Der Vorführeffekt

zimba
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Hallo,
geht es euch auch so.
Man übt zu Hause im stillen Kämmerlein
ein Stück und alles läuft wunderbar.
Wenn es dann an das Vorspielen geht
läuft nichts mehr.
Ja hallo da kommst du dir vor wie der Depp
Wie macht ihr dass, das es funktioniert.
 
Eigenschaft
 
Ich kenn das von früher nur so, das es im Proberaum halbwegs mit ein paar Fehlern funktioniert hat und beim Auftritt alles reibungslos war. Fehlerlos.... Und danach im Proberaum war wieder alles voller Fehler, also das komplette gegenteil wie bei dir.
 
Das ist die Aufregung. Man spielt und es hören Leute zu. Es geht um die Wurst und wehe, wenn ein Fehler passiert. Wenn Du aber ständig an diese möglichen Fehler denkst, wie willst Du Dich dann auf das Stück konzentrieren?

Geh raus und denke Dir die ganze Zeit: "Euch Heinis besorg ich es jetzt richtig, daß Euch Hören und Sehen vergeht". Dann greif in die Tasten, ev. hast Du auch die Möglichkeit, erst mal einen völligen Unsinn zu spielen - mach irgendeinen Blödsinn, der entspannt. Danach sagst Du dann einen witzigen Spruch wie "Ich hab die Stimmplatten zurechtgeschüttelt" - alles lacht... und dann kann es losgehen. Du hast den Bezug zum Publikum und sie sind bei weitem nicht mehr so interessant und fremd, sondern auch nur Menschen ... und damit kannst Du Dich auf das Stück konzentrieren.

Mit der Zeit kommt auch die Routine. Aber: Wer auf die Bühne geht und gar kein Lampenfieber mehr hat, sollte gleich wieder abtreten. Jeder Auftritt muß das Adrenalin hochpumpen und Du mußt Dir jedes Mal denken können: "Das ist heute mein Tag, meine Stunde, mein Auftritt!"
 
Wenn es dann an das Vorspielen geht
läuft nichts mehr.

...kenn ich nur zu gut! Durch meine sehr wenigen und auch recht seltenen Autritte vor Publikum komm ich auch zu keiner Routine in dem Punkt und da ist vor und bis zum Anfang des Auftritts alles mit dabei, von aufgeregt, bis über zittrige Finger, obwohl es ja eigentlich um gar nix geht - iss halt so.

Aber da ich so etwa nach dem ersten Stück ruhiger werde, spiele ich zuerst immer was, was notenmäßig sehr einfach ist und beim rasufliegen praktisch einen narrensicheren Wiedereinstieg erlaubt - danach geht es meistens.

Ansonsten helfen mir zwei Leitsätze meines Lehrers:

erstens:
wenn du da auf der Bühne stehst und spielst und machst einen Fehler - verzieh keine Miene und werd auf keinen Fall leiser un dspiel ungerührt weiter,denn...

...zweitens:
ist im dem Moment wenn du spielst, alles was du spielst richtig!
Hat ja keiner Noten vor sich und drum weiß auch keiner wie es hätte klingen sollen.

und mein persönlicher dritter Leitsatz (wenn es trotzdem nicht läuft):
...selber schuld, hättet mir ja nicht zuhören müssen!

Mein können auf der Bühne wird dadurch zwar nicht besser, aber ich kann mich damit etwas von der Nervosität ablenken - hilft auch schon ein bischen.

..und zu guter letzt: vor dem Auftritt ´n Bier zischen hilft auch. Zwar sinkt damit die Virtuosität etwas, aber die Gelassenheit nimmt überproportional zu und du hast hinterher ein Argument, warum es nicht so gut, wie gewollt war!

Gruß,
maxito
 
- die allermeisten Verspieler gehen am Publikum vorbei. In der Regel stehen dort Leute, die Spass haben wollen und nicht dort sind um eure Darbietung en detail zu Begutachten.

- Stimmung und Show ist meiner Meinung nach wichtiger als eine 100% korrekte Darbietung auf der Bühne. Wenn ich perfekte Mucke will, hör ich mir Studio-Produktionen an. Wenn ich live irgendwo rumhüpfe oder grade mit dem Publikum oder sonst wem zu interagieren passieren mir dauernd kleine Fehler... so what! Ich kann mich auch wie ne Salzsäule hinter meinem Amp verstecken und meinen Stiefel sicher runterspielen. Super ;) Das ist bestimmt was das Publikum will.

- Übt im Proberaum mal "Auftritte". Spielt die Setlist durch wie ihrs auf der Bühne tuen würdet. Mit Ansagen, Pausen, whatever. Agiert dabei auch wie auf der Bühne, also Posing, Positionswechsel, whatever. Wichtig auch: Stellt euch so auf wie auf der Bühne. Also nicht sich gegenseitig angucken. Das wirkt im ersten Moment alles etwas bescheuert, übt aber wirklich! Versucht der Live-Situation so nah wie möglich zu kommen.
 
Üben tust Du ja scho fleißig vor dem Auftritt, und das ist gut so!

Ansonsten kann ich Dir emfehlen mal "Lampenfieber" in die SuFu einzugeben. Da stößt Du dann auf Threads wie z.B.lampenfieber in dem viele sinnvollen Tips gegeben werden.

Bei mir hat sich das im Lauf der Jahre mit der Routine gelegt. Aber selbst nach mehreren Jahren Bühnenerfahrung habe ich immer noch Lampenfieber und bin die letzten 15min vor dem Auftritt nicht Ansprechbar. Aber der Spass am Auftritt überwiegt -zumindest wenn die ersten beiden Stücke über die Bühne gegangen sind.

Mein Junior hat genau das gleiche Problem wie Du. Ich stelle aber fest, daß es von Auftritt zu Auftritt bei ihm besser wird.

Gruß

Fish
 
Das ist die Aufregung. Man spielt und es hören Leute zu. Es geht um die Wurst und wehe, wenn ein Fehler passiert. Wenn Du aber ständig an diese möglichen Fehler denkst, wie willst Du Dich dann auf das Stück konzentrieren?

Geh raus und denke Dir die ganze Zeit: "Euch Heinis besorg ich es jetzt richtig, daß Euch Hören und Sehen vergeht". Dann greif in die Tasten, ev. hast Du auch die Möglichkeit, erst mal einen völligen Unsinn zu spielen - mach irgendeinen Blödsinn, der entspannt. Danach sagst Du dann einen witzigen Spruch wie "Ich hab die Stimmplatten zurechtgeschüttelt" - alles lacht... und dann kann es losgehen. Du hast den Bezug zum Publikum und sie sind bei weitem nicht mehr so interessant und fremd, sondern auch nur Menschen ... und damit kannst Du Dich auf das Stück konzentrieren.

Mit der Zeit kommt auch die Routine. Aber: Wer auf die Bühne geht und gar kein Lampenfieber mehr hat, sollte gleich wieder abtreten. Jeder Auftritt muß das Adrenalin hochpumpen und Du mußt Dir jedes Mal denken können: "Das ist heute mein Tag, meine Stunde, mein Auftritt!"

Sehe ich genau so. Allerdings hatte ich noch nie Lampenfieber. Soll ich jetzt abtreten? :gruebel:

Bei mir überwiegt eher die Angst, dass irgendwas mit der Technik nicht funktioniert. Denn das ärgert mich und Ärger tut nicht gut. ;)

Wie sKu schon geschrieben hat: Die meisten Verspieler gehen eh am Publikum vorbei. Wenn ich auf einer Bühne bin, dann steht der Spaß im Vordergrund. Und das spüren die Leute auch.
 
Ich bin eigentlich ganz froh dass ich mittlerweile kein Lampenfieber mehr habe, vor Auftritten.
Andererseits weiß ich genau, dass ich Live immer einen Tick schlechter spiele als im Proberaum, allein schon weil wir uns bewegen auf der Bühne und mit dem Publikum arbeiten.

Deshalb ist es ratsam, man baut sich für schwierige Stellen kleine Hilfen ein.
Beispielsweise mit dem Fuß mitzählen wenn es Timingprobleme gibt oder sich anders hinstellen damit man etwas besser greifen kann (Fuß auf die Monitorbox [bitte auf den Rand und nicht in die Mitte, sonst killt dich der Mischer!] etc.).

Spätestens bei der Generalprobe merkt man ja, was man gut kann und was nicht, dann kann man sich ja ein paar Hilfen ausdenken.
 
Also bei mir war das immer so das gerade durch das Lampenfieber so aufgepuscht war das ich besser als sonst gespielt hab und dabei noch gut abgegangen bin :D.

Einfach machen nicht nachdenken^^. Sollte doch eh alles Routine sein bevor man auf die Bühne steigt oder nicht?
 
...Man übt zu Hause im stillen Kämmerlein
ein Stück und alles läuft wunderbar.
Wenn es dann an das Vorspielen geht
läuft nichts mehr.
...
Wie macht ihr dass, das es funktioniert.
Meinst Du tatsächlich das Lampenfieberproblem, oder ist es eher technischer Natur?
Mir geht das ab und zu so, dass ich eine spezielle Phrase zu Hause übe, es einwandfrei funktioniert, aber im Zusammenhang mit der Band nicht mehr, meistens ein Timing Problem, gerade wenn es schnelle Passagen sind. Da hilft es wirklich, wenn man zu Hause zum Metronom übt oder ggf. einen von diesen netten handlichen Digitalrecordern im proberaum mitlaufen lässt, wo man dann wesentlich authentischer zu Hause üben kann.
 

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