Blockflöte lernen mit 43

  • Ersteller DerSittich
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Mit der richtigen Blastechnik sollte die Erhöhung des Blasdrucks nicht zusätzlich Luft verbrauchen.

Da ich Choroi-Blockflöten kaum kenne, (hatte nur mal kurz eine in der Hand, als sie mir vor längerer Zeit von jemandem gezeigt wurde), kann ich zu den Eigenheiten des Blocks dieser Flöten nichts sagen.
 
Mit dem Ölen bin ich nun ziemlich verwirrt...

Bisher hatte ich nur die PDF "Flöten Pflege" gelesen. Eben hab ich auch mal die PDF zur Octa Deutsche Griffe angeschaut.

Bei Flöten Pflege steht

Nach jedem Flöten
-Luftkanal durchblasen und dabei Klangloch geschlossen halten.
- Mundstück trocken wischen
- Flötenrohr mit dem Wischer auswischen

Grundpflege (ca. 1mal monatlich)
- 2 Tropfen Öl auf Wischer rein ins Rohr
- 1 Tropfen Öl bei Luftkanal durchblasen
- 1-2 Tropfen die Flötenaußenseite einreiben

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Octa Flöte Zettel

Nach jedem Flöten
- Luftkanal durchblasen und dabei Klangloch geschlossen halten.
- Flötenrohr mit dem Wischer auswischen
- "Mundstück wird wie beschrieben geölt"

- Beim ersten Flöten 1-2 Tropfen Öl bei Luftkanal durchblasen
- Nach dem Einspielen genügt 1 x Wöchentlich ölen
- Gelegentlich einige Öltropfen auf Wischer und innen und außen




Was gilt nun? Nach jedem Spielen einen Tropfen Öl durch das Mundstück jagen oder wöchentlich oder nur einmal monatlich? Ich dachte das Ölen würde man eher vor dem Spielen machen wenn das Holz noch nicht feucht ist. Die Mölenhauer Flötentante vom Youtube Video sagt 2-3 mal Ölen Jährlich. http://www.youtube.com/watch?v=h7D9w4K5x0A
 
Heute Post von einer Choroi Werkstatt bekommen. Auf Emailanfragen antworten die scheinbar am liebsten per Briefpost :) Inhalt: Neben Werbung auch ein Flyer mit den Reperaturpreisen

Reparatur bzw Überholung von C-Fläten
1-5 Stück für 14,50
über 5 Stück für 11,50

Rückversand 5 Euro

Also geht die Flöte nun heute dort hin auf die Reise. Vielleicht gibt es dort auch den Tonblock im Preis dazu. Der am 6.März bestellte Tonblock und Bienenwachs ist bis heute nicht gekommen.
 
Heute schreibt der Choroi Mann, dass Choroi Flöten nach jedem Spielen geölt werden sollen. Weiter schreibt er das deren Flöten gründsätzlich auf "Öl-Basis" aufgebaut seien.

Ich glaube mittelfristig werde ich mich wohl von der Choroi Flöte trennen, den das Öl ständig nachkaufen ist auch nicht gerade billig. Besonders wenn man 3-4mal täglich übt und jedes mal dann noch Öl durchpusten ist die Flasche ruck zuck leer. Da wird die Plastikflöte die eigentlich gar nicht so schlecht ist dann die Primäre werden.
 
Nach jedem Spielen? Dann ist sie doch nass. Also das widerspricht jeglicher Ölphilosophie, die ich bisher kennengelernt habe. Dass die Flöte trocken sein muss, waren sich eigentlich alle einig.
Andererseits, wenn man nass ölt, dann zieht das Öl nicht ein und man muss öfters ölen.

Weiter schreibt er das deren Flöten gründsätzlich auf "Öl-Basis" aufgebaut seien.
Aha. Was auch immer das bedeuten mag ...
Diese Flöten sind aus Ahorn. Ein ganz gängiger Werkstoff für normal zu ölende Flöten.
 
Mir kommt das auch seltsam vor, zumal ich den Öligen Geschmack am Mundstück nicht sonderlich mag. Ich weiß auch nicht ob die Person da nur eine einfache 480 Euro Bürokraft ist oder von den Flöten tatsächlich Ahnung hat.

Wahrscheinlich wird es besser sein im Internet die nächstbeste Waldorfschule zu suchen und da einem Musiklehrer zu diesem Flötentype zu fragen.
 
Auf den Seiten von Choroi findet man im Downloadbereich ein pdf mit Hinweisen zur Pflege. Darin steht:
Die beschriebenen drei Ölvorgänge sollten nur von Zeit zu Zeit
vorgenommen werden, ca. einmal im Monat, in der Einspielphase häufiger,
abhängig von der Spielintensität und von der Trockenheit des Holzes. -
Sie schreiben auch, man könne Jojobaöl anstelle ihres Flötenöls verwenden. Ich kenne von anderen Flöten zwar nur Mandelöl, aber vielleicht geht's ja, auch wenn es eigentlich ein Wachs ist.
 
Hmmm - Mich verwundert die gänzlich andere "Ölphilosophie" ebenfalls. Aber vielleicht hängt die andere Handhabung damit zusammen, dass das Jojobaöl = Pflanzenwachs (http://de.wikipedia.org/wiki/Jojoba) empfohlen wird.

Die Erfahrungen eines Waldorf-Musiklehrer, der mit diesen Instrumenten Erfahrung hat, interessiert mich.

Gruß
Lisa
 
Also selbst wenn der Typ keine Ahnung hätte, dann sollte er dir zur Not einfach den Zettel mit der offiziellen Anleitung von Choroi vorlesen und nicht irgendwelchen Käse erzählen. Wobei auch die offizielle Anleitung diskussionswürdig ist.

Von daher möchte ich mal deutlich sagen, was ich von der Sache halte, ohne hier irgendwem auf die Füße treten zu wollen.

Das ist keine gute Flöte!
Schau mal deine Bilder an im Beitrag #43. Das Mundstück sieht aus, wie mit dem Taschenmesser geschnitzt. Die Jahresringe sind viel zu groß. Also entweder ist das kein Ahorn sondern Nadelholz oder das ist der absolut schlechteste Ahorn, den ich je gesehen habe.
Stell dir mal vor, wie sich der weiche Holzanteil verzieht, wenn der austrocknet. Von daher ist natürlich klar, dass man wesentlich öfter ölen muss als eine Flöte aus ordendlichem Hartholz.
Dass beim Putzen Späne rausfallen ist absolut untragbar. Da kann man sich doch nicht mit mangelnder Ölung rausreden, das Teil wurde einfach nicht ordentlich geschliffen.

Diese Flöte verkauft sich in Waldorfkreisen wahrscheinlich wegen ihrer Esoterik oder weil sie alle haben.
Aber wenn du das ganze ambitioniert und erfolgversprechend angehen willst, dann solltest du die eine ordentliche Schülerflöte mit barocker Griffweise zulegen, sei sie aus Holz oder aus Plastik.

Versteh mich nicht falsch, selbstverständlich gibt des gute und in ihrem Segment brauchbare handgemachte Naturflöten in ähnlicher Verarbeitung, diese gehört vielleicht sogar dazu, aber die solltest du wirklich nur nutzen, wenn du in die entsprechende musikalische Richtung gehen willst.

Um die Ausgangsfrage zu beantworten: Blockflöte mit 43 macht sehr viel Sinn, aber bitte mit ordentlichem Material.
 
Edit: ist wohl doch Ahorn ich find's aber trotzdem zu grob von den Jahresringen her.
 
Die Choroi Flöte scheint wohl im Bermuda-Dreieck verschwunden zu sein. Bis heute nichts mehr gehört, auch keine Empfangsbestätigung oder der gleichen erhalten.

Bis zum 1. April ist es nicht mehr lange... und ich weiß schon jetzt das ich weiter machen werde.

Nun gut, es soll eine mit dem Englischen Griff werden. Mach ich mit der da groß was falsch?

http://www.ebay.de/itm/Einsteigerfr...238826?pt=Blasinstrumente&hash=item51b479e6ea

Was super teures jenseits 40 Euro mag ich nicht kaufen, da ich so eine nur versauen würde. Wäre nur schade um das gute Instrument.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenne weder die Flöte, noch Deine Hände. Daher kann ich nicht beurteilen, ob Du mit der etwas falsch machst.

Auf der Musikmesse hatte ich eine ganze Reihe Flöten in der Hand. Selbst bei den anerkannt hochwertigen Modellen waren welche dabei, die für mich persönlich "falsch" sind, weil sie mir nicht optimal in der Hand lagen.

Flötenkauf ist etwas ganz persönliches. Kaufe nur dort, wo Du ein Rückgaberecht und somit die Chance zum Ausprobieren hast.

Gruß
Lisa
 
Du kannst dir zum Beispiel eine Auswahlsendung mit versch. Flöten schicken lassen und zuhause in Ruhe ausprobieren. Dies geht bei Löbner-Blockflöten in Bremen, Early Music in Schwelm und der Blockflötenshop in Fulda. Alle drei Läden können auch vor Ort aufgesucht werden um dort versch. Flöten zu testen.

Wenn du aber eine so günstige Flöte haben möchtest (10-20 €), schaffe dir lieber eine gute Plastikflöte an. Selber habe ich von Yamaha die YRS-302BIII. Wenn es dir Spaß macht, und du mehr investieren möchtest, kaufe dir eine gute Flöte aus Holz.

Viele Grüße
Musicanne
 
OK, die Yahama YRD 302BIII ist soeben gekauft worden. :)
 
Heute ist die Choroiflöte wieder da

Verpackt wie eine Niegelnagelneue mit Original Schachtel und Handbücher. Der Flötenwischer erhielt einen Textilstreifen und die Flöte selbst einen Tonblock. Der wird scheinbar tatsächlich oben angesteckt

b2VbET74bnyN.JPG

Die Flöte klingt vom Ton komplett anders. Vom Ton fand ich die Choroi damals schöner als die Plastik Yahama. Nun wo ich die ganze Zeit nur auf der Yahama gespielt hab, ist die Choroi irgendwie fremd und ungewohnt. Dachte zuerst es sei eine andere, aber die Holzmaßerung ist 1:1. Im inneren des Rohrs sieht es immer noch rau aus aber deutlich feiner. Eine Rechnung wird wohl erst in den nächsten Tagen kommen. Vermutlich wird es Quatsch sein auf zwei verschiedenen Flötensystemen zu spielen so dass ich die Choroi dann wohl zum Kauf anbieten werde.

Über die durchgeführte Überholung bei der Choroi Werkstatt kann man soweit nicht meckern.


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Die Englischer Griff Yahama sollte heute eigentlich via UPS geliefert werden.
 
Prima, dass Du so positive Erfahrungen gemacht hast.

Meinst Du mit Flötensystem die verschiedenen Griffweisen? Ja, da sollte man sich als Anfänger unbedingt erst einmal auf ein System konzentrieren. Wenn man dann eines beherrscht, erobert man sich nach und nach immer mehr der vielfältigen Blockflötenwelt.
Auf der Musikmesse habe ich die Gelegenheit genutzt (Bericht) bis zu etwa 3.000 € teure Blockflöten in die Hand zu nehmen, die ausgefuchste Technik der 3-fach-Klappen erfühlt und die Piano-Klappe getestet. *träum*

Gruß Lisa
 
Am späten Nachmittag ist die neue Yahama mit Englischen Griffen gekommen. Sie ist ein wenig kürzer als die weiße Yahama.

Das wird eine weile dauern bis ich die F5 fließend intus habe. Bei Alle meine Entchen geht es problemlos die Tonleiter hoch aber beim runter gehen kommt irgendwie ein zusätzlicher Ton dazu der nicht dazu gehört. Wird sich in paar Tagen gewiss einrenken.

Aus der Yamaha Bedienungsanleitung Punkt 7 "Bitte benutzen Sie Yamaha Blockflöten ausschließlich als Musikinstrument." :D Also brauch ich für den Eiskaffee was anderes :rolleyes:
 
Schon mal daran gedacht eine Flötenschule zu benutzen? Selber habe ich hauptsächlich nach der Schule von Helmut Mönkemeyer "das spiel auf der sopran/tenorblockflöte" gelernt. Dort werden die einzelnen Töne nach und nach gelehrt und die passenden Stücke dazu, damit sich die Griffe setzen. Ein Lehrer zu nehmen finde ich schon empfehlenswert, damit du es von Anfang her richtig lernst.

Wenn du gerne CDs dabei haben möchtest, gibt es die Blockflöten-Box (Band 1-3) und Blockflötenfieber (Band 1-3). Schau mal in eurer Bücherei vielleicht kannst du dir dort einige Flötenschulen mal ausleihen, um zu testen welche dir am besten zusagt.

Viele Grüße
Musicanne
 
Ich arbeite im Zeitlupentempo das Lernheft "Schule fuer die Sopranblockflöte - Edeltraud Hagmann" durch. Ansonsten spiele ich eben allerlei Blödsinn intuitiv etwas wie ich es mit den Lippen pfeifen würde was erstaunlich gut geht und immer besser den Ton treffe den ich spielen will. ich aber mit dem neuen Griff ziemlich ins stolpern komme selbst bei "Alle meine Entchen" und am ende einen Ton zu hoch bin. Aber wird schon.

Vorhin hab ich zum Spaß auf den zwei Yamaha Flöten das "Hänschen klein" gleichzeitig gespielt. Die Interferenzen klingen ziemlich interessant. Ode an die Freude ging auch, abgesehen von dem einen Ton wo man dann mehr als 10 Finger bräuchte für simultanes Spielen. Seltsamerweise war das Spiel auf zweien gleichzeitig irgendwie flüssiger. Vielleicht auch nur der Höreindruck.
 
:D Du kommst auf Ideen!

Wenn Du noch mehr Lust auf Experimente hast ... In YT hab ich mal gesehen, wie jemand eine Blockflöte zugewickelt hat, um mit ihr einen tiefen Bourdunton spielen zu können, während er gleichzeitig auf einer zweiten Blockflöte eine Melodie spielte. Er nannte die gewickelte Blockflöte "Bondageflöte".

Wie weit bist Du denn mit der Blockflötenschule? Also bei welcher Nummer?
 

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