Tonstudio in Köln eröffnen

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dakini111
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Hey ! Was haltet ihr von einer Tonstudio Gründung 2023 in Köln? Und wenn ja, was wäre eurer Meinung nach ein Muss-Plus (Label? Lage? Nische? Größe?) Kennt jemand vielleicht ein/e gute/e Berater/in oder Tonstudio-Besitzer/in, der/die uns helfen könnte?

Background: Mein Mann hat alles technische Know-How (über 20 Jahre Erfahrung als Musiker, Musikproduzent, Mixing & Mastering & Tonstudio Assistent in Lateinamerika), kommt allerdings nicht aus Deutschland und kennt den Markt hier nicht, ich spreche dafür deutsch und lese mich durch Foren. :)
Grüße!
 
Wie ist das mit dem "Muss-Plus" zu verstehen? Ich habe diesen Ausdruck noch nie gelesen/gehört.

Generell würde ich, aufgrund persönlicher dystopischer Einstellung, aber auch relativ objektiver realistischer Einschätzung, davon abraten. AUßER Geld ist sowieso genügend vorhanden, finanzieller Erfolg also Nebensache und Spaß steht im Mittelpunkt.
 
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Hey ! Wenn Du so genau fragst, und mit der Erfahrung Deines Mannes,

- dann ist ja sicherlich die Kapitalfrage bzw.der Kapitalbedarf schon geklärt. Vorzugsweise natürlich Eigenkapital, ein Bankdarlehen wird für ein Tonstudio in Köln nicht ohne Weiteres zu bekommen sein (Stichwörter: Eigenkapitalvorschrift, Businessplan mit Stellungnahme der IHK u.a.),

- dann sind Euch die Immobilienpreise in Köln und Umgebung -Miete und Kauf- bekannt,

- dann habt Ihr Euch, wahrscheinlich im Internet, über die Wettbewerber in Köln informiert. (Anzahl, Ausstattung, Angebot, Preise . . .),

- dann hast Du ja bei Deiner Forenrecherche festgestellt, dass es da Bedarf, gerade in Köln, gibt.

- . . .

Hey ! Und ja, die Idee ist nicht schlecht.

Wende Dich an die IHK. Dort kann man Euch zum Thema Gründungsberatung qualifiziert weiterhelfen. Vorsicht bei "Nicht-IHK-Angeboten", da soll es wohl Abzocker geben.
 
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Hallo,

korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege aber irgendwie habe ich in Erinnerung, dass es jahrelang ein Studio-Sterben gab. Es war sogar die Rede davon, dass heute größere Acts weite Teile ihrer Aufnahmen zuhause erledigen, was mit entsprechender (billig gewordener) Software und einem handelsüblichen Rechner gar nicht mehr so schwierig sei. Jetzt quasi antizyklisch ein Studio zu eröffnen und das noch ohne gewachsenes Netzwerk und mit Sprachbarrieren ist sicherlich mutig.

Ich würde darüber hinaus den Standort Köln noch einmal überdenken. Wenn ich an Dinge wie Mieten, Parkplätze, Lärmschutz etc. denke, würde ich für ein Studio einen Standort irgendwo am Rand eines kleinen Dorfes vorziehen.

Viele Grüße

erniecaster
 
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Bei einer spontanen Internet-Suche mit dem Stichwort "Tonstudio Köln" fand ich unter den ersten Treffern diese Seite: https://www.werkenntdenbesten.de/tonstudio/koeln
Dort werden zwar nur die 10 mit den besten Bewertungen gelistet, aber die Gesamtzahl der "Tonstudios" mit 104 angegeben.
Es sei dahin gestellt, ob unter diesen 104 nicht auch Treffer sind, die nur am Rande etwas mit einem Tonstudio zu tun haben.
Einen Mangel an oder gar ein Marktlücke für Tonstudios scheint es in und um Köln jedenfalls nicht zu geben.

Das soll nicht heißen, dass ihr, @dakini111, es nicht versuchen sollt. Aber bei einer Anfrage bei der IHK wird diese ganz sicher eine Marktanalyse machen bzw. sich eine solche vorlegen lassen wollen. Da braucht es schon sehr gute Argumente und am besten ein Alleinstellungsmerkmal (aber welches nur?), um an Kapital zu kommen.
Sollten aber weder Geld, noch Zeit, noch die Räumlichkeiten und die Ausstattung vorhanden oder kein Problem sein - nur zu!
Dann gibt es demnächst 105 Treffer bei der Suche. Und mit viel Glück, Fleiß ... seid ihr dann irgendwann unter den 10 Besten.
 
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Mein Mann hat alles technische Know-How (über 20 Jahre Erfahrung als Musiker, Musikproduzent, Mixing & Mastering & Tonstudio Assistent in Lateinamerika), kommt allerdings nicht aus Deutschland und kennt den Markt hier nicht, ich spreche dafür deutsch und lese mich durch Foren. :)

Das heißt, dein Mann ist in der Kölner Musikszene noch nicht verankert und hat wenig oder keine Kontakte aufgebaut. Die geschäftliche Grundlage für kommerziell erfolgreiche Studios ist aber Vitamin B, denn kaum jemand bucht ein Studio nur nach schicker Webseite oder nach Werbematerial. Ob dein Mann in dieser latent dauerkarnevalsverrückten Klüngelstadt im musikalischen Bereich Erfolg hat, wird direkt von seiner Integration in die Szene(n) abhängen. Das wird in Südamerika übrigens ähnlich laufen, schätze ich.

Bedarf könnte da sein; Köln ist u.a. immer noch eine Hochburg des Jazz und es ist der wichtigste Medienstandort in NRW. Ich hatte mit verschiedenen Kölner Studios bzw. Studiobetreibern zu tun. Wenn man in der Szene bekannt ist und billig und gut arbeitet, kann man Aufträge bekommen.

Es wäre sicher nicht falsch, erstmal als Musiker auf Sessions zu gehen und ab sofort Deutsch bzw. Rheinisch zu lernen und Kontakte aufzubauen. Kölsch trinken nicht vergessen, das kann absolut ein Faktor in Sozialkontakten sein.
 
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dass heute größere Acts weite Teile ihrer Aufnahmen zuhause erledigen, was mit entsprechender (billig gewordener) Software und einem handelsüblichen Rechner gar nicht mehr so schwierig sei.
Diese beiden Aspekte sind in einem Tonstudio genau der Teil, der vernachlässigbar ist. Der Mann von dakini111 hat dann sicher entsprechnde Fähigkeiten, die sich ein Musiker erst jahrelang erarbeiten müßte. Tontechnik ist etwas das ähnlich wie ein Instrument zu lernen, gerne ein paar Jahre verschlingt bevor die Ergebnisse solide oder gar professionell werden.
Ich bin dafür, daß es mehr Studios gibt - den Spagat zwischen Fixkosten und Einnahmen zu stemmen, dafür wünsche ich ihnen alles gute.
 
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Vielen Dank euch allen für eure super wertvollen Meinungen und Tipps! Und auch für die Zeit, die ihr euch genommen habt. Ihr habt in so vielem total recht und wir schauen als nächstes bei der IHK vorbei. Beste Grüße aus Köln!
 
Viele Grüße nach Köln, ich kenne mich etwas in der Gegend aus. Schaut mal, ob ihr noch Überlebende der ehemaligen Bluesszene im Monheimer Hof findet. Mit Leuten reden. Gibt es das Tonstudio in Erfstadt noch? Mit der Konkurrenz reden! In Bonn gibt es auch nette Leute. Also, bei der Konkurrenz "einkaufen".
Bei einer Existenzgründung immer den Exit fest einplanen. Oft hat man 3-4 Jahre vertan, die Probleme bleiben, Kapital wurde verbrannt, aber man ist älter geworden und Alter ist leider ein brutales Handicap.
Ich rate eindringlich, alles was mit Musik zu tun nicht mit Gelderwartungen oder Ersparnissen zu verbinden.
Ohne (geklauten) Kundenstamm geht in keiner Branche eine Existenz-Neugründung. Von Null aus geht rein gar nichts, nirgends.
Aber mit einer positiv denkenden Frau findet ein Mann immer eine realistische Zukunftsplanung, dann braucht es nur noch glückliche Umstände.😃
 
... was mir noch dazu eingefallen ist:
Dein Mann, @dakini111, stammt aus Süd-/Mittelamerika? Die Musikszene in Köln ist international ziemlich breit aufgestellt, ihr solltet vielleicht in einem ersten Schritt mal nach Musikern suchen, die ebenfalls aus diesem Kulturkreis kommen. Bekanntlich neigen viele Menschen dazu, sich mit Landsleuten (im weitesten Sinne) zusammen zu tun, gerade fernab der Heimat. Aus dem Kreis ließen sich vielleicht am ehesten erste Kunden finden.
Ist nur eine Vermutung, und ich will auch auf keinen Fall irgendeiner Form der Grüppchenbildung das Wort reden. Aber bei aller Vernetzung gerade ich kulturellen Kreisen, sind die Menschen, also auch Künstler, meistens doch so drauf, sich dem Vertrauten eher anzunähern.
 
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Tja, in einem Tonstudio muss man ja nicht zwingend nur Musik bearbeiten. Musik war sowieso schon immer eher Brotlose Kunst, was auch für reine Musik Tonstudios gilt.

Man kann aber sein Angebot ausweiten und damit den potentiellen Kundenkreis vervielfachen. Wie dieses Tonstudio zum Beispiel. Ist man darüber hinaus bereit, auch in Know How zu investieren und sich in die Lage zu versetzen, auch Mehrton Arbeiten und eventuell Dolby Atmos liefern zu können, dann hat man sicher auch einen Wettbewerbsvorteil.
 
Beschäftigt Euch mal mit diesen beiden Seiten:

https://www.ihk.de/koeln/hauptnavigation/gruendung/gruendung-zwei

https://www.gruendungswerkstatt-nrw.de/

Das wird für einige Tage reichen.
Auf der Seite der Gründungswerkstatt kann Musterbusinesspläne runterladen. Arbeitet so einen Businessplan mal durch. Wenn Ihr da seriös und solide herangeht, den tieferen Sinn der Fragen erkennt, wird das Arbeit für Wochen sein. Jeder einzelne harmlos aussehende Punkt der Struktur wirft Fragen über Fragen auf, die eine sorgfältige Recherche erfordern.
Wenn Ihr nach Durcharbeiten des Business- und Finanzierungsplans immer noch hinter Eurer Idee steht, dann macht einen Termin bei der IHK.
Zudem kommt Ihr an einem Businessplan in der Regel ohnehin nicht vorbei, wenn Ihr Fremdkapital benötigt.
 
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Ohne (geklauten) Kundenstamm geht in keiner Branche eine Existenz-Neugründung.
Das dürfte ein Schlüsselsatz sein. Erst einmal (abhängig beschäftig) einen Kundenstamm erwerben, dann zur Tat schreiten.
 

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