Erste Schritte auf dem Cello

Dieses Thema im Forum "Instrumente und Zubehör" wurde erstellt von DerBjörn, 11.07.11.

  1. DerBjörn

    DerBjörn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.11   #1
    Hey Ho Leute!


    Hab nu n Mietcello für Linkshänder bei mir stehen. Hatte auch schon 2 halbe Stunden Unterricht
    und bin total ausm Häußchen mit meinem schönen und nagelneuen (2011) Instrument.
    Warte jetzt noch auf mein Kolophon von Pirastro. Hoffe das taugt mehr als das komische Alibi-Kolophon das dabei war :)
    Das nudelt sich in ca 15min vom Bogen. Ich schätze das sollte anders sein.

    Ich übe immer mit einem Stimmgerät nebendran. Wie viel Cent sollte man daneben liegen um vernünftig zu spielen?
    Wie gehe ich sorgsam mit meinem Cello um was die Hygiene betrifft? Ich hab jetz immer mit einem trockenen Microfaser-Tuch (WACOM)
    Cellokorpus, Saiten und Griffbrett abgeputzt.

    Wenn ich Saiten zupfe, kann ich dann anschließend wieder mit dem Bogen darüber streichen wegen des Fetts das ich eventuell auf die Saiten schmier?

    Das wars glaub ich erst mal
    Gruss
    Björn
     
  2. cello und bass

    cello und bass Mod Streicher/HipHop

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    Erstellt: 11.07.11   #2
    Hi Björn,

    viel Spaß & Erfolg mit dem neuen Cello!!!


    15 min ist echt wenig, ich würde erst mal den Bogen (auch halb entspannt) ordentlich einreiben (besser damit noch auf das neue Kolo warten), dann sollte es länger halten.

    Ich weiger mich da hartnäckig, iregend eine Centzahl anzugeben! Es hängt davon ab, wie es kling. Streichinstrumente sind halt nicht wohltemperiert, sondern können "richtig" spielen ;) :). Du musst hören und nicht Simmgerät-lesen lernen!

    Hygiene ist m.E. vernachlässigbar - aber mit einem Staubtuch das Griffbrett abputzen, ein anders für die Kolo-Reste zu nutzen reicht aus.

    Da mach dir mal keine Sorge! Das Baumharz ist sehr klebrig und hartneckig!

    Grüße & Viel Erfolg wünscht

    C&B
     
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  3. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service

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    Erstellt: 12.07.11   #3
    Hi Björn,

    zum Einkolofonieren gibts auch verschiedene Punkte:

    - das Pirastro-Harz wird nicht wesentlich besser/länger haften, als dein jetziges
    -wenn die Haare ganz neu sind, dauert das ne Weile, bis Kolofonium gut haftet.
    Damit dies schneller geht, nehmen Geigenbauer oft mal ein flüssiges. Als Laie sollte
    man davon besser die Finger lassen. Normales K. reicht vollkommen.
    -wenn die Haare alt und abgespielt sind, dann haftet Kolofonium zunehmend schlechter.

    Beginner nehmen am Anfang oft zu viel Kolofonium, daß es nur so staubt :D
    Das gibt sich mit der Zeit. Mit einer guten Bogenführung braucht man garnicht so viel.

    Cello reinigen:
    Ab und zu kann man mal den Staub runterwischen, sonst braucht man nix machen.

    Beim Zupfen, nie auf der Kontaktstelle zupfen, sondern oberhalb, wo kein Kolofonium
    mehr an der Saite klebt. Wenn du das Handfett von der Saite auf die Haare bringst,
    ist das nicht so toll. Also einfach n bischen darauf achten.

    Kolofonium und Klang:
    Da wird oft auch etwas viel Hokuspokus reininterpretiert.
    So gewaltig sind die Unterschiede jetzt auch wieder nicht.
    Bei den teuren Harzen sind mehr ätherische Öle drin, was das Harz klebriger macht.
    -> mehr Klang, lauter.
    Diese verdunsten im Laufe der Zeit und dann verliert das Harz an Haftung.
    Irgendwann ist es genauso trocken wie ein billiges Harz.

    Ach so, bei den teueren Ks. reichen wenige male drüber-Streichen, da es ja auch weicher
    ist und somit gleich mehr auf die Haare geht. Bei den trockenen muß man manchmal
    n bischen "arbeiten" :D bis was hängen bleibt.

    viel Spaß beim Spielen!

    cheers, fiddle


    p.s. vor kurzem hab ich mein Kolofonium im Auto gelassen, welches in der Sonne stand.
    Jetzt hab ich einen unförmigen Knödel :D
     
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  4. DerBjörn

    DerBjörn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.11   #4
    HAHA eigentlich bekommt man immer von euch zwei ne Antwort ;)
    Aber dafür umso kompetenter vielen Dank.

    Ja eben Stauben tut da noch überhaupt nix. Die Kanten vom Kolo sind jetz etwas Flacher aber stauben tut das Zeug nicht -.-
    Keine Ahnung wo das hin geht. Ich hab das Gefühl zumindest nicht auf den Bogen.

    Mein CelloLehrer meinte, man brauche nicht so arg viel Kraft um den Bogen auf die Saiten zu drücken....
    Ohne Kraft sprechen die Saiten aber null an. S is echt n Trauerspiel.

    Was das Stimmgerät angeht: Ich spiele ja schon Gitarre und finde die Töne auf dem Cello auf ca. 20Cent plus minus eigentlich immer.
    Da ich aber neu bin im Cellospielen wollt ich halt lieber auf nummer-sicher gehen. Ich trau mich noch nicht wirklich, mich auf mein Gehör zu verlassen.

    PS: Mach ma n Bild von deinem Koloklumpen ;P
     
  5. DerBjörn

    DerBjörn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.12.11   #5
    Uff mein letzter Post is 5 Monate alt und ich hab kaum Cello gespielt -.-
    hab mir ne Sehnenscheidenentzündung (durchs Gitarre spielen) zu gelegt und die ist jetz langsam aber sicher wieder weg. :D
    Unglaublich wie widerspenstig dieser Mist ist. Hatte die Woche wieder mal endlich Cello Unterricht.

    Ich hab ne Frage: Wenn ich n Gegriffenen Ton streiche dann klingt das oft unheimlich schräg auch wenn ich laut Stimmgerät (tut mir leid ich benutz es immer noch :p)
    eigentlich treffen müsste. Gibts noch mehr was ich beachten muss? Im Cellounterricht übe ich im Moment überwiegend Bogentechnik. Is natürlich
    wegen meiner ledierten Hand ganz sinnvoll. Trotzdem ärgert s mich wenn ich mal was greifen will und es kreischt so unterschwellig mit. -.-
    Wenn ich was spiel dann "Lean on me" auf der C-Saite ^^
    Auf der Saite klingt das gegriffene noch recht gut.
    Gruss Björn
    PS: Ihr habt mich wieder an der Backe ;)
     
  6. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service

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    Erstellt: 10.12.11   #6
    Hi,

    Definier doch mal "schräg", oder diesen Ton, der dir so mißfällt.
    Ein Ton auf nem Streichinstrument hat ja verschiedene Attribute.

    Damit ein Ton schön klingt, muß man:
    a) den Finger sauber setzen und die Position beibehalten
    (Tonhöhe konstant, oder eiert auf und ab?)
    b) zur Kontaktstelle den richtigen Bogendruck und Geschwindigkeit streichen
    c) den Bogendruck konstant halten (Unterschied Frosch, Spitze)
    d) gerade streichen (nicht Säbeln)
    e) darauf achten, wie stark man "aufkantet" (Winkel Frosch-Saite)
    f) kann man durch ein weiches Vibrato dem Ton mehr Farbe geben
    g) Ansatz: Der Einschwingvorgang ist genauso ein wichtiger Bestandteil des Tons
    h) Bogenwechsel: hier wirst du auch noch viel Zeit mit der Fingertechnik der Bogenhand verbringen ;)

    Es ist halt nicht so einfach wie bei einer Gitarre, wo man einfach den Finger an den Bund setzt und
    die Saite anzuft. Bei den Streichinstrumenten muß der Klang richtig geformt werden.
    Das dauert ne Weile, bis man da etwas schönes rausbekommt.

    soundsamples wären eventuell aufschlußreich.


    cheers, fiddle

    p.s. und dann gibt es Tage, an denen alles ganz grausam klingt. Oh ja, die gibts! :D
    Da kann man das tollste Instrument haben, aber es ist zum aus-der-Haut-fahren fürchterlich..
     
  7. Stipo

    Stipo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.12.11   #7
    Das Kolophonium einfach mit Sandpapier/Schmiergelpapier aufrauen bis es staubt und dann kannste deinen Bogen verstauben^^
     
  8. DerBjörn

    DerBjörn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.11   #8
    e) darauf achten, wie stark man "aufkantet" (Winkel Frosch-Saite)

    meinst du damit, ob alle Haare die Saite berühren oder nur ein teil?
    Was ist besser?

    Wenn ich was finde, mit dem ich recorden kann dann nehme ich auch mal was auf....
    Ja das es was aneres als an der Gitarre ist hab ich schon lang gemerkt ;)
    merci für die Antworten.

    @ aufrauen ich habs mal mit nem Messer versucht.... ging auch war aber ne Sauerei^^
     
  9. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service

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    Erstellt: 13.12.11   #9
    Hi, da gibts kein besser, oder schlechter.
    Grob könnte man sagen: für leises Spiel kantet man mehr auf -> weniger Haare
    und für Fortissimo nimmt man das volle Brett. :D

    Das Kanten ist ab nem gewissen Druck eh fast egal, da dann die Haare alle auf die Saite
    herunter kommen. Für einen definierten, saftigen Solisten-Ton spielt das Kanten bei den
    Strichwechseln eher eine Rolle -> man bekommt einen "Knack"-freien Übergang hin.

    Vielleicht könnte das jemand hier nochmal anders umschreiben. Mir fällt gerade keine
    bessere Beschreibung ein.


    cheers, fiddle
     

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