Bassdrum Stimmung

BumTac
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Der eine oder andere wird wissen, daß ich mich derzeit mit ersten Drumaufnahme-Versuchen für mein kleines Liedchen beschäftige. Während ich eigentlich stimmungstechnisch alles ganz gut im Griff habe, stellt mir meine Basshupe jedoch weiterhin schwierige Aufgaben. Die Hardfacts:

22" Birke Superstar Bassdrum, Emad Schlagfell mit breitem Schaumstoffring, Tama Werksreso, Schlag- und Resofell mit je einem gerollten Handtuch/Leinentuch leicht gedämpft, Reso weich gestimmt, aber oberhalb der Faltenwurfgrenze, Schlagfell etwas fester, Falam aufgeklebt, Tama IC Hartgummibeater auf DW Maschine.

Ergebnisse: Kick Anteil kommt bereits ganz gut, da ein Mikro tief in der Trommel ca. 25cm vor dem Aufschlagpunkt positioniert ist. Mir fehlt noch etwas Punch und Volumen, dafür habe ich ein SM57 ca. 20 cm vor dem Reso plaziert.

Und dennoch, was die Hupe akustisch nicht hergibt, kann auch nicht auf die Aufnahme kommen, daher hier die Frage:
Welche stimmungstechnischen Kniffe könnte ich noch versuchen, um dem Ding mehr Wumms zu entlocken?
Birke ist nicht Ahorn, das ist mir klar, aber da müsste mehr gehen, irgendwas mache ich noch falsch.

Lieben Dank für Antworten!
 
Eigenschaft
 
Was hast du für Mikros?

Ob das SM57 viel bringt, wage ich fast zu bezweifeln. Ein Bassdrummikro oder sogar ein Grossmembraner könnten da mehr bringen.
Für Bassdrums ist das 57er nicht die beste wahl.

Zwar nicht billig, bekommt man vielleicht auch irgendwo geliehen.
https://www.thomann.de/de/ev_re20_microphone.htm
Eine legendäre "Allzweckwaffe". Ich wüsste jetzt nix, was man mit dem Teil nicht aufnehmen könnte (und gut klingt ;D). Gerade für tieffrequente Schallquellen mehr als ein Geheimtipp.

So rein stimmungs- und equipmenttechnisch kann ich jetzt auch keinen groben Schnitzer erkennen.
Am besten du stellst mal ein Soundfile rein, dann weiss ungefähr was du meinst. So ist es etwas schwierig, den Sound vorzustellen. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
also aus meiner (qualitativ extrem schlechten) bassdrum hole ich den meisten wumms indem ich so vorgehe: resofell und spannreifen anlegen, jede schraube fingerfest drehen (immer wieder alle nachziehen, bis wirklich alle fest sind). dann die erste schraube eine halbe umdrehung anziehen. dann die schraube auf der gegenüberliegenden seite zuerst fingerfest anziehen (also kontrollieren, ob sie noch angezogen ist), dann auch eine halbe umdrehung anziehen. dann die schraube neben der ersten fingerfest anziehen, dann eine halbe umdrehung festziehen. und so weiter, bis jede schraube mit einer halben umdrehung fest angezogen ist (manche schrauben müssen dabei mehrmals gedreht werden, weil sie sich aufgrund der bewegung des spannreifens wieder lösen). danach fell in stimmung mit sich selbst bringen (ist i.d.r. immer erstaunlich nah dran). jetzt wirft das fell nur noch minimale falten, wenn man es mittig leicht eindrückt.

das schlagfell spanne ich sehr schlaff. wenn ich in die mitte des fells drücke, wirft es noch gut falten. es muss aber schwingen können (aber langsam!).

das schlagfell dämpfe ich ein bisschen mit einem weichen sofakissen, das resonanzfell mit einem kleinen, eingerollten handtuch.

ich weiß, das klingt alles recht komisch, passt vielleicht auch nicht so ganz zu den theorien aus nils buch, aber so bekomme ich einen wirklich heftigen wumms (tiefes, gleichmäßiges sustain) aus meiner bassdrum. nicht falsch verstehen - das ist kein ewig langes sustain wie bei einem tom, der klang ist schon eher ein wumms.

ich hoffe, mein "verfahren" hilft dir...
 
Sehe das aehnlich wie Haensi, dass das SM57 fuer Punch und Volumen nichts bringen wird.
Du hast zusaetzlich noch ein D112 right?
Ich wuerde mal probieren, das SM57 nahe Richtung Schlagfell ins innere zu packen, um damit den Kick aufzunehmen.
Das D112 dann ins Resoloch und nicht genau in die Beatermitte, sondern weiter Richtung Rand platzieren um Volumen und Punch zu bekommen. Dafuer wuerde ich mir Zeit nehmen und an der Position feilen.

Auch stimmungstechnisch wuerde ich es mal anders herum probieren, d.h. Schlagfell recht tief gestimmt, kurz nach Faltenwurf und dafuer das Reso hoeher.
Du hast ja Plastikbeater die mehr Kick bringen als z.B. Filz.

Mit der Daempfung wuerde ich auch rumprobieren. Ich spiele zur Zeit komplett ohne, habe nur in der Mitte der Bassdrum zwei ca. 10cm breite Streifen Schaumstoff zusammen gelegt, die gegen den "Basketball-Effekt" arbeiten sollen.
 
..... danach fell in stimmung mit sich selbst bringen
.....
das schlagfell spanne ich sehr schlaff.
....
ich weiß, das klingt alles recht komisch, passt vielleicht auch nicht so ganz zu den theorien aus nils buch,....

Was auch immer Du tust, wenn Du das Fell anschliessend in Stimmung mit sich selbst bringst, ist alles gut (ausser, wen es sehr schief auf der Trommel sitzt).

Das schlaffe Schlagfell macht einen ordentlichen Kick, dagegen ist ebenso nichts einzuwenden.

Dass gerade DIESE Fellspannung des Reso den fetten Sound macht hängt wahrscheinlich mit den Eigenschaft des Raums/der Räume zusammen, in dem/denen Du spielst.
Insofern kann ich nichts erkennen, was meinen Theorien direkt widerspricht. Ich kann mir zwar ein einfacheres System der Schraubreihenfolge vorstellen, aber das ist nicht der Punkt.

Nils
 
Vergesst mal für den Moment die Mikro´s, mir geht´s um die akustische Stimmung der Butze. Ich probiere derzeit verschiedene Mikro´s aus, bis zur endgültigen Aufnahme werde ich ein Audix D6 oder ein Beyerdynamik Opus 99 haben und das in der Trommel plazieren.
Ich kann einfach keinen "Fehler" in meiner derzeitigen Stimmung entdecken, vielleicht bringt die Bude einfach nicht mehr? Live spielt das keine so große Rolle, da habe ich über die PA immer genug Bumms.
 
... und deshalb würde ich es nicht noch "verschlimmbessern".

Ich denke, dass du soviel Stimmerfahrung haben wirst, um das beste aus deiner Kiste rauszuholen.
Mit guten Mikros und der richtigen Einstellung bei der Aufnahme, sollte das schon zu machen sein.
Vor allem die Position der Mikros ist entscheidend. Da können manchmal Zentimeterabstände schon dramatische Auswirkungen haben. Ich kenne Leute die haben Tage im Studio verbracht nur um die richtige Mikroposition zu finden. ;)
 
@BumTac:

My 2cents zur Mikrofonierung:

Der Knackpunkt ist die richtige Position des Mikros. Je weiter es weg ist vom Schlagfell, desto mehr kriegt man untenrum.

Versuch mal das Teil genau im Loch des Reso (falls vorhanden) zu positionieren. Richte es auf den Aufschlagpunkt des Schlegels aus, dann hast Du die Chance auf Kick und Wumms.

Zwei Mikros sind immer etwas problematisch wegen der Laufzeitunterschiede.

Nils
 
jap, die Laufzeitdifferenzen haben wir bereits festgestellt, liegen im Bereich 1-2 ms, da wäre noch ein wenig justage erforderlich, ist aber beherrschbar. Ich hoffe, daß eins der besagten angetrebten Mikro´s mehr bringt.

@Tim: Das D112 habe ich leider nicht mehr, war nur geliehen, daher muß ich mich im Moment mit einem Stagg BD Mikro begnügen, dies liefert guten kick, aber wenig Volumen. Deshalb der Versuch mit einem zweiten Mikro.
 
Mit dem Audix D6 wirst du definitiv gluecklicher sein. ;)
Und wie gesagt, Mikro ins Resoloch und dann probieren.
Gefaellt dir denn dein Bassdrumsound zur Zeit in Natura?
 
Was auch immer Du tust, wenn Du das Fell anschliessend in Stimmung mit sich selbst bringst, ist alles gut (ausser, wen es sehr schief auf der Trommel sitzt).

Das schlaffe Schlagfell macht einen ordentlichen Kick, dagegen ist ebenso nichts einzuwenden.

Dass gerade DIESE Fellspannung des Reso den fetten Sound macht hängt wahrscheinlich mit den Eigenschaft des Raums/der Räume zusammen, in dem/denen Du spielst.
Insofern kann ich nichts erkennen, was meinen Theorien direkt widerspricht. Ich kann mir zwar ein einfacheres System der Schraubreihenfolge vorstellen, aber das ist nicht der Punkt.

Nils

danke für den kommentar. ich kann mir das ergebnis selbst nicht wirklich erklären. bei meinen toms stimme ich für solch ein volumen das resofell tiefer als das schlagfell - also genau umgekehrt.
das klangverhalten ist relativ unabhängig vom raum. habe schon ein sehr hallenden raum gespielt und in einem fast toten raum und viel dazwischen: immer ordendlich wumms. deshalb hoffe ich, dass BumTac mit meinen infos was anfangen kann.
das system der schraubenreihenfolge ist eigentlich dieses stern-system. also gar nichts abgefahrenes. klingt bloß so, weil ich die schrauben vorher immer neu handfest anziehen muss..

grüße
 
Ich würde das Problem von einer anderen Seite angehen. Du hast schon ein stark gedämpftes Schlagfell, dämpfst es zusätzlich mit Handtuch und dann auch noch das Resofell mit Dämpfung. Das ist Zuviel des Guten.
Mach die zusätzliche Dämpfung raus.
 
ich schließe mich mrbungle an, was die stimmung betrifft. habe zu hause auch gerade ein paar aufnahmen gemacht und die bassdrum war von anfang an ziemlich gut. stimmung war allerdings resofell höher als schlagfell und komplett ungedämpft. der nachklang ist je nach mikroposition und einstellungen am mischpult gut zu manipulieren. ich glaube mein bassmikro stand ca. 60-80 cm vor dem resofell.
 
Jo, das ist viel Dämpfung, für mich sehr untypisch, der ich am liebsten gar keine nutzen würde. Fakt ist aber auch, daß mir keine gute Aufnahme ohne gelingen wollte, die Basshupe (Birke) hat keinen sonderlich voluminösen Grundsound, so klang das Ergebnis immer sehr glockig, wenig Tiefe und der kick war komplett untergegangen. So habe ich zumindestens einen präzisen kick und rel. viel Druck, nur die Basstiefe ist immer noch mau.
Es handelt sich um Standard Handtuchgröße, locker gerollt, locker anliegend, um unschöne Flattereffekte zu minimieren, also keine Kissen, Matten oder komplettes Bettzeug!

Aber ich werde weiterbasteln, spätestens, wenn das finale Mikro da ist!
 
Hey,
ich weis jetzt nicht wer das bereits schon erwähnt hat , aber die Positionierung des Mikros macht viel aus.
Wenn der Sound deiner BD eigentlich ok. ist , würde ich mal mit der Positionierung des Mikros experimentieren.Bei der Abnahme meiner Bd habe ich anfänglich mit dem Techniker auch das Mikro einige Male ausrichten müssen bis der optimale Sound gefunden war.
Dabei haben sich "graviernede " Soundunterschiede schon bei leichten Positionswechsel ergeben.
Ich spiele eine 24 x 18 bd, einschichtiges Schlagfell mit Remo Mufflering, mittelprächtig gespannt
und ein einschichtiges Resofell:keine weitere Dämmung.
Gruß
hg
 
Habe heute mit einem Tonstudio gesprochen, es ist geplant, daß alles nach Abschluß der recordings professionell gemixt und gemastert wird. Alles hier jetzt wiederzugeben, würde den Rahmen sprengen, nur so viel sei gesagt:
Völlig egal, mit welchem Mikro und welcher Qualität aufgenommen wird, wenn die Information vorliegt, mit welchen mikro recorded wurde, gibt es tools, die via Software alle klanglichen Eigenschaften wieder aus der Aufnahme ´rausrechnen, um dann die Eigenschaften eines anderen wieder einzurechnen. Quasi eine digitale, aber stufenlose Triggerfunktion, die praktisch alle klanglichen Wünsche ermöglicht.

... warum macht man sich nur solche Mühe?
 
... warum macht man sich nur solche Mühe?[/QUOTE]


In der Tat , gute Frage ?
Dann würde ein Aldi-Schlagzeug oder ein Pappdeckel auch seinen Zweck erfüllen !
 
mhmm vllt liegt es bei deiner aufnahme nicht am Mic oder an der BD sondern mit WAS du sie abmischst und WIE du sie abmischst! ich muss immer die tiefen fast komplett herausnehmen und ziemlich stark mit den tiefen mitten und dem freqenzregler arbeiten. (6 Band Eq vorraussetzung)! beim normalen akustischen würde ich evtl filzdämpfer nehmen, gibts in jedem drumshop, spannt man von einer seite des schlagfells zu anderen! außerdem kann beim tama resofell ein zu großes loch drin sein. ich hatte des problem bei meiner yamaha recording custom bassdrum 20" da war nur ein Klick da mehr nicht...hab mir n remo powerstroke 3 n evands emad reso fell und die filzteile zugelegt und nur noch ein kleines handtuch von schlag zu resonanzfell gelegt! dann schlagfell relativ locker und reso fell stärker angezogen...seitdem bin ich sehr zufrieden!
 
falls die aufnahme nicht schon gelaufen ist, hätte ich noch folgende anregung: amba coated als schlagfell und wenig dämpfung ... mikro direkt am luftloch vom resofell

das "batscht" in natura ziemlich erbarmungslos und ist höllenlaut, aber ich hab damit schon schöne sounds aufgenommen ... satt aber mit knack

die bassdrum auf deinem beispiel scheint mit einfach zu sehr gedämpft

grüssle
 

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