Marshall-Watt, ist da irgendwie etwas anders?

  • Ersteller punkadiddle
  • Erstellt am
Also ich habe noch keinen Hersteller von Gitarrenlautsprechern gesehen, der hinsichtlich der Belastbarkeit auf unterschiedliche Gehäuse hinweist und womöglich Grenzen formuliert...
Genau, er kann es ja auch nicht. Dafür müsste er für jedes mögliche gehäuse Angaben zum Maximalpegel machen. Die meisten Herlsteller von Gitarrenlautsprechern sparen sich auch die Angabe des maximalen Hubs, mit der man im Simulationsprogramm etwas anfangen könnte. Im PA Bereich sind solche Angaben üblich. Dann kann der Entwickler schauen, wie belastbar ein Lautsprecher ist.
Dass man einen Lautsprecher mit einer Leistung unterhalb der angegebenen Belastbarkeit nicht kaputt bekommt, ist ein Mythos, solche falschen Mythen gibt es leider viele.
 
Ich möchte das anhand eines Beispiels verdeutlichen. In einem anderen thread habe ich den Eminence Wizard schon als Beispiel genommen, deswegen nehme ich den einfach wieder her, da die Daten schon im Programm sind. In diesem Beispiel simuliere ich ihn in einem offenen Gehäuse...

Das ganze rutscht jetzt etwas ins OT ab aber ich find die Diskussion interessant. Allerdings muss ich zu Deinem Diagramm sagen das der Speaker eigentlich hier wieder ausserhalb der Spezifikationen betrieben wird, Eminence weist in seinem Produktblatt zum Wizard aus das er einen Freuenzbereich von 70 - 5500 Hz hat und das ein Betrieb in einem Vented Enclosre nicht vorgesehen ist (inwiefern das vented jetzt mit Bassreflex versehen bedeutet oder ohne Gehäuse lässt die Definition offen...) und zur Belastbarkeit: der Wizard hat 75W, für einen PA Fuzzi ist das natürlich nix aber für einen Gitarrenlautsprecher der selten allein eingesetzt wird eigentlich schon sehr hoch...und weil wir grad bei PA sind: Ich hab in den letzten 5 Jahren so knapp ein Dutzend EV 15L oder B aus den diversen Anlagen der Musiker in Town gefischt die ausnahmslos durchgebrannte Spulen hatten, sonst lag kein Defekt vor. GsD hab ich gute Connections nach Straubing und die Reconen mir den dann immer inder Pro Version zu einem akzeptablen Preis. Der bisher größte Schaden war ein Evil Twin bei dem der AÜ flöten ging (vermutlich aufgrund eines Röhrendefekts) und da hingen von den Membranen nur noch Fetzen im Korb, die VC hats in bzw durch die Frontbespannung geschossen gehabt... aber auch hier dürfte man von einem Zustand ausgehen der etwas außerhalb des Normalen lag ;)
Worauf ich hinauswill ist das heutzutage bei Qualitätsware eigentlich die Lautsprecher das halten was die Hersteller versprechen und das dauerhaft. Wer natürlich den MonsterSub (aktiv) mit 2KW Leistung zum Hammerpreis von 199€ aus der Bucht zieht braucht sich nicht wundern wenn das Ding sich halb aufgedreht in seine Einzelteile zu separieren aber ich denke das ist allen Mitlesenden hier klar...
 
Das ganze rutscht jetzt etwas ins OT ab
Ja, es würde nach meiner Meinung gut hier rein passen
https://www.musiker-board.de/verstaerker-boxen-e-git/55777-lautstaerkefaktoren-amps.html
Allerdings muss ich zu Deinem Diagramm sagen das der Speaker eigentlich hier wieder ausserhalb der Spezifikationen betrieben wird, Eminence weist in seinem Produktblatt zum Wizard aus das er einen Freuenzbereich von 70 - 5500 Hz hat und das ein Betrieb in einem Vented Enclosre nicht vorgesehen ist (inwiefern das vented jetzt mit Bassreflex versehen bedeutet oder ohne Gehäuse lässt die Definition offen...)
Ich habe im Datenblatt keinen Hinweis auf den Einsatz in bestimmten Gehäusen gefunden. Wenn du da mehr gesehen hast, sag mir bitte wo.
Der angegebene Frequenzbereich besagt nicht, dass der Lautsprecher nicht außerhalb dieses Frequenzbereichs betrieben werden darf. Sehr viele Lautsprecher werden außerhalb des angegebenen Frequenzbereichs betrieben. Er ist zur ein Hinweis auf das Übertragungsverhalten, wobei die untere Grenze vom Gehäuse bestimmt wird. So ist es problemlos möglich, einen Lautsprecher mit einem geeigneten Gehäuse auch eine ganze Oktave unterhalb seiner Resonanzfrequenz einzusetzen.
Vented bedeutet ventiliert. Offene Gehäuse fallen nicht unter diese Definition, das wäre ob (open baffle). Ventilierte gehäuse sind zum Beispiel Bassreflex gehäuse, Transmissionlines, alle Arten von bandpässen, TQWTs, Voight Pipes, backloaded Hörner und alles Andere, was sich eine vom Gehäuse erzeugte Resonanz zur Verstärkung eines bestimmten Frequenzbereichs zu Nutzen macht.
und zur Belastbarkeit: der Wizard hat 75W, für einen PA Fuzzi ist das natürlich nix aber für einen Gitarrenlautsprecher der selten allein eingesetzt wird eigentlich schon sehr hoch
Der Wizard liegt eher im Mittelfeld. Es gibt reichlich Gitarren Chassis mit 100 watt un teils auch weit mehr. Für den erreichbaren Pegel ist das zum Glück nahezu belanglos.
Worauf ich hinauswill ist das heutzutage bei Qualitätsware eigentlich die Lautsprecher das halten was die Hersteller versprechen und das dauerhaft
Ja, aber außerhalb des maximal möglichen Hubs, geht ein Lautsprecher einfach kaputt, ob die maximale Belastbarkeit nun erreicht ist, oder nicht.
Die elektrische Belastbarkeit ist nur ein Faktor, die mechanische Komponente ist viel schwieriger zu beherrschen. Eine hohe elektrische Belastbarkeit ist vergleichsweise einfach zu realisieren.
Dass ein Lautsprecher nicht kaputt geht, so lange man ihn nur mit der als Nennbelastbarkeit angegebenen Leistung betreibt, ist Quatsch.
 
Eigentlich war die Frage mit der ersten Antwort schon beantwortet, alles andere verwirrt nur.
 

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