Ventile / Bass Hohner Morino VM

  • Ersteller Tastenhuber
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Hast du eigentlich das letzte Posting von maxito gelesen und dir die Hörbeispiele angehört? Ich habe den Eindruck, du willst, dass das Problem durch das Überholen entstanden ist und ziehst eine andere Erklärung überhaupt nicht in Betracht. Mir tut der HZIM(M) leid, der sich mit Kunden wie dir auseinandersetzen muss.
 
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Natürlich.Denke du hast meinen letzten Satz nicht gelesen oder nicht verstanden. Ich sehe kein Problem. Ich glaube daß es verschiedene Bauarten gibt und meine Morino gehört so und bleibt auch so wie sie ist. Diese Geräusche im Übergang gehören zum Instrument mal mehr mal weniger. Ich würde daß sicher nicht ändern wenn ich wüßte daß es sich ändern ließe und auch nicht dazu raten.

Wenn ich einen tiefen Ton der Crucianelli oder Convertor von Null lauter werden lassen will geht das nicht so gut wie mit der Morino da die Ventile strammer sind mehr Druck brauchen. Bei der Morino kommt der Ton weicher und weniger plötzlich weil die Ventile es zulassen. Wahrscheinlich gibts aber noch andere Vorzüge.
 
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Da man aber in diesem Übergangsbereich gar nicht spielt müssen die Metallstützen nicht besser sein sonder können klanglich in anderen Bereichen Nachteile haben.

Genauso isses!

Und bei meinen Instrumenten hab ich das komische Schorcheln des Tons absolut nachahmen können und beim gleichen Instrument nahezu unscheinbar werden lassen - nur durch andere Weise wie ich das Instrument angespielt habe... und nebenbei : bei den besagten Tönen liegen die Ventile absolut sauber und eben an! Womit ich wieder bei meinem Ansatz bleibe: dieses Schnorcheln beim Balgwechsel mit gedrücktem Tonknpof hat nix mit den Ventilen zu tun, sondern kommt aus der Eigenart der tiefen (stark beschwerten ) Stimmzungen beim Luftwechsel von Zug auf Druck.

Und der Effekt lässt sich leichter proviozieren, je besser die Stimmzungen an sich ansprechen - weshalb ich vermute dass Tastenhuber mindestens Tipo a Mano Qualität in seiner VM eingebaut hat. Und je leichtergängig die Ventile sind, desto eher können die Stimmzungen ansprechen, desto leichter reagieren die auf Wechsel im Balg und desto eher kann man den Effekt provozieren. Je später die Stimmzunge anspricht ( also je schlechter die Qualität) und je härter die Ventile desto mehr Luftdruck brauchts, um die Stimmzunge schnell genug zu einer solchen Reaktion zu veranlassen.
Und darüberhinaus je träger also je schwerer die Stimmzunge ist, desto anfälliger für den Effekt ist die.

Macht man das ganze mit einer stinknormalen T-Mensur und wählt einen Ton deutlich oberhalb von G , umso schwieriger bis unmöglich wird es den Effekt zu provozieren. Nimmt man bei der Morino VM statt des tiefsten Tons Kontra E z.B. ein C, dann möcht ich was wetten dass da der Effekt nahezu nicht mehr provozierbar ist.
 
Einen Ton ausklingen lassen bis auf Null geht mit der Crucianelli auch so wenig wie umgekehrt. Glaube die Zungen sind eher gut.Tolles Instrument mit tollem Klang aber die Ansprache ist eben abrupter. Noch besser kann man sich das vorstellen wenn man jetzt 5 Stahlfedern hinternander auf das Ventil kleben würde ab welcher Lautstärke die Töne dann überhaupt erst hupen würden. Etwas weichere Ventile könnte die für meinen Geschmack vertragen. Habe schon überlegt die Stützen zu kürzen aber innen komm ich schlecht dran. Das Verhältniß von Zungenqualität und Ventildruck ist eben verschiebbar und bestimmt die Charakteristik. Gerade eine hochwertige Stimmzunge kommt ja mit wenig Luft aus. Dann sollte sie auch die Möglichkeit dazu haben.
 
Guten Morgen liebe Musiker,

Fazit:
Ich war gestern bei meiner Akkordeonwerkstatt
Nachdem ich das Instrument einige Tage fleißig mehrere Stunden am Tag gespielt habe, kompensierte sich das anfänglich ( für meine Ohren ) entstandene Geräusch immer mehr zu dem, wie es auch vorher war.
Mir war es nicht so ganz klar ( jetzt schon) dass sich diese Ventile setzten müssen
Zwei wurden dann trotzdem ersetzt!
Im Übrigen wurden sehr gute Ventile ( Italien ) verwendet - das sagten mir die Kollegen schon.
Das Akkordeon stellt für mich nachdem im Piccolo noch eine Stimme im Lösabstand eingestellt wurde keine Wünsche mehr offen.
Ich würde sagen, eine perfekte Überholung- und mit den Aussagen ( es ist normal ) war tatsächlich das Setzten der Ventile ausgesprochen.

viele Grüße sendet
Markus
 
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Super. Leder ist ein gewachsener Werkstoff ähnlich wie Holz. Aber die Wuchsrichtung sieht man anders als bei Holz da nicht. Wahrscheinlich sehen die zwei getauschten Ventile genauso aus wie die anderen auch und hätten sich später vielleicht auch noch angepaßt.
 
Nachdem ich das Instrument einige Tage fleißig mehrere Stunden am Tag gespielt habe, kompensierte sich das anfänglich ( für meine Ohren ) entstandene Geräusch immer mehr zu dem, wie es auch vorher war.
Mir war es nicht so ganz klar ( jetzt schon) dass sich diese Ventile setzten müssen

Jetzt wirds vollends klar!

Über die bemängelte "träge " Ansprache hatten wir noch nix diskutiert. Passt aber zu der Beschreibung jetzt.

Neue Ventile werden mit einem dauerhaft zähelastischen Kleber aufgeklebt. Und da wo s von der Kebestelle aufs normale Ventil übergeht ist logischerweise immer eine Zone, wo sich der Kleber entscheiden muss ob er kleben will oder das Ventil freigibt. Und dieser Prozess muss sich am Anfang noch einspielen. Und solange da noch Klebeflächen sind, die noch nicht eindeutig festkleben oder freigeben ist das Ventil in seiner freien schnellen Bewegung etwas gehemmt. Und das führt dazu dass das Ventil anfangs noch nicht so schnell öffnet und schließt wie nach einigen Betriebsstunden.

Und das wiederum führt dazu dass, wenn man die Balgrichtig wechselt dass die Ventile nicht schnell genug sauber schließen und die Stimmzungen nochmals Luft bekommen, und somit noch länger nachschwingen.

Das Geräusch das auf der Tonaufnahme zu hören ist ist ganz eindeutig trotzdem das Geräusch der nachschwingenden Stimmzungen. Die Ventile selbst sind da leise schließen aber noch nicht schnell genug, so dass die Zungen eben noch n bissl Luft zum Nachschwingen bekommen und drum länger nachschwingen, als wenn man einfach die Tonklappe zumacht. ( Zungen die nicht sauber anliegen und abstehen machen Geräusche die man hört - siehe mein Tonbeispiel weiter oben. Bei den Tonaufnahme von Tastenhuber hört man aber nur die Stimmzungen.


... Und dass er Effekt so deutlich rauskommt dazu brauchts jetzt zweierlei:

Erstens Ventile die nicht zu stramm sind und leicht beweglich sind und schon bei sehr wenig Druck aufgehen und schließen ( oder wie in dem Fall welche die noch etwas zu träge sind um schnell genug zu schließen)

und zweitens Stimmzungen die eien gute Ansprache haben - denn je schlechter die Stimmzunge anspricht desto mehr Luft braucht die um genügend Energie zum länger nachschwingen zu bekommen ,selbst wenn die Ventile nicht geschlossen sind ... Das konnte ich mit meinen beiden Instrument auch gut hören, weil Instrument "M" und "G" ungefähr die gleiche Stimmzugnen größe aber unterschiedlich gute Qualität haben - das bessere Modell "G" hat dementsprechend feinfühlig auf die Nachschwingeffekte reagiert, weil die Stimmzungen so gut ansprechen, während bei "M" die Stimmzungen da erst noch gar nix gemacht haben.

... Und wenn man das jetzt auf Tastenhubers Instrument überträgt kann man daraus schließen, dass er Ventile drin hat die grundsätzlich leicht arbeiten (wenn auch im Moment vielleicht noch n bissl träger als in naher Zukunft) und dass er außerdem auch gute Stimmplattenqualität im Instrument hat.

  • Das träge Ansprechen der Töne wird sich mit jeder Betriebsstunde verbessern weil die Ventile zunehmend mehr in Arbeitsposition kommen.
  • Die Nachschwingeffekte wird man auch in Zukunft provozieren können, weil eben sehr leichtgänige Ventile und gut ansprechende Stimmzungen verbaut sind.

-> Aber so wie das in dem Tonbeispiel provoziert wurde, so spielt man eigentlich nicht und von daher ist das egal ob man den Effekt provozieren kann wenn man s drauf anlegt - wichtig ist, dass das Instrument im normalen Spiel leichtgängig und präzise mit sehr guter Ansprache läuft - und nur darauf kommt s an. Und die Basis ist soweit ich das jetzt so sehe vorhanden.

@Tastenhuber : Viel Spaß beim Spielen deiner VM
 
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Beim Ventil gibt es dazu dann auch eine Stelle die sich mehr bewegt unten direkt hinter der Verklebung.
Eine Art Knickpunkt wo das Material die meiste Bewegung bekommt und sich daran nur langsam ausrichtet wie ein neuer Schuh.
Interessant wäre irgendwann nochmal eine Klangprobe wenn die richtig eingespielt sind.
 

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