Gesammelte Tipps: Lampenfieber

  • Ersteller ulrichstadter
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Wobei auch Lampenfieber VOR dem Auftritt mit einem Problem der auf sich selbst gerichteten Aufmerksamkeit (=Selbstaufmerksamkeit) erklärbar ist.

Sinnvollerweise müsste man mehrere Facetten des Lampenfiebers unterscheiden, für die es dann jeweils Problemlinderungen gibt:

Für die kognitive Aspekte des Lampenfiebers (=unangenehme, negative Gedanken)
- perfekte Beherrschung des Parts im Vorfeld -> weniger Grund zum Sorgen
- absichtliche Ablenkung/Beschäftigung mit anderen relevanten Dingen vor dem Auftritt -> weniger Gelegenheit, dass die Gedanken um einen selbst kreisen.

Für die emotionalen Aspekte des Lampenfiebers' (=ein schlechtes, unangenehmes Gefühl haben)
- Auftrittsroutine erwerben -> es wird gelernt, dass negative Befürchtungen nicht eintreten, Sorgen also nicht nötig ist
- Zuspruch von Band, Freunden, Familie, Fans holen -> reduziert negative Gefühlszustände

Für die verhaltens- bzw. physiologischens Aspekte des Lampenfiebers (körperlich aufgeregt sein, zittern, schwitzen, o. ä.)
- Diesen Ratschlag werde ich hier ganz sicher nicht stehen lassen!
- sich einige Std. vorher körperlich schwer betätigen (z. B. Kreuzheben) -> reduziert physiologische Erregung.

Diese Einteilung ist natürlich mehr analytischer Natur und es können real auch Mischformen vorkommen, aber vielleicht hilft es ja dem einem oder anderen bei der Eigendiagnose, in welchem speziellen Bereich man selbst die größten Probleme hat.
 
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Das mag alles irgendwie stimmen. Und natürlich: je besser man seinen Part kann, umso weniger muss man sich sorgen, ihn zu versemmeln. Die restlichen Deiner Tipps sind ebenfalls richtig, allerdings auch nicht neu und wurden hier schon häufiger genannt - wenn auch nicht so wissenschaftlich formuliert. Ablenkung jeglicher Art, unterschiedliche Mittelchen - darum geht es hier im Grunde den ganzen Thread lang

Allerdings fehlt bsilang ein für viele - besonders extrovertierte Künstler - sehr wichtiger, wenn nicht der wichtigste Punkt.

"Werden mich die Leute mögen?" oder gar "werden mich die Leute lieben?".

Ich kann ein Programm bis zum geht nicht mehr üben, mir allerlei Zeugs in den Körper kippen, jeden Tag das gleiche Programm wieder und wieder durchziehen: Diese letzte, essentielle Frage kann erst in dem Moment gelöst werden, wenn ich die Bühne betreten habe. Und dieser Aspekt ist - zumindest für Leute, die sich nicht nur über die rein technische oder musikalische Seite definieren, sondern eben auch über die persönliche - über die obligatorischen Mittel nicht zu lösen.

Zwar ist auch das mit der "Selbstaufmerksamkeit" erklärbar, aber die Lösungsansätze sind sehr allgemein.

Das heisst: Dein Beitrag zeichnet zwar die (bekannten) Grundsymptome und auch globale Lösungsansätze auf - dieser Thread geht aber eigentlich die Stufe tiefer: nämlich: wie und womit genau erreicht das ein jeder individuell.

...

EDIT:
Zum Persönlichkeitsprofil vieler Künstler - und Sänger veilleicht sogar etwas extremer - gehört ein Hang zu Selbstzweifeln. Der bleibt oft sogar, wenn ihm Millionen zujubeln. Diesem Aspekt ist leider auch nicht mit alltäglichen Mitteln beizukommen. Man muss ihn jedesmal von neuem versuchen zu bewältigen.
 
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also ich für meinen teil bin immer sehr aufgeregt was aber garnich schlimm is da ich gelernt habe diese nervosität in energie umzuwandeln
hab mir angewöhnt ein stück an den anfang zu legen das gleich ma die marschrichtung vorgibt(vorwärts) um gleich ma richtig auf die kacke zu hauen.wenn der erste gut läuft is es doch schon nich mehr so wild.
Die Leute überrennen funktioniert gut solange die ganze band mit macht und nich schleift weil der drummer schlecht drauf is oder noch schlimmer der techniker mist baut. da wären wir bei einem punkt der mir auch sehr hilft. Ich habe uns ein paar top techniker organisiert was den vorteil hat das man ruhig mit vertrauten personen checken kann.das bringt allen ruhe. ansonsten halt auch die klassiker warm singen,ablenken(kickern is da top).alk funktioniert nich da ich weder durst noch hunger direkt vor nem auftritt hab. ja man sollte sich nur nich belasten mit der situation und auf eine bühne steigen wenn man soweit ist (und auch die band sollte fit sein). ich habe die erfahrung gemacht wer einmal auf der bühne steht will nich mehr runter. es gibt halt nix besseres
 
Interessante Thread, bin eigentlich als Songtexter unterwegs, habe aber ein paar Auftritte hinter mir wo ich miene eigene Lieder nur mit Guitarre begleitung performe.
Miene erfahrung ist, je grösse der Publikum desto gerinnge meine Hemmungen.
Mein grösste event bis jetzt war letztes jahr "Internationale tag der Menschenrechte" in Düsseldorf, allein mit meine Guitarre auf die Buhne vor 2500 menschen, das lief wie geschmiert und ich habe keine Probleme gehabt.
Letztens war ich in England, meine Eltern besuchen und wollte meine Mutter mein neusten Werke vorsingen.- bin bei nahe gestorben vor angst.
Ich denke das übung in Performen das einfacher macht, aber die (Positive) Aufregung vor ein Gig und das gefühl, da will ich nicht drauf verzichten...
und Fehler????? die passieren wenn man sein Lied nicht 100% drauf hat und nicht weil man Lampenfieber hat
 
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