Probestunde und jetzt weiter machen oder nicht?

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Hallo,

erst mal kurz zu mir ich spiele schon seit 10 Jahren Gitarre seit ca. 5 Jahren auch in Bands mit 10-15 Auftritten/Jahr.
Seit 2 Jahren singe ich in einigen Songs die Backings was eigentlich ganz gut klappt aber die Technik fehlt mir halt einfach - sprich ich bin nach einem Auftritt und 20 Songs in denen ich ein paar Zeilen fühlbar erschöpft was meine Stimme angeht.

Es gab schonmal eine Zeit in der ich fast mal ein oder zwei Songs gesungen hätte aber da ich nicht gleichzeitig Lead Gitarre spielen und singen kann ist das dann wieder etwas versumpft, die Kollegen fanden damals schon das ich ja "garnicht so schlecht singe".

Da sich jetzt wieder in meiner Band eine ewige suche nach einem Sänger aufgetan hat beschloss ich dann schließlich doch mal Unterricht zu nehmen und den Gesang mal anzugehen, vielleicht nicht gleich Live aber wenns nur für mich ist mit ein wenig Gitarre dazu reicht mir schon.

Langes hin und her Musikschulen gesucht aber dort stört mich halt das man nur jährlich kündigen kann und auch während der Schulferien kein Unterricht stattfindet. Letztendlich habe ich jetzt eine Gesangslehrerin gefunden bei der ich monatlich kündigen kann (würde dann eben zu den Sommerferien kündigen und danach wieder anfangen wenn sie das mitmacht ^^).

Hatte jetzt am Freitag meine erste Probestunde wo wir einfach mal ein bischen geredet haben was ich machen möchte und was ich bisher so gemacht habe, anschließend 2 Aufwärmübungen bei der Sie mal schauen wollte wo den so meine Range liegt.

Zu beginn meinte sie noch das ich wohl eher ein Bariton wäre, stellte sich aber heraus das meine Range wirklich ganz ordentlich zu schein sein bis zum hohen c (welches ist das jetzt eigentlich c'' ich blick da nicht durch) außerdem wäre ich sehr intonationssicher und in dem Ausmaß hätte sie das so noch nicht gehabt.

Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet, aber gut wenn man schon etliche jahre Musik macht dann hört man halt auch ob man den Ton trifft oder nicht.


Was natürlich jetzt doof ist, das wir jetzt einen recht guten Sänger gefunden haben und ich eigentlich auch bei der Gitarre bleiben möchte weiß ich halt nicht inwiefern es lohnenswert ist jetzt mehrere Jahre Gesangsunterricht zu nehmen, bock zu Singen hab ich jetzt aufjedenfall bekommen und auch schon ein paar gute Ideen für Songs die ich gerne singen würde.

Natürlich würde ich als GL auch nicht meine Kunden vergraulen und zu ihnen sagen "du triffst keinen ton" oder "du kannst einfach nicht singen" :D deswegen weiß ich nicht so recht ob ich dem ganzen glauben schenken soll.
Sie wollte mich sofort für ihr Musical Projekt rekrutieren, aber das haut bei mir Zeitlich und auch vom Stil her eher weniger für micht hin.

Ich versuch mal im Laufe der Woche was aufzunehmen, kann mir jemand mal tipps geben wo ich ein wenig Hall/Compressor und sowas bekomm zum bearbeiten? Mikrofon (SM57 Beta und Interface Focusrite Scarlett) hab ich schon lange, da sollte sich ja was schickes zaubern lassen mit nem Backing track.
 
Eigenschaft
 
Ob man singt oder Gesangsunterricht nehmen will, sollte man nicht davon abhängig machen, ob die Band, in der man spielt, eine Sänger hat oder nicht.

Zum einen wird deine aktuelle Band eventuell nicht deine letzte musikalische Aktivität im Leben sein, zum anderen kommt und geht Personal.

Gesangslehrerin gefunden bei der ich monatlich kündigen kann (würde dann eben zu den Sommerferien kündigen und danach wieder anfangen wenn sie das mitmacht ^^).

Gönn der guten Frau doch einfach auch in den Ferien die Butter auf's Brot. ;)

Andernfalls wird sie den Job nicht sehr lange machen können und dann musst du dir eine neue suchen.
 
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Langes hin und her Musikschulen gesucht aber dort stört mich halt das man nur jährlich kündigen kann und auch während der Schulferien kein Unterricht stattfindet. Letztendlich habe ich jetzt eine Gesangslehrerin gefunden bei der ich monatlich kündigen kann (würde dann eben zu den Sommerferien kündigen und danach wieder anfangen wenn sie das mitmacht ^^).


Das schlag ihr mal lieber nicht vor. Antipasti hat vollkommen recht. Auch in den Ferien muss man als Gesangslehrerin essen und leben. Du hast in deinem Beruf möglicherweise auch bezahlten Urlaub, oder? Durchbezahlte Ferien sind für Musikschulen normal und anders organisatorisch gar nicht machbar. Dafür sich die Monatspreise aber meist nicht so hoch wie bei einer privaten Lehrerin. Viele private Lehrer und Lehrerinnen machen auch in den Ferien frei. Ich selber mache individuellen Urlaub, das heisst bei mir daß 4 Unterrichtsstunden im Jahr bezahlt ausfallen können. In der Musikschule sind unsere Ferien auch durchbezahlt. Wenn einer vor den Ferien kündigt braucht er danach bei mir nicht mehr anzutanzen.

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Natürlich würde ich als GL auch nicht meine Kunden vergraulen und zu ihnen sagen "du triffst keinen ton" oder "du kannst einfach nicht singen" :D deswegen weiß ich nicht so recht ob ich dem ganzen glauben schenken soll.


Wir Gesangslehrerinnen sind Profis darin, jemandem der es nicht kann das singen beizubringen. Das ist doch gerade der Sinn der Sache, oder? Wer es schon kann braucht an sich keinen Unterricht. Deshalb ist es kein Grund jemanden abzulehnen, weil er (noch) die Töne nicht trifft oder schlecht singt. Das wäre als ob ein Gitarren-, oder Klavierlehrer voraussetzen würde, daß der neue Schüler bereits toll spielt.

Ich bin sicher wir alle, die wir Gesang unterrichten hatten bereits Schüler und Schülerinnen, die am Anfang wirklich nichts konnten. Na und? Auch solche können es lernen. Daß Töne nicht getroffen werden kann zudem ganz verschiedene Gründe haben und eine gute Gesagslehrerin weiß sehr wohl, wie man daran arbeiten kann.

Die Lehrerin wird dir aber sicherlich sagen, was in nächster Zeit in ihrem Unterricht für dich anstünde. War da die Rede von Intonationsübungen? Dann weißt du Bescheid ;-)) Ist aber auch kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen oder keinen Unterricht zu nehmen.
 
Naja wie gesagt, Sie war eher positiv überrascht... meine Intonation die passt eigentlich wirklich ganz gut, da hatte ich nie probleme nur weiter oben wirds dann kritisch aber wenn mir jemand einen Ton/Akkord am Klavier vorgibt dann haut das hin.
 
Es gibt viele verschiedene Modelle. Ich bin komplett freischaffend und mache überhaupt keine Verträge. Man zahlt bei mir nur die Stunden, die man nimmt, und kann jederzeit aufhören, allerdings gilt das für beide Seiten. Wenn z.B. jemand zu einer vereinbarten Stunde nicht erscheint und mir vorher nicht abgesagt hat, muss er/sie unter Umständen sehr lange auf den nächsten Termin warten. Ich habe genug Schüler und bevorzuge immer die zuverlässigen. Aber alles in allem klappt es sehr gut. Alledings bin ich auch aktive Sängerin, habe also zwei musikalische Standbeine und komme so finanziell halbwegs über die Runden. Ferien im Sinne von Schulferien mache ich sowieso keine. Gerade in den Sommermonaten spielen wir am häufigsten, da kann ich nicht lange wegfahren. Und dann kann ich wochentags auch unterrichten. Flaute ist eher von Januar bis März, aber ich habe ein Schulkind zu Hause, in Urlaub fahren ist also nicht.
Ich mag´s gern frei und flexibel, für mich passt das Modell gut.
 
Naja wie gesagt, Sie war eher positiv überrascht... meine Intonation die passt eigentlich wirklich ganz gut, da hatte ich nie probleme nur weiter oben wirds dann kritisch aber wenn mir jemand einen Ton/Akkord am Klavier vorgibt dann haut das hin.


Dann versteh ich dein Misstrauen nicht ;-)
Bei sowas denkt man sich als Gesangslehrerin gar nichts Übles - das ist Alltag :) Mich z.B. kann so gut wie gar nichts mehr schrecken, was Schüler in der ersten Stunde so gesangliches von sich geben. Ich hör mir das an, mach einen kleinen Stimmcheck und komme dann meist schon zu einer Idee dazu, welche Übungen und evtl Songs in der ersten Zeit so anstehen könnten.
Ich weiß, die SchülerInnen haben ganz oft diese Angst, Töne nicht zu treffen, hässlich zu singen und die Gesangslehrerin damit zu schocken. Und das auch in Fällen, in denen die Stimme sehr schön ist, Intonation gar kein Thema und auch musikalisches Feeling vorhanden. Da kann ich die Leute meist sehr schnell beruhigen.
Und wie gesagt: Wir arbeiten auch mit denen, die noch gar nichts können. Auch das wäre kein Ausschlusskriterium. Im Gegenteil - Je weniger jemand der singen können möchte es von sich aus schon kann desto sinnvoller ist es doch Unterricht zu nehmen.

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Zu beginn meinte sie noch das ich wohl eher ein Bariton wäre, stellte sich aber heraus das meine Range wirklich ganz ordentlich zu schein sein bis zum hohen c (welches ist das jetzt eigentlich c'' ich blick da nicht durch) außerdem wäre ich sehr intonationssicher und in dem Ausmaß hätte sie das so noch nicht gehabt.

Na, das klingt doch super.
Das mit dem c - hast du das so richtig verstanden? Das hohe c für klassischeTenöre ist das c'', aber die Frage wäre mit welcher Übung und in welcher Tonqualität du dieses jetzt schon erreichen konntest. War es in Falsett?
Wenn der fragliche Ton noch in Modalstimme gesungen war war es doch wohl eher ein c'. In dem Fall kannst du aber trotzdem zwei Oktaven Stimmumfang haben, falls die Tiefe entsprechend gut angelegt ist. Also C, c und hoch bis c' - Das ist vorstellbar.
 
Wie sie das mit dem hohen c gemeint hat weiß ich nicht ich gehe aber auch eher von dem c' aus, da es mir nicht sehr hoch vorkam.

Ich bekam dann gleich ein oder zwei Tipps um die Resonanzräume quasi aufzumachen und die richtige Haltung und die Atmung wurde mir etwas gezeigt - klar da war ich natürlich auch kein Anfänger ich hab ja schließlich immer mal wieder mit jemand in der Band gespielt der auch Gesangsunterricht genommen hat da haben die Basics natürlich etwas abgefärbt.

Zum Schluss sollte ich mir ein Lied aussuchen aus einem Buch mit klassischen Pop-Songs auf anhieb konnte ich mich nicht entscheiden und hab darum gebeten das sie mir doch eines vorschlagen sollte und die Wahl fiel dann auf "Imagine - John Lennon".

Den Song kannte ich natürlich und da er nicht besonders schwer ist meiner Meinung nach, hat das auch ganz gut geklappt.

Habe mich auch jetzt dafür entschieden das einfach zu machen, mit meinen zarten 20 Jahren ist es wohl noch lange nicht zu spät und ich finde sowieso das es kaum gute Amateursänger in meinem Alter hier in der Gegend gibt was mir ja auch immer wieder durch lange Suchen nach einem Sänger bestätigt wurde.

In nächster Zeit möcht ich halt eher mal ein paar Pop/Rock Balladen singen was mir so auf Anhieb in den Kopf kam war vielleicht zu beginn Let it be oder vielleicht auch mal was von Bon Jovi (da ist der Anspruch dann natürlich doch höher "bed of roses" fänd ich da halt richtig geil).

Freu mich schon auf die nächste Stunde am Mittwoch :)!
 
Hallo,
sehr gute Entscheidung, davon wirst Du auf alle Fälle profitieren.
Ich hab das auch vor ein paar Jahren gemacht und es hat mich enorm weitergebracht - nicht nur stimmlich.
Gruß
 
Wenn du dich auf die nächste Stunde freust, sit das wohl ein klares Indiz, dass du dabei bleiben solltest. :D

Und zu alt ist man nie. Es ist erst dann zu spät, wenn der Stimmapparat irreparabel im Eimer ist. Und das ist nur sehr bedingt eine Frage des Alters... :gruebel:
 
Also war am ja am Mittwoch wieder und wir haben dann mal ein Paar Songs rausgesucht die wir jetzt mal durchgehen (Piano Man, Let me Entertain you, When i was your man).

Sind wie ich finde eigentlich alle recht hoch zu singen, was an und für sich recht gut ist - denn ich finde meiner Stimme fehlt untenrum die Kraft da klingt es meistens eher wie gesprochen und nicht wie gesungen.

Habe jetzt auch mal Testweise ein paar Mitschnitte gemacht bin mit den Resultaten jedoch noch nicht ganz zufrieden (kennt glaube ich so gut wie jeder der die ersten paar male seine Stimme gehört hat.)

Werde vielleicht noch am WE oder nächste Woche eine Hörprobe von Piano Man oder Let me Entertain you einstellen, Bruno Mars lass ich jetzt mal außen vor da muss ich noch ein wenig Falsett üben für die ganz hohen Töne üben.
 

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