"Indie-Akkorde"

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rockin_NH
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Hallo zusammen,
ich bin zur Zeit auf einem Indie-Trip und hör die ganze Zeit Arctic Monkeys, The Pigeon Detectives, The Wombats, etc.
Bei vielen Songs ist mir aufgefallen, dass die Gitarristen Akkorde in hohen Lagen verwenden, man nehme zum Beispiel die Bridge von "This Is An Emergency" von "The Pigeon Detectives": http://www.youtube.com/watch?v=eLqncZfYkv4 (ab 0:43),
oder den Refrain in "Heavy Cross" von "Gossip": http://www.youtube.com/watch?v=c1O-r1q2cwI (ab 0:48)
Da ich auch selbst gerne mal ein bisschen rumkomponiere und ich offen für Neues bin, würde mich einfach mal interessieren, was das für Akkorde sind, um sie vielleicht einmal in einen Song einzubauen.
Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine und ich wäre euch sehr dankbar, wenn mir vielleicht jemand eine Grifftabelle oder Ähnliches schicken würde :)
Liebe Grüße und Danke schon mal im Voraus,
Nico
 
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Also Grifftabellen gibts genug im Internet. Einfach mal Googeln. Aber ich denke nicht, dass dir Grifftabellen groß helfen können. Darum nun ein kurzer und hoffentlich anschaulicher Theorie Teil:
Ich gehe mal davon aus, dass du Akkorde in den unteren Lagen des Griffbretts kennst. Also offene Akkorde wie Em, C, usw. Dann gibt es da noch die Barré Griffe. Falls du nicht weißt, was das ist, dann solltest du dir mal die SuFu schnappen. Denn diese Barré Griffe sind sozusagen die Grundgriffe für das, was du wissen willst. Denn: Man kann sie auf dem Griffbrett hin und her schieben. Ein C Dur Akkord drei Bünde höher ist ein Es Dur Akkord usw. Ab dem 12. Bund gehen die Töne des Griffbretts "wieder von vorne los", jedoch eine Oktave höher. Spielst du jetzt einen G Dur Akkord auf dem 3. Bund (Grundton), dann kannst du den Akkord 12 Bünde höher mit dem selben Griffmuster spielen. Allerdings erklingt er jetzt eine Oktave höher. Da die Bünde in den hohen Lagen jedoch immer weniger Abstand zu einander haben, ist es einfacher, wenn du die tiefen Saiten weglässt und z.B. nur die vier hohen Saiten greifst und anschlägst. Und das ist schon der ganze Trick. Wie viele Saiten du greifst, spielst oder wie auch immer benutzt bleibt dir überlassen. Evtl suchst du mal nach Tabs fr diese Lieder und ziehst dir die Akkorde dafür rein. Zu fiden unter www.911tabs.com
Schönen Gruß
Locki
 
ok, danke schon mal :) .
Aber ich hab da mal ne doofe Frage:
Angenommen, ich spiele jetzt von einem G-Dur-Barrė-Akkord auf dem 15. Bund nur die G-, H-, und hohe e-Saite an, ist das dann trotzdem noch ein G-Dur Akkord?
 
ok, danke schon mal :) .
Aber ich hab da mal ne doofe Frage:
Angenommen, ich spiele jetzt von einem G-Dur-Barrė-Akkord auf dem 15. Bund nur die G-, H-, und hohe e-Saite an, ist das dann trotzdem noch ein G-Dur Akkord?

Grundsätzlich ja... (etwas fortgeschrittener müsste man schauen, wie der musikalische Kontext ist)

Ein C-Dur-Akkord (C-E-G; gilt auch wenn Töne mehrfach gegriffen werden) ist auch dann ein C-Dur, wenn der Grundton nicht der tiefste Ton im Akkord ist (Stichwort Akkordumkehrung). Ein C-Dur-Akkord (C-E-G-B) (B hier = dt. H) ist auch dann ein C-Dur-Akkord, wenn man den Grundton weglässt, solange eben der musikalische Kontext noch C-Dur ist... (mal ganz grob und kurzgefasst - du müsstest dich mit den Grundlagen der Harmonielehre auseinandersetzen, um da mehr zu lernen)
 
Die Töne sind H,D und G. Das ist einfach nur ein G Dur Akkord, der nicht mit dem Grundton beginnt. Aber G Dur ist G Dur. Mach dir über die Theorie ob das jetzt ein anderer Akkord ist keine Gedanken. Dafür ist später noch Zeit. Für den Anfang ist es wichtig, dass du das System dahinter verstehst. Danach dann die Unkehrungen.
 
Danach dann die Unkehrungen.

Darum gehts imho auch vor allem.
Es is meist relativ sinnfrei bestimmte Musikgenres auf bestimmte Akkorde oder Tongeschlechter zu reduzieren. Viel wichtiger ist oft in welchem Kontext, welchem Rhythmus oder welcher Zerlegung bzw. Umkehrung diese Akkorde gespielt werden.
 
Natürlich sind die Umkehrungen auch wichtig, vor allem bei den Sachen, die der TE fragt, aber ich gehe davon aus, dass der TE noch keine goße Ahnung davon hat, wie man eine Barrégriff benutzen kann. Und die hängen meiner Meinung nach sehr mit den Umkehrungen zusammen. Denn aus den verschiedenen Barré Griffen kann man sich die Umkehrungen doch recht einfach herausfiltern. Also ist es denke ich wichtiger, zuerst das System Barré zu verstehen, um dann mit diesem Wissen die Umkehrungen in Angriff zu nehmen. Und Indiemusik auf Barréakkorde zu beschränken liegt werder in meinem Ansinnen, noch habe ich das hier getan ;-)
Ich denke es gibt nur eine Musikart, die man auf bestimmte Akkorde festlegen kann und das ist Volksmusik.
 
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ok, danke schon mal für die vielen Antworten.
Wie Akkorde aufgebaut sind, ist mir (hoffentlich) bewusst:
Es sind ja nichts anderes als "erweiterte" Dreiklänge, wo man dann unterscheidet, ob die große Terz unten ist bzw die kleine Terz oben (also ein Dur-Akkord) oder ob die große Terz oben ist bzw die kleine Terz unten (also ein Moll-Akkord). Dann gibt es natürlich noch vermindert und übermäßig. :)
Bei Umkehrungen weiß ich so viel: Ich weiß, dass es 2 Arten gibt, sie zu spielen (allerdings nur bei Powerchords; wie es bei Barrė aussieht, habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung) :
1) Man ändert nur den Grundton und schiebt ihn (beim Powerchord praktisch den Zeigefinger)
einfach 4 Bünde weiter: aus einem c-g-c' Powerchord wird dann e-g-c'
2) Ich weiß nicht, wie ich's beschreiben soll...
Angenommen, ich spiele einen C-Powerchord: Der besteht aus c-g-c' .
Die Umkehrung - wie ich sie spielen würde - besteht dann aus g-c'-g' .

So viel zu den Umkehrungen.

Bei Barrė hab ich nur so viel Ahnung, dass ich weiß, dass es eine bestimmte Fingerstellung (Dur) gibt, diese kann man aber einfach hin- und herschieben und wenn man den Mittelfinger weglässt, hat man einen Moll-Barrė. :D

Ich hoffe, ihr konntet meinen "Musikverständnissen" einigermaßen folgen :D

Aber was muss ich jetzt noch wissen, um diese hohen Akkorde aufbauen und spielen zu können?
 
Das ist zumindestens schon mal ein Anfang. Nimm dir einfach mal die drei höchsten Saiten (G,H,E) und greife einen D-Dur Akkord. Welche Töne greifst du da? Schreib die auf. Dann schreib die zwei Umkehrungen auf, die es gibt und such die Töne auf diesen drei Saiten. Beispiel mit C-Dur. Die Töne: C-E-G. Auf den drei Saiten sind das G-Saite/5.Bund, H/5, E/3. So. Die 1. Umkehrun: E-G-C, die 2. Umkehrung: G-C-E. Wo liegen jetzt die Töne der ersten Umkehrung auf diesen drei Saiten? Raussuchen, greifen, spielen, merken! Und so weiter. Du wirst erkennen, dass man die Umkehrungen wie die Barrés einfach herumschieben kann. Demnach brauchst du dir je 3x Dur + 3x Moll Pattern auf den drei höchsten Saiten merken. Aber zum Glück hat die Gitarre ja mehr als 3 Saiten... Du siehst, es gibt etliche Möglichkeiten die Umkehrungen und Akkorde auf allen möglichen Stellen des Griffbretts zu spielen. So. Was das ganze mit Barrés zu tun hat? Ganz einfach. Nehme wir mal an, du suchst alle Umkehrungen für z.B. D-Dur raus und schreibst sie dir auf. Dann betrachtest du einen D-Dur Barrégriff im 10. Bund auf der E Saite beginnend und du wirst in dem Griffmuster schon mal 2 Umkehrungen bzw. Grundakkordmuster wiedererkennen. Und da Barrégriffe sowieso etwas sind, das man als Gitarrist beherrschen sollte und sie dir die ganze Sache mit Umkehrungen etc. erleichtern können, wenn man das hier so sagen darf, würde ich vorschlagen, dass du dich erst einmal dahinter klemmst und die übst. Eigentlich gibt es vereinfacht gesehen nur 2 Typen von Barrégriffen. Die einen beginnen auf der E Saite, die anderen auf der A Saite. Ob Dur oder Moll ist nur ein Ton Unterschied, vom grundlegenden Muster her macht das aber keinen gewaltigen Unterschied. Ich hoffe, das kann dir etwas weiter helfen, falls noch Fragen sind einfach fragen.
Gruß Locki
 

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