Vorverstärker oder PA-Anlage?

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Hallo,
wir suchen nach einer Möglichkeit unsere Meisterwerke aufzunehmen;)
Im Proberaum steht bereits ein Laptop, der sich dafür anbieten würde. Allerdings fehlt noch ein passendes Audio-Interface. Nun stellt sich die Frage ob wir eine USB-Soundkarte mit Preamp nehmen sollen, oder eine ohne, und dann den Rec-Out der PA-Anlage benutzen. Es geht erstmal nur ums Klangliche, über praktische Unterschiede sind wir uns glaube ich im Klaren. Quelle sollen Gesangsmikros, E-Gitarren und ein E-Bass sein. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Gitarren über die PA deutlich anders klingen als über den Amp, nur leider hat der Amp keinen geeigneten Ausgang zur Aufnahme. Hat man denn bei Aufnahme direkt über die Soundkarte die Möglichkeit zu verzerren etc?
 
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Hi,
also für diesen Zweck kann ich in jedem Fall ein Audiointerface empfehlen.
Hier solltest Du dir eines holen, was mehrkanalig aufnehmen kann - wir nutzen zB das EMU 1616m - das macht 6 Quellen gleichzeitig. Das ganze dann in Cubase -> macht sich super.

Für die Gitarrenamps und das Schlagzeug dann Mirkos einsetzen - also Amps in JEDEM FALL abnehmen!! Wir nutzen nen Drum-Mic-Set (2 Overheads, 1xBD, 1xSD) und SM58 /MD421 für die Amps. Am besten gehst Du entweder direkt per Mikro in das Interface oder alternativ über ein Mischpult und dann per Direct Out pro Kanal raus um die Vorstufe des Mischpults zu nutzen und die Mics auf ein Linepegel zu bringen - je nachdem welche Anschlüssen das Interface bietet. Stimme dann event. erst zum Schluß einsingen lassen - das tut dem ganzen ganz gut ;-))

Den Mix dann halt erst in Cubase - da kannst du dann Gates, Kompressor, EQs drüberjagen. Vorteil ist halt, dass Du alles in Ruhe abmischen kannst, anstatt alles im Proberaum über ein Pult zu jagen. Da machst du enorme Sprünge in der Klangqualität. Also wenn du hier Wert drauf legst, immer erst den Mix nach dem Aufnehmen machen.

Hört sich alles kompliziert an, ist es aber nicht und wenn das Setup steht, kann man auch die Songs recht schnell einspielen - ist also schon weniger aufwendig, als ein Studio - klingt aber auch besser, als typische Proberaumdemos! :D
 
Dankeschön, das hilft doch schonmal sehr:great:
Ob wir so viele Kanäle gleichzeitig brauchen oder nacheinander aufnehmen müssen wir dann noch sehen. Was anderes: Welche Abtastrate und Klangtiefe braucht man denn wirklich? Soweit ich weiß werden CDs doch mit 16 Bit bei 44,1KHz aufgenommen, oder? Wofür dann also die Möglichkeit, mit 24/96 oder gar 192 aufzunehmen?Ich frage nur, weil die Mikros ja nochmal ordentlich was kosten und es sicher sinnvoller ist, da was Gutes zu nehmen und eher ein "kleines" Interface als andersrum.
 
Kommt darauf an, wie ihr aufnehmen wollt! Wenn ihr sequentiell, daher hintereinander aufnehmt reicht auch ein Interface mit 4 Eingängen - das Schlagzeug würde ich nämlich schon in 4 Spuren aufnehmen. Andernfalls macht ein 6er- oder gar 8er-Interface durchaus Sinn. Die Aufnahme kann generell mit 44khz/16bit erfolgen. Alles andere ist fast unhörbar und nur bei Profigeschichten sinnvoll zb für AudioDVD.

Ja, die Mics sind immer das Grundproblem - das Interface ist schnell gekauft und installiert. Die Mics kosten da meist mehr, als der Rest. Da gibts aber durchaus gute Alternativen zB von DAP oder Superlux (t.bone zB kann ich nicht empfehlen!). Ein Drumset für 150-200,- taugt da schon bissl was - im groben kommt man dann für alle Mics auf 300-400€. Da hast du keine Profi-Super-Quali, aber man kann ja später im Sequencer einiges per EQ richten. Wir haben eigentlich recht gute Aufnahmen gemacht.

In jedem Fall müsst Ihr darauf achten, dass die Aufnahmen richtig tight sind - das ist nochmal ein oft unterschätzer Faktor - wenn das nicht ist, klingt alles ziemlich mau und nicht auf den Punkt gebracht. Was im Raum bei hoher Lautstärke rockt wie die Sau, klingt im Mix nachher unter Umständen richtig sch**e. Das nur als Tip.
 

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