann. Stünde im Gesetz, Urheber kann darauf verzichten, könnte man gleich die ganze Idee in die Tonne treten, denn dann stünde einfach z.B. in jedem Vertrag: "Urheber verzichtet auf angemessene Vergütung und eventuelle Nachforderungen, blabla". Die ganze Konstruktion dient als Schutz z.B. gegen die Ausbeutung von Urhebern durch weit überlegene Plattenfirmen. Und das ist doch eine Angelegenheit die Du sicherlich unterstützt...

    Wenn man sich zunächst drauf einigen könnte, dass das ganze halt einfach erstmal ein Sch****-Dilemma ist, aus dem es eben keinen einfachen Weg mit trivial-populistischen Lösungen gibt, dann sind wir einen großen Schritt weiter und erst dann kann mMn eine fruchtbare Diskussion entstehen.

    Bliebe da am Ende wirklich nur noch die Wahl zwischen Public Domain und absoluter Restriktion? Falls es wirklich zu so etwas kommen sollte würde ich mich eher für ersteres entscheiden, aber so richtig glücklich wäre ich damit auch nicht.
    Ich weiß es nicht, ich bin da mit meinem Latein am Ende und habe auch noch keine brauchbaren Infos dazu gefunden. Letztlich gibt es ja immer Wege jenseits des Rechtssystems, das hieß früher mal...lass mich überlegen...Dings...ja genau...Vertrauensbasis und faires Miteinander...
    Natürlich kann jeder alle denkbaren Lizenzbedingungen aufstellen. Wer z.B. auf seinen Anspruch auf angemessene Vergütung verzichten will, kann das natürlich in der Praxis tun, wenn das Gegenüber genügend Vertrauen hat (Nichts anderes passiert - leider unwissentlich - in der Praxis ja mit CC auf breiter Basis). Aber genau da wird eben genau das Medium, das diese ganzen tollen neuen Möglichkeiten bietet, gleichzeitig zum zusätzlichen Problem aufgrund seiner Anonymität und v.a. zwischenmenschlichen Unverbindlichkeit.

    Wenn wir diskutieren, welche Gesetze nun gut oder schlecht sind, sollten wir uns vielleicht auch mal wieder darauf besinnen, dass alleine schon die Tatsache, dass überhaupt Gesetze notwendig sind um eine Gesellschaft zu regulieren, keine Selbstverständlichkeit ist, sondern eigentlich ein trauriges Zeichen von Dekadenz. Aber gerade in Deutschland wird man das wohl nie verstehen, da ist das Gesetz das ultimative Symbol für Vernunft und Gerechtigkeit.

  2. #32
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