Wie haben die so gut gemixt????

Ein Mischpult ist kein Klärwerk.

Natürlich kann man aber mit Dynamikprozessoren und EQ auch in einem gewissen Umfang Nutzungsfehlern beikommen, aber das geht immer auf Kosten des Gesamtergebnisses.

Richtig gut ist es halt dann, wenn gute Musiker mit einem guten Arrangement in einem akustisch geeigneten Raum auf einen guten Techniker mit guter Ausstattung treffen.

Aber es gibt ja ein weites Spektrum zwischen Totalausfall und klangliches Meisterwerk.
 
Das mit dem Pre-Delay werde ich mir notieren
Pre-Delay zwischen 30 und 80 Millisekunden sorgt dafür, dass der Gesang trotz deutlicher Verhallung mehr vorne bleibt.
Delay nach Gefühl bis vielleicht maximal 1300 ms
Low-Cut um die 200 und High Cut vielleicht um die 7000-8000 beim Hall sind so Werte, mit denen ich arbeite
 
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Hier ein Beispiel von unserem jetzigen Livestream Sound. Instrumente sind gleich besetzt wie bei den Rumänen, jedoch hatten wir nur 5 Stimmen an dem Tag.

Der Stil mag nicht derselbe sein, aber mir ist wichtig, dass die Stimmen präsenter sind aber nicht störend... vielleicht kann mir so auch noch in Sachen Band Mixing Tipps

geben:)
 
Live würde ich die Drums nicht so patschig machen, eher knackiger, der Bass ist mir viel zu laut, die Streicher sind fett und auch zu laut. Den Rest der Instrumente hört man kaum.
Die Stimmen grasen im selben Bereich wie die Streicher und für mich ist die Balance von Lead Vocals und Backing Vocals auch nicht gut.
Da braucht es einfach mehr Luft im Mix.
Finde ich.

Das Statement vom rumänischen Kollegen finde ich ganz ok, nur in deinem Beispiel nicht umgesetzt.
 
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Live würde ich die Drums nicht so patschig machen, eher knackiger, der Bass ist mir viel zu laut, die Streicher sind fett und auch zu laut. Den Rest der Instrumente hört man kaum.
Die Stimmen grasen im selben Bereich wie die Streicher und für mich ist die Balance von Lead Vocals und Backing Vocals auch nicht gut.
Da braucht es einfach mehr Luft im Mix.
Finde ich.

Das Statement vom rumänischen Kollegen finde ich ganz ok, nur in deinem Beispiel nicht umgesetzt.
Die Frage ist, wie gelange ich dort?😆 Es passt ja einiges an unserem Mix nicht…
 
Da gibt es leider keinen einfachen Weg, wie ich finde. Ein Zugang ist halt viel zum Thema lesen und dazu üben, üben, üben.
Ich mach Live Technik seit mehr als 45 Jahren und selbst heute noch schnappe ich mir daheim immer wieder eine Mehrspuraufnahme und versuche die Ergebnisse zu verbessern. Die Aufnahmen kommen meist von den Konzerten, die ich so gemischt habe in letzter Zeit, oder aber auch von Quellen wie http://www.cambridge-mt.com/ms-mtk.htm. Letzteres speziell wenn ich wieder mal mit Instrumenten oder Genres zu tun habe, die ich nicht so gut kenne.
Du solltest meiner Meinung nach mit dem X32 erst mal Live-Mehrspuraufnahmen anfertigen um daheim etwas zum Üben zu haben. Wenn du daheim keinen Zugang zum X32 hast, solltest du, falls du ambitioniert genug bist, eventuell ein X32 Rack besorgen, das kann gleich viel wie die anderen Modelle und ist recht günstig zu haben. Ohne viel Übung kannst du, meiner Meinung nach, nicht wirklich besser werden. Und ich finde, dass man damit schon ein recht gutes Ergebnis erreichen kann.
 
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Da gibt es leider keinen einfachen Weg, wie ich finde. Ein Zugang ist halt viel zum Thema lesen und dazu üben, üben, üben.
Ich mach Live Technik seit mehr als 45 Jahren und selbst heute noch schnappe ich mir daheim immer wieder eine Mehrspuraufnahme und versuche die Ergebnisse zu verbessern. Die Aufnahmen kommen meist von den Konzerten, die ich so gemischt habe in letzter Zeit, oder aber auch von Quellen wie http://www.cambridge-mt.com/ms-mtk.htm. Letzteres speziell wenn ich wieder mal mit Instrumenten oder Genres zu tun habe, die ich nicht so gut kenne.
Du solltest meiner Meinung nach mit dem X32 erst mal Live-Mehrspuraufnahmen anfertigen um daheim etwas zum Üben zu haben. Wenn du daheim keinen Zugang zum X32 hast, solltest du, falls du ambitioniert genug bist, eventuell ein X32 Rack besorgen, das kann gleich viel wie die anderen Modelle und ist recht günstig zu haben. Ohne viel Übung kannst du, meiner Meinung nach, nicht wirklich besser werden. Und ich finde, dass man damit schon ein recht gutes Ergebnis erreichen kann.
Das werden wir bestimmt machen, mit den Mehrspuraufnahmen👍🏼👍🏼
 
Die Frage ist, wie gelange ich dort?
Ich bin eher Musiker als PA- oder gar Studioexperte, habe aber mit ähnlicher Musik und ähnlichen Problematiken zu tun gehabt.

Was ich aber aus der bisherigen Diskussion und meiner Erfahrung herausdestilliere: der Livestream-Sound muss extra gemischt werden, d.h. die originalen Signale müssen in einem (idealerweise Studio-)Raum außerhalb des Kirchenraums zeitgleich von einem separaten Tonmenschen gemischt werden.

Geben eure Räume (und mögliche Kabelwege) das her? Habt ihr jemanden (dich selbst?), der das übernehmen kann?

Und: herzliche Einladung ins Arrangement-Unterforum, denn das Thema steht in der Kette ja noch deutlich vor der Tontechnik.
 
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Das werden wir bestimmt machen, mit den Mehrspuraufnahmen👍🏼👍🏼
Das wäre auch meine Empfehlung: aus den Mehrspuraufnahmen einen Mix erstellen, der euch gefällt und diesen dann als Template für das Livestreaming nutzen.
Ein ganz wesentlicher Punkt ist vielleicht auch noch dieses hier: wo sitzt der- oder diejenige, die den Mix für Livestream machen? Wenn das irgendwo mit im Raum des Geschehens ist, dann wird sich das zwangsläufig auf die erzielbare Qualität des Livestreams auswirken (negativ). Für einen wirklich guten Mix muss man diese Außeneinflüsse wirklich abstellen - das geht mit einem sehr gut abdichtenden Kopfhörer, aber am besten in einem akustisch getrennten Raum. Der Live-Mulm von der Darbietung selbst ist beim Mischen extrem hinderlich, da man nicht mehr sicher hört, was man dreht. In diese Richtung würde ich an eurer Stelle unbedingt auch denken.
 
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Hallo und danke für deine Antwort!!

Wir haben tatsächlich einen eigenen Raum.
Wir bekommen per AES50 vom FOH X32 die Signale zum Broadcast X32.

Raum ist perfekt zum Abmischen. Yamaha HS5 Monitore und Beyerdynamic Kopfhörer.

Wir haben zusätzlich noch von Waves den Superrack Performer. Da wird alles gemischt und retour auf jedem Kanal in den X32 geschickt. Danach wird alles per XLR Out ins Streaming PC geschickt.

Hoffe es ist verständlich genug
Gruß
 
Wir haben zusätzlich noch von Waves den Superrack Performer. Da wird alles gemischt und retour auf jedem Kanal in den X32 geschickt.
ich würde mal mit den Bordmitteln vom X32 anfangen. Die sind recht brauchbar und noch übersichtlich. Wenn man gleich die ultimative Plugin-Box der Pandora aufmacht, kommt meist eine Zeit lang nichts wirklich gutes raus. Da verrennt man sich schnell in den vielen Plugins und bleibt nicht konkret.
 
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ich würde mal mit den Bordmitteln vom X32 anfangen. Die sind recht brauchbar und noch übersichtlich. Wenn man gleich die ultimative Plugin-Box der Pandora aufmacht, kommt meist eine Zeit lang nichts wirklich gutes raus. Da verrennt man sich schnell in den vielen Plugins und bleibt nicht konkret.
kann man den mit 1 Equalizer und 1 Kompressor was anfangen?
 
kann man den mit 1 Equalizer und 1 Kompressor was anfangen?
Du meinst mit einem EQ, der über 4 vollparametrische Bänder verfügt? Ja, mehr als genug!

Das mit dem separaten Raum und einem separaten Pult für den Livestream ist prima - dorthin zieht ihr euch zurück mit Mehrspurmitschnitten von euren Gottesdiensten. Damit könnt ihr ganz ohne Risiko üben und probieren, was wie am besten klingt.

Deine obige Frage erweckt den Eindruck, dass Du vielleicht noch nicht so viel Erfahrung beim Mischen hast. Vielleicht wäre es gut, sich dazu mal einen Profi ins Haus zu holen, der die grundlegenden Konzepte erklärt.

PS: wenn ihr mal einen Mehrspurmittschitt habt - vielleicht könnte man anhand der Einzelspuren mal etwas mehr in die Tiefe gehen und Vorschläge für die (bzw. eine mögliche) Mischung machen.
 
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kann man den mit 1 Equalizer und 1 Kompressor was anfangen?
ja, sicher. Zumal man ja beim X32 das in den Eingängen hat, aber die kann man dann ja auch über Subgruppen senden und die dann über den Main LR und eventuell über eine Matrix gehen können. Also hast du im X32 schon vier Verarbeitungsebenen, in denen überall ein mehrbandiger Parametric EQ und ein Kompressor vorhanden sind.
Ich würde für diese Anwendung ja ohnehin die Stimmen vorbearbeiten, dann in eine Stereo Subgruppe senden, da noch mal etwas nachschleifen um dann am Main eine finale Summenbearbeitung zu machen (die Matrix schenke ich mir mal). Alleine damit kann man schon recht gut was anfangen, da braucht es keine Insert-Effekte aus dem FX Rack vom X32.
Zudem hat das X32 recht gute Hall Effekte, wie ich meine. Auch damit kann man sehr weit kommen.
Vielleicht wäre es gut, sich dazu mal einen Profi ins Haus zu holen, der die grundlegenden Konzepte erklärt.
Das sehe ich auch so.
 

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