Verständnis frage zu den -sus-Akkorden

  • Ersteller Saitenliebe
  • Erstellt am
Ich kenne das Lied nicht, aber für den Griff hätte ich einge Vorschläge:
x55585 bzw.- wenn es vierstimmig sein soll kannst du das a auf der E-Saite weglassen.
Wenn du große Hände hast, könntest du auch mal den hier versuchen:
xx0015
Sehr ratsam für solche Fälle ist: http://www.looknohands.com/chordhouse/guitar/index_rb.html
Dir werden alle zum Akkord zugehörigen Noten angezeigt, die du zu Griffen gruppieren kannst. Damit kam ich auf weitere interessante Varianten wie etwa:
xx0213 oder 10 10 10 12 10 10

Du musst halt schauen, welches Voicing am Besten zu dem Lied passt.

Was den Am7 angeht würde ich tippen, dass dein Bandkollege sich mit dem E vertan hat, oder der Meinung ist, dass ein "falscher" Ton nicht so entscheidend ist; kann aber natürlich auch sein, dass es da einen harmonischen Zusammenhang gibt, den ich nicht erkenne ;)

Viel Erfolg :)
 
Danke für deine Antwort.
So große Hände hab ich leider net. Ich such auch keine Akkorde mit 0er, weil wenn ich se einfach verschieben kann, ist das immer am besten. =)

Was mir gerade eingefallen ist. Da steht ja nur D7sus

D-A-C haben wir ja schon sicher!
+ sus4: G
+ sus2: E

Also eine Kombi zwischen sus2/4 und ohne Grundton: A-C-E-G --> Am7
Vielleicht wäre das ne Begründung. Allerdings D7sus2 --> könnte man evt. auch als D9 auslegen, is halt noch ne Terz drinnen.

Vielleicht sollte ich ihn nochmal fragen!?
 
Hey @Effjott:

Danke für die Links.
Seh ich das richtig:
Der D7sus könnte ich also durch:
D5+C ersetzen?
--> D-A + C-E-G ?
Also irgendwelche Akkorde bestehend aus den Tönen verwenden?
 
Ja, so würde ich das auch sehen:
Wenn ich mal vom Klavier ausgehe: In der linken Hand als Basston D und die offene Quinte darüber A,
in der rechten Hand G-C-E
 
Danke für deine Antwort.
So große Hände hab ich leider net. Ich such auch keine Akkorde mit 0er, weil wenn ich se einfach verschieben kann, ist das immer am besten. =)
Na verschieben kannst du in der Theorie ja jeden Akkord, du musst die Leersaiten eben nur durch Finger ersetzen.
Von "meinen" Griffen böte sich xx0213 ja am ehesten an. Die Leersaite greifst du dann mit den Zeigefinger, oder -wenn das für dich bequemer ist - als Barré.

Wenn du ihn spielen willst, wie in den späteren Posts angeben, als als daceg, böte es sich ja an, einfach einen Barré im fünften Bund zu machen; da sind sie alle versammelt und du kannst ohne Griffwechsel verschiedene Voicings spielen, was ja scheinbar dem Lied auch ganz zuträglich wäre. Und jenachdem kannst du den Barré auch auflösen und verschiedene Töne hinzunehmen, die sich oberhalb oder unterhalb befinden.
 
Weil ich in der Probe nicht genau wusste wie ich den greifen soll, hat mir der Bandleader gesagt, ich könnte auch Am7 spielen.

Und gibts da son paar Grundgriffe für D7sus? So Jazzstandardgriffe?

Sowas z.B. ist ein Standard:
- 5 -(<-den kannste auch muten, ist ja die 5 des Akkordes)
- 5 -
- 5 -
- 5 -
- 5 -
- x -

da hörst und siehst du das A-Moll(7) drin...
Und wenn du den über die 4 reinslidest, kommt das ganz gut.
Die Herkunft erkennst du, wenn du C-Dur als Barré spielst und dann den Basston von C auf D verschiebst. Und von C6 aus hast du ihn direkt (C6=Am7!)

Laß den Akkord ruhig singen, wenn du ihn direkt spielst, verzieh ihn ruhig ein wenig...

Am7 mit D im Bass ist eigentlich ein Komplementärakkord (2 Akkorde ergeben zusammen Einen...), weil du Bass und Git trennen kannst, das macht man bei Tastenvoicings sowieso ganz oft durch das Trennen von linker und rechter Hand in zwei Akkorde wegen der "Bitonalen" Wirkung.

Als Akkord ergibt sich dann ein D7/9sus4 (D=1, G=4, C=7, E=9, A=5), und wie es der Name schon sagt (SUS!), ist die Terz durch die 4 (=sus) ersetzt, drum würde ich ihn nie als 11er bezeichnen.

Dann gibt es noch diese Variante, die nur in D saublöd liegt:

- 8 -
- 8 -
- 9 -
-10 -
- x -
-10 -

Also ein F-Dur-Griff mit verschobenem Bass. Die 8er spielst du wie gehabt mit dem Zeigefinger, den 9er mit dem Ringfinger, die 10er mit den anderen zwei Fingern, wobei der Ringfinger auf der E-Saite liegt und zugleich die A-Saite stoppt - ist ein wenig anstrengend, klingt aber super.
 
Es gibt 2 Tricks sich schöne sus-Akkorde zusammen zu basteln.

1. Die oben (richtig) erwähnte Variante, den Sus-Akkord als 5. Stufe zu sehen und über dessen Grundton den Akkord der 2. Stufe zu spielen. Vor allem bei 2/5/1-Verbindungen klingt es sehr nett, die 5 auch mal zu "sussen". So wäre also der Am7/D genau das gleiche wie D7sus9 (oder wie man ihn auch nenne möchte), da ja 4, 7, 9, und evtl. 13 drin sind. Das ist ein schöner Akkord, den ich wenns klanglich passt, sofort spielen würde, egal welche Bezeichnung angegeben ist.

2. Einfach den Dur-Dreiklang einen Ganzton tiefer als den Basston spielen. Dein Dsus wäre dann also ein C/D... so spielst du 7, 9 und 4. Auch der Akkord klingt großartig.

Natürlich kannst du diese Akkorde nicht in jedem Popsong verwursten. Man muss ja auch irgendwie stilgetreu spielen. Trotzdem ists mir persönlich völlig wurscht, in welcher Form irgendwer seine Akkorde aufschreibt. Im Endeffekt spiel ich das, was meiner Meinung nach (nach Absprache mit dem Gitarristen) am schönsten klingt, und nicht das, was politisch korrekt wäre.
Es gibt nichts schlimmeres als Leadsheets, die enharmonisch korrekt in den useligsten Tonarten notiert sind. Wichtig ist, dass ichs gut lesen kann, und nicht, dass es richtig ist!
 
Es gibt nichts schlimmeres als Leadsheets, die enharmonisch korrekt in den useligsten Tonarten notiert sind. Wichtig ist, dass ichs gut lesen kann, und nicht, dass es richtig ist!

Man sollte aber wissen, WAS man da macht.
Ansonsten gebe ich dir überaus recht in allem, was du geschrieben hast!
 
Man sollte aber wissen, WAS man da macht.

Das stimmt... es ist immer eine Gradwanderung das Leadsheet einseits so leserlich wie möglich zu lassen, andererseits es nicht dermaßen zu verbauen, dass man die harmonischen Zusammenhänge nicht mehr erkennt.
 
Das stimmt... es ist immer eine Gradwanderung das Leadsheet einseits so leserlich wie möglich zu lassen, andererseits es nicht dermaßen zu verbauen, dass man die harmonischen Zusammenhänge nicht mehr erkennt.

Und wenn keiner reinguckt, schreiben wir´s so, daß wir´s sofort schnallen... :D
 
Also zu der Sache den Grundton mit der Sekunde auszutauschen: meiner Meinung nach ist das ein 9 für 1 voicing das satztechnisch von Bedeutung ist. Wenn dann noch die 4 (11) drin ist, ist wahrscheinlich die Quinte ersetzt worden. Das schlägt aber alles in richtung voicingregeln und bezieht sich eher nicht auf sus Akkorde.
 
Nur das in diesem Thread mal was intelligentes mit Hand und Fuss gesagt wurde. In der Musiktheorie gibt es nur ein Gesetz:

§ 1: Wenn die Praxis nicht mit der Theorie übereinstimmt, muss die Praxis der Theorie angepasst werden.
 
Also zu der Sache den Grundton mit der Sekunde auszutauschen: meiner Meinung nach ist das ein 9 für 1 voicing das satztechnisch von Bedeutung ist. Wenn dann noch die 4 (11) drin ist, ist wahrscheinlich die Quinte ersetzt worden. Das schlägt aber alles in richtung voicingregeln und bezieht sich eher nicht auf sus Akkorde.

Das wäre dann 'Dominant-Seventh sus4', eine bitonale Struktur mit einem Basston als Grundton, zum Beispiel:

bVII/I oder Bb/C

Deutungsmässig also ein sus 4 Akkord.
 

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