Für zuhause: Line 6 Helix o. Stomp -> Einstellen authentischer Rock-Sounds schwierig (Tipps?)

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slaYer977
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Moin,

sorry für den langen Post...

Ich spiele nur zu Hause für mich aus Spaß zum Üben etc. zu bekannten Metal- Rockbands...
Hab keine Band, keine Liveauftritte. Also absolutes Randhobby...

Mein Setup:
Interface Scarlett 3rd Gen Solo, DAW: Cakewalk, BIAS FX2 VST, Adam Studiomonitore, Jackson RR1 Gitarre

Mit dem Sound von Bias FX2 bin ich prinzipiell zufrieden.
Man bekommt Sounds hin, die "close enough" zum Original sind.

Allerdings läuft es nicht immer flüssig. Dual AMP Presets zwingen den Sound in die Knie. Auch auf aktuellen Business Notebooks.
Auch das Umschalten im Song von Clean auf Overdrive, Lead etc. ist für mich aktuell nicht machbar.
Somit kann ich zu einigen Songs nicht richtig mitspielen...

Meine Lösungsidee war ein Line 6 HX Stomp.
Dadurch Auslagerung der Signalverarbeitung auf ein dediziertes Gerät und 3 Fussschalter für Presets/Snaphots.

Nun hab ich 14 Tage Helix Native getestet. Läuft flüssig. Selbst auf nem alten Surface Go.
Die GUI finde ich spitze. Ist definitiv für professionelles Arbeiten ausgelegt.
Aber einen guten authentischen Sound zu erhalten ist eine Gradwanderung.

Nach stundenlangen YouTube-schauen und Rumtesten... Low/High Cut, AMP & CAB Kombinationen, Mics Positionen, EQ etc...
habe ich so meine Zweifel ob ich mir mit einem HX Stomp einen Gefallen tun würde.
Ich habe immer das Gefühl, dass der Sound irgendwie künstlich und Fuzzy kling.
Und man ist permanent damit beschäftig zu tricksen, damit es nicht ganz so schrecklich klingt.

ToneX klingt meiner Meinung nach out of the Box authentisch. Da hatte ich einen Aha-WOW-Effekt. Auch gutes Spielgefühl.
Hatte daher auch an das ToneX Pedal gedacht.
Aber es fehlen Effekte (z.B. Delay) und ich weiß nicht, wie flexibel ich mit den mitgelieferten Captures bin.
Ob man mit den onboard Captures immer "close enough" sein kann?

Nun meine Frage an Euch:
Kann man mit dem HX Stomp / Helix Spaß haben und authentische präsente Rock Sounds ohne künstliche Artefakte, Fuzzing etc. bekommen?
Gibt es ein Trick bei der Erstellung der Presets, den ich evtl. noch übersehen habe?

Gruß
slaYer977
 
Also ich habe den PodGo als kleinere Variante des Helix, nutze das auch nur zuhause im Homestudio und bin echt zufrieden damit. Soundmäßig bin ich bei Rock und Metal unterwegs. Gerade mit unterschiedlichen IRs kann man da viel rausholen. Also: Spaß haben, defintiv ja! (y)
 
Also ich finde definitiv kann man das.

Hast du mal nen Tube Screamer vor den Amp geschaltet, das Update auf die neuen IRs gemacht oder mal eigene IRs drauf geladen?

Am Bias rumzudrehen genauso wie die Hum und Ripple-Einstellung komplett runter zu drehen, wäre auch ne kluge Sache.
 
Allerdings läuft es nicht immer flüssig. Dual AMP Presets zwingen den Sound in die Knie. Auch auf aktuellen Business Notebooks.
Auch das Umschalten im Song von Clean auf Overdrive, Lead etc. ist für mich aktuell nicht machbar.
Somit kann ich zu einigen Songs nicht richtig mitspielen...
Ich kenne das Bias FX nicht wirklich, aber die Presets lass sich sicher per midi steuern. Dazu müsstest du dir ein Midi-Board, wie z.B. das Behringer FCB1010, zulegen.

Ich habe selbst das Helix Stomp. Nutze in erster Linie die Effekte (Delay, Chorus, Phaser etc.). Aber auch die Amp-Sims sind out of the Box schon echt gut. Die lassen sich auch noch aufwerten in dem man bessere Boxen-Simulationen (Impuls Responses) lädt. Aber ja es gibt natürlich auch Plugins für den PC die besser klingen. Ich nutzte z.B. gerne den Soldano von Neural DSP. Von neural DSP gibts den Quad Qortex. Evtl. macht es Sinn für dich den mal anzutesten. Aber Grundsätzlich kann ich deine Kritik am Helix nicht nachvollziehen.
 
Muss man zum reinen Mitspielen zuhause aus Spaß an der Freude wirklich bei jedem einzelnen Sound immer so „close“ am Original sein?!

Gruß,
glombi
 
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Gute Frage :great:
Mir persönlich (als nicht gerade anspruchslosen Hörer) geht das ganze IR Theater komplett hinten dran vorbei.
Könnte man auch als Jagd nach einem Phantom beschreiben. :evil:
Umso mehr als zunehmend produzierte Sounds als Vorlage dienen.
(da spielt dann jemand 1 Gitarre zu Hause und wundert sich, dass ein 8 (und mehr) Multitrack des Studio Instruments so ganz anders klingt...)
 
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Ich würde mich da vielleicht nochmal durch die Einstellungen kämpfen.
Das HX-Stomp kann was. Da gehen viele mit auf die Bühne. Es wird eher nicht am Gerät selbst liegen, wenn man damit keine ordentlichen Sounds realisiert bekommt.

Ansonsten +1 für Telefunky ;-)
 
Mir persönlich (als nicht gerade anspruchslosen Hörer) geht das ganze IR Theater komplett hinten dran vorbei.
Jain, ich brauche nicht zig IR für jeden Sound. Aber mir ist beim Ampero Stomp II schon aufgefallen, dass eine passende IR wesentlich besser klingt, als die Standard Speaker-Sim.
 
Aber mir ist beim Ampero Stomp II schon aufgefallen, dass eine passende IR wesentlich besser klingt, als die Standard Speaker-Sim.
Das würde ich nicht bestreiten... aber: ist der Grund dann wirklich in der IR zu suchen oder könnte es schlicht an einer (vereinfacht) sub-optimalen Signalverarbeitung liegen ?
Mit IRs kann man im Prinzip alles und jedes modifizieren, kaschieren, was auch immer.
(der Anwendungsbereich ist quasi unendlich und keineswegs an die Physik eines realen Speakers gebunden oder darauf beschränkt)
Das soll lediglich ein Denkanstoss sein, keine These oder Dogma.
Aufgefallen ist es mir bei Systemen, die schlicht keine IR verwenden und dennoch ein (imh ears) „überzeugendes“ Signal liefern.
 
Hi Slayer,

eins vorab:
Bias FX 2 (die Remasterd Amps) gehören aktuell wohl zu dem Besten was es gibt.
Zusätzlich kommt dazu, dass die Amps klasse klingen ohne auch nur einen Regler zu bedienen.
Ich mache, trotz den Kemper zu Hause, viele Demoaufnahmen inzwischen mit Bias FX2.

Fragen:
DAW: Cakewalk, BIAS FX2 VST
Allerdings läuft es nicht immer flüssig. Dual AMP Presets zwingen den Sound in die Knie. Auch auf aktuellen Business Notebooks.
Auch das Umschalten im Song von Clean auf Overdrive, Lead etc. ist für mich aktuell nicht machbar.
Somit kann ich zu einigen Songs nicht richtig mitspielen...
Hast Du die Probleme wenn Du Bias FX als Standalone startest?
Wenn ich mehrere Spuren in Cubase mit Bias FX2 starte und auch ALLE aktiv lasse (sprich Bias wird ja dann auch demenstprechend oft geöffnet) - habe ich das Problem auch, da hilft einfach das schliessen von Bias innerhalb der DAW und NUR die komplett offen zu haben, welche aktuell eingespielt wird. Die anderen Aufnahmen hörst Du ja trotzdem.

Wenn es auch bei Standalone ist, dann geh mal in die Audiosettings:

Sample Rate 44100 und setze die Audio Buffer mal auf 4 sec und weniger, eventuell ist dann schon das Problem gelöst.

Gruß Oliver

P.S. Was Helix Software angeht - Da klingt out of the Box für mich alles : A) weder realistisch b) noch ist Anschlagdynamik gegeben c) noch klingt es gut - Hier muss man verdammt viel herumschrauben, bis es gut klingt
- Für mich als Gitarrist, der lieber spielt als schraubt, war aus dem Grunde der Helix ein Fehlkauf.
 
Moin,

Vielen Dank für Eure Antworten. Finde Euren Input wirklch sehr wertvoll.

Ich hab noch 2-3 Tage die Helix Trial und werde es noch ein wenig damit probieren.
Wie gesagt, die Bedienung der Helix Software finde ich toll Aber es nützt alles nichts, wenn ich damit keinen natürlichen Sound hinbekomme. Mir geht es nicht darum einen Tone 1:1 zu kopieren, so dass man den Unterschied nicht mehr hört. Aktuell klingt halt alles künstlich.
Und dafür dann 600€ (HX Stomp) ausgeben finde ich nicht richtig.

Für Bias FX2 Pro hab ich mal 120€ bezahlt.
Gut, es ist keine dedizierte Hardware. Aber der Klang ist nicht das Problem.
Daher werde ich sehr wahrscheinlich die Tips von Euch bzgl. BIAS umsetzen.
Stabilität von BIAS etwas troubleshooten und die MIDI Steuerung angehen.
Kann ja erst mal aus der DAW Midi Befehle an BIAS schicken. Wenn das läuft, kann ich mir ja den Behringer FCB holen.

Vielleicht führt LIne 6 in Helix auch irgendwann das Profiling/Capturing als alternativen Block zur AMP Simulation ein. Ähnlich wie mit den simulierten CABs, wo man alternativ IRs laden kann.
Dann würde ich Line 6 erneut ins Visier nehmen.

--
Gruß
-slaYer977-
 
Vielleicht führt LIne 6 in Helix auch irgendwann das Profiling/Capturing als alternativen Block zur AMP Simulation ein.
Ich bin mir bei der Aussage zu 100% sicher, dass Du auch damit nicht zufrieden sein wirst.

Ich weiß, die Werbeversprechen lauten immer "schlüsselfertiger Sound". Vergiss das. Der ist passend für den, der das Preset/Patch/Profile erstellt hat. Du bekommst aus keiner Softwarelösung einen 100% überzeugenden Sound heraus, wenn Du nicht auch aus einem Verstärker einen herausbekommst. Ein Modeler/Profiler/Whatnot ist am Ende immer genauso gut/schlcht, wie derjenige, der an den Knöpfen herumdreht. Und die Wirkungsweise/Interdependenzen sind im wesentlichen vergleichbar mit einem Verstärker. Das "Killer-Preset/Patch/Profile/Capture/Whatnot" gibt es nicht. Du erzielst immer dann sehr gute Ergebnisse, wenn Du verstehst, wie die Knöpfe funktionieren, was sie bewirken und vor allem - was nicht.

Es gibt genügend Shootouts zwischen den unterschiedlichen Technologien, um das nachvollziehen zu können. "Capturing" oder "Profiling" werden Dir daher wenig weiterhelfen. Es wird keine Silver Bullet geben.
 
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... mit BIAS FX 2 Remasterd, hast Du aber WIRKLICH schlüsselfertige Sounds .... Egal was ich für Amps nutze, klingt einfach klasse.

Du beginnst ein Empty Slot, ziehst den Amp rein, der holt sich automatische die zugehörige Box , du spielst an, es klingt klasse.

Habe wirklich noch nie, weder mit Modeler noch Software, so schnell, so klasse Ergebnisse gehabt. Da brauchts auch keine anderer IR.

Die erste SOFTWARE, neben Neural DSP, die mich wirklich überzeugt hat. Und Amp Sims testen ist ein Hobby von mir ;)

In Deutschland ist Bias FX 2 nicht bekannt, leider ;)
 
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In Deutschland ist Bias FX 2 nicht bekannt, leider
Es ist glaube ich schon sehr bekannt, Bias FX war zu Beginn wahrscheinlich eine der bekannten VST Plugins. Aber in den letzten Jahren kam ja alle zwei Wochen irgend ein Neural DSP Signature Packet heraus und in der Flut ist Bias sicher etwas untergegangen, da sie ihr Werbebudget wohl eher in den Spark gesteckt haben. Worauf ich auch eigentlich hinaus wollte...wenn man mit Bias FX zufrieden ist, wieso nicht einen Positive Grid Spark zum üben holen, statt mit einem anderen Modeler wieder alles neu machen zu müssen.
 
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Ich nutze einen HELIX Rack und hatte vorher schon diverse Versuche mit dem HELIX Floor hinter mir. Als alter Amp Player und jemand, der sich definitiv gut bis sehr gut mit dem HELIX auskennt und auch selber mixt (EQ, Compressor usw. sind für mich Standardwerkzeuge), ist es mir NIE gelungen einen wirklich zufriedenstellenden Ton zu erreichen, der über CLEAN hinaus geht...

Am Ende ist mein Konzept, weil im Studio und als Racksystem, dass ich den HELIX als Effekt-,Schalt- und Routingzentrale für meine Gitarren benutze.

Ein großes Manko ist für mich, dass der HELIX keinen expliziten Power Amp bietet, Preamps ja und auch komplette Amps...

Wie erwähnt, der HELIX ist die Zentrale, dort schleife ich ein Synergy 2-Modul ein, dass die von mir gewünschten Preamps beinhaltet. Die Umschaltung in den Presets, von Modul zu Modul, erfolgt mittels MIDI. Als "Power Amp" nutze ich den RADAR von MOOER, der auch eingeschleift wird. Die Cabs sind gut, aber auch die aktuell verfügbaren des HELIX sind durchaus nutzbar.

Im Endeffekt ist die Klangerzeugung meiner Sounds also ausgelagert und ich befeuere noch einen getrennten Pfad ohne Power Amp Simulation und Cab. Daran hängt ein Rack Power Amp von Marshall und daran ein BlueGuitar Cab, damit ich auch ohne Rechner spielen kann.

Das ist insgesamt natürlich ein teuerer Spass, etwas aufwändig und nicht wirklich mobil (das ginge auch), aber es klingt für mich "richtig" und auch das Recording ist damit flexibel abgesichert.

Viele Grüße
Ray
 
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Ja und immer mein Einwurf...weniger Gain verwenden, statt dessen lauter einstellen und beim Abhören mit Kopfhörern etwas Kompressor benutzen. Low Cut bei 100Hz und Highcut bei 6...8kHz. Dann wird das auch mit einem Modeller etwas....
 
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