Suche nach altem Schulbuch mit "Brucknerschen Kadenztaferln (?)"

  • Ersteller Bholenath
  • Erstellt am
Bholenath
Bholenath
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
02.05.24
Registriert
10.05.18
Beiträge
2.687
Kekse
9.434
Ort
Wien
Kennt das jemand?

Ich suche seit langem ein altes Schulbuch (Gymnasium Oberstufe) in dem ich mal die "brucknerschen Kadenztaferln" gefunden hatte.:gruebel:
Es waren zwei eine kleine und eine große. Leider ist das irgendwann verschwunden aus meinem Leben.
Vielleicht bringe ich auch was durcheinander und die Dinge hiessen anders das Ganze ist 40 Jahre her.:opa:
Wenn das der Fall ist bitte ich um Berichtigung. :nix:

Ich wusste nicht wo ich das hier unterbrigen sollte, deswegen --> Biergarten.*Edit: Siehe #8*
Wenns woanders hingehört bitte verschieben.
Danke.
 
Eigenschaft
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hey,

das alte Buch kenne ich jetzt nicht..

Aber Bruckners "Kadenztaferl" ist einfach eine Memorierhilfe für die Gestaltung einer Quintfallsequenz.

Hier stehts erklärt:

http://www.mu-sig.de/Theorie/Tonsatz/Tonsatz15.htm

Bei inhaltlichen Rückfragen, bitte gerne melden. :)

grüße B.B.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Danke schön.:hat:
Das ist haargenau der Inhalt den ich suchte. :juhuu:
Wirklich vielen,vielen Dank.:hail:

Bitte Bitte... kein Problem.

Darf ich fragen was du vorhast damit? Klassische Gitarre? Hier bei den Elektrikern hat nämlich in über zehn Jahren noch keiner nach einer Quintfallsequenz gefragt...

grüße B.B.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
...Darf ich fragen was du vorhast damit? Klassische Gitarre? Hier bei den Elektrikern hat nämlich in über zehn Jahren noch keiner nach einer Quintfallsequenz gefragt...

grüße B.B.

Mir ist in mehreren Videos und Büchern für E-Gitarre auch schon der Quintfall begegnet, ist das eher ungewöhnlich? Soll in der Popmusik durchaus öfter vorkommen.
 
Mir ist in mehreren Videos und Büchern für E-Gitarre auch schon der Quintfall begegnet, ist das eher ungewöhnlich? Soll in der Popmusik durchaus öfter vorkommen.

Nein, es ist ansich erstmal überhaupt nicht ungewöhnlich. Kommt in Popmusik natürlich auch ständig vor.

Die Auffassung ist aber eine andere. In der Popmusik wird so etwas in der Regel als ein Block-Denken aufgefasst G7 - C-Dur. Ist ein Quintfall. Es wird aber dabei in der Regel nicht besprochen welcher Tonsich wohin auflöst und wie das ganze ausgesetzt ist.

In der klassischen Satzlehre wird das ganze sehr viel mehr von der einzelnen Stimme aus gedacht und dann häufti mit Vorhaltsbildungen und Dissonanzketten angereichert, die ihren Ursprung im Kontrapunkt-Denken haben. Das liegt darin begründet dass historisch diese Stimmführungsregeln, wie der Name Stimmführung schon sagt, aus der Vokalpolyphonie entwickelt hat, also Musik für Chöre, wo tatsächlich jeder Ton "eine Stimme" ist. Und Dinge die sich auf einem Instrument leicht singen lassen, sind für einen Sänger nur schwer zu bewerkstelligen. Daher wird in der klassischen Musiktheorie so viel wert auf die integrität und Stimmführung einerlener "Stimmen" gelegt. Auch im Instrumentalen Satz.

Die Musiktheorie für Popularmusiker entstammt häufig eher der Jazz-Harmonielehre (Akkord-Skalen-Thorie) , wie sie erst viel später ( im 20 Jhdt ) entwickelt.

Mich wunderts nur, dass im E-Gitarren Sub jemand nach Bruckner fragt....

grüße B.B.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Lange Geschichte:

Ich hab das vor sehr langer Zeit in einer eher abgelegenen Situation im Himalaya gefunden.

Damals habe ich mich mit einer Sitar, und einem Harmonium und den indischen Ragas und Thats beschäftigt
Als zusätzliche und vor allem vergleichende europäische Quelle über Musiktheorie hatte ich dieses eben erwähnte Buch zur Verfügung und habe damals versucht Parallelen zwischen europäischer und indischer Tonalität/Musiktheorie/Harmonielehre zu finden.

Die Inder haben ja ein 22 Stufen System das aber runtergebrochen auf 7 und 5 Töne benutzt wird. (die Thats)
die wiederum Tageszeit orientiert eingesetzt werden.

Das Buch und die daraus gewonnen Einsichten meinerseits vor allem auch in die populäre Musik haben damals einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Derzeit habe ich wieder viel Zeit weil in Rente daher mein Ansinnen alles wieder zusammenzutragen was mir so im Gedächtnis geblieben ist.
Eigentlich hätte die Frage natürlich besser in ein Harmonielehre oder Musiktheoriesub gepasst.
Den hab ich aber nicht gefunden.

Nochmal ein großes Danke für die Beantwortung denn ich suche das Buch und Infos rund um den Begriff "Kadenztaferl" seit einigen Jahren.
Die üblichen Suchmaschinen haben mich diese exzellente Seite,die letzendlich genau die Infos enthält die in dem Buch waren, leider nicht finden lassen.
Das ging soweit das ich schon zweifelte das der Begriff so per se existiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Bholenath

dann bist du bei mir an der richtigen Adresse, ich spiele nämlich lustigerweise auch Sitar. Ich denke nur dass es mit parallelen nicht allzuweit her ist. Genauso wie die 22 Shruti ein System sind, das Hauptsächlich zum Stimmen des Instruments seine Bedeutung hat.

Die Verbindung zu den Tageszeiten ist allerdings interessant, weil die bei uns gängigen Assoziationen von Hell und Dunkel in Bezug auf Klangfarbe nicht mit den Tageszeiten der Ragas übereinstimen.

Raga Yaman ist ein Abendraga, That Kalyan entspricht aber unserem Lydisch

Morgenragas haben dagegen oft eine kleine Sekunke, so wie Todi oder Bhairav

Interessantes Thema....

grüße B.B.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer

Die fehlt mir (ein wenig) hier in meiner Sammlung.
Naja, man kann nicht alles haben.

Schön zu hören das es für sowas exotisches auch Interesse hier im Forum gibt.
Vom Bruckner seinem Kadenztaferl zum Rag Bhairav ist eine schöne Spanne. :prost:
 
Sitars lassen sich beschaffen. Zufällig sitzt in Wien auch ein anerkannter Experte was diese Instrumente betrifft, sowohl was das Spiel als auch was Reperatur und Setup von Sitars betrifft.

grüße B.B.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Nochmal Sitar lernen, ich weiß nicht, das trau ich mir schon fast nicht mehr zu. :opa:

Man muss schon sehr viel Zeit in die Spieltechnik investieren damit da was weitergeht wenn man wieder bei null anfängt.

Zu der Zeit als ich in Indien gelebt habe (4 Jahre) und auch noch danach so mit 25 da hat mich das sehr gereizt und da hätte es wohl auch gepasst. Aber ich konnte mir leider nie ein eigenes Instrument leisten. Hab immer nur ab und an mal auf fremden Instrumenten ein wenig gespielt.
Heute fehlt mir glaube ich schon das wirklich authentische Gefühl dafür obwohl ich natürlich noch immer diese Musik regelmässig und gerne höre.

Ich bin froh und es genügt mir wenn ich meine J.J.Cale, Tom Waits, Beatles und Blues Sachen singe und begleite und die Leute hier im Augarten kurz stehenbleiben und klatschen. :embarrassed:
 
Ja, Sitar spielen erfordert, wenn man es wirlich anständig machen will sehr viel Übezeit und ist sehr hart für die Finger. Allein solange in dieser Postition zu sitzen ist am Anfang nicht leicht.

Ich bin jetzt 28, da geht das noch ganz gut....

Das erste Album von Cale, Naturally, ist ein Meisterwerk. Sicherlich in meinen Top10 der besten Alben alller Zeiten. Die Atmosphäre in diesem Album ist so unvergleichlich lässig....

muss ich mal wieder auflegen.

grüße B.B.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben