Anderes Mundstück - hilft´s wirklich?

Dieses Thema im Forum "Klarinette" wurde erstellt von escard, 11.09.07.

  1. escard

    escard Registrierter Benutzer

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    ...bin Anfänger und spiele erst seit sechs Monaten B-Klarinette (deutsches System). Begonnen habe ich mit einer geliehenen ca. 25 Jahre alten Hammerschmidt, die ich jedoch vor zwei Wochen dem edlen Verleiher retournieren musste......
    ..nunmehr hat mir mein Musiklehrer eine ziemlich neue Leihklarinette der Musikschule verschafft (Fabrikat Schreiber, kostet neu so um die 1.500 EURO) und ich muss sagen, dass dieses Teil nicht annähernd so gut zu spielen ist wie die Hammerschmidt (diese konnte ich schon problemlos mit 3-er Blättern spielen, bei der Schreiber bringen mich schon die 2-er und 2,5er fast um......
    ...der Austausch der originalen Blattschraube gegen eine GF-Schraube hat zumindest eine kleine Verbesserung gebracht - mein Lehrer meinte, wenn ich eventuell nicht klarkommen sollte, möge ich es mit einem anderen Mundstück versuchen, weil durch die Verwendung eines wirklich guten Mundstückes eine auch nur durchschnittliche Klarinette enorm aufgewertet werden würde....
    Was meint Ihr dazu? Sollte ich es mit einer anderen Mundstück versuchen und da mal um die 150 EURO investieren (der Kauf einer eigenen Klarinette ist für mich dzt. sowohl aus finanziellen als auch aus erfahrungsrelevanten Dingen nicht drin.........).
    Wenn ich das Mundstück auch auf meiner (hoffentlich in zwei Jahren schon) eigenen Klarinette verwenden kann, wäre ja nix vertan - oder?:confused:
     
  2. mr.allegro

    mr.allegro Registrierter Benutzer

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    Hallöchen,

    generell stimmt es, das ein Mundstück den Klang beeinflusst und auch die Spielbarkeit. 150€ wären bei mit für ein Mundstück absolutes Maximum denn relativ gute bekommt man schon ab 75€ (so weit ich das sehe). Eigene Erfahrung konnte ich selber machen. Früher spielte ich ein NoName Mundstück, jetzt eins von Buffet. Die Ansprache und das Klangbild sind deutlich besser. Jetzt kann ich auch endlich meine Vandoren Blättchen Vernünftig spielen.
    Geh am besten wenn du das Geld zusammen hast mit deinem Musiklehrer und deiner Klarinette in das Musikgeschäft, welches der Lehrer dir empfielt. Lasst euch so 10-15 Mundstücke geben und probier einfach alle mal aus. In einem guten Musikgeschäft sollte das möglich sein

    LG

    Tim
     
  3. netzewerfer

    netzewerfer Registrierter Benutzer

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    Ja, Mundstück ist das wichtigste. Spiele zwar selber erst 2 Stunden Klarinette, aber mehrere Jahr Saxophon. Wenn Dir der Weg nicht zu weit ist: Schreiber in Michelstadt bei Heidelberg (siehe Internet) baut Mundstücke für alle führenden Hersteller und hat eine gute Beratung.

    Gruß
    netzewerfer
     
  4. Jo_Beef

    Jo_Beef Registrierter Benutzer

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    Hallo escard

    Die Blattstärke ist nicht nur von Deinem Ansatz, sondern auch von der Bahnöffnung des Mundstücks abhängig: Bei größerer Bahnöffnung weicheres Blatt. Vor dem Kauf eines neuen Mundstücks würde ich es erst Mal mit einem anderen Blatt, evt. auch von einem anderen Herstellter versuchen - denn irgendwann ist ja dann ohnehin eine eigene Klarinette fällig.

    Gruß Jo
     
  5. RoBass

    RoBass Registrierter Benutzer

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    Na ja, so ganz stimmen die Aussagen hier nicht alle so pauschal. Lange Bahn heißt nicht automatisch leichteres Blatt . Manchmal kann man auch mi der Ausstichlänge operieren, und das kann man tun, ohne daß das Blatt dadurch schwerer oder leichter werden muß. Mundstück- und Blattkunde ist mehr als nur Empfehlungswissen.
    Dazu muß man schon ein paar Probepackungen bestellen und probieren. Und zuvor sollte man mal seine Ansatzgeometrie (Lippenhärte, Zahnstellung,...) und somit die nötige Bahnlänge und Grundstärke des Blattes austesten. Also ich empfehle in solchen Fällen: Probepackungen bei Arundos, Foglietta etc. bestellen, ab zum Klarihändler des Vertrauens, Mundstücke raus und testen was das Zeug hält. Wenn eines gefunden wurde, was paßt - Vergleichstabelle hernehmen (gibt's notfalls von mir mit 380 MS drin...) und dann die Kombattanten raussuschen. Danach dann gezielt weitertesten, bis es paßt.

    Und dran denken: Nur zu 20% etwa ist es das Material, der rest ist der Mensch daran...
    Sich auf einem neuen Material einspielen dauert halt.

    Gruß
    Roman
     

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