Komplette Band (5 Pers.) aufnehmen mit "einfachen" Mitteln

capsob
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Hallo Leute!

Meine Band und ich wollten demnächst mal ein/zwei Songs aufnehmen. Aktuell nehmen wir immer meinen JVC Camcorder. Sound zwar gut, aber nicht gut genug :)

Kurz mal zum bestehenden Equipment, bzw. den "einfachen Mitteln":
- MacBook Pro
- Steinberg UR22 Interface (2-Kanal USB-Interface)
- Zoom B3 (Multieffekt mit Interface für Bass)
- Zoom G5 (Multieffekt mit Interface für Gitarre)
- Cubase 7 LE

Folgende Idee hatte ich, wie wir aufnehmen könnten:
  1. Komplette Band spielt den Song, welcher dann "als Ganzes" aufgenommen wird (Handy zum Aufnehmen)
  2. Nun bekommt Gitarrist 1 + 2 den kompletten Song auf Kopfhörer, welche diesen dann nachspielen. Gitarre 1 + 2 über Interface aufnehmen (getrennt, kann ja 2 Kanäle).
  3. Selbige Prozedur nun mit den Drum, außer das die Aufnahme über 2 Overhead-Mikrophone abgenommen wird, da analoges Drum
  4. Nochmal per Kopfhörer, aber nun für Bass und Vocal, da der Bass beim Anschlagen leiser ist, als die Gitarren.

Im Endeffekt müsste ich dann in Cubase 6 Spuren haben. 2x Drums, 2x Gitarre, 1x Bass und 1 Vocal.

Alternativ kam mir auch die Idee, um den Ablauf zu beschleunigen (da wir ja sonst sogesehen 4 Durchgänge bäuchten), die Zoom Muliteffekte direkt auch als Interfaces zu nutzen, wobei ich bedingt 16-Bit Auflösung und 44 kHz eher zum UR22 tendieren würde.

Nun an euch Profis: Wie könnte ich oben beschriebenes Szenario am Besten aufm PC aufnehmen? Passt soweit mein Gedankengang? Verbesserungsvorschläge? Komplett andere Ideen?

Gruß!
 
Eigenschaft
 
Sollte so passen. Vielleicht bei der Aufnahme des Guide-Tracks erstmal die Drums komplett weglassen.
Müsst Ihr einfach mal probieren.

(Kommt wohl auch auf die Clickfestigkeit der Akteure an.)

Ansonsten würde ich in Cubase die Projekteinstellung auf 24bit bei 44,1 KHz vornehmen.
 
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...Aufnahme des Guide-Tracks...

Ahh, wieder was dazu gelernt... "Guide-Track" ^^ Müssen es mal probieren, da dies nächste Woche überhaupt unsere erste Aufnahme wird.

Aber wenn mein bisheriger Gedankengang soweit schonmal in Ordnung war, freut es mich natürlich :)
 
Bezüglich der vielen Durchgänge: Also an sich ist es ja durchaus üblich nacheinander aufzunehmen. Und dann auch in noch mehr Durchgängen z.b bei der Gitarre, wenn die mehrere Sounds hat. Weil man dann z.b. cleane parts und verzerrte parts auf zwei separaten Spuren in zwei Durchgängen aufzunehmen. Und Solos sowieso. Jen nach Genre und Arrangement macht man da dann übrigens auch mal Dinge, die nicht der liv Version entsprechen, also Spuren doppeln, oder Solos als dritte Spur, während zwei Rhytmusgitarren weiter spielen.

Zum Guidetrack (auch Pilotspur oder "Schmutzspur" genannt): Da würde ich nicht mit dem Handy arbeiten, sondern es auch schon in Cubase direkt aufnehen und zwar nach Metronom. Nacheineinder aufnehmen mit einer "freien" Pilotspur halte ich für schwierig. Habt ihr denn kein Mischpult? Ansonsten braucht man ja auch nicht immer alle Instrumente für den guidetrack, oft reicht Gitarre und vocals.

Bei dir klingt das jetzt auch etwa so nach "Unser Interface hat nur zwei Eingänge, daher können wir nicht alle zusammen aufnehmen." Stattdessen ist das einzeln aufnehmen ja eben durchaus üblich. Also ich würde auch die Gitarren einzeln aufnehmen und auch Bass und Gesang separat. Hat auch den Vorteil, dass der Bassist nicht Flucht, wenn der Sänger einen Fehler macht, während der Bassist einen super Lauf hat und dann beide nochmal machen müssen. Überhaupt ist das mittendrin einsetzten viel einfacher, wenn wirklich jeder separat einspielt.

Das klingt jetzt für dich vielleicht sehr aufwändig, du hättest aber ja nur "mit einfachen Mitteln" geschrieben - aber ich bin jetzt mal davon ausgegangen, dass das Ergebnis trotzdem möglichst gut sein sollte.
 
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Bezüglich der vielen Durchgänge: Also an sich ist es ja durchaus üblich nacheinander aufzunehmen. Und dann auch in noch mehr Durchgängen z.b bei der Gitarre, wenn die mehrere Sounds hat. Weil man dann z.b. cleane parts und verzerrte parts auf zwei separaten Spuren in zwei Durchgängen aufzunehmen. Und Solos sowieso. Jen nach Genre und Arrangement macht man da dann übrigens auch mal Dinge, die nicht der liv Version entsprechen, also Spuren doppeln, oder Solos als dritte Spur, während zwei Rhytmusgitarren weiter spielen.

Ja, so habe ich mir das vorgestellt, dass ich für jedes Instrument (bspw. eine Gitarre mit zwei Sounds = zwei Spuren, etc.) eine eigene Spur nehmen sollte, um kleinere Korrekturen im Nachhinein besser tätigen zu können!

Zum Guidetrack (auch Pilotspur oder "Schmutzspur" genannt): Da würde ich nicht mit dem Handy arbeiten, sondern es auch schon in Cubase direkt aufnehen und zwar nach Metronom. Nacheineinder aufnehmen mit einer "freien" Pilotspur halte ich für schwierig. Habt ihr denn kein Mischpult? Ansonsten braucht man ja auch nicht immer alle Instrumente für den guidetrack, oft reicht Gitarre und vocals.

Unser Metronom heißt bis jetzt immer "Drummer" und sitzt hinterm Schlagzeug :D Ne im Ernst, den Guidetrack gleich mit Metronom aufnehmen macht schon Sinn. Mir wird auch gerade bewusst (ich spiele Bass), wie sehr ich gefühlt auf unseren Drummer angewiesen bin. Muss mal schauen, wie das im Kontext der Aufnahme mit einem Metronom läuft. Aber wenn der Drummer "nichts" am Guidetrack einspielen muss, so kann er auch dann gemütlich den Aufnahmeknopf betätigen ;)

Bei dir klingt das jetzt auch etwa so nach "Unser Interface hat nur zwei Eingänge, daher können wir nicht alle zusammen aufnehmen." Stattdessen ist das einzeln aufnehmen ja eben durchaus üblich. Also ich würde auch die Gitarren einzeln aufnehmen und auch Bass und Gesang separat. Hat auch den Vorteil, dass der Bassist nicht Flucht, wenn der Sänger einen Fehler macht, während der Bassist einen super Lauf hat und dann beide nochmal machen müssen. Überhaupt ist das mittendrin einsetzten viel einfacher, wenn wirklich jeder separat einspielt.

Unser Interface hat tatsächlich nur 2 Eingänge ;) Persönlich finde ich es cooler, wenn man als Band komplett spielen und das auch so gleich aufnehmen könnte. Ich stelle mir vor, dass der "Flow" während des gemeinsam-spielens besser aufgenommen werden kann, als wie wenn jeder "alleine" einspielt. Das müssen wir einfach testen! Aber klar, dass es nicht unüblich ist, habe ich mir fast gedacht.

Das klingt jetzt für dich vielleicht sehr aufwändig, du hättest aber ja nur "mit einfachen Mitteln" geschrieben - aber ich bin jetzt mal davon ausgegangen, dass das Ergebnis trotzdem möglichst gut sein sollte.

Das Ergebnis sollte schon halbwegs als gutes Demo-Tape reichen! Definitiv!

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Danke erstmal für die Antworten! Am Montag wirds einfach mal getestet. Gerade weil bei uns keiner Recording-Erfahrung hat, müssen wir uns alle erstmal langsam in die Thematik reinarbeiten. Zur Not auch per "Trial & Error". Bin mal auf das Ergebnis gespannt!
 
wir haben soetwas ähnlich mal mit einem 8 Spur Minidiskrecorder gemacht. Natürlich reichten die Spuren auch nicht fürs das Schlagzeug + Instrumente.

Das Schlagzeug haben wir dann komplett mikrofoniert und durch einen kleines Mischpult geschickt. Den Sound via Kopfhöhrer abgehört und eingestellt und dann 2 Spuren (Stereo) in den Minidisk. (Wäre dann bei Dir der Rechner mit Cubase)

Und ja...auf jeden Fall für die Dreckspur auch 2 Mikros in den Raum hängen und mit Cubase aufnehmen und ganz wichtig....mit KLICK einspielen.


LG
 
Unser Metronom heißt bis jetzt immer "Drummer" und sitzt hinterm Schlagzeug :D Ne im Ernst, den Guidetrack gleich mit Metronom aufnehmen macht schon Sinn. Mir wird auch gerade bewusst (ich spiele Bass), wie sehr ich gefühlt auf unseren Drummer angewiesen bin. Muss mal schauen, wie das im Kontext der Aufnahme mit einem Metronom läuft. Aber wenn der Drummer "nichts" am Guidetrack einspielen muss, so kann er auch dann gemütlich den Aufnahmeknopf betätigen ;)

Das sind alles Faktoren, die ein wenig mit der Clickfestigkeit der einzelnen Bandmitglieder zusammenhängt wie auch dem Groovegefühl der Band untereinander.
Für jemanden, der noch nie richtig zum Click geübt hat, könnte eine Aufnahmesituation schnell in Stress ausarten ("Hilfe, ich bin der Anforderung nicht gewachsen!"). Hier sollte man versuchen, Ängste und zu hohe Erwartungshaltungen von vornherein zu mindern.

Vorteil bei Eigenaufnahme gegenüber gemietetem Studio: Ihr habt Zeit!

Wenn aufgrund begrenzter Eingänge eben nur nacheinander eingespielt werden kann, macht es durchaus Sinn, den Guidetrack zusammen einzuspielen (z.B. zwei Overheadmikros im Raum aufstellen/von der Decke abhängen).
Hier könnte man überlegen, welche Instrumente und Vocals wirklich als Guidetrack nötig sind.

Vielleicht reicht für die "Schmutzspur" auch Git.+Voc. (jeweils eine separate Spur). Dann die anderen nacheinander einspielen lassen.

Fürs Drumset mit 2 Overheads aufgenommen würde sich z.B. die "Recorderman Technik" anbieten. Einfach mal oben rechts im Board die interne Google-Suche bemühen.

Also: Instrumente richtig stimmen, Stimme nicht mit Cola versauen und Aufnehmen.

Viel Spaß! :great:
 
Also, kleines Resümee:

- Falls kein 8-Spur-Minidisk-Recorder zur Hand ist, Cubase nehmen xD
- Zuerst einen "Guidetrack" erstellen. Je nach Bedarf nur Gitarre + Vocals (währen ja dann passenderweise 2 Spuren). Diesen per Overhead aufnehmen (kein Problem - im Proberaum hängen 2 Overhead-Mics). Wichtig ist hier, mit Click/Metronom zu arbeiten.
- Schlagzeug aufnehmen. Bedingt der Verfügbarkeit an Equipment eignet sich die "Recorderman-Technik" (Link zum Post: https://www.musiker-board.de/record...drum-recording-mit-nur-2-mics-diskussion.html)
- Weitere Gitarre und Bass aufnehmen
- Je nachdem, wenn pro Song eine Gitarre mehrere Sounds hat (zB Clean + Dist.), dann für jeden Sound eine eigene Spur erstellen

Wenn was nicht passt: Nochmal machen. Haben ja Zeit ;) Achja, keine Cola für den Sänger/Background-Vocs!

Einfach Spaß haben!


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Haha, ich hoffe, dass die Zusammenfassung soweit passt ;)
 
mit dem ur22 und dem laptop hast du schon gute vorraussetzungen.

ich empfehle dir, um wirklich mit einfachsten mitteln aufzunehmen folgendes:

stecke 2 mikros an das ur22 und positioniere diese mit einigen experimenten in eurem raum. befasse dich hierfür vielleicht mal mit dem thema "stereo-mikrofonie"
ich verspreche dir mit ein wenig aufwand fürs rumprobieren der positionen und der amp lautstärken werdet ihr charakterstarke live-aufnahmen herstellen können.

diese variante ist auch sehr stress und zeit sparend und man kann sich mehr aufs musikzieren konzentrieren. am besten den song in einem aufnahme durchlauf gleich 6 mal hintereinander spielen.
 
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