Blues-Harp probespielen? Oder wie entscheiden?

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PBum
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Hallo,

bisher spiele ich eine Hohner Special20 in C. Nun will ich mir eine Harp in Bb zulegen.

Nun gibt es Instrumente für circa 30, 60, 80 und weit über 100 €.
Bisher war die einheiltliche - und verständliche - Info aller Läden: Kein Probespielen möglich.

Doch wie soll ich ohne Probespielen fest stellen, ob mir die Harp den höheren Preis wert ist?
Wie macht Ihr das? Oder gibt es irgendwo in der Gegend um Köln doch eine Möglichkeit die verschiedenen Preisstufen probe zu spielen?

Mit vielem Dank im Vorraus
Peter
 
Nun will ich mir eine Harp in Bb
Ich würde eher plädieren, weniger für *die eine* auszugeben und dafür ein paar mehr zu kaufen. Wenn du Blues Harp intensiver spielen willst, brauchst du früher oder später sowieso mindestens 5 Harps.
Dabei beachten, falls es wirklich um Blues und sowas geht: für einen Blues in Bb brauchst du keine Harp in Bb. Für C-Blues keine in C. Freunde des Quintenzirkels wissen mehr...
 
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Sofern du mit der Hohner Special 20 in C mit Klang und Haptik zufrieden bist, dann kauf doch eine Hohner in Bb.
Ansonsten ist es wie bei Gitarrensaiten, Kaufen und testen.
BDX.
 
Erst mal vielen Dank für die schnellen - und hilfreichen - Antworten!

Hier nun noch ein paar Worte jeweils zu den Antworten (ich habe keine Möglichkeit gefunden direkt zu antworten, daher als Sammlung):
Ein seriöser Laden sollte zumindest einen "Blasebalg" besitzen, mit dem man den Klang einer Harp ausprobieren kann.

Die Haptik ist ja bei den meisten (Blues-)Harps nicht groß unterschiedlich.

https://www.amazon.de/Hohner-Examina-Mundharmonika-Blasebalg/dp/B001L91QX4
Danke - ich wußte gar nicht, dass es ein solches Gerät gibt. Weder das Bläserforum noch der Music Store haben mir so was angeboten - und viel mehr Läden kenne ich hier in Köln nicht für Musikinstrumente...

ch würde eher plädieren, weniger für *die eine* auszugeben und dafür ein paar mehr zu kaufen. Wenn du Blues Harp intensiver spielen willst, brauchst du früher oder später sowieso mindestens 5 Harps.
Dabei beachten, falls es wirklich um Blues und sowas geht: für einen Blues in Bb brauchst du keine Harp in Bb. Für C-Blues keine in C. Freunde des Quintenzirkels wissen mehr...
Das mit den Tonarten ist mir klar - ich dachte an eine Harp in Bb da auch die beiden von mir meist gespielten Saxophone (Sopran und Tenor) in Bb sind - und ich dann in einigen Fällen einfach bei Duetten statt des Sax eine Harp in gerader Spielweise nehmen kann ohne Transponieren zu müssen.

Sofern du mit der Hohner Special 20 in C mit Klang und Haptik zufrieden bist, dann kauf doch eine Hohner in Bb.
Ansonsten ist es wie bei Gitarrensaiten, Kaufen und testen.
Da ich bisher nur die Hohner gespielt/gehört habe fehlt mir der Vergleich. Ich weiß nicht, was Gitarrenseiten kosten, aber ich finde bei mehr als 50 € (oder noch mehr) das Kaufen der sprichwörtlichen Katze im Sack als zu hohes finanzielles Risiko...

Nochmals Danke für die Antworten - man fühlt sich willkommen hier im Forum!

Gruß
Peter
 
Meine Kriterien - als Mundharmonika Anfänger - waren:
- Nicht Scharfkantig, damit es im Mund nicht unangenehm ist
- Robust.

Damit ist es eine Seydel Session Steel geworden. Vielleicht schau ich mir (viel) später, wenn ich es kann noch welche mit Messingzungen an. Auf Kleinanzeigen gibt es immer gebrauchte MuHa in Mengen.

Das mit den Tonarten ist mir klar - ich dachte an eine Harp in Bb da auch die beiden von mir meist gespielten Saxophone (Sopran und Tenor) in Bb sind - und ich dann in einigen Fällen einfach bei Duetten statt des Sax eine Harp in gerader Spielweise nehmen kann ohne Transponieren zu müssen.

Naja, Saxophon ist chromatisch und eine BluesHarp ist diatonisch. Im allgemeinen wirst Du kaum einfach deine Saxophonnoten mit der Bluesharp mitspielen können. Vielleicht magst Du Dir auch überlegen, auf den Chromatische Mundharmonika umzusteigen? Aber probier doch erst mal aus, inwieweit die Sounds für Dich harmonieren! (Ich spiele selbst Saxophon - habe aber erst mal nicht den Anspruch, mich bei Duetten mit der MuHa zu begleiten.)

Grüße,

Kokopelli
 
...ich habe keine Möglichkeit gefunden direkt zu antworten....
Jemand gezielt aufmerksam machen kann man durch den Hinweis @PBum (@ + Empfänger).

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Gruß Claus
 
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@Kokopelli: Das die Harp nur einen beschränkten Tonumfang und echte Schwierigkeiten mit Halbtönen hat ist mir klar; aber ich habe z.B. "Morning Has Broken" für C-Harp und Tenorsax arrangiert - und es klingt super. Die Harp bekommt per Verstärker auch genügend Dampf um sich gegen das Sax durch zu setzen. Noch ein Hauch Hall dazu und es klingt einfach nur gut. Was ich mir mit der Bb schenken will ist das Transponiern beider Stimmen, wenn ich ein Duett mit passendem Tonumfang habe.

@Claus Danke! In machen Foren kann man direkt auf Beiträge antworten und damit so eine Art Baum erzeugen - so wie hier ist es natürlich übersichtlicher.
 
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Oops, mir war eine Bearbeitung missglückt. :embarrassed:

Also, ich spiele auch eine Seydel Session Steel, die Homepage hat eine Menge Infos zu den Unterscheiden von Ausstattung und Preis.
Seydel 1847

Aber wenn dir der Klang und das Spielen auf deiner Hohner Special 20 gefallen, dann passt doch schon alles. Ein Kanzellenkörper aus Kunststoff wie bei unseren Mundharmonikas wäre mir auch wichtig.

Gruß Claus
 
Das waren aber viele Antworten - im Ganzen sehe ich allerdings mehr Konfusion als "Schützenhilfe". Deshalb in aller Kürze mal ein kleiner Abriss zur diatonischen Harp, Tonarten, Typen etc. . Dann mal von oben nach unten:

Mit einem Blasebalg kannst du nur testen, ob alle Stimmzungen einer Harp intakt und (einigermaßen) gestimmt sind - dafür ist er auch gedacht. Über den Klang wird er dir wenig bis gar keinen Aufschluss geben.

Ob du eine, mehrere oder drei Dutzend Harps auf einmal kaufst ist am ehesten eine Frage deines Geldbeutels. Erfahrungsgemäß taugen billige wenig bis nichts - ganz hochpreisige müssen es (zumindest für den Anfang) aber auch nicht sein. So zwischen 25 und 40 Euro findet sich aber viel Brauchbares. Du brauchst dann auch - je nach Anspruch an dein Spiel bzw. die ausgewählten Stücke - schnell mal mehr als "5 Stück". Wieso eigentlich 5?? Und du kannst einen Blues in C natürlich auch auf einer C-Dur-Harp spielen - wie auch auf vielen anderen (je nach Position). Am gebräuchlichsten ist allerdings natürlich die 2. Position "Crossed", also ein b mehr bzw. ein # weniger als in der zugrundeliegenden Tonart.

Wenn dir einmal eine Special 20 gefallen hat, ist das schön und es spricht einiges dafür, diesen Typ weiter zu kaufen/spielen. Es lohnt sich aber auch, mal was anderes in Erwägung zu ziehen - ich mag im mittleren Preissektor zum Beispiel immer noch am liebsten die Lee Oskars...

Das eine Bluesharp diatonisch ist, ist eine Binsenweisheit. Sie ist vom Aufbau her natürlich diatonisch - wenn man sie (richtig) spielen kann, ist sie aber trotzdem ein (fast) vollwertiges chromatisches Instrument. dazu gehören dann natürlich die entsprechenden Spieltechniken - Drawbends, Blowbends, Overdraws, Overblows... Was das angeht, solltest du dir mal Strategen wie Buddy Greene, Dennis Grünling, Terry McMillan, Amanda Ventura, Indiara Sfair und natürlich Howard Levy (und viele andere) anhören - da geht richtig was...!! Jedenfalls kannst du natürlich(!!) deine Saxophonnoten mit der Harp spielen - wenn du's kannst...;).

Kanzellenkörper aus Kunststoff sind leichter zu reinigen und damit tendenziell hygienischer als die aus Holz. Klanglich ist das aber schnuppe...

Viele Grüße
Matz
 
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Von meinem kurzen Ausflug in die MuHa-Welt würde ich diese empfehlen: https://www.thomann.de/de/suzuki_mr_200_harpmaster_bb.htm

Sehr gut verarbeitet, keine scharfen Kanten, Made in Japan.
Aufgrund Kanzellenkörper aus Plastik leicht zu reinigen...einfach unter den Wasserhahn halten, trocknen lassen, fertig.
 
Ciao Johannes, le tonalità secondo altezza sonora è un bel argomento. Se hai capito la II posizione basta conoscere il cerchio delle quinte. Auguri. Gregor

MOD Edit Si prega di farlo da soli la prossima volta //
Hallo Johannes, die Tonalitäten nach Schallhöhe sind ein gutes Thema. Wenn Sie die 2. Position verstehen, müssen Sie nur den Quintenzirkel kennen. Alles Gute. Gregor

 
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