Alt Sax - Mit anderen Instrumenten jammen. Transponieren?!

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Hallo,

das Saxophon ist ja ein transponierendes Instrument, so habe ich es gelesen und so wurde es mir gelehrt und erzählt. Aber, da ich noch Anfänger bin, aber doch schon mal mit anderen Musikern nen bisl jammen wollte, würd ich gern wissen, was beim alt-sax eigentlich wirklich erklingt, wenn ich bspw. einen F-Griff spiele?

Desweiteren find ich das auch gut zu wissen, da ich ja dann so mit nem Stimmgerät überprüfen kann, ob der ton schief ist oder nicht. Was Erfahrungen habt ihr eigentlich mit Stimmgeräten, ich habe im Moment den Standart Chromatic Tuner von Korg, da der sich für die Gitarre für mich eben bewährt hat.

Vielen Dank für eure Hilfe. :)
Beste Grüße
Philipp
 
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Hallo Philipp.

Wenn du am Alt ein F spielst erklingt ein As. Das Altsax hat immer drei Kreuz mehr bzw. drei b weniger als die C-Instrumente.
Vor allem wenn du viel mit Gitarristen spielst wirst du dich also oft tief in den Kreuztonarten wieder finden. (Du bist in Cis wenn die E spielen, Fis-A, H-D... usw.)
Das gewöhnt man aber.
Blues wird oft in F oder Bb gespielt, das ist für uns Altsaxophonisten schon deutlich angenehmer mit D bzw. G.

Wenn du eine Melodie lesen musst und keine Eb-Noten da sind dann kannst du vielleicht beim Bass mitlesen. Wenn du dir einfach statt dem Bassschlüssel einen Violinschlüssel denkst und 3 Kreuz dazu dann bist du dabei.

Zu Stimmgeräten kann ich dir nicht viel sagen. Aber wenn deins in C ist dann sollte es den klingenden Ton anzeigen. Also sollte da zb. F stehen wenn du ein D spielst usw...

Lg, Knebi.
 
Vielen Dank für die Antwort. Jetzt weiss ich bescheid. :)
lg, philipp
 
Hallo,

Ich bin auch Sax-Anfänger, habe aber schon durch Gitarre etc gewisses musikalisches Grundverständnis, will mich allerdings weniger bis garnicht mit Noten vom Blatt befassen, sondern eben eher intuitiv mit Freunden jammen und ich verstehe nicht so ganz warum ich nicht einfach die gegriffenen Töne unter den Tonbezeichnungen die tatsächlich erklingen verwenden kann? Sind bestimmte Läufe etc sonst komplizierter zu spielen ?
Die Antwort ist warscheinlich ziemlich logisch aber ich komm einfach nicht drauf :rolleyes:
 
ich verstehe nicht so ganz warum ich nicht einfach die gegriffenen Töne unter den Tonbezeichnungen die tatsächlich erklingen verwenden kann?

Wenn du auf dem Altsax alleine spielst, kannst du natürlich die gegriffenen und benannten Töne so verwenden, wie du sie gelernt hast. Allerdings ist ein Altsaxophon in Eb gestimmt, d.h. im Vergleich zu anderen Instrumenten, die "in C" gestimmt sind, haben gleich notierten Töne unterschiedlichen Tonhöhen zum Ergebnis. Zum Beispiel: wenn du auf dem Altsax ein c' greifst, klingt ein es (=eine große Sexte tiefer). Wenn du auf einer Gitarre ein c' greifst, klingt ein C (=eine Oktave tiefer). Wenn du auf einer Sopranblockflöte ein c' greifst, klingt ein c'' (=eine Oktave höher). In allen drei Fällen stimmen also notierter Ton und klingender Ton nicht überein, da auf keinem der drei Instrumente ein c' erklingt, wenn auch ein c' notiert ist. So etwas nennt man transponierende Instrumente. Bei einem Klavier dagegen, wie bei vielen anderen Instrumenten, stimmen dagegen notierter Ton und Klang überein. So ein Instrument nennt man "nicht transponierend".

Wenn man nun mit Instrumenten unterschiedlicher Transpositionen zusammenspielt, muß man auf die gegenseitigen Benennungen der Töne Rücksicht nehmen, und die Kombination Gitarre-Altsaxophon läuft genau daraufhin hinaus. Wenn ein Gitarrist einen G-Dur-Akkord spielt, kannst du auf dem Altsax die Töne eines E-Dur-Akkordes dazu spielen, denn die E-Dur-Töne e-g#-h in Eb-Stimmung klingen als g-h-d in C-Stimmung (die Oktavtranspositionen sind hier erst mal egal).

Harald
 
Verstehe ich dich richtig? Wenn du ein a' auf dem Sax greifst (link Hand Zeige- + Mittelfinger) willst du es dir gedanklich nicht als a' angewöhnen, sondern als c'' ?
Kannst du machen, wenn du wirklich nur in dieser einen Kombination mit deinen Freunden spielst. Solltest du aber jemals das Saxophon auch anderweitig für dich entdecken, musst du jedes Mal Noten umschreiben und dir vermutlich anhören, dass es blödsinnig war, dir etwas Falsches beizubringen ;-)
Wenn du eh mehr oder weniger nur Jammen willst, ist es denke ich auch kein Problem, wenn du dir die Töne so beibringst, wie sie wirklich heißen und gleichzeitig zu jedem Ton den klingenden Ton merkst. Das bringt dich musikalisch weiter und du behälst dir die Hintertür offen, dich auch später mit "Noten vom Blatt" beschäftigen zu können.

Und zu den Läufen: Sie sind nicht schwieriger zu spielen, nein. Der Lauf ist immernoch der Selbe; entweder kannst du ihn, oder nicht ;-) Sie werden höchstens schwieriger zu lesen, wenn du in die b-Tonarten kommst und zum Beispiel eine Es-Dur Tonleiter mit 6 B's statt mit 3 B's (für Altsaxophone) aufschreiben musst :p
 
Verstehe ich dich richtig?

Ich denke: nein, denn du schreibst:

Wenn du ein a' auf dem Sax greifst (link Hand Zeige- + Mittelfinger) willst du es dir gedanklich nicht als a' angewöhnen, sondern als c'' ?

dreamaway hat aber nicht geschrieben, daß er/sie sich bestimmte Griffe angewöhnen möchte. Die Frage war eine Wissensfrage:

ich verstehe nicht so ganz warum ich nicht einfach die gegriffenen Töne unter den Tonbezeichnungen die tatsächlich erklingen verwenden kann?

Harald
 
Ok, ich formuliere um:
...ich verstehe nicht so ganz warum ich nicht einfach die gegriffenen Töne unter den Tonbezeichnungen die tatsächlich erklingen verwenden kann...
Ist das eine reine Wissensfrage, oder willst du dir "falsche Griff-Ton-Kombinationen" angewöhnen? ;-)

Ich verstehe diese Frage eher als "ich weiß, dass mein Saxophon nicht in c klingt, aber warum kann ich mir nicht einfach falsche Kombinationen von Griff und Tonbezeichnung merken?" :)
 

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