Klavier über line-in klingt nicht gut - wie nachbearbeiten?

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Auf Wunsch des TE aus seiner Frage im "Mobilen Recording" hierher ausgelagert, da Fragenschwerpunkt sich verlagert hat. MfG. Basselch

Hi,

danke, danke, danke! Hat mir sehr geholfen, besonders der youtube-link und die PDF.

Ich glaube, dass sich meine Aufnahme nicht so anhört wie ich das gerne hätte, liegt zum größten Teil an anderen Dingen, mal abgesehen davon, dass ich sooo gut nicht spiel... (ich stell lieber kein Material von mir rein, sonst werd ich noch ausgelacht...).

Über den youtube-link von dir bin ich auf ein anderes Video gestoßen: http://www.youtube.com/watch?v=JUxaxJaIM-g

Hier wird gezeigt, wie man einen richtigen Flügel aufnehmen kann. XY, freie Mikrofonie und AB. Am besten gefällt mir AB - und nachdem ich das gesehen (und gehört) hab, kann ich mein Problem besser schildern.

Ich nehme ja nicht mit den Mikros vom H2n auf, sondern über line-in (sonst hätte ich nur viel Rauschen, vorbeifahrende Autos, nervende Schwestern usw. auf der Aufnahme...). Das Line-In-Signal hört sich auf der Aufnahme an wie eine total übertriebene XY-Aufnahme, also etwas "blechern" (vermutlich meint der im Video das mit "direkt"), nicht warm sondern kalt, steril, stereo viel zu breit, die einzelnen Töne erinnern an Glocken oder an ein Xylophon, man hört keinen Raum, man ist viel zu nah an der Aufnahme dran.

Als wir das Yamaha vor ein paar Wochen gekauft haben (Klavier hätte in unserer Mietwohnung - und damit mein ich nicht nur die Nachbarn sondern auch die Geschwister - nur extrem viel Ärger gegeben...) sagte man mir, dass die Samples so extrem gut sind so extrem nah dran am Original. Auf der Aufnahme hört es sich aber an, als hätte ich eine Midi-Datei auf den Computer gespielt und es dann mit irgendeinem Klavier "rausgelassen" (oder wie man das nennt).

Ich hab heute versucht was einzuspielen, wo ich 3 profi-Aufnahmen auf CD hab. Ich hab die 3 Profi-Aufnahmen und meine Einspielung in Vegas in die Timeline gestellt und konnte dann gut vergleichen. OHNE Kompressor bin ich näher dran als mit, egal was ich einstell. Die Lautstärke der Profiaufnahmen waren in der Timeline nur halb so laut wie meine (obwohl sie an der Stereoanlage etwa gleich laut sind, hab noch nicht rausbekommen woran es liegt).

- Bei den 3 Profis ist das stereo längst nicht so breit, man hört nicht links und rechts, sondern man hört, dass das Klavier irgendwo im Raum steht. Bei mir hört man keinen Raum, man hört nur: "Die Taste befindet sich links, die Taste befindet sich rechts".
- Im direkten Vergleich hören sich die Profi-Aufnahmen "dumpf" an - was vermutlich bedeutet, dass meine Aufnahmen viel zu klar oder hell sind (vielleicht ist das auch mit ein Grund, warum mich die Töne an ein Xylophon erinnern)!
- Meine Aufnahmen sind im Direkt-Vergleich in der Timeline viel zu laut

Damit ist der Kompressor / Limiter und auch das Pegeln (vermutlich) nicht das größte Problem, sondern der Klang des Line-In-Signals!

Am Yamaha gibt es die Möglichkeit einen Raum zu simulieren (Reverb, laut Bedienungsanleitung wird die realistische Umgebung eines Flügels reproduziert), in 15 Stufen, standardmäßig stehts auf Stufe 5. Nachdem ich mir gedacht hab "die Raumakustik von Yamaha wird besser sein als eine nachträgliche Raumakustik" hab ich die höher eingestellt. Das war vermutlich ein Fehler, denn ich hab das Gefühl, dass der Ton bei einer Nachbearbeitung sehr leidet, wenn auch der Reverb-Effekt mit verändert wird...

Da ich nicht über Mikrofon aufnehmen will / kann (Rauschen, Autos, Geschwister usw.) stell ich mir jetzt einige Fragen:

- Kann man überhaupt Line-In-Signale von einem Klavier so bearbeiten, dass man nahe / näher an eine AB-Aufnahme wie in dem youtube-Video herankommt (also, dass das Stereo nicht mehr so breit ist und man nicht mehr hört "die Taste befindet sich links, die Taste befindet sich rechts" sondern eher "das Klavier befindet sich in einem warmen Raum"; dass es sich nicht wie ein Xylophon anhört) Es muss ja nicht genauso gut sein wie eine echte AB-Aufnahme, aber es soll sich halt nicht wie so eine billige Midi-Aufnahme anhören, als wenn ich was kurz mit einem billigen Keyboad eingespielt hätte und dann das Midi-Signal mit irgendeinem kostenlosen Billig-Sample am PC ersetzt hätte!
- Welches Programm kann sowas - und was muss man mindestens ausgeben? Ich glaube, Vegas ist dafür nicht geeignet, Videoschnitt ist halt Videoschnitt, es hat zwar viele Möglichkeiten (wie z.B. einen Kompressor, darum wird Vegas auch gern als das "Schweizer Taschenmesser für Videoschnitt" bezeichnet), die aber nicht die gleichen Einstellmöglichkeiten bieten wie z.B. der Kompressor in Samplitude (da hab ich noch ne alte Schülerversion aufm PC) - da werden einem ganz andere Daten angezeigt, man sieht grafisch wo sich der Ton befindet, was sich verändert, und sieht nicht nur Zahlen...
- Ist es vielleicht ratsamer nicht das Line-In-Signal aufzunehmen, sondern ein Midi-Signal auf den PC zu spielen und das dann durch ein "PC-Klavier" zur ersetzen?

Viele Grüße,

7593

P.S.: Sorry, dass passt jetzt wirklich nicht mehr zum Thema "field-recorder", aber man fängt halt an und meint, es liegt am fieldrecorder und kommt dann drauf dass es vermutlich doch was ganz anderes ist - und dann NOCHMAL vermutlich was ganz anderes ist... Vielleicht kann ein Moderator das Thema in das richtige Unterforum verschieben und umbenennen? Ich wollte nicht im "know-how-Unterforum" ein neues Thema anfangen - und dann ist es da nach einer Weile wieder am falschen Ort und man eröffnet wieder ein neues Thema... Vielleicht unter der Themenüberschrift "Nachbearbeitung von Klavier-Line-In-Aufnahmen"
 
Eigenschaft
 
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Das Line-In-Signal hört sich auf der Aufnahme an wie eine total übertriebene XY-Aufnahme, also etwas "blechern" (vermutlich meint der im Video das mit "direkt"), nicht warm sondern kalt, steril, stereo viel zu breit, die einzelnen Töne erinnern an Glocken oder an ein Xylophon, man hört keinen Raum, man ist viel zu nah an der Aufnahme dran.

Beschreibe bitte mal ganz genau:
- welches Yamaha-E(?)-Piano?
- Welcher Fieldrecorder
- welche (Ausgangs-)Buchse(n) verwendest Du am Yamaha
- Welchen Steckertyp steckst Du dort rein (XLR, Monoklinke, Stereoklinke?)
- Welche Eingangsbuchse(n) am Rekorder
- Welchen Stecker auf dieser Seite

Clemens
 
Hi,

Klavier: Yamaha N1
Fieldrecorder: Zoom H2n

Klavier-Ausgang: Aux-Out
Zoom Eingang: Line-In
Kabel: Y-Kabel, 2x Klinke, 1x Mini-Stereo-Klinke (hier der link zu amazon: http://www.amazon.de/gp/product/B004WBQQN8/ref=oh_details_o00_s00_i00 )

Zur Vorgeschichte (falls es jemanden interessiert) noch kurz der link zum alten Thread, denn ich dachte ursprünglich, es läge NUR an den Einstellungen am fieldrecorder und ich müsste doch den richtigen Kompressor usw. aussuchen): https://www.musiker-board.de/mobile...agen-zum-einsatz-limiter-nachbearbeitung.html

Ich hab bis gestern Nacht noch rumprobiert, um 3:00 war ich dann so frustriert, dass ich nochmal was aufgenommen habe (als ich den Unterschied zu den Profi-Aufnahmen gehört hab, wie oben beschrieben). Ausgepegelt hab ich so, dass die normale Lautstärke zwischen -18 dB und -12 dB gelegen hat, laute Stellen lagen bei ziemlich genau -12dB, wenn ich mit aller Kraft auf die Tasten "gehaun" habe, dann lag der Pegel bei -6 dB. Alle "Verbesserer" (Kompressor, Limiter, Auto-Gain) waren deaktiviert.

KlausG hat mir im alten Thread empfohlen die Dateien hier reinzustellen, und nachdem hier in der Soundwerkstatt wunderbar erklärt wird wies geht, hab ichs gemacht - allerdings hört man der Aufnahme an dass es 3:00 Uhr in der Nacht und ich frustiert und müde war! Die Dateien sind mit jeweils 80MB vielleicht doch etwas zu groß (in der Soundwerkstatt hieß es "nicht zu groß", es stand aber leider nicht dabei, wieviel MB eine "Ideal-Datei" haben sollte), das nächste Mal stell ich was kleineres rein.

Hier der link zu der original-Aufnahme aus dem fieldrecorder (nicht nachbearbeitet): WIRD BALD WOANDERS HOCHGELADEN


Viele Grüße

7593
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast die Dateien bei einem Hoster mit (sehr) begrenzter Downloadgeschwindigkeit hochgeladen. Deshalb dauert es leider 20min die Datei herunter zu laden. Ohne es gehört zu haben aber ein paar Gedanken zu deinem Problem:

Es macht schon Sinn den Aux-Weg des Pianos zu benutzen. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die Akustik im Zimmer nicht besonders studiotauglich.Allerdings wirst du erst klanglich zufriedenstellende Ergebnisse erzielen, wenn du mit einer Audio-Bearbeitungs-Software nachbearbeitest.

Kompression ist ein mächtiges Werkzeug, muss aber gerade bei Solo-Performances seeeeeehr sparsam verwendet werden, da am Ende eigentlich nicht auffallen sollte, dass ein unnatürlicher Effekt benutzt wurde. 2:1 ist schonmal viel zu hoch. Ich würde mal mit 1,8:1 anfangen und den Threshhold nur soweit herunterfahren bis die Spitzen abgefangen werden.

Als nächstes muss das Stereo-Abbild schmaler werden, denn warscheinlich klingt das Ausgangssignal ersmal so als säße man direkt vorm Instrument. Mit einem entsprechenden Plugin lässt sich das bewerkstelligen.

Zu letzt kommt ein Hall-Effekt drauf um einen Raumeindruck zu erzeugen. Auch hier lieber sparsam, damit es nicht verwaschen klingt. Eigentlich sollte der Hall die Aufnahme nur ein wenig anfetten.

Wenn der generelle Klangcharakter des Pianos zu zickig ist, dann kann man sich mit einem EQ behelfen und die entsprechende Frequenz absenken. Dazu hebt man einen Bereich an und schiebt ihn hin und her bis man herausgefunden hat welche Frequenz "schlecht" klingt und senkt diese dann statt sie anzuheben um 1-2dB ab. Auch hier aufpassen dass man nicht zu starke Veränderungen vornimmt. Zickige Mitten könnten so zwischen 1000Hz und 4000Hz liegen, mulmige Tiefen so bei 200Hz bis 400Hz. Muss man bisschen suchen.
 
Jetzt dachte ich mir, lad' Dir mal die Datei runter - obwohl ich sowas eigentlich sehr ungern mache ! - vielleicht hörst Du, was da los ist. Aber: zuerst 30 sek. warten - nagut, das geht ja noch, aber dann noch ein Captcha ausfüllen? Sorry das ist mir zu blöd.
Es gibt Soundcloud, Dropbox und co - da muss man sich sowas nicht antun. Das als Anregung.

Zum Thema (ohne die Aufnahme gehört zu haben):
Wie hast Du den Eingang am Zoom eingestellt?
Der kann ja sowohl Mikrofon als auch Line. Und irgendwie muss man vermutlich einstellen, dass die aufgenommene Spure Stereo sein soll. Wenn das Stereosignal mit dem von Dir genannten Kabel auf eine (symmetrische) Monospur zusammengemixt würde, wären die von Dir beschriebenen Klangeigenschaften eine plausible Folge.

Test:
Ziehe einen Stecker am Yamaha ab. Mache eine (Mono-)Aufnahme. Das Signal ist dann zwar nur auf einer Seite, aber Du kannst herausfinden, ob klangliche Unterschiede bestehen.
Wenn ja, stimmt etwas mit dem Kabel oder mit den Einstellungen (des Line-Eingangs) am Zoom nicht. Wenn nein, liegt es an anderen Punkten.

Clemens
 
Hi,

der "Hochlade-Anbieter" war als Vorschlag im Soundwerkstatt-Unterforum drin (hier der link: https://www.musiker-board.de/soundw...os-diesem-bereich-unbedingt-vorher-lesen.html ). Vielleicht sind dieses Vorschläge ja veraltert.

Ich hab sowas vorher noch nie gemacht. Wie groß DARF die Datei sein - und was wird denn zur Zeit als kostenloser "Hochlade-Anbieter" empfohlen? Nicht, dass ich mich im laufe des Abends noch bei 10 anderen registrieren lasse...

Hab die links oben schon gelöscht.

@ chaos.klaus: Ist die Reihenfolge der Bearbeitung egal? Denn die regelbare Raumsimulation vom N1 scheint ziemlich gut zu sein - nur dann ists halt mit auf der Aufnahme und es wird nicht nachträglich verändert. Die anderen Tipps probier ich gleich aus (falls ich was dazu im Programm finde...).
@ vill-harmonix:
Ich glaube, dass ich alles "einigermaßen" (also Pegel usw.) richtig eingestellt habe. Macht es denn für den Recorder einen Unterschied ob ein Mikro oder das Klavier am Line-In dranhängt? In der Bedienungsanleitung steht nur, dass man bei Mikros "Plug-In-Power" aktivieren kann.

Viele Grüße,

7593
 
Zuletzt bearbeitet:
eine richtig ausgesteuerte Aufnahme braucht keinen Limiter und eine klassische Klavieraufnahme nmM auch keinen Kompressor.

Nach dem Anhören der unbearbeiteten Datei fällt mir ein Hall auf - hast Du da in Deinem Piano einen Reverb aktiv?

Als Hoster zum Hochladen hat Dir Vill ja schon ein paar Tips gegeben.
 
Dropbox ist auch für andere Dinge sehr praktisch - installiert aber auch eine Software auf Deinem Rechner.
Dafür hast Du quasi im Finder/Explorer einen Ordner zur Verfügung, mit dem Du Dateien hochladen kannst.

Soundcloud komprimiert die Dateien, man kann sie aber direkt im Browser abspielen - wenn's nicht um Nuancen geht, ist das die praktischste Methode.

Ich habe beides und beides macht Sinn. In Deinem akuten Fall würde ich einen kurzen Abschnitt (ca. 30 sek.) des Stücks auf Dropbox hochladen.

Clemens
 
So ... jetzt habe ich deine (unbearbeitete) Aufnahme gehört.

Ich finde eigentlich dass sie nicht zu breit klingt.
Es ist allerdings viel zu viel Hall drauf, und/oder die Saiten-Resonanz ist extrem hoch eingestellt.
Mit einem EQ könnte man dem etwas mittigen Klangbild entgegen wirken.

Gruß.
 
mit dem Zoom H2 kann man (meines Wissens) keine vernünftigen Aufnahmen per Line-In machen...
(so gut, günstig und funktional das Gerät auch mit den internen Mics ist - wirklich schade drum)
kA woran das im Detail liegt, aber die Aufnahme (Aus-) Steuerung ist eine reine Katastrophe und der Ton entsprechend.
Ich hatte mich mal dafür interessiert, weil das für den Preis einen erstaunlich guten Ton lieferte.
Es lassen sich aber weder externe Mikros noch Preamps anschliessen.
Verbindungstechnisch schon, nur eben nicht mit dem erwarteten Ergebnis.

cheers, Tom
 
Hi,

ich hab jetzt kurz was zusammengeschnitten, hab mich bei soundcloud angemeldet (hoffe, dass ich mich dann da auch wieder mal abmelden kann) und habs hochgeladen.
Am Klavier ist Reverb auf der untersten Stufe - noch weniger "Hall" geht leider nicht. Am field-recorder sind alle Verschlimmbesserer aus. Das mit dem Hall könnte aber auch daran liegen, dass ich noch viel zu viel auf dem Haltepedal steh. Muss mich erst noch richtig umgewöhnen. Hatte vorher 5 Jahre lang ein altes gebrauchtes Yamaha CLP 611, bei dem scheinbar auch die Tastaturmechanik hinüber war...

Falls der H2n tatsächlich nichts taugt hab ich ein riesen Problem, denn zurückgeben kann ich ihn nicht mehr und als Schüler kann ich nicht einfach so mal ein paar hundert Euro ausgeben. Für den bisherigen Einsatzzweck hat er wunderbar gereicht (da war mein Quaitätsanspruch aber auch nicht soo hoch, in der Natur hast du so viele Nebengeräusche - da ist das bei Musikaufnahmen ne ganz andere Geschichte).

@telefunky: Genau wegen einem Preamp-Problem hatte ich den H2n ursprungglich gekauft. Ich hatte Geld in Mikros investiert und wollte die an meinem Camcorder anschließen, als externes Mikro weil die internen echt grausam sind - aber die Preamps der Camcorder sind so extrem schlecht. Also Mikros mit Verlust bei ebay verkauft und den Rat von slashcam befolgt: Field-Recorder kaufen, Ton auf field-recorder aufnehmen, zusätzlich auf den Camcorder durchschleifen, beim Schnitt Camcorder-Ton gegen Field-Recorder-Ton austauschen - passt. Dann hatte der H2n noch Surround und war bei audiotranskription Musik-Testsieger - also hab ich ihn gekauft. Schon wieder ein Fehlkauf - und ich war mir so sicher... Hätte ich vor 3 Monaten genügend Geld gehabt, dann hätte ich tatsächlich lieber den Roland R26 (ich glaub 26 hieß er) gekauft - aber leider hats nicht gereicht.

Ich muss also leider mit dem arbeiten, was ich jetzt hab. Die große Frage ist, wie kann ich (mit der Hardware die ich hab) möglichst viel rausholen?
Drum stell ich jetzt auch nur die Original-Aufnahme ohne Nachbearbeitungsversuche rein...

Hier der link zu soundcloud (hoffe, dass das jetzt so funktioniert hab den link grad nochmal ausgetauscht...):
https://soundcloud.com/coriolanus_7593/yamaha-n1-mit-zoom-h2n

Viele Grüße,

7593
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Fehlkauf wäre in Anbetrachte der Leistung zu hart - mit den eingebauten Mikros macht der H2 ja gute Aufnahmen.
Nicht wenige scheinen ihn auch als USB-Mic zu 'missbrauchen'...
Die Sache mit dem Line-In ist extrem ungewöhnlich - Zoom ist bekanntlich nicht erst seit gestern in dem Geschäft.
(ich finde gerade auf die Schnelle den Artikel nicht, der die Problematik detailliert beschreibt)

cheers, Tom
 
was spricht eigentlich dagegen, mal den Line-In Deiner Soundkarte zum Aufnehmen zu versuchen? Bei Line-Pegeln sind die meisten heute gar nicht so schlecht.

Davon abgesehen finde ich die Aufnahme nun so schlecht auch wiederum nicht - klar fehlt der Vergleich, aber Du wirst da sicher auch einen Unterschied hören, wenn Du das Piano nicht über die gleichen Lautsprecher wie die Aufnahme ausgibst.
 
Hi,

@ telefunky: Wo an der Aufnahme hörst du ein Preamp-Problem? Wenn die Empfindlichkeit auf der niedrigsten Stufe steht, kann man das Problem damit minimieren?
@ pico: Ist die Soundkarte für die Musikqualität NACH DEM RENDERN so wichtig? Beim Videoschnitt ist die Grafikkarte für das Endergebnis auf der BluRay / DVD "relativ" egal, das rendern kann halt länger dauern. Die Grafikkarte ist "nur" wichtig für die Darstellung während der postproduction. Gilt das auch für Musik bei Soundkarten? Mein PC läuft noch auf XP, ist also nicht der neueste...

an alle: Ich hab heute nochmal rumprobiert, aber besser als oben bekomm ich die Aufnahmen nicht hin. Mir ist die Aufnahme zu hell / kalt / klar / metallisch.

Kann man eine solche Aufnahme nachträglich dunkler / wärmer / diffuser machen?

Falls ja, welches bezahlbares und für Anfänger verständliches Programm kann man dafür empfehlen? Vielleicht Magix-Musik-Maker?

Viele Grüße und Danke und fackelt heute nichts ab...

7593
 
@ pico: Ist die Soundkarte für die Musikqualität NACH DEM RENDERN so wichtig?
Ich denke, er meint wärend der Aufnahme, also auf den Recorder verzichten.
was spricht eigentlich dagegen, mal den Line-In Deiner Soundkarte zum Aufnehmen zu versuchen?


Kann man eine solche Aufnahme nachträglich dunkler / wärmer / diffuser machen?

Falls ja, welches bezahlbares und für Anfänger verständliches Programm kann man dafür empfehlen? Vielleicht Magix-Musik-Maker?
Kann man schon. Mit dem Musik Maker kenn ich mich gar nicht, aus, ich weiss nicht, was der für Effekte parat hält oder ob er VSTs unterstützt.
Aber das ist eben Kosmetik im Nachhinein. Wenn ich ein gutes Signal habe, kann man mit EQ und Reverb gut das Klangbild bewusst verändern. Muss man damit aber Fehler ausbessern, wird es immer suboptimal klingen.

Deswegen würde ich, bevor ich es so versuche zu retten, mal versuchen den Pianosound wie von Pico beschrieben über Line In in den PC zeihen oder mal testen, ob sich mit MIDI und VSTi nicht bessere Ergebnisse erziehlen lassen.
 
Ist die Soundkarte für die Musikqualität NACH DEM RENDERN so wichtig? Beim Videoschnitt ist die Grafikkarte für das Endergebnis auf der BluRay / DVD "relativ" egal, das rendern kann halt länger dauern. Die Grafikkarte ist "nur" wichtig für die Darstellung während der postproduction. Gilt das auch für Musik bei Soundkarten? Mein PC läuft noch auf XP, ist also nicht der neueste...

ja, ich meinte das Piano direkt an den Line-In anzuschließen und von dort aufzunehmen - also ohne den h2n zu benutzen - einfach um zu sehen, ob es dann besser wird und der h2n 'schuld' daran ist.

Als Test könntest Du auch mal Deine PC-Boxen an den Aux-Out des Pianos anschließen und nur über diese hören, da hast Du dann einen besseren Vergleich mit dem Aufnahmeweg. Möglicherweise klingen die PC-Boxen bei Dir ja schon ganz anders als die sonst am Piano benutzten und es liegt garnicht so sehr an der Aufnahme.

XP reicht fürs Aufnehmen völlig aus und auch die Ansprüche an die Rechner-Hardware sind da eher gering.

Im Nachhineien kann man sicher mit zB einem EQ noch einiges am Klang feilen - um das metallische rauszubekommen könnte es reichen in den oberen Mitten etwas abzusenken.
 
Hi,

direkt ins Notebook komm ich nicht rein. Über die schlechten Notebookboxen hör ich gar nicht, da steck ich den Kopfhörer an. Wenn man die verschiedenen Bearbeitungen (und auch die originale Aufnahme) auf CD brennt und an der Stereo-Anlage abspielt, dann ist der Unterschied zwischen Bearbeitung und Original viel kleiner als über Kopfhörer am PC.

Nachdem ich weiß, dass die Stereoanlage und die Boxen was taugen (Denon 710 + B&W CM5) press ich alles auf eine CD-RW und hörs mit dann an.

Um rauszukriegen obs am Zoom liegt hab ich grade folgendes ausprobiert: Sennheiser HD 535-Kopfhörer einmal am Kopfhörerausgang des Klaviers, einmal am Kopfhörerausgang des H2n angeschlossen. Es hat zwar gedauert, bis ich auf beiden Geräten die gleiche Lautstärke auf dem Kopfhörer hatte, aber dann konnte ich keinen Klang-Unterschied hören, meine Geschwister und Paps auch nicht.

Über die Boxen vom Klavier selbst hört sich der Ton anders an, wärmer, voller, nicht so klar.

Vielleicht ist mein Gehör nicht so geschult wie das von Profis, aber für mich siehts so aus, als ob es kein Problem mit den H2n gibt, sondern, dass das tatsächlich der Klang der Yamaha-Klavier-Samples ist!

Als ich mich vor ein paar Monaten schlau gemacht hab was das N1 taugt, hieß es hier irgendwo, dass das N1 perfekt zum Üben mit Kopfhörer ist, nicht ganz so gut zum Spielen über die Boxen (da wäre anscheinend ein echter Flügel tatsächlich besser...:D). Also scheint das wirklich der Yamaha-Klang zu sein.

Jetzt würde mich interessieren: Gefällt nur mir der Klang nicht so gut und ich will zu viel / was anderes, oder ist tatsächlich was mit der Aufnahme nicht in Ordnung?
Wenn ich die oberen Beiträge richtig gedeutet habe, dann scheinen viele von euch Aufnahme-Fehler / Klang-Probleme zu hören...

Viele Grüße, bei uns draußen knallts schon gewaltig und es fliegt auch schon einiges in der Gegend rum.

7593
 
Um rauszukriegen obs am Zoom liegt hab ich grade folgendes ausprobiert: Sennheiser HD 535-Kopfhörer einmal am Kopfhörerausgang des Klaviers, einmal am Kopfhörerausgang des H2n angeschlossen. Es hat zwar gedauert, bis ich auf beiden Geräten die gleiche Lautstärke auf dem Kopfhörer hatte, aber dann konnte ich keinen Klang-Unterschied hören, meine Geschwister und Paps auch nicht.
Das war eine sehr gute Idee. Damit hast Du ja bewiesen, dass die Aufnahme in Ordnung ist. Ein weiterer Test wäre, das Aufgenommene vom Zoom über den Aux-In am Yamaha abzuspielen und zu vergleichen.
Dann liegt es vermutlich am Wiedergabesystem des Yamaha oder an der Akustik in Deinem Klavierraum.

Zwei Dinge fallen mir auf (Achtung - unzuverlässige Ferndiagnose)
1. Ich würde versuchen, etwas sparsamer mit dem Hall umzugehen. Für Aufnahmen würde ich den Hall am Instrument probeweise ganz weglassen und durch einen höherwertigen im Rechner ersetzen. Vor allem kann man mit der Klangcharakteristik des Halls noch viel am Sound bewegen. (den Hallklang gesondert mit EQ bearbeiten, sparsamer dosieren, andere Raum-Simulation auswählen)

2. Es klingt so, als würde das Klavier sehr leicht auf den Anschlag ansprechen. Selbst in verhaltenen Passagen Deiner Aufnahme haben die Töne noch viel Brillianz. Du könntest mal mit anderen Anschlagkurven experimentieren.

Weil Du andernorts nach Klavier-Plugins gefragt hast:
Wenn Du Dich (und Deine Spielweise) jetzt auf den Klang einstellst, den Dir das Yamaha liefert, passt das unter Umständen gar nicht zu dem, was ein Piano-Plugin aus diesen Midi-Noten machen wird. Das kann man zwar anpassen - andere Dynamikkurven, Klanganpassungen etc. - aber die Spielweise bleibt ja immer an dem orientiert, was man beim Spielen gerade hört.
Die Alternative (Hören des Klavierplugins beim Spielen per Midi vom Yamaha aus) ist ggf. aufwändiger als man denkt. Da ist ein Asiofähiges Audiointerface fällig - mit Midianschluss und guten Treibern - nur so kann man die Verzögerung zwischen Tastenanschlag und und erklingen des Tons (=Latenz) auf ein erträgliches Maß reduzieren. Dann muss natürlich auch der Rechner "fit genug" sein.

Und - nicht zu unterschätzen - die Frage des Wiedergabesystems beim Aufnehmen:
Wenn ich am elektronischen Klavier spiele, will ich die Klangerzeugung an einem "plausiblen Ort". (Ich stelle dafür Boxen unters E-Piano). Am Klavier spielen und den Klang aus einer 3m entfernten Stereoanlage zu hören funkioniert bei mir nicht. (Probier's mal aus - Du kannst das Yamaha statt ans Zoom ja auch an Deine Hifi-Anlage anschliessen, falls die noch einen Eingang frei hat) Da verzichte ich zugunsten meines Timings auf einen besseren Klang. (Alternativ funktioniert ein Kopfhörer)
In Deinem Fall würde das vermutlich bedeuten, dass Du wieder über die Lautsprecher des Yamaha abhörst (wenn das bei Dir genauso ist). Das bedingt aber wieder eine Klangverfälschung. Die bewirkt aber wieder eine Änderung der Spielweise. Die bewirkt wieder den gleichen Effekt wie bei den aktuellen Aufnahmen.

Fazit:
Ich finde den Grundsound des Yamaha nicht schlecht. Ein paar Feinheiten könnte man versuchen zu bearbeiten.
Ich selbst lege inzwischen mehr Wert auf eine überzeugende Performance als auf den perfekten Klang.
Man könnte das Yamaha-Soundsystem auf folgende Art "austricksen":
- Aufnahme des Klavierspiels per Midi in den Rechner.
- Wiedergabe der Midiaufnahme mit dem Yamaha - aber ins Denon-Soundsystem.
- Bearbeiten der verfügbaren Parameter (zuerst am Yamaha, dann an den Midinoten) bis die Performance für Dich überzeugend klingt.
- (Sound-)Aufnahme der Mididaten (per Zoom)

Clemens
 
Hi,

ich hab gestern nochmal rumprobiert - der Ton klingt gleich ganz anders, für solche Stücke passender, wenn man das "Leisepedal" drückt. Jetzt klingts besser, nicht mehr so hart und kalt.

Die Reverb-Standardeinstellung von N1 liegt bei 5, also jedesmal wenn man das Klavier einschaltet liegt der Reverb-Wert bei 5.

Ich gestern Nacht nochmal was aufgenommen und hab den Reverb-Wert leicht angehoben. Jede der Aufnahmen hab ich dann auch mal mit Samplitude Music-Studio 16 nachbearbeitet. Allso ich hab rumgespielt... Wenn man auf den "Objekteditor" und dann auf "Sound FX" geht, öffnet sich ein Fenster mit einem EQ, einem Kompressor, Stereo FX und ein "Variverb". Am Kompressor hab ich die Vorseinstellung "Lautstärkeanhebung schwach (Maximizer)" und im Stereo FX hab ich die Voreinstellung "schmaler" eingestellt. Wenn ich selbst an den einzelnen Reglern rumspiel, dann wirds nicht besser, eher schlechter...

Dann hab ich alles auf ne CD - aber ich hab keine Ahnung, welche Einstellung ich hernehmen soll, darum stell ich jetzt die Aufnahmen hier rein (trotz der Spielfehler), denn wie oben jemand geschrieben hat, das hören nur Leute richtig, die Erfahrung haben.

Wer es sich nicht ganz anhören will - nach etwa zwei Minuten kommt eine Stelle, wo man gleichzeitig Töne in der Mitte, in den Höhen und unten hat. Als ich vor ein paar Tagen mit Samplitude rumprobiert hab, da hat es sich entweder in der Mitte ODER in der Höhe ODER unten gut angehört - aber nie alle gleichzeitig

Reverb auf 0: https://soundcloud.com/coriolanus_7593/yamaha-n1-reverb-0-1

Reverb auf 0, nachbearbeitet mit Samplitude: https://soundcloud.com/coriolanus_7593/yamaha-n1-reverb-0

Reverb auf 1: https://soundcloud.com/coriolanus_7593/yamaha-n1-reverb-1

Reverb auf 1, nachbearbeitet: https://soundcloud.com/coriolanus_7593/yamaha-n1-reverb-1-1

Reverb auf 5: https://soundcloud.com/coriolanus_7593/yamaha-n1-reverb-5

Reverb auf 5, nachbearbeitet: https://soundcloud.com/coriolanus_7593/yamaha-n1-reverb-5-1

Reverb auf 10: https://soundcloud.com/coriolanus_7593/yamaha-n1-reverb-10

Reverb auf 10, nachbearbeitet: https://soundcloud.com/coriolanus_7593/yamaha-n1-reverb-10-1

Viele Grüße,

7593

@ pico: DANKE!!! Ich hab auf der Seite von Soundcloud unter Share nach den Tags gesucht, derweil einfach den link hernehmen und ein Kürzel davor und dahinter...
 
Zuletzt bearbeitet:
den Soundcloud bekommst Du so in Deinen Beitrag -> SC-Tag
[SC]URL[/SC]

zB
[SC]https://soundcloud.com/coriolanus_7593/yamaha-n1-reverb-0-1[/SC]
ergibt
https://soundcloud.com/coriolanus_7593/yamaha-n1-reverb-0-1

- - - Aktualisiert - - -

Du mußt das [url] [/url] noch entfernen
 

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