1. Die wichtigsten Infos zum neuen Forum:
    F.A.Q. - mehr gibt's im Bereich Talk, Feedback

Einspielen ohne Spielen

Dieses Thema im Forum "Instrumente und Zubehör [Strings]" wurde erstellt von TheByte, 04.03.2012.

  1. TheByte

    TheByte Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    01.2009
    Beiträge:
    1.065
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    6.758
    Hi,

    ich habe da eine neue Geige, die natürlich noch nicht eingespielt ist.
    Von meiner alten habe ich erfahren, dass es einige Spielstunden braucht,
    bis der (in meinen Ohren) endgültige Ton da ist.

    Daher stellt sich mir die Frage:
    Kann ich meine Geige "beschleunigt" einspielen, indem ich sie
    (sagen wir mal) in einen Kasten mit einem guten Lautsprecher sperre und
    Töne oder Musik (bevorzugt Geigenstücke ;)) darüber laufen lasse.

    Ich erhoffe mir dabei, dass das Instrument so zum Schwingen angeregt wird,
    wie es auch beim normalen Spielen der Fall wäre.

    Was kann ich von meiner Idee erwarten? Kann das so funktionieren?

    Ich danke für Denkanstöße.
    MfG, TheByte
  2. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service

    Registriert seit:
    11.2009
    Beiträge:
    2.565
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Metal-Franken
    Kekse:
    12.617
    hmm, wieso? Hast du nicht die Energie/Antrieb, sie händisch in Form zu spielen?
    Ich weiß: total oldschool. Sowas wie: Ich nehm die Geige und knete sie mal
    3 Wochen richtig durch.

    Ich wüßt da was: so ne Art Einspiel-Vibrator.

    Kuck doch mal bei den Akustik-Gitarren. Da gabs das neulich.
    Wenn du sie unbedingt mit Batterien befriedigen willst, bitte. Ich steh ja eher
    auf gute, alte Handarbeit.


    cheers, fiddle


    p.s. google dochmal nach: ToneRite
    Das gibts auch für Geige. Ich denke, da kommen mehr Schwingungen in das
    Instrument, als wenn du sie beschallen würdest.
    Zuletzt bearbeitet: 05.03.2012
  3. Bassstreichler

    Bassstreichler Helpful & Friendly User

    Registriert seit:
    07.2011
    Beiträge:
    1.307
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Karlsruhe
    Kekse:
    5.643
    Hi TheByte!

    Google mal unter dem Titel "Vibrationsentdämpfung". Ich finde ja, daß man sich damit selbst um die Freude bringt zu erleben, wie sich ein Instrument entwickelt.

    Grüße

    Thomas
  4. suamor

    suamor Helpful & Friendly User

    Registriert seit:
    09.2006
    Beiträge:
    474
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Südwestdeutschland
    Kekse:
    1.089
    Im Fiddleforum gab es dazu mal einen interessanten Thread. Ein Geigenbauer hat erfolgreich ein ähnliches Projekt durchgeführt.

    Resümee Frei übersetzt: Nach zwei ganzen Monaten bei voller Lautstärke, habe ich die Geige entfernt und mein Lehrer hat sie bei seinem regelmäßig stattfindenden Cascade Baking Company Trio samstags gespielt. Er erzählte meiner Frau und mir zweimal daß er glaubt, daß sie stärker [im Klang] ist, als seine italienische 1760 Violine, die er regelmäßig spielt (und er hat bis dahin behauptet, daß diese Geige die stärkste war, die er je gespielt hat). Die Projektion [wie gut die Geige im Raum trägt] und der Ton waren ebenfalls überragend!
  5. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service

    Registriert seit:
    11.2009
    Beiträge:
    2.565
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Metal-Franken
    Kekse:
    12.617
    Lustig :D

    Aber im Endeffekt ist das auch nur ein Vibrator.

    Ich halt das durchaus für ein probates Mittel, um das Holz auf die Schwingungen
    einzustellen. Hier haben wir auch eine mechanische Kopplung!
    Reine Beschallung macht vermutlich nur ein Bruchteil von dem hier.


    cheers, fiddle
  6. Floyd Pepper

    Floyd Pepper Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    05.2011
    Beiträge:
    332
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    2.464
    Weder Tone Rite noch akustische Beschallung können auch nur ansatzweise die Energie aufbringen, die bei einer seriösen Vibrationsentdämpfung (VED) bzw. "Klangoptimierung" auf das Instrument übertragen wird.
  7. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service

    Registriert seit:
    11.2009
    Beiträge:
    2.565
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Metal-Franken
    Kekse:
    12.617
    Es wäre besser, wenn du auch erklärst, was du meinst mit VED, denn wir sind hier nur
    alles unwissende Streicher und wir besitzen meistens auch nur Streichinstrumente.

    Für mich ist diese ganze Maschinen-Beschwingung eh alles Quatsch.
    Ich habe auch keinen elektrischen Milch-Quirl und ich brauche auch keine
    Waschmaschine mit Internet-Anschluß.


    cheers, fiddle
  8. Bassstreichler

    Bassstreichler Helpful & Friendly User

    Registriert seit:
    07.2011
    Beiträge:
    1.307
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Karlsruhe
    Kekse:
    5.643
    Hi fiddle!

    VDE wirkt! Baßguru Heiner Windelband hat mal über seinen (!) vibrationsentdämpften Baß sinngemäß gesagt: Die Problemtöne waren weg - und alles andere hat auch nicht mehr richtig geklungen...

    @ Floyd Pepper: Gibt's wissenschaftliche Belege für Deine dahingeworfene Behauptung? Soweit ich weiß, arbeiten "seriöse VDE" und Tonerite doch nach dem selben Prinzip, Tonerite ist ein Hersteller von Vibratoren zur VDE.

    Grüße

    Thomas

    P.S. Milch-Quirl ist aber nicht schlecht für Streicher, manche benützen sowas als Bogenersatz, sehr effektvoll.
    Zuletzt bearbeitet: 24.03.2012
    1 Person gefällt das.
  9. Floyd Pepper

    Floyd Pepper Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    05.2011
    Beiträge:
    332
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    2.464
    Hallo, da ich mich seit einiger Zeit selber ernsthaft mit VED befasse, erlaube ich mir, solch eine Behauptung auch mal "dahinzuwerfen". :) Darüber hinaus gibt's ja auch 'n (abgelaufenes) Patent und Beschreibungen dieses Verfahrens. Und: ein Tone Rite kann diese Menge an Energie objektiv nicht übertragen, da es nicht fest mit dem Instrument verbunden ist. Würde das Tone Rite solche Energie freisetzen, würde es - unbefestigt wie es ist - in nullkommanix vom Instrument hopsen.

    @fiddle: VED (offizielle Abkürzung für Vibrationsentdämpfung) kam ursprünglich bei Cello und Kontrabaß zur Anwendung und ist dort auch deutlich verbreiteter als bei Brettgitarren. Sie ist aber grundsätzlich auf jedes Instrument anwendbar.


    Beste Grüße...
    Zuletzt bearbeitet: 27.03.2012
  10. Bassstreichler

    Bassstreichler Helpful & Friendly User

    Registriert seit:
    07.2011
    Beiträge:
    1.307
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Karlsruhe
    Kekse:
    5.643
    Hi Floyd Pepper!

    Ich danke für Deine Information, v.a. daß Tone Rite nicht mit VDE gleichzusetzen ist. Trotzdem sehe ich für meinen guten Baß keine Veranlassung ihn dieser Vibrationskur auszusetzen.

    Grüße

    Thomas
  11. maffyn

    maffyn Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    02.2012
    Beiträge:
    222
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    177
    VDE wirkt. Ob mans braucht, ist etwas anderes. Mein Ansatz ist: wenn ich das Instrument sehr obertönig errege (nahe am Steg, viel Druck, obertonreiche Saiten), dann spielt sich die Geige auch relativ schnell darauf ein. Ich übe nicht jeden Tag- wenn die Geige länger liegt, dann spiele ich so wie beschrieben und die Geige "kommt" wieder.;-) Holz lebt halt.

    Das Konzpet VDE istr aber mit Sicherheit beachtlich und wenns jemand mal richtig gut umsetzen würde, könnte man sicher seine Instrumente immer auf dem Optimum halten.

Diese Seite empfehlen