Anfängerfragen: Balgprobleme und Wahl des Akkordeons

  • Ersteller meeresbrise
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beim Riviera sind die Knöpfe kleiner (was ich persönlich als großen Vorteil empfinde), und das Griffbrett ist flach (wie bei den meisten französischen Musette-Knopfakkordeons), nicht gestuft, wie bei vielen neuern Knopfakkordeons

Huhu Roman!

Die meisten französischen Musetteakkordeons haben seit jeher (30er Jahre oder so) ein gestuftes Griffbrett!
In der Schweiz wird wohl gerne C-Griff mit flachem Griffbrett gespielt habe ich mal (hier irgendwo?) gelesen.

Ich spiele seit 14 Jahren C-Griff gestuft (gerne auch Musette) und komme super damit klar - ich mag sogar sehr sehr gerne das gestufte Bassgriffbrett, was die Franzosen auch meist haben. (hat meine Weltmeister allerdings nicht und ich mag sie trotzdem ;) )
Ein flaches Knopfgriffbrett ist mir leider noch nie live begegnet - würde das gerne mal ausprobieren.
Soweit ich weiß, ich das mit flach und gestuft und sogar mit C- und B-Griff aber alles im Grunde wurscht, hauptsache man kommt mit seiner Variante Knopfakkordeon gut klar. :)

Für kleine Hände und auch unproportionierte Hände / Finger ist das Knopfgriffakkordeon in vielen Fällen (so auch in meinem) eine gute Wahl. Ich habe auch mit Mediumpianotasten deutlich größere Probleme als mit den Knöpfen.

viele Grüße
Thuja
 
@thuja

kommst einfach bei unserem nächsten Konzert vorbei, dann darfst mein C-Flachgriff-Instrument mal ausprobieren ;-)
Leichte umgewöhnung, von Stufengriff, aber effektiv kann ich nicht sagen dass ich es schlechter finde als den Stufengriff.
 
@waldgyst:
Danke für den Link zu dem Thread. Pigini scheint auch ansonsten interessant zu sein ... Ich habe hier jetzt schon viele Anregungen bekommen. Vielen Dank noch einmal an alle! :)

Hat jemand eine pigini P36/3 und kann mir sagen, ob die Tasten normal breit sind oder vielleicht sogar medium?
Sieht sehr interessant aus, das Instrument. Gut, dass der Hersteller auf der Musikmesse sein wird ...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Soweit ich weiß, ich das mit flach und gestuft und sogar mit C- und B-Griff aber alles im Grunde wurscht, hauptsache man kommt mit seiner Variante Knopfakkordeon gut klar. :)
Wobei C-Griff für Balkanmusik sehr unbequem ist. Halbtonverzierungen gehen auf B-Griff einfach besser.
 
@ poorsurfer: Klingt spannend - wann tretet ihr denn mal wo auf, habt ihr eine Website? Wie heißt eure Band, was macht ihr für Musik? *neugierig rumfrags* :D

@Waldgyst: Ja danke für den Hinweis, hab ich zwar auch schon mal als Hypothese gehört, aber noch nie von einem B-Griff-Spieler so gesagt bekommen.
Stimmt das dann auch, daß man mit einem C-Griff Knopfakkordeon besser Arpeggien / Akkorde spielen kann und eben das mit dem B-Griff unbequem ist?
Ist im Musette ja wirklich stilbildend und in Frankreich spielen (soweit ich weiß) alle C-Griff und man merkt schon bei vielen Stücken, daß sie auf C-Griff Akkordeons entstanden sind - eine Pianotastatur legt einem ganz andere Lösungen nahe und die sind für C-Griff z.T. wiederum unangenehm zu spielen. (Ich erwähne die Pianotastatur, weil ich noch etwas mit Pianotastaturen klarkomme und da den Überblick habe. B-Griff habe ich leider noch nie ausprobieren können, auch noch nicht typische "B-Griff-Musik".)

Ob es wohl Leute gibt, die B- wie C-Griff können und je nach Musikart wechseln? :gruebel:

viele Grüße
Thuja
 
Hall thuja,
ich kann das mit den Akkorden/Arpeggien nur eingeschränkt beurteilen, weil ich erst einmal ein C-Griff wirklich ausprobiert habe und da natürlich erstmal überhaupt die Töne finden musste.
Es ist ja aber so, dass da z.B. vom Grundton C (erste Reihe) aus die folgenden Durakkordtöne E und G gleich in der nächsten Reihe liegen, was schon bequem ist. Beim B-Griff muss man da über eine Reihe hinweggreifen (C in der dritten, E und G in der fünften Reihe), was aber auch kein Problem ist oder aber eine Reihe zurück (C in der dritten, E und G in der zweiten), was deutlich unbequemer ist.
Nun gehen aber nicht alle Akkorde beim Grundton los. Wenn ich auf dem B-Griff z.B. den C-Akkord auf G anfange (zweite Reihe), greife ich da auch nur eine Reihe weiter zum C (dritte Reihe) und das E oben wieder in der zweiten. Auf dem C-Griff dagegen musst du nun entweder eine Reihe überspringen (G in der zweiten, C in der vierten, E in der zweiten) oder zurückgreifen (G in der zweiten, C in der ersten, E in der zweiten).
Im Endeffekt hat man also, je nachdem, auf welchem Akkordton das Arpeggio losgeht, entweder auf C-Griff oder auf B-Griff einen Vorteil bzw. Nachteil.
Allerdings sind auf dem C-Griff wohl Melodiepassagen mit vielen Ganztonschritten etwas bequemer, da letztere hier in der ergonomisch günstigen "Von-innen-nach-außen-Diagonale" liegen.
Leute, die sowohl C- als auch B-Griff spielen, gibt es wahrscheinlich deshalb kaum. Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass jemand, der schon C-Griff spielt, nochmal B-Griff dazulernt, um besagte Balkanmusik besser spielen zu können.
Ich glaube auch, dass man zwar einzelne Stücke so einüben könnte, dass man sie auf dem jeweils anderen "Griff" spielen kann, aber wirklich mit beiden Systemen so vertraut zu sein, dass man auf beiden gleichermaßen auch mal was vom Blatt spielen oder improvisieren kann, dürfte für's Hirn kaum zu bewältigen sein.;)
 
Unser Chorleiter spielt C- und B-Griff. Im Chor gibt es viele Stücke, in C/G bzw. B/Es/As. Während wir uns auf unseren chromatischen Akkordeons dann mit 4 B's abmühen, nimmt er einfach seine B-Handharmonika und strahlt uns an :D Allerdings vergaß er einmal, seine Instrumente zu wechseln und suchte erstmal nach dem Fehler. Sehr schnell wurde aber klar, dass er gerade die falsche Club Morino angeschnallt hatte.
 
@moewejutta
Du verwechselst jetzt das chromatische Knopfakkordeon in C-Griff/B-Griff mit der Clubharmonika in verschiedenen Tonarten. Das hat nichts miteinander zu tun.
Auf der Clubharmonika ist die Spielweise immer dieselbe, nur dass eben dann jeweils andere Tonarten klingen.
 
ja, @ Waldgyst, Du hast natürlich Recht! Habe es heute bewusst beobachtet und nachgefragt. So ist es.
 
So Waldgyst, habs kapiert. *gg*
Joah dann denke ich mal, daß eben die auf C-Griff entstandene Musik wie z.B. Musette (die französischen Klassiker aus den 30er / 40er Jahren und später) "so gut liegt" weil die Akkorde / Arpeggien eben für das Instrument günstige "Startpunkte" nutzen.
("Nachkompositionen" hier aus Deutschland z.B. ist ihre Entstehung auf dem Piano-Akkordeon z.T. deutlich anzumerken, finde ich - und die sind auf C-Griff manchmal auch richtig unbequem)

Wie wohl dieser klassische Musette auf dem B-Griff Knopfakkordeon kommt?
Hast Du da Erfahrungen, Waldgyst oder sonstwer hier?

viele Grüße
Thuja
 
Muß ich jetzt umlernen? :redface::D
Ach was, im Grunde ist es doch alles Übungs- und Gewohnheitssache. Die Pianotastatur ist ja ergonomisch die unbequemste und trotzdem auf dem Balkan verbreitet.
Vielleicht sollten wir jetzt noch YouTube-Beispiele finden, in denen Kolos auf C-Griff gespielt werden. :)
 
Die letzten Wochen habe ich mich intensiv mit Akkordeons beschäftigt und blicke so langsam durch was Bezeichnungen wie Standardbass & Konvertor oder Chöre im Diskant etc. betrifft. Ich mache auch jeden Tag Fortschritte beim Akkordeonspiel, momentan am Meisten mit dem Akkordeon Workshop 1. Bald werde ich auch Unterricht haben. Wenn dieser mir gefällt, würde ich mir gerne in Akkordeon zulegen, da das was ich jetzt habe 34 Jahre alt ist und nur 48 Bässe hat.

Ich habe auch gelernt, was mir gefällt und was nicht so. Ich hätte gerne ein italienisches Akkordeon, wobei mir ein Tremolo aus 2 Chören (hoffentlich ist das richtig formuliert) reichen würde. Ich mag allerdings auch sehr den Klang einer tiefen Oktave, weiß aber nicht, ob ich das als Anfänger brauche. Es gibt z. B. die 2 Pigini Preludios: Beide haben 72 Bässe, wobei

das eine 30 Tasten und nur 2 Chöre im Diskant hat (3 Register im Diskant, 0 im Bass),

das andere schon 34 Tasten und 3 Chöre im Diskant hat (5 Register im Diskant, 2 im Bass).

Ersteres hat eine sehr schöne Höhe, nämlich nur 36cm (ich bin knapp 1,60m). Das etwas Größere würde aber von der Höhe her (40,5cm) auch gehen. Ich weiß nun nicht, ob ich erst einmal das Kleinere nehmen soll und in ein paar Jahren evtl. noch einmal auf eins mit mehr Tasten umsteigen soll (96 Bässe sehe ich auf Grund der Größe erst einmal nicht), oder ob ich gleich das Größere nehmen soll und somit evtl. eins "für's Leben" habe. :confused: Ich glaube, dass das Zweite für das was ich vorhabe, auf sehr viele Jahre ausreichend sein würde. Beim Ersten bin ich mir nicht so sicher.

Vielleicht könnt Ihr mir ein paar Tipps geben? Würde mich freuen.
 
Hallo meeresbrise,

das 34-Tasten-Modell ist, auch wegen der Chöre/Register, wesentlich flexibler einsetzbar - daran wirst Du länger Deinen Spaß haben. Die Höhe sollte bei Deiner Körpergröße kein Problem sein - probiere es doch einfach mal aus!
 
Ich mag allerdings auch sehr den Klang einer tiefen Oktave, weiß aber nicht, ob ich das als Anfänger brauche

da würde ich doch mal sagen, der Fall ist schon klar:
Wenn dir der Klang der tiefen Oktave gefällt und du den gerne magst, dann würde ich den an deiner Stelle auch nehmen. Denn ob du mit oder ohne tiefe Oktave das spielen erlenst, macht keinen Unterschied. Aber es macht einen Unterschied, ob du auch beim Lernen den Klang wählen kannst, den du gerne magst.
Zum Glück muß man beim Akkordeon nicht erst einen Befähigungsnachweis für ein bestimmtes Instrument erbringen - jeder darf jederzeit das kaufen, das ihm gefällt.

Was die Tastenzahl angeht, so würde ich dir auch zum 34 tastigen Instrument raten - damit kann man schon sehr viel spielen, ohne Kompromisse einzugehen. beim 30 Taster kommt man nach kurzer Zeit doch schnell ans Limit.

Gruß, maxito
 
Die Höhe sollte bei Deiner Körpergröße kein Problem sein - probiere es doch einfach mal aus!

Danke Wil. Ich hatte ja jetzt schon einige dieser Instrument am Körper. Die Höhe ist erst etwas ungewöhnlich, aber ich kann zumindest noch sehr gut drüber schauen. :D Bei einem 96-Bass Akkordeon war es so, dass mein Mann meinte, dass das Wort Quetschkommode nun eine ganz neue Bedeutung bekäme (ich verschwand nämlich fast ganz dahinter). ;)

maxito schrieb:
Was die Tastenzahl angeht, so würde ich dir auch zum 34 tastigen Instrument raten - damit kann man schon sehr viel spielen, ohne Kompromisse einzugehen. beim 30 Taster kommt man nach kurzer Zeit doch schnell ans Limit.

Danke für Deine Einschätzung bzgl. der Tasten. Genau das hatte ich mir auch gedacht, ich wusste es nur nicht genau. Und jaaa, die tiefe Oktave ist schon schööön, auch zugeschaltet zur "Mittleren" oder zum Temolo. *schwärm*

Na, dann muss ich mal schauen. Ich tendierte von Anfang an auch zu dem etwas Größeren, nicht dass man sich nachher ärgert. Ich werde dann berichten, wenn ich mich entschlossen habe, aber da müssen noch ein paar Wochen vergehen ...
 

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