Westerngitarre als E-Gitarre...

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Zellophy
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MoinMoin!
Also, ich spiele meine Westerngitarre(Breedlove) als E-Gitarre, d.h. ich habe einen Fishman Rare Earth Pickup im Schallloch und spiele die Gitarre über einen Blues Junior mit Verzerrung und allem drum und dran...
Hört sich vielleicht für den Einen oder Anderen ungewöhnlich an, der Sound ist aber wirklich nicht zu verachten (wer sich darunter nichts vorstellen kann...http://www.youtube.com/watch?v=6CSn85RfUnYhttp://www.youtube.com/watch?v=S0twO4Imj6M&feature=related

So, nun aber zu meinem Problem: Im Proberaum d.h. bei starker Lautstärke ist das ganze natürlich doll feedbackanfällig, vor allem auch bei hoher Verzerrung bzw., wenn ich einen Ton oder einen Akkord "lange" stehen lasse(auch clean).

Meine Frage nun: Was kann ich alles gegen Feedbacks unternehmen? Also wie sollte ich mich und den Verstärker am besten positionieren, gibt es irgendwelche technischen Hilfsmittel? Würde es etwas bringen das Schallloch "zu verschließen" und womit sollte ich das am besten machen?

Bin in für jeden Ratschlag dankbar, ich denke mal, Feedbacks dürften auch ein generelles Problem bei der Verstärkung von Akustikgitarren sein, deswegen hoffe ich ihr könnt mir helfen!
Beste Grüße!
 
Eigenschaft
 
Generell:
Feedbackbuster im Schalloch hilft viel.
Ist aber bei nem PU im Schalloch halt nicht machbar.
Im Proberaum hilft als allererstes: leiser Spielen. Das tut auch den Ohren gut.
Ansonsten: nach Möglichkeit dich hinter den Amp setzen, so dass er nicht auf die Gitarre strahlen kann. Und auch so setzen, dass möglichst wenig Reflektionen zurück auf die Gitarre kommen. (von Wänden etc)
Verzerrung sehr sparsam einsetzen. Macht Johnossi ja auch. Wenig Verzerrung und alle tiefen Frequenzen rausdrehen.
Den Sound kriegst du aber auch mit jeder Nicht-Paula-E-Gitarre und jedem Amp hin, ohne solche Umstände zu machen.

Wirklich technische Hilfsmittel die immer helfen gibt es nicht. Manche Gitarren haben Notch-Filter und Phasendreher. In wenigen Fällen mag das tatsächlich irgendwas helfen.
Man kann auch mit nem guten schmalbandigen EQ die störenden Frequenzen rausziehen, aber so wirklich Proberaumkompatibel ist das nicht. Auch großen Bühnen mit Digitalpulten sieht das anders aus.

Mein Tipp wär also: leiser und weniger Verzerrung und evtl nen bisschen die tiefen Frequenzen rausdrehen, wenn es nicht allzusehr auf den Sound geht.
Die einfache Variante wäre halt ne E-Gitarre zu nehmen, oder eine Westerngitarre die für die Bühne gemacht wurde. Ovation und Godin haben da schöne Töchter, oder alles andere was weniger als 8cm Zargentiefe hat.
 
Danke für die Antwort!
Naja, ich hab zwar auch ne E-Gitarre, aber das ist halt grade ne Paula und auch meine erste Gitarre, d.h. sie erfüllt meine Ansprüche an Sound, Bespielbarkeit und Gewicht nicht mehr so wirklich...
Wie sieht es denn mit Gaffertape aus, wenn ich damit das Schallloch um den Pickup herum zuklebe könnte das doch ähnlich wirken wie ein Feedbackbuster, oder?
Ich noch nie ne Gitarre mit Gaffer beklebt, geht das denn schnell und sauber ab?
Grüße!
Zello
 
Wie sieht es denn mit Gaffertape aus, wenn ich damit das Schallloch um den Pickup herum zuklebe könnte das doch ähnlich wirken wie ein Feedbackbuster, oder?
Naja, die Feedback-Buster sind schon aus einem Gummimaterial oder Kunststoff, der nicht so leicht Schwingungen überträgt/durchlässt, das erfüllt ein Gaffa nicht oder nicht so gut.


Ich noch nie ne Gitarre mit Gaffer beklebt, geht das denn schnell und sauber ab?
Sehe ich ein Risiko drin, maches Gaffa klebt schon sehr gut. Würde ich nicht machen, wenn die Gitarre unversehrt bleiben soll.
 
Wenn du das schallloch nicht dicht kriegst, könntest du mal versuchen, den korpus gut mit lumpen auszustopfen. Mein ein bisschen glück und wenn deine band nicht gar zu arg laut ist, könnte das schon ein wenig helfen.

Gruss, Ben
 
Okay, vielen Dank für die Tipps und Hinweise!
Wie ist es denn eigentlich mit der Entfernung zum Amp, bringt es was wenn ich mich weiter weg stelle?
 
Hi,
ich kenne den PU jetzt nicht, weiß nicht, wie genau er befestigt ist und mir ist auch unklar, ob sich bei dir dann Potis im Schalloch befinden.
Was ich jetzt vorschlagen würde wäre, den schon genannten Feedback-Buster zu beschaffen und zu versuchen, den PU sozusagen ganz bündig auszuschneiden.

Das kann jetzt völliger Mumpitz sein, aber ich benutze die Dinger selbst und die Lösung würde ich zumindest mal in Betracht ziehen.
 
Ja, da hatte ich auch schon drüber nachgedacht, allerdings befindet sich halt tatsächlich ein Volumeregler im Schalloch, den ich auch häufig benutze, deswegen werd ich das wohl eher nicht machen,
aber trotzdem danke!
 
Im Prinzip(!) bringt natürlich eine größere Entfernung was. Ob aber im Proberaum Entfernungen möglich sind, bei denen tatsächlich eine Verbesserung eintritt, wage ich zu bezweifeln ;) Vor allem dürftest Du halt nicht aufziehen, um die entfernungsbedingt geringere Lautstärke auszugleichen :(
 
Im Prinzip(!) bringt natürlich eine größere Entfernung was.

Nicht umbedingt: Stell dir vor er steht direkt vorm Amp, dieser strahlt den Sound ab, der wird von der Wand gegenüber reflektiert, fällt auf die Gitarre und sorgt für das Feedback.
Wenn er jetzt in gerader Linie vom Amp weg geht, passiert im besten Falle keine Veränderung, und im schlechtesten wird es noch schlimmer.

Man muss sich einfach überlegen: woher rührt das Feedback, und sich dann einen Platz im Raum suchen, wo man das Problem umgehen kann.
Bei hohen Frequenzen hilft teilweise schon sich einfach zur Seite zu drehen. Bei tiefen Frequenzen gibt es quer im Raum verteilt Stellen, die mehr angeregt werden als andere.
Hier mal zwei Bilder die das Prinzip an der Aufstellung eines Subwoofers klarmachen:

http://img.hifitest.de/ProfiB5HK64.jpg
http://img.hifitest.de/ProfiB6HK64.jpg

Alo ausprobieren wo es funktioniert und wo nicht. Aufstellung von Amp und Spieler.
Generell hilft aber wirklich am besten: leiser spielen. Wenn erst gar nicht soviel Energie im Spiel ist, wird auch weniger leicht etwas angeregt.
 

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