Passen Piezos unter jeden Steg?

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DelayAndReverb
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€ by Ben: Ausgelagert aus "Pick-up für Yamaha FG512 (12 String)"


Im Prinzip geht da jeder bessere Tonabnehmer, den man unter dem Steg einbauen kann.

Vorsichtig mit solchen Ratschlägen - Prinzipiell ist dieser zwar richtig, allerdings bleibt zu Prüfen, ob die Decke das mitmacht. Es gibt auf dieser Welt Gitarren, die durch dünne Decken und Bridges einen solchen Pickup statisch NICHT zulassen. Das kann ziemlich böse enden. Im Zweifel ab damit zum Gitarrenbauer, denn dafür haben die Jungs den Job!
 
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Ich auch. Harley Benton CLF 200 ist eine dieser Gitarren, die keinen Piezoeinbau zulässt. Ich halte mich hier an die Meinung erfahrener Gitarrenbauer, die tagtäglich mit dieser Problematik konfrontiert werden.
 
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Ich verstehe nicht, wo das Problem sein soll:nix:

Du nimmst die Stegeinlage raus, bohrst ein kleines löchlein durch die Decke, schleifst an der Einlage ein paar 1/10mm runter und fertig.

An der Statik der Decke ändert sich so ziemlich genau...gar nichts, außer dem 1,5mm-Löchlein, das durch den Steg geht
 
Ich bin sicher DelayAndReverbs gitarrenbauer wird seine gründe haben, solche geschichten zu verbreiten. Er sei auch herzlich eingeladen, sich hier anzumelden und seine argumente vorzubringen, falls er tatsächlich welche haben sollte.

Bis das passiert, schlage ich vor, die geschichte beiseite zu legen und zur pick-up beratung für stratte89 zurückzukehren und auf den ausgefüllten fragebogen zu warten. € by Ben: durch auslagerung obsolet

Gruss, Ben
 
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Haha, die möchte ich sehen. Beispiele?
Ich bin sicher DelayAndReverbs gitarrenbauer wird seine gründe haben, solche geschichten zu verbreiten. Er sei auch herzlich eingeladen, sich hier anzumelden und seine argumente vorzubringen, falls er tatsächlich welche haben sollte.
Wir haben verschiedene Piezoelemente unter die Stegeinlage gelegt, diese angepasst, wieder darüber eingesetzt und die Saiten in Stimmung gebracht. Resultat: Die Stegeinlage kippte um, da in der Nut des Stegs mangels Tiefe kein seitlicher Halt mehr vorhanden war, da das Piezoelement (egal welches) den Platz hauptsächlich für sich beansprucht hat. Ein Ausfräsen der Nut hatte man im weiteren Verlauf in Betracht gezogen, aber da die dann noch dünnere Decke dann an dieser Stelle sehr geschwächt worden wäre und der punktuellen Druckbelastung der Saiten nicht standgehalten hätte, wurde davon abgesehen.


Damit ist also das Gegenbeispiel und folglich der Beweis erbracht, dass es eben nicht mit der Maxime "Bohr ein Loch in die Nut und baue ABC ein" getan ist.

Ich habe meinen Beitrag dazu geliefert, @BenChnobli - Mit wunschgemäßer Benennung der Gitarre und nachträglicher Darlegung der Problematik - quod erat demonstrandum.

Es ist schon ein starkes Stück, einen Ratschlag für ein gewisses Maß an Vorsicht beim Einbau in Frage zu stellen. Erst recht dann, wenn ein ausgebildeter Gitarrenbauer, der bei Thomann jeden Tag mit diesen und anderen Gitarren zu tun hat und durch dessen Hände täglich und vor allem jährlich mehrere Gitarren verschiedener Hersteller gehen, sein Wissen in dieser Art fachlich völlig korrekt an die seine Kunden weiter gibt. Wer daran immer noch zweifelt, möge bitte ab Montag 9:30 bei Thomann anrufen, sich in die Gitarrenwerkstatt verbinden lassen, Michael verlangen und den Sachverhalt des Piezo-Einbaus in einer CLF 200 und ebenso nachfragen ob diese Problematik auch bei anderen Herstellern auftreten kann.

Weiter möchte ich mal sehen, wer denn dem User X seinen Schaden bezahlt, wenn er den Ratschlag Y des Users Z befolgt und die ganze Sache schief geht.

felix qui potuit rerum cognoscere causas. causa finita.
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felix qui potuit rerum cognoscere causas.

Es macht doch Besserwisser gleich um vieles sympatischer, wenn sie mit ein paar lateinischen Zitaten untermauern, dass sie nicht nur Helden des Gitarrenbaus sondern auch der Altphilologie sind.:eek::rolleyes:

Tatsache ist, dass es bei den allermeisten Gitarren kein Problem ist, einen Piezo unter dem Steg einzubauen. Ich hab das schon das eine oder andere Mal gemacht und hab noch nie Probleme gehabt. Sollte die Nut für die Stegeinlage tatsächlich so flach sein, dass die Einlage nach dem Einbau zu wenig Halt hat, kann das tatsächlich ein Grund sein, eine Alternative suchen zu müssen, aber kaputt gehen tut dabei erstmal nichts.

Im Zweifelsfall sollte man dann eben nicht gleich mit der Fräse auf die Gitarre losgehen sondern dann doch z.B. einen magnetischen Pickup zur Hand nehmen.

€ by Ben: Rest des beitrags gelöscht, da durch auslagerung obsolet.
 
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Es macht doch Besserwisser gleich um vieles sympatischer, wenn sie mit ein paar lateinischen Zitaten untermauern, dass sie nicht nur Helden des Gitarrenbaus sondern auch der Altphilologie sind.:eek::rolleyes:

Damit komme ich bestens zurecht, pflege allerdings die sachliche und objektive Diskussion. Das ich Held im Gitarrenbau bin, schreibe ich mir allerdings keines Falls auf die Fahne.

Tatsache ist, dass es bei den allermeisten Gitarren kein Problem ist, einen Piezo unter dem Steg einzubauen.

Das ist natürlich die herrschende Meinung, daher gehe ich mit Dir konform. Tatsache ist, dass dies dennoch an jeder und somit eben auch an der vorliegenden Gitarre zu prüfen ist, bevor hinterher die Enttäuschung groß ist und ggf. ein Schaden vorliegt. Nichts anderes ist die ursprüngliche Intension. Wer weiß schon, ob Piezosystem X passt oder nicht? Wir nicht, daher ist der Hinweis absolut angebracht. Erstrecht dann, wenn noch nicht definiert ist, wohin die Reise denn gehen wird.


Im Zweifelsfall sollte man dann eben nicht gleich mit der Fräse auf die Gitarre losgehen sondern dann doch z.B. einen magnetischen Pickup zur Hand nehmen.


Im Zweifel ist die erste Adresse der Gitarrenbauer/Händler, bevor man die Piezo-Systeme komplett abschreibt, denn es gibt ja dennoch sehr flache Systeme, die in der Gitarre XYZ passen könnten, aber die man möglicherweise eben nicht auf dem Schirm hat. Dafür haben die Jungs eben ihren Job. In meinem Fall habe ich daher einen magnetischen Pickups gewählt.



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Ich frage mich gerade, warum es bei meiner HBF200 absolut kein Problem war, ein b-Band System unter den Steg zu bauen. Ich durfte etwa 0,5 mm am Steg selber feilen, aber selbst wenn es mehr gewesen waere, der Stegnut wird nur in der Breite, nicht in der Tiefe angepasst. Die Tiefenanpassung erfolgt durch abnehmen von der Stegeinlage. Bei der Bohrung fuer das Kabel musste ich etwas aufpassen und ein bisschen diagonal bohren, da ich ansonsten an der Hauptbrace herausgekommen waere, aber insgesamt war das groesste Problem der Einbau der Endpinbuchse, nicht der Pickup an und fuer sich.
 
Ich habe die diskussion über die eventuellen risiken eines piezo-einbaus nun in einen eigenen thread ausgelagert, sie hat ja mit der nachgefragten kaufberatung direkt nichts zu tun. So können wir hier in ruhe weiter darüber plaudern.

Ich glaube, es ist schon klar, dass im gegensatz zu e-gitarren bei a-gitarren halt viele einstell- und umbauarbeiten mit hilfe von feilen, bohrern, senkern, fräsen und anderen werkzeugen stattfinden. Und wenn sich jemand den umgang mit diesen werkzeugen nicht zutraut, zwei linke daumen oder nur einen zu grossen hammer zu hause hat, dann ist der gang zum profi sicher die richtige wahl für einen piezo-einbau.

Risiken beim einbau sehe ich noch am ehesten darin, beim aufbohren des gurtpin-lochs oder beim ausschneiden des loches zur aufnahme eines allfälligen zargenradios die zarge optisch zu ruinieren.

Gruss, Ben
 
...ein b-Band System unter den Steg zu bauen. Ich durfte etwa 0,5 mm am Steg selber feilen

@Corkonian Welchen B-Band hast Du denn verbaut? Ich hatte vor dem Umbau bereits 1,5 - 2 mm von der Stegeinlage herunter schleifen müssen und die eingelegten Streifen in der Brücke herausnehmen, damit die nun perfekte Saitenlage für mich akzeptabel war. Probiert haben wir für den Einbau diverse Exemplare der Fishman AG und Matrix Serie sowie der Shadow SH und Nanoflex Serie. Grundsätzlich sind aber Piezo und Transducer zwei unterschiedliche Dinge.



Grüße von dem, der mit Werkzeug umgehen kann.
 
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Funktionstechnisch sind Piezo und Transducer unterschiedlich, einbautechnisch aber ... eher togal.
Ich hatte ein olles b-Band 2.1 wiederverwendet. Frag nicht welches genau... war das mit Endpin-Preamp.
Ich musste die komische Metalleinlage herausnehmen und dann nochmal ca 1,5 mm schleifen. Ausserdem ein bisschen die Stegnut aufweiten. Nicht genug fuer einen Einsatz der Oberfraese, halt nur ein paar Zuege mit der Feile und bisschen Schleifpapier.
 
Na, offensichtlich ist der originale Thread - Ersteller erfolgerich verschreckt. Normalerweise stellt man zuerst fest, welche Ansprüche er hat und wieviel er bereit ist, an Änderungen vorzunehemen, Spieltechnik ... und dann kommt man auf eine Empfehlung. Daher auch zuerst der Hinweis auf den Fragebogen.
Richtig ist, dass ein höherer Piezo in einer zu flachen Stegnut Probleme machen kann. Aber wenn z.B. ein solch flacher Abnehmer wie ein B-Band UST Probleme machen sollte, dann war die Stegnut schon vorher zu flach. Ansonsten gibt es ja noch sowas wie den AST, den man im Korpus von unten auf die Schalldecke klebt, sofern durch das Bracing da irgend ein geeigneter Platz auffindbar ist. Oder so ein-oder mehrfache runde Kleinabnehmer, die man verteilt innen aufklebt.

Gruß
Christoph
 
Risiken beim einbau sehe ich noch am ehesten darin, beim aufbohren des gurtpin-lochs oder beim ausschneiden des loches zur aufnahme eines allfälligen zargenradios die zarge optisch zu ruinieren.
Ja, das Aufbohren für die Endpin-Buchse ist nicht ganz einfach. Da habe ich ziemlich geschwitzt, es letzten Endes aber hinbekommen.
Über das Aufbohren habe ich hier schonmal was geschrieben.
Da ich in meiner Lowden einen geteilten Steg mit seperaten Piezos für die umwickelten und blanken Saiten habe, musste ich zwei Löcher durch die Decke bohren. In jeder Stegnut eines.
Ich hatte damals für den zweiteiligem K&K FanTaStick Piezo nur den Knochen der Stegeinlage um die 1,1mm von unten runtergefeilt und die Piezos in die unveränderten Nuten eingelegt.
Dieses Abfeilen muss natürlich absolut plan gemacht werden, da sonst die Piezos unterschiedlich viel Saitendruck abbekommen und unter Umständen dann unterschiedlich laut sind.
Da der Steg bei der Lowden eine gewölbte Oberfläche hat, wird die Nuttiefe nach außen hin immer flacher und beim kurzen Einlegesteg der blanken H & E-Saite blieb auch nicht viel Nuttiefe übrig.
Es geht noch, da der Einlegesteg nicht sehr hoch ist und somit auch nicht zum Kippen neigen würde, aber es ist knapp.


Insofern gibt es durchaus Risiken beim Einbau und wer sich da unsicher ist sollte das einen Gitarrenbauer machen lassen.

Auf das "Zargenradio" habe ich damals übrigens bewusst verzichtet und bin mit dem passiven Piezo sehr zufrieden. Ich wollte keine Batterie und keinen rauschenden Verstärker in meiner Gitarre und bin froh über diese Entscheidung, da die damals "aktuelle Elektronik" heute nur noch ein müdes Lächeln hervorrufen würde. Außerdem wollte ich kein Loch in die Zarge einer so guten und gut klingenden Gitarre schneiden um sie nicht zu verschandeln und den Klang nicht zu ändern.

Mit dem Relay G30 oder einem 4-Meter-Kabel in meinen HD500 habe ich einen super Klang (dank hoher Eingangsimpedanz).

Oder so ein-oder mehrfache runde Kleinabnehmer, die man verteilt innen aufklebt.
Die waren bei mir vorher drin. Man sieht hier sogar noch die Kleberreste auf dem Mahagoni:
Sie waren sehr leise und klanglich nicht der Bringer. Da ist die jetzige Lösung definitiv besser und erzeugt weniger Rückkopplungen.
 
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