Anpassung der Solotechnik im Trio

  • Ersteller ClaytonOmari
  • Erstellt am
Ich schätze daß man schon erkennt wer das sagt:
Zuerst hast Du gesagt : Der Gitarrist kann da so gut wie gar nichts machen ... zumindest nicht viel. Falsch.
Dann sagst Du : An dieser Stelle kann man sich fragen warum so viele Trio-Basser verzerrt spielen.

Wir spielen auch ein Rush-Stück. Digital man. Unser Basser hat gar kein Effektgerät, nicht eines.
Eigentlich ist meine Meinung auch unwesentlich, aber Deine Antwort : Wer sagt das? ... macht mir schon klar worauf das hinauslaufen soll.
Auf Wortklaubereien hab ich auch keine Lust - Deine Aussage ist nicht falsch, wenn mans unter dem Aspekt "Gesamtsound" betrachtet.
Aber unter dem Aspekt " Technisches Können der Bandmitglieder" betrachtet ist es falsch.
Betrachtet man die Überschrift "Anpassung der Solotechnik", dann gehts um technische Möglichkeiten, nicht um Hardware.
Direkt nach meinem Beitrag zu schreiben "der Gitarrist kann da so gut wie gar nichts machen" spricht für sich.
Ist mir auch zu blöd deswegen zu streiten. Du kannst das halten wie Du willst.
Meine Tips waren an einen Anfänger gerichtet, der gefragt hat.
Meine Meinung ist nach wie vor daß, wenn mans kann, man auch ohne Bass-Zerrer ein ordentlich drückendes Solo bringen kann - bisweilen soliere ich auch vollkommen allein, dann machen meine Kollegen einfach eine kurze Pause.
ich glaube nicht daß da so dramatische "Löcher" entstehen.
 
Deine Aussage ist nicht falsch, wenn mans unter dem Aspekt "Gesamtsound" betrachtet.

Und genau so war sie gemeint. Die technischenn Fähigkeiten des TE kann ich nicht beurteilen...ob er Anfänger ist, ebenfalls nicht.

Die Liste derer, die zumindest live - also ohne die Möglichkeit, mit Overdubs zu arbeiten - mit Verzerrung oder zumindest mit einem fetten Crunch arbeiten, wird noch länger. Und witzigerweise ist das oft gar nicht so auffällig:
John Deacon hat live fast alles angezerrt gespielt, Lee und Hill sind schon genannt, Michael Anthony...die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Die Gitarristen, die über deren "Teppichen" soliert haben, stehen nicht im Verdacht, technisch mangelhaft zu sein.
Nicht alles, was eine Gitarre gut oder schlecht klingen lässt, kommt aus der Gitarre. Das vermutet der TE aber scheinbar und mein Kommentar sollte nichts anderes tun, als auch noch andere Möglichkeiten auf den Schirm zu bringen.
 
Ok., so betrachtet richtig.
Ich war nur kurz angefressen. Da übt, probt und tritt man auf, versucht ständig sein Vokabular zu erweitern und dann sagt jemand : Der Gitarrist kann da fast nichts machen.
Da fühlte ich mich kurz berufen das Ganze geradezurücken.
Ich hab unserem Basser das El grande Bass Fuzz (MXR) mal ausgeliehen, aber er steht nicht auf Zerre für den Bass.
Er arbeitet lieber mit Technik, sprich, viel und weniger, laut und leise usw.
Seine Bass-Arbeit ist wie ein Sofa zum Draufsetzen.
Aber klar, ein wenig Zerre hat was beim Bass.
Gruß, Stefan
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Ich war nur kurz angefressen. Da übt, probt und tritt man auf, versucht ständig sein Vokabular zu erweitern und dann sagt jemand : Der Gitarrist kann da fast nichts machen.
Da fühlte ich mich kurz berufen das Ganze geradezurücken.

Das war vielleicht zu pauschal ausgedrückt...schon recht.

Aber wenn man als Gitarrist solche "Lücken" erkennt, wie der TE es tut, dann läuft das halt oft darauf hinaus, dass viel mehr Töne gespielt werden (egal, von wem), ein fetterer Amp angeschafft wird etc.
Letzteres fragt er ja direkt im Eröffnungspost.

Dabei liegt die Lösung halt oft im Arrangement der Songs und nicht unbedingt im Material des Gitarristen oder der Menge der Noten.
Ein schöner Crunch am Bass hat ja im Trio noch einen weiteren, sprichwörtlich "fetten" Vorteil: Kompression.
Auch die dichtet im Solobetrieb des Gitarristen ungemein ab.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Ein schöner Crunch am Bass hat ja im Trio noch einen weiteren, sprichwörtlich "fetten" Vorteil: Kompression.
Auch die dichtet im Solobetrieb des Gitarristen ungemein ab.

Ich muss sagen, so 100 Prozent gehe ich damit nicht konform.
Wenn man als Bassist nen soliden, fetten Amp, nen soliden Bass und unter Umständen noch nen Kompressor hat sollte das, vorrausgesetzt man spielt halbwegs vernünftig, dicke ausreichen um in einem Trio in allen Situationen zu bestehen. Das Problem bei Bass-Zerren sehe ich darin, dass man sie richtig einstellen muss, damit es im Bandkontext auch klingt, gerade für Anfänger nicht immer einfach. Und Bass-Highgain halte ich (aus eigener Erfahrung) nicht unbedingt (meistens) für songdienlich.
Ist ja auch immer irgendwo Geschmackssache, ne (sehr) dezente Zerre (so in Richtung leicht angezerrter SVT) gefällt mir persönlich gut und sollte sich auch im Bandkontext gut einfügen. Aber Basszerre allein löst meiner Meinung nach nicht das "Problem" bei zu dünnem Bandsound in Soloparts. :)
Mal ganz nebenbei: Hat der TE erwähnt welche Musikrichtung er spielt? Hab selbst mal nichts dazu gelesen ;)

lg
 
Wenn du Dir Mayer und SRV anhörst, wirst du feststellen, dass sie beide sehr Rythmisch solo spielen und sehr stark auf die Harmonien eingehen. Viele Licks, wenig gedudel. Es gibt ein sehr schönes Video von Mayer am MIT Berkley, wo er im Rahmen eines Vortrags "Who did you think I was" ganz alleine spielt inkl. Solo und man vermisst nichts. Musst du mal bei YT suchen. Da kann man ganz gut sehen wie rythmisch er spielt. Aber man darf auch nicht vergessen, das Mayer momentan so ziemlich der beste Blues/Rock/Pop-Gitarrist ist und er mit Steve Jordan und Pino Paladino zwei wirklich großartige Musiker am Start hat, die die fehlende Rhythmusgitarre problemlos aufangen können. Und im Trio zu spielen ist Königsklasse. Das müssen alle Musiker drauf haben. Also einfach fleißig weiter üben und schön viel Hendrix, Mayer, SRV und Cream hören ;-)
 
Hi,

Waffeleisen hat schon das meiste geschrieben, worauf es ankommt. Ein kleines Detail, das ich noch einwerfen möchte: Du selber kannst auch viel füllen und Spannung erzeugen, indem Du im Solo auf die Basslinie eingehst und versuchst, mit diesen Tönen zusammen interessante Harmonien zu erzeugen.

Was ich meine, ist dass man in einer Besetzung mit harmonischem "Teppich" noch ganz gut damit durchkommt, eine Steigerung z.B. durch das klassische Bending hin zum Grundton oder der Quinte des Akkords zu setzen oder einen Triller zu platzieren. In einem Trio dagegen tut es einem Singlenote-Soli mMn gut, die Akkordbewegungen für den Zuhörer deutlich zu machen, also Terzen, 6er (Brian May ist da ein Spezialist) oder 7er in den Melodien zu betonen und auch mal stehen zu lassen, die dann zusammen mit dem Ton des Bassisten mehr hergeben als eine schnöde Oktave oder Quinte. Überhaupt Brian May - hör Dir mal alte Queen-Liveaufnahmen an, da glaubt man kaum, dass da nur drei Hanseln an den Instrumenten sind, selbst wenn Freddy nicht am Klavier sitzt, wird das nicht leer.

Gruß, bagotrix
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben