Blast-Beat leicht gemacht

Dieses Thema im Forum "Spieltechnik und Theorie" wurde erstellt von black metal drummer, 09.05.2011.

  1. black metal drummer

    black metal drummer Registrierter Benutzer

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    Wenn ihr schnell und sauber spielen wollt, habe ich folgendes Programm für euch:

    Spielt einen klassischen Blast mit den Händen und spielt dazu folgendes Schema mit den Füßen:

    1. 8tel RLRL
    2. 8tel RRRR
    3. 8tel LLLL
    4. 16tel RLRL RLRL
    1...
    Jede Nummer jeweils für zwei Takte dann zur nächsten.

    Wichtig ist dass Ride/Hi-Hat immer genau synchron mit den achteln auf der Bass kommen. Die Bass führt und die Snare spielt auf die 16tel Off-Beats. Die 4tel auf den Becken akzentuiert ihr hierbei schön. Beim Tempo dürft ihr euch für den Anfang schön zurück nehmen. Es soll 100% sauber sein. Schneller kann man es später immer noch machen. Doch schnell und unsauber ist ein absoloutes no go. Ihr werdet aber sehen, nach kurzer Zeit klappt es auch schnell total lässig und vor allem sauber :).

    viel Spaß und Erfolg beim Üben ;).
  2. drumtheater736

    drumtheater736 Registrierter Benutzer

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    Hi,

    das würde ich nicht unbedingt nur als blast übungen reduzieren. wenn man die hände und füsse trainieren will, sind ma besten viele schläge auszuführen, gerade bei
    der schwächeren hand bzw fuss.

    Lg

    DT
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  3. black metal drummer

    black metal drummer Registrierter Benutzer

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    Klar, die ganze Koordination wird dadurch besser. Doch dieses Wechselspiel mit den Füßen lenkt einen gleichzeitig ab und man hat, ehe man sich versieht, ne Std. durchgespielt.

    Aber stimmt, wenn z.B. der linke Fuß schwächer ist, dann kann man natürlich auch gerne mal längere Passagen isoliert mit ihm durchspielen.
  4. Nephente

    Nephente Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    was mich mal eher interessieren würde, wie ich bei Tempis jenseits der 200 noch die "1" finden soll.
    Das ist eher mein grösseres Problem immo, 140 - 150 ist noch ok da man bei 1/8tel noch halbwegs mitzählen kann aber wenn ich mal das Metronom ausmache und mal Gas geben, mal abgesehen das es noch unsauber ist, wüsste ich nicht wie ich z.B. 4 Takte oder 8 damit durchziehen soll und dann die "1" wieder zu finden ;(

    Bzw. finde ich den übergang von ~160bpm hin zu 200bpm etwas schwer, es ist als ob es kein dazwischen gibt, ich mein da speziell den übergang von spielen aus dem Oberschenkel dann umswitchen auf spielen aus'n Fußgelenk ;)

    Mfg
  5. drumtheater736

    drumtheater736 Registrierter Benutzer

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    Hi,

    also bei 200++ bpm noch zählen zu wollen ist vergebene liebesmüh. deshalb langsam anfangen und langsam!! steigern.
    angenommen du kannst das ganze noch bei 100-120 bpm noch sauber spielen und noch zählen dann steigere die geschwindigkeit in 5er bzw 10er schritten. wechsel erst wenn du es sauber spielen kannst.

    der sinn und zweck ist dieser dass du erstmal die geschindigkeit deiner technik anpasst und dass du den beat verinnerlichst.
    später hast du das dann so in dir drin dass du die 1 hörst bzw. fühlst und garnicht mehr zählen musst.
    aber wie immer gilt auch hier man muss erst laufen lernen bevor man rennen kann.

    Lg

    DT
  6. black metal drummer

    black metal drummer Registrierter Benutzer

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    Dem kann ich mich nur anschließen.

    Doch lass das Metronom ruhig mitlaufen. Falls es höhere Tempi nicht packt, dann stell es Half-Time ein. Also zb. auf 90 BPM und spiele dann 16tel statt achtel. Du spielst dann im Grunde das selbe wie 8tel auf 180 etc. So kannst du das Metro bei jedem Tempo mitlaufen lassen. Vielleicht lässt es sich ja auch auf nen 2/4 Takt einstellen...
  7. Nephente

    Nephente Registrierter Benutzer

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    genau da liegt der hund begraben, wenn ich z.B. 1/16tel double bass spiele, dann hab ich vom gefühl her das wissen wo die 1 ist.
    Ich hörs, meist stell ich auf 120 das metronom da ich immo nicht auf geschwindigkeit gehe sondern auf entspanntes spielen das ich die becken auch spielen kann ohne dass das spiel zu leiern anfängt.
    Oder ähnliches, aber ich weiss vom gehör her wo die 1 ist.
    Beim Blast Beat eben nicht da der zu schnell ist, beim 16tel DB da führt der Bass sowie meine Snare hand, beim blast beat *könnte* ich die 200er grenze knacken aber ich weiss nicht wo ich bin, heute bei 170 mit beiden füssen 8tel gespielt gehts so dahin u mit metronom aber diese grenze 170 aus dem fuss gespielt und dann hoch ist schwer da man irgendwann mal ausn gelenk spielen muss u ich mein genau da ist der knackpunkt.
    Ab da hör ich's nicht mehr, is schwer zu erklären aber ich werde jetzt mal versuchen zu akzentuieren und euren ratschlag annehmen langsam zu steigern und nach paar takten mal einen schönen groove einbauen, hat ja beim 16tel DB auch so geholfen :)
  8. trommelfrosch

    trommelfrosch Registrierter Benutzer

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    wenn ich schneller spielen will, zähle ich grössere einheiten (viertel, halbe, ganze) ... ist wie bei einer gangschaltung am fahrrad oder einem getriebe beim auto

    edit: die maximale geschwindigkeit, die du körperlich erreichen kannst, ist nicht zwangsläufig auch die maximale geschwindigkeit, die du kontrolliert spielen kannst ... und letzteres ist das interessante ... es gibt doch diesen spruch von jojo mayer, wo er auf die frage "wie schnell kannst du spielen" mit der frage "wie schnell kannst du hören" kontert ...
  9. black metal drummer

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    Ganz genau, ohne Kontrolle geht einfach nicht sauber.

    @ Nephente: Wenn 120 die Geschwindigkeit ist, bei denen deine Füße richtig relaxen können, dann nimm das mal als Ausgangswert für die Übung. Auch wenn es dir für die Blasts ziemlich langsam vorkommen mag, spiele das mal ne Woche jeden Tag für 10 min. bei der Geschwindigkeit. Dann wirst sehen bei 130 gehts die nächste woche genau so rlaxt. So machst dann ein paar Monate weiter bis das Ganze bei 200 BPM genauso relaxt läuft wie ehemals die 120. Das ist das Ziel der Übung.

    PS: Nimm die 10 BPM Steigerung pro Woche jetzt nicht als Absolutwert. Manchmal können es auch nur z.B. 4 sein. Mit Geduld gehts trotzdem weiter.
  10. Nephente

    Nephente Registrierter Benutzer

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    ok dank euch :) so werde ich es wohl die nächsten monate handhaben, primäres ziel für 2te jahreshälfte ist definitiv entspanntes und kontrolliertes spielen ;)

    ich bin gespannt und werde berichten falls ich auf probleme stosse *gg* :)
  11. black metal drummer

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    So ist' s richtig :).

    Sieh dir mal George Kollias Füße an, wenn er Double Bass bei 240 BPM spielt. Das sieht total gemühtlich aus. Man, wenn ich da nur drann denke, möchte ich mich doch gleich ans Set setzen...
  12. Nephente

    Nephente Registrierter Benutzer

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    joar erstaunt mich auch immer wieder.
    Bin ja aktuell in München beim alex holzwarth und mach da einen Double Bass Intensiv Kurs.
    Der wenn losbollert dann sieht das auch aus als würde er gleich einpennen ;)
    Und der hat mich erstmal gimpft und gesagt ich muss schaun das ich entspannt spiele denn deswegen eiert das double bass drumming dann bei mir wenn ich mal vom ride aufs crash wechsle usw.

    komisch ist auch wie abhängig mein spiel mit den füssen von den händen abhängig ist.
    Wenn ich so den standrt double bass beat spiele mit 16tel füsse und dann 8tel aufm ride mit snare auf der 2 und 4 das geht echt schon super.
    Aber dann wenn ich aufn ride viertel nur noch anschlage dann fängt unten bei den füssen zu leiern an, brutal! Als würde der drive vom recht arm fehlen ;)
  13. trommelfrosch

    trommelfrosch Registrierter Benutzer

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    tja, sowas merke ich auch immer wieder, wenn ich z.b. mal einen funkbeat ganz ohne hihat zu spielen versuche ... man orientiert sich unbewusst immer an der 8tel-hand ... die legt das raster, auf dem man die übrigen töne platzieren kann ...

    ich denke, die lösung ist ein "internes raster", welches unabhängig von allen "externen bewegungen" durchläuft ... es gibt ein buch von carola grey: the grey way , in dem sie das sehr gut verständlich beschreibt
  14. drumtheater736

    drumtheater736 Registrierter Benutzer

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    Hi,

    mein kumpel ist ein blaster und von ihm habe ich diese zappeltechnik gelernt. so neu ist die auch nicht die hat Ian Paice schon beim solo von the mule auf der made in japan benutzt. er fängt langsam an und wird dann immer schneller, wenn er dann auf diese zittertechnik umsteigt ist eine temposchwankung drin, das bestätigt auch was mein kumpel sagt.

    er meint,dass diese technik eigentlich schon keine kontrollierbare technik mehr ist. man muss schon mit speed anfangen weil der bewegungsablauf wirklich nur noch für tempo ist, eigentlich ist das garkein bewegungsablauf mehr weil die bewegung so kurz ist
    eben nur noch ein zittern der füsse auf den pedalen. aber gerade dieser kurze bewegungsablauf lässt eben die geschwindigkeit zu .

    man muss es ähnlich wie die fingercontrol üben wobei die fingercontrol noch kontrollierbar ist. man muss jeden fuss für sich üben bis man einen guten speed hat und dann beide zusammenbekommen und das bei speed, denn man kann nicht langsam zittern, ist ja bei der fingercontrol genauso.

    mit der zeit bekommt man das gefühl dafür. aber das ist schon rennen, man muss vorher laufen lernen, also 1/8 1/16 1/8 triolen und 1/16 triolen sollte man schon
    straight spielen können egal was man mit den händen spielt !! ohne zittern zu müssen ;)

    Lg

    DT
  15. Kaipu

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    Also, mir hat es Orientierungstechnisch sehr geholfen die downbeats (also 1, 2, 3, 4) zu akzentuieren.
    Soll heißen wenn ich auf dem Ride blaste z. B die Bell zu nehmen für die downbeats.
    Nach ner Zeit hat man die geschwindigkeit und die Bewegung verinnerlicht und kann wieder drauf verzichten.
    hab das ganze vorher auch ohne versucht, und bin auch vorangekommen.
    Aber mit den Akzentuierungen isses doch schon sehr fix gegangen die 100bpm 16tel marke zu knacken.

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