Technische Qualität von Noten für Akkordeonorchester

bt01
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Darf ich mich hier mal auskotzen?

Da bezahlt man einen Haufen Geld für einen Notensatz. Und wenn man die dann genau durchliest, neigt man zu der Annahme, daß beim Korrekturlesen gespart wird, wenn es denn überhaupt stattfindet.

Immer wieder findet man offensichtliche technische Fehler:
  • Da fehlt eine Note oder Pause.
  • In einer Stimme fehlt gleich ein ganzer Takt.
  • Da steht eine Note oder Pause mit dem falschen Grundwert oder mit falscher Punktierung.
  • Da ist in einer Stimme eine Abschnittsnummer um einen Takt oder eine Zeile verrutscht, oder es steht "H" an Position "I" und "I" fehlt ganz.
  • Da fehlt In einer Stimme ein "rit." oder "a tempo".
Und auch so manches Satzbild hat noch Potential.

Sehr geehrte Damen, Herren, Diverse und Sonstige Verlegendenlebensformen, ich bin gerne bereit, für gute Noten gutes Geld zu bezahlen - Sie, die Arrangeure und die Komponisten müssen ja von etwas leben - aber dann sollten bitte solch elementare Fehler - die ein für gMl beschäftigter Werkstudent oder Ihr taschengeldaufbessernder Nachwuchs fände - fehlen; bei bereits veröffentlichten Titeln sollte wenigstens ein Blatt "Errata" beiliegen. Mit unfreundlichen Grüßen <unleserlich>
 
Da du das im Akkordeonforum schreibst, gehe ich mal davon aus, dass du Noten für Akkordeonorchester meinst.

Mit der Qualität von Noten für Sinfonieorchester und Big-Band habe ich beruflich zu tun. Da ist die technische Qualität i.d.R. in Ordnung, vor allem, wenn die Schreiber ein ordentliches Notensatzprogramm verwendet haben und dieses beherrschen. Im Blasorchesterbereich habe ich früher manchmal fehlerhafte Noten erlebt - meist war es auf Kopierfehler zurückzuführen, dass Tonumfänge z.B. nicht eingehalten wurden. Finales legendäre und grundsätzlich gute Funktion, Artikulationen überall hin kopieren zu können führte z.B. öfters zu Viertelpausen mit Staccatopunkt :eek: .

Ich selbst arbeite mittlerweile mit Dorico, da ist die technische Qualität i.d.R. kein Problem, wenn man die Basics beherrscht und beachtet. Fehler wie in deiner Liste können da nicht entstehen bzw. wären extrem aufwändig hinzubekommen (was nicht ausschließt, dass es jemand schafft :D).

Ich würde an deiner Stelle unbedingt den Verlag anschreiben; die Zuständigen müssen wissen, dass da Fehler verkauft werden.
 
Bei anderen Waren hat man ja Rechte auf Reparatur, Nachbesserung, Preisminderung oder Rückgabe, wie ist das bei Noten?
Es handelt sich ja, wenn das so ist wie oben beschrieben, um einen Mangel.
 
Am besten direkt beim Autor und/oder Verlag beschweren.
 
Rechte auf Reparatur, Nachbesserung, Preisminderung oder Rückgabe,
Guter Gerdanke. Aber diese liegen schon so lange im Vereinsschrank, da ist jegliche Gewähleistung sowas von abgelaufen... werde aber darauf hinweisen, bei Neuanschaffungen darauf zu achten. Aber...
Am besten direkt beim Autor und/oder Verlag beschweren.
Ich bin leider nur Indianer, und die Häuptlinge werden vermutlich keine Zeit und/oder Lust dazu haben. "Schreibts euch rein, und gut ist."
ein ordentliches Notensatzprogramm
1999, 1987 gar?
Viertelpausen mit Staccatopunkt
Das ist schon wichtig. Spieltechnisch schwieriger finde ich allerdings Akzente.
 
Ich bin leider nur Indianer, und die Häuptlinge werden vermutlich keine Zeit und/oder Lust dazu haben. "Schreibts euch rein, und gut ist."
Und was bringt Dir dann dieser Thread hier konkret?
 
Ist das wirklich so, dass Notenverlage ihre Noten auf Kundenwunsch oder warum auch immer überhaupt ändern, also in der Praxis und wenn wir von den Originalkompositionen fürs Akkordeon abweichen?

Da muss zumindest der Arrangeur, wenn nicht sogar der Komponist oder eben der, der das Urheberrecht hat, zustimmen.
Den Arrangeur kann der Verlag bei relativ neuen Noten schon zur Korrektur zwingen, schließlich war es sein Fehler, den Urheber aber nicht.
Bei älteren Noten möchte ich deshalb den Notenverlag sehen, der hunderte Sätze Noten wegwirft, den Komponisten und den Arrangeur, oft auch ein freier Mitarbeiter, bittet, dieser Neuauflage zuzustimmen und nicht etwa nur kostenlos, was unwahrscheinlich genug ist, sondern auch unter Rückerstattung eines Teiles seiner Bezahlung, damit der Verlag mit den Kosten für den Neudruck nicht in die Verlustzone rutscht.
Ich unterstelle den Verlagen ja wirklich nicht fehlenden Willen, aber bei denen sitzt das Geld nicht so locker wie bei manchen Großunternehmen mit riesigen Skaleneffekten und Serviceabteilungen.

Jedenfalls bewirkt eine begründete Beschwerde maximal, dass eine Neuauflage, falls sie überhaupt kommt, korrigiert wird.

Ich kann übrigens bt01s Beschwerden genauso bestätigen.
Mittlerweile ist es üblich bei uns, wenn auch nicht bei allen Arrangeuren, dass in der ersten Probe mit den neuen Noten vom Orchesterleiter Stimme für Stimme die Fehler genannt werden, damit wir sie ausbessern können.
Ganz neu ist, dass auch die Partitur auf Deckungsgleichheit mit den Stimmen überprüft werden muss.
Das ganze sind bei uns keine technischen Fehler oder Satzfehler vom Programm, sondern Fehler von dem, der das Programm benutzt.

Und was bringt Dir dann dieser Thread hier konkret?
Dasselbe wie "Wer kennt Chugiwuzzi Akkordeons? Sind die gut?", Erfahrungsaustausch.

Frohe Ostern
 

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