Heißklebepistole mit Wachs

Feuerwanze
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Hallo, ich hab eine Frage:
Ich habe letzte Woche für eine andere Aufgabe eine Akku-Heißklebepistole für ein vorhandenes Akku-System von M. (18V) gekauft (günstiges China-Werkzeug).
Das Gerät hat eine stufenlose Temperatureinstellung von 200 bis < 100 Grad C.
Für kleinere Reparaturen an einzelnen Stimmplatten habe ich mit jetzt gedacht, das Stimmplattenwachs in die passende Form zu gießen und dann bei 130 Grad in die Heißklebepistole zu stecken.
Mein Bedenken ist, dass das Wachs auch kalt zu klebrig ist und dann der Vorschub zammpappt oder das das Wachs zu flüssig wird und unkontrolliert rausläuft.
Die meisten Heißklebepistolen sind sicherlich zu heiß für das Wachs, dieses Modell sollte dazu vielleicht geeignet sein.
Frage: Hat das oder etwas Ähnliches schon mal jemand hier probiert!
Mit Siegelwachs scheint sowas ja zu funktionieren, aber es ist vielleicht doch nicht das Selbe.
...Es gibt so viel Neues jeden Tag auf dieser Welt zu entdecken, manches muss man nicht ausprobieren...
 
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Kein Ehrgeiz, den Pionier zu geben? ;)
 
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Vielleicht die gegossenen Wachsstangen vor Gebrauch einfrieren
 
Warum nicht den Pionier geben, klar. Ich habe aber auch schon oft daneben-probiert und dann die "Erfahrung" gehabt.
Zunächst muss ich ja erstmal das Wachs in Form bringen.
Tiefere Tempertur bei der Aktion geht vielleicht, vielleicht lassen sich die Wachsstangen auch mit etwas Öl oder so außen behandeln.
🤖
 
Mit Siegelwachs scheint sowas ja zu funktionieren, aber es ist vielleicht doch nicht das Selbe.
Das Siegelwachs für die normalen Heißklebepistolen ähnelt meiner Erinnerung nach eher eingefärbtem Heißkleber, vielleicht etwas andere konsistent; evtl. mit Wachsanteilen oder anderer Zusammensetzung.

Sucht man im Netz nach Siegelwachs und Heißklebepistolen, so werden oft spezielle Heißklebepistolen mit reduzierter Temperatur angeboten.

Für kleinere Wachsmengen und aus Bequemlichkeit habe ich es einmal mit so etwas getestet:

Funktioniert auch eher mäßig.

Temperierbarer Wachstopf, Wachslöffel und vor allem Kenntnis und Übung samt Geduld scheinen mir immer noch die beste Variante zu sein ;-)

Gruß, Tobias
 
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Warum nicht den Pionier geben, klar.
lass es uns wissen was bei deiner Pioniertat rauskam!


Zunächst muss ich ja erstmal das Wachs in Form bringen.
Tiefere Tempertur bei der Aktion geht vielleicht, vielleicht lassen sich die Wachsstangen auch mit etwas Öl oder so außen behandeln.
...wobei es mich hier beschleicht, dass der Schwanz mit dem Hund wedelt!

Das Ziel sollte eigentlich sein, das Wachs in den Zustand zu bringen dass s perfekt auf dem Stimmstock die Stimmplatten festhalten kann und dass die verwendete Methode für die Anwendung gut passt.

Für das Stimmplattenwachs wird allgemein eine Verwendungstemperaratur von grob ca. 130ºC optimal ist. In dem Zustand ist das Wachs relativ dünnflüssig. Was ja auch gut ist, denn so kann man es gut so an den Stimmstock angießen dass es gut zwischen die Stimmplattenspalte reinläuft und dort dann dichtet und hält.

Wenn man das Wachs dann aber wieder so zähflüssig macht, dass es mit der Klebepistole verwendet werden kann, dann ist es eigentlich schon zu kalt und zhu zäh fürs Stimmplatteneinwachsen. ...Und da hilft dann auch nichts, wenn man das Wachs noch mit Öl oder so behandelt.. denn im Endeffekt schmilzt alles zusammen.. und zusammen mit dem Öl verändert man dann auch die Zusammensetzung des Wachses.

Drum würd ich ganz einfach sagen: entweder funktiniert das Wachs mit der Klebepistole so wie s ist sauber und einwandfrei, oder das ist das falsche Tool zum einwachsen.


Für kleinere Wachsmengen und aus Bequemlichkeit habe ich es einmal mit so etwas getestet:
Batik-Babsy 2 -
Funktioniert auch eher mäßig.
ah- Interessant!

Hab ich selber noch nicht getestet, kann also aus persönlicher Erfahrung hierzu nichts aussagen - aber mein Hauptstimmungsmacher verwendet und empfiehlt genau so was sehr gerne um nach Ausbesserungsarbeiten die Stimmplatten wieder einzugießen.

... Scheint also zumindest nicht uneingeschränkt und/oder einfach zu funktionieren.:gruebel:
 
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Und dann wird sich zeigen ob die Klebepistole auch handlich und kontrollierbar genug ist.
So ein klassischer Gießlöffel ist schon handlich aber man hat nur wenig Zeit.
Vielleicht wäre eine Gießlöffelspitze für den kleinen Lötkolben auch eine Möglichkeit.
 
ah- Interessant!

Hab ich selber noch nicht getestet, kann also aus persönlicher Erfahrung hierzu nichts aussagen - aber mein Hauptstimmungsmacher verwendet und empfiehlt genau so was sehr gerne um nach Ausbesserungsarbeiten die Stimmplatten wieder einzugießen.

... Scheint also zumindest nicht uneingeschränkt und/oder einfach zu funktionieren.:gruebel:
Wichtiger Hinweis, um meine Erfahrung und Einschätzung einzuordnen:
Ich habe mir tatsächlich so ein Teil aus dem Bastelbedarf bestellt, weil es zu der Zeit sehr günstig sein musste. Es gibt sehr ähnliche oder ähnlich aussehende Teile, die mehr kosten und vermutlich auf den Verwendungszweck fürs Akkordeonwachsen abgestimmt sind.
Zudem habe ich nur wenige Versuche hinter mir und wachse bisher nur im Notfall an Akkordeons herum.

Gruß, Tobias
 
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Wenn die Stimmplatten aber anders als im Anwendungsbeispiel des Wachsboys weniger Luft haben als die 2mm Wachsboywachsnase braucht man den spitzen Gießlöffel vielleicht auch noch.
Zu dem Wachsboy finde ich auch kein Video.
Und eine ruhige Hand sowieso egal womit man da dran geht.
Wenn ich die ruhige Hand dazu gerade mal nicht habe greife zum Lötkolben.
Vielleicht wäre eine spezielle Wachspistole geeigneter als eine Heißkleberpistole

View: https://www.youtube.com/watch?v=dUaHU1vY8f0

View: https://www.youtube.com/watch?v=SA0w5HSwp_0
 
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...bin mir nicht so sicher , ob das klappt.
Die Klebesticks bei Heissklebepistolen haben auch nach dem Schmelzpunkt noch eine eher zähflüssige Konsitenz ,
eher so wie Honig . Das Wachs muss flüssig sein, damit es auch in die Zwischenräume fließt .
Ich vermute, daß sich das Wachs nicht sauber rausdrücken lässt , sondern eher unkontrolliert herausrausfließt.
Zudem ist die Düse meist sehr kurz an einem etwas klobigen Kopf und man muß auch noch diesen Pistolenhebel betätigen,
um Material nachzupressen... Das gibt nur Sauerei.

Ich hatte auch mal so ein Batik Kännchen probiert , :

Bildschirmfoto 2026-01-26 um 08.30.51.png



Das Wachs ist heiß und flüssig , ähnlich wie bei einem Tintenfüller fließt es aber erst , wenn der Tropfen an der feinen Düse Kontakt hat. Soweit die Theorie . Das mag bei Stoffmalerei funktionieren, da das Gewebe saugfähig ist , am Akkordeon ist mir dauernd der Wachsnachfluß abgerissen . Die 119€ für den Wachsboy bei Strings+Boxes kann man sich also sparen , der dürfte auch aus dem Batikzubehör kommen . Das Problem löst sich nicht durch die Möglichkeit, die Temperatur einstellen zu können. Also auch eine Idee für die Tonne....
 
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Die Klebesticks bei Heissklebepistolen haben auch nach dem Schmelzpunkt noch eine eher zähflüssige Konsitenz ,
eher so wie Honig . Das Wachs muss flüssig sein, damit es auch in die Zwischenräume fließt .
Ich vermute, daß sich das Wachs nicht sauber rausdrücken lässt , sondern eher unkontrolliert herausrausfließt.
die Vermutung habe ich auch ganz stark. Deckt sich zumindest mit meinen Erfahrungen beim Einwachsen - da ist das Wachs immer sehr flüssig. Muss es ja auch !

Zudem ist die Düse meist sehr kurz an einem etwas klobigen Kopf
auch der dürfe ein elementares Problem darstellen, Denn zwischen den Stimmplatten sollte man das Wachs sauber reinbringen, ohne die halbe Stimmplatte zu überwachsen. Auch da, so meine Erfahrung ist ein dünner Ausfluss notwendig um das gezielt in den Spalt reinlaufen lassen zu können. Das kann ich mir bei der dicken Düse der Heißklebepistole absolut nicht vorstellen.

Und dann sollte der Wachsfluss ja auch sofort wieder aufhören, wenn gestoppt werden soll.... das deckt sich aber auch nicht mit meinen Erfahrungen - das Wachs , wenn flüssig, bleibt auch erstmal noch ein paar Sekunden lang flüsig. Von daher gehe ich davon aus, wenn das Wachs in der Heißklebepistole erstmal so flüssig geworden ist, dass man es verwenden kann läuft dann hinterher noch ne zeitlang weiter aus

Aber weil ich auch gelernt habe dass die Wirklichkeit manchmal anders läuft, als ich mir das vorstellen kann , drum bin ich ja auch auf die Ergebnisse gespannt, die @Feuerwanze mit seinen Versuchen erzielt.

Das Wachs ist heiß und flüssig , ähnlich wie bei einem Tintenfüller fließt es aber erst , wenn der Tropfen an der feinen Düse Kontakt hat....[...]... am Akkordeon ist mir dauernd der Wachsnachfluß abgerissen .
Das macht mir die Sache langsam etwas palusibler warum mein Stimmungsmacher das Ding gerne verwendet!

Damit wachst er normal nur einzelne Stimmplatten wieder ein ... er braucht somit also auch keinen größeren konstanten Wachsfluß!

Sein Argument für die Dinger war: Im Wachstopf macht du immer eine Unmenge Wachs flüssig und wenn du das nicht zügig verbrauchst, dann verdamfen da auch immer wieder Bestandteile, so dass das Wachs mitunter schon deutlich gealtert ist bis es endlich mal aufgebracht wird. Deshalb seine Meinung Wachstopf macht nur Sinn , wenn regelmäßig größere Mengen verbraucht werden - also beim Hersteller z.B. Und bei kleinen Hobbyreparaturen meinte er, wäre der Batikwachstopf besser weil nur eine kleine Menge an Wachs geschmolzen wird das auch gleich verbraucht wird - somit bleibt die Qualität des Wachses länger optimal, weil der Rest ja gar nicht erst aufgeschmolzen wird.

Solangsam lichtet sich der Nebel bei mir, und ergibt für mich Sinn...
 
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Unbenannt-1.jpg

Da geht vielleicht noch was

Also etwas später

IMG_20260126_155225.jpg

Ich hatte den Gießlöffel in einem Tuschfederhalter und das dünne Ende dafür
in den Lötkolben gesteckt. Das wurde nicht heiß genug.
Jetzt außen rum gedengelt mit Messingdraht drum geht das.
Die Temperatur läßt sich über die Verbindung der beiden Teile anpassen.
 
Grund: erweiterung
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