Als Veranstalter einer Hochzeit Band buchen - Genehmigungen?

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phess90
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Guten Tag,

ich heirate nächstes Jahr und möchte zu meiner Hochzeit eine Band engagieren. Vom Technischen abgesehen möchte ich fragen was alles zu beachten ist, Genehmigung, Gebühren usw.
Ich kenne die Verträge sonst nur als Band selbst, und wir kümmern uns sonst nur um die Gema-Musikfolge.
Auf der Hochzeit kennt sich jeder (50 Leute), außer das Personal/Thekenkräfte.
Wir haben einen dreistelligen Nettopreis als Gage ausgemacht. Die Band spielt unplugged und covert Musik der 50er-60er.
Muss ich in diesem Rahmen offizielle Wege bestreiten? Die Lautstärke dürfte durch das unplugged und den Zeitrahmen von 16-18 Uhr sowie die Abgeschiedenheit der Location keine Rolle spielen.
Kommt auf den Nettopreis noch etwas hinzu (Anfahrt ist kostenlos)?

Liebe Grüße
Patrick
 
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WilliamBasie
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als Veranstalter mußt Du die Veranstaltung bei der GEMA vorher anmelden und hinterher zeitnah den Musikfolgebogen einreichen.
Geschlossene Gesellschaft ist möglich (gemafrei), aber mit extrem hohen Hürden versehen (ausschließlich geladene Gäste, die auf einer Gäste-Liste stehen müssen, die von einer Eingangskontrolle abgearbeitet werden muß), sobald auch nur theoretisch Menschen zu der Veranstaltung kommen könnten, die nicht geladen sind, kann es kritisch werden.

Natürlich nur, wenn da einer rumfleucht, der "spitzelt" - die GEMA kostet nicht die Welt, ist die Frage, ob man sich den Streß antuen möchte?

Die Musiker werden in der Regel was essen und trinken! Macht sich gut, wenn die eingeladen sind.
 
phess90
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Hallo und vielen Dank,

ist die Gesellschaft geschlossen (rechtlich möglich) obwohl Personal arbeitet?
Bezüglich Catering kläre ich alles mit dem Gastspielvertrag.
Mir ging es in erster Linie tatsächlich um privat- oder öffentlich rechtliche Verpflichtungen.
Die Musiker sind hauptberuflich tätig, daher auch die Angabe "Nettopreis". Wird da Brutto noch etwas auf uns zukommen? Ich werde das natürlich klären mit den Leuten, aber sie werden wahrscheinlich nicht unter die Kleinunternehmergrenze ohne Ust. fallen?
Klar...ich werde es im Gespräch mit ihnen am besten erfahren. Aber wir wollen vorab überlegen können ob der Gig ins Budget passt. Die Nettogage ist absolut in Ordnung, wenn jetzt mehrere Hunderte Euro dazu kämen, würde ich im Vorfeld halt eher die Auftrittszeit reduzieren auf 90 min, falls es zu viel werden würde.

Danke und Gruß
 
EPBBass
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Wenn das hauptberufliche Musiker sind, müsste da ja noch Künstlersozialkasse zukommen, denke ich.
 
phess90
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Danke,
und das ist was ich meine - es sind 3 Musiker, geplant für 2 std.
Gruß
 
Beyme
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Wenn das hauptberufliche Musiker sind, müsste da ja noch Künstlersozialkasse zukommen, denke ich.

Künstlersozialkasse wird nur fällig, wenn man "regelmäßig" kreative Dienstleister in Anspruch nimmt. Einmalig für eine Hochzeit wird ziemlich sicher ohne gehen
 
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EPBBass
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bluesbreakers
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Künstlersozialkasse wird nur fällig, wenn man "regelmäßig" kreative Dienstleister in Anspruch nimmt. Einmalig für eine Hochzeit wird ziemlich sicher ohne gehen
Gehe mal davon aus das eine Hochzeit eine Privatveranstaltung ist und Privatpersonen sind nicht abgabepflichtig.
 
Beyme
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Die Musiker sind hauptberuflich tätig, daher auch die Angabe "Nettopreis". Wird da Brutto noch etwas auf uns zukommen? Ich werde das natürlich klären mit den Leuten, aber sie werden wahrscheinlich nicht unter die Kleinunternehmergrenze ohne Ust. fallen?

Ja, einfach mal fragen, aber Du kannst schon mal mit zusätzlich 19 % MwSt. rechnen. Viele Finanzämter stufen kommerzielle Hochzeitsbands als schlichte Dienstleister ein und lassen keine ermäßigte MwSt. von 7 % wie bei künstlerisch-kreativen Tätigkeiten durchgehen.
 
dr_rollo
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Aus meiner persönlichen Erfahrung der letzten 38 Jahre als Musiker, der auch immer schon solche Veranstaltungen bespielt hat, würde ich das nicht zu kompliziert sehen. Vertrag ist prima, damit klärt man die Randbedingungen, auch wer Anlage stellt usw. Außerdem sichern sich da beide Seiten ab. Wobei Vertrag hin oder her, es ist hin und wieder geschehen, dass eine Famileienfeier, für die wir gebucht waren, kurzfristig abgesagt wurde. Oma gestorben, Vater krank, Braut weggelaufen. In diesen Fällen haben wir nie auf die Einhaltung des Vertrages bestanden, dafür aber meistens einen neuen Termin vereinbart. Wenn man einmal bei solch einer Feier sein Recht durchzusetzen versucht hat, braucht man nicht davon ausgehen, Folgejobs bei ähnlichen Feiern zu bekommen.
Und natürlich ist dies eine geschlossene Veranstaltung - auch wenn dort natürlich bezahltes Personal vor Ort beschäftigt ist. Ob ich wirklich eine dedizierte Gästeliste vorhalten muss, für den Fall, dass jemand von der GEMA auftaucht, der danach fragt, lasse ich mal dahin gestellt. Ist mir aber auch noch nie vorgekommen.
Was die Gage angeht, verwundert es mich gerade, dass hier non 'netto' die Rede ist. Brutto würde bedeuten, dass da noch die Mehrwertsteuer draufgerechnet wird, 7 oder 19% je nachdem, wie die Band beim FA eingestuft ist. Mit Privatpersonen verhandelt man aber immer Bruttopreise, was der eine oder andere Handwerker auch noch nicht verstanden hat.
Was ansonsten noch dazu kommen könnte, wäre halt eine Vergütung für die Anfahrt, ggf. Übernachtung. Wir verhandeln allerdings immer einen Gesamtpreis, damit der Veranstalter weiß, was auf ihn zukommt. Üblicherweise einigt man sich auf eine festgelegte Spieldauer. Allerdings kann man dann auch im Vertrag regeln, dass jede weitere Stunde weitere xxx Euro kostet.
 
mathiasbx
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Nach 25 Jahren Erfahrungen mit Tanzmusik kann ich das von dr_rollo unterschreiben. Vertrag machen ist für beide Seiten gut und darin die Eckdaten festhalten. Spielzeit (von-bis), Essen, Trinken, Gage, etc.

Hochzeiten sind Privatveranstaltungen und geschlossen. Ich kann mich auch an nicht eine Hochzeit erinnern, bei der wir eine Setliste für die Gema liefern sollten.
 

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