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Saiten wollen nicht schwingen

Dieses Thema im Forum "Instrumente und Zubehör [Strings]" wurde erstellt von Stefan M., 20.09.2009.

  1. Stefan M.

    Stefan M. Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    als alter Gitarrist und Tastendrücker habe ich mir kürzlich eine E-Violine gekauft, um herauszufinden, ob mir das auch liegt. Viel investiert habe ich dafür nicht (ja, ich weiß, was du jetzt denkst, ist völlig ok :D).

    Auf jeden Fall war das Instrument schnell gestimmt, ans PA angeschlossen und grundsätzlich spielbereit. Nur, dass es mit dem Bogenstrich absolut nicht hinhaut. Diese Porbleme haben auch andere, wie ich gesehen habe, aber auch das hat mir nicht weiter geholfen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es an der Präparation des Bogens liegt. Kann es sein, dass die Bespannung oder das Kolofonium so wenig taugen, dass man damit nicht arbeiten kann? Trotz aller Versuche, das Haar mit Kolofon zu beschichten, bringe ich die Saiten nicht zum Schwingen. Es entsteht nur ein schabender Ton. Wie ist die Bogenspannung optimal? Kann es sein, dass das Kolofonium zu trocken ist?

    Stefan ratlos
  2. FiddlersBlack

    FiddlersBlack Registrierter Benutzer

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    Selbst wenn überhaupt kein Kolophonium auf dem Bogen ist (was ich meist irgendwann nachträglich mache, wenns mich denn nervt beim Üben, Proben, Auftritt :ugly: ) bringt er die Saiten i.d.R. zum Schwingen.

    Gut, wenn die Haare aus irgendeinem Grund fettig sind o.ä. kann ich mir vorstellen dass der Bogen wohl nutzlos wird, aber ich kann mir akum vorstellen dass man dann dir einen eingefetteten Bogen verkauft ( :confused: ) ...


    I.d.R. spanne ich meinen Bogen so, dass die Haare noch elastisch sind, aber auch bei aggresiverem oder Wurfbogenstrich nicht so sehr nachgeben dass ich mit dem Holz streiche...


    Aber wie gesagt, dass die Saiten überhaupt nicht schwingen kann ich mir nicht vorstellen...
  3. cello und bass

    cello und bass Mod Streicher/HipHop

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    Erstmal :great: viel Erfolg bei deinem Vorhaben!!! Willkommen hier bei uns Sterichern!

    Also bei neuen Billigbögen kann es sein, dass die Haare nur sehr schwer Kolofonium aufnehmen....

    1. Spann den Bogen (mit der Metalschraube unten am Frosch)
    2. Rauh das Kolo mit etwas Sandpapier an
    3. streich häufig mit dem Kolofonium über den Bogen, bis du einen weißen Staub erkennen kannst. Grade bei neuen Bögen muss man viel Kolofonium verwenden
    4. wenn du anfängst zu spielen, kipp den Bogen etwas
    5. -> NIMM DIR EINEN LEHRER

    (PS: deine Sig muss mal regelkonform geändert werden: Schriftgröße 1 und keinen Smilies...)
  4. AnDro

    AnDro Registrierter Benutzer

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    Kann schonmal recht lange dauern bis genügend Kolophonium drauf ist. Hat nicht unbedingt etwas mit dem Preis des Bogens zu tun. Mein mittelguter 500€ Bogen hat eine gefühlte Ewigkeit gebraucht, bis er nach einem Haarwechsel wieder benutzbar war. Ansonsten würde sich noch ein Gang zum Geigenbauer empfehlen, da findest du gutes Kolophonium (z.B. P. Guillaume oder Bernadel) und jemanden der die Möglichkeit hat deine Geige besser einzustellen.

    :great:
  5. langhaar!

    langhaar! Registrierter Benutzer

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    Mal ganz ehrlich zurück: Nein.
    Ein komplett neuer Bogen gibt ohne Kolophonium keinen - aber wirklich gar keinen - Mucks von sich.
  6. FiddlersBlack

    FiddlersBlack Registrierter Benutzer

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    wujo ganz ehrlich zurück rück

    ich ersetze hiermit i.d.R. durch afaik und bin aus dem Schneider XD

    Im ernst, ich hatte noch nie einen neuen Bogen in der Hand, konnte mir allerdings nicht vorstellen, dass er ohne Kolophon gar nicht funktioniert.

    mal mehr oder weniger OT: Ich dachte immer dass durch das Streichen die Saite durch den Stick-Slip-Effekt zur Schwingung angeregt wird. D.h. afaik (puh, nochmal glück gehabt) dass die Haare des Bogens in sehr schneller Folge an der Saite haften, darüber gleiten, wieder haften etc...

    Ich ging nun davon aus das Kolophonium die Haftreibung verstärkt, dass aber im Grunde eine gewisse Grundreibung vorhanden ist.
  7. Stefan M.

    Stefan M. Registrierter Benutzer

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    So, habe euere Ratschläge befolgt und wurde auch prompt mit Erfolg belohnt! Es reicht demnach nicht, die Oberfläche des Kolos anzurauhen, sondern man muss es wirklich pulverisieren, damit es in ausreichender Menge zur Verfügung steht! Boah! Der Sound übersteigt meine Erwartungen weit. Damit kann ich nun meine Gehübungen machen und herausfinden, ob ich das anatomisch hinkriege. Mein Ziel ist nicht das Spiel klassischer Werke, sondern der gelegentliche Einsatz bei der Aufführung von z.B. C&W oder Irish Folk Songs. Als routinierter Solist mit E-Gitarre und Keyboard düfte ich das auch hinkriegen.

    Mal ein paar Stunden Unterricht wären nicht schlecht. Allerdings traue ich mich einem klassischen Geigenlehrer mit meiner chinesischen Pop-Fidel nicht wirklich unter die Augen. Vielleicht findet sich ja auch ein jüngerer Lehrer. :)

    Allerdings ist es schon erstaunlich, was man da für 50€ kaufen kann: Eine E-Violine, komplett aus Holz gefertigt, mit allem Zubehör. Will ich dann eine haben, die besser klingt, muss ich mindestens das 10-fache hinlegen. Mindestens....

    Danke für euere Antworten!


    lg Stefan

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