Eigenen Metalsong wie?

  • Ersteller Rammwall
  • Erstellt am
Immer schön huebsch die diminished fifth einbauen und dabei sich bewusst sein dass man vor 200 Jahren dafuer hingerichtet worden wäre, das gibt nen Kick beim Komponieren. ;)
 
Also bei mir funktioniert das eher so im Kopf...
Ich düdel einfach Melodien vor mich hin, bis mir eine davon
gefällt, danach nehm ich die E-Gitarre in die Hand und
versuch das umzuwandeln... Meiner Meinung nach darf man
das nicht verkrampft versuchen zu schreiben... Da kommt nicht viel
positives bei raus...
 
Hi,
also was ich empfehlen kann aus eigener Erfahrung: Probier mal auf der Gitte einzelne Töne zu spielen und die dabei zu singen... Klingt total bescheuert, fühlt sich auch so an, aber es hilft. Wobei? Na wenn du weißt, dass sich 3 Bünde runter gehen so und so anhört, bzw. im Kopf so und so weit runter 3 Bünde auf der Gitte sind, dann kannste nämlich die tollen Melodien in deinem Kopf auf die Gitte packen. Außerdem lernste bisschen singen und kannst damit auch komplett ohne Skalen improvisieren, vorausgesetzt du bist musikalisch genug;)
 
Also ich schreibe Riffs eigentlich meistens folgendermaßen (Bin allerdings kein Metaller):
Zuallererst schrammle ich Powerchords quer über die Gitarre, fast nach Zufallsprinzip. Wenn ich Intervalle gefunden habe die mir gut gefallen, spiel ich die Grundharmonie erstmal eine Zeitlang vor mich hin. Sind Manchmal 2, manchmal 3, manchmal 4 Chords.
Während ich das mache fange ich an verschiedene Rhythmen auszuprobieren, zb Synkopen, offbeats oder ähnliches einzubauen. Dann ist eigentlich schon viel gemacht.
Danach gehts den Powerchords (zumindest teilweise) an den Kragen. Diese werden, wo es in den Hamonischen Kontext passt durch Akkorde, ersetzt, sprich dur moll sept, halt was gefällt. Dadurch bekommt das ganze dann schon ein bissl Farbe.
Jetzt kann man, was ich auch meistens mache, diese Akkorde als Arpeggios spielen, bei Metal halt schnell, oder sie durch Töne der Pentatonik verbinden. Da gehen sicherlich auch andere Tonleitern, aber mehr benutze ich als bekennender Notenlegastheniker nicht.
Allerdings kommt man mit dieser zugegebenermaßen recht holzschnittartigen Methode schnell zu gutklingenden Riffs, bei denen du stimmung die du erzeugen willst sehr gut umsetzen kannst.
 
Hi,

Ein wenig Theorie zu können ist da gar mal so schlecht. Da kannste mal einfach das hier durcharbeiten, obwohl es für Bassisten ist:
http://www.justchords.de/theory/index.html

So wenn du dann etwas von der Theorie verstehst, kannst du auch wesentlich besser Songs von deinen bevorzugten Bands analysieren. Gut ist es, wenn du ein Programm wie Guitar Pro hast, denn damit kann man sehr schön die Songs notieren. Zudem kannste sie auch dann ins Miteinander Komponieren Forum stellen, um dann etwas Feedback zu erhalten.

Ansonsten brauch alles natürlich viel Zeit und Übung. Von heut auf morgen werden sicherlich keine Hammersongs herauskommen. Das braucht schon etwas mehr Zeit...

lilith
 
also,es ist eigentlich nicht sooooo das ding...
shredde einfach ein bisschen auf deiner gitte rum,und irgendwann findet man was, was einem gefällt...muss ja nicht das schwerste sein...
:great:
 
Was ich in dem Zusammenhang ganz lustig finde... ich hab meinen ersten Song irgendwann 1996 oder 1997 geschrieben, als ich vergeblich versuchte, irgendwas von Metallica nachzuspielen. Ich hatte damals noch nichtmal 'ne E-Gitarre. Das Grundgerüst des Songs haben wir jetzt aufgefriffen, die Arrangements überarbeitet, den Text auf ein etwas höheres Niveau gehieft... und das Teil killt echt ohne Ende! Das Ding wird wohl auf unserer zweiten Scheibe langen und ich bin irgendwie ziemlich stolzt darauf... mein erstes Baby :-D
Mein Tipp zum Schreiben von Riffs: Klau einfach von so vielen Quellen gleichzeitig, dass am Ende nach keiner der einzelnen Quellen mehr klingt... zumindest für old-school Songs ist das die ultimative Formel. Wenn man 'nen Song schreibt, der nur von Iron Maiden inspiriert ist, dann klingt man wie einer der 10.000.000 Maiden Clones, die es hinter jeder Milchkanne gibt. Schreibst du allerdings einen Song, der hier ein bisschen Maiden hat, dort eine Priese Bathory, hier etwas Raven und da eine Spur Running Wild, das ganze garniert mit einer Priese Loudness und etwas Slayer für die Heavieness, dann hast du am Ende eine ziemlich eigenständige Geschichte am Start!
 
Ich staune was hier teilweise als Konzept verkauft wird: rumdaddeln bis man aus versehen mal ein gutes Riff oder eine brauchbare Meldodie hat. Erstaunlicherweise habe ich hier noch nichts davon gelesen, das sich jemand mit einem Songtext und dem Autor desselben hinsetzt und sich davon inspirieren lässt um die Idee des Songs umzusetzen. Reiht ihr alle nur mehr oder weniger zufällig entstandene Riffs und Melodien aneinander und der Sänger klatscht dann einen beliebigen Text drauf?
 
Versuch zuerst mal einige Metal songs di dir gefallen zu covern und dann kommt das langsam aber sicher alles von selbst !
So war es halt bei mir , hatte nämlich früher das selbe Problem !
 
Ich staune was hier teilweise als Konzept verkauft wird: rumdaddeln bis man aus versehen mal ein gutes Riff oder eine brauchbare Meldodie hat. Erstaunlicherweise habe ich hier noch nichts davon gelesen, das sich jemand mit einem Songtext und dem Autor desselben hinsetzt und sich davon inspirieren lässt um die Idee des Songs umzusetzen. Reiht ihr alle nur mehr oder weniger zufällig entstandene Riffs und Melodien aneinander und der Sänger klatscht dann einen beliebigen Text drauf?
Das ist wohl bei jedem anders, aber ich würde schon sagen, dass im Metal das so nicht ganz unüblich ist. Liest man auch immer in Interviews mit Bands, Studio-Reports etc. , wo das genauso abläuft. Zumindest bezüglich der Trennung von Musik und Text, Metal ist nunmal sehr Instrumentental, und der Gesang oft nur Beiwerk oder ein weiteres Instrument.

Ich selbst spiele nicht speziell Metal bzw. habe das zumindest mit meiner Band kaum gemacht. Aber auch dort habe ich immer "Musik komponiert". Dazu dann auch eine Gesangmelodie indem ich zunächst mal "lalalala" dazu mit singe. Anschleßend muss dann irgendwie ein Text her. Wir haben es aber auch schon mehrfach geschafft, dass ein Bandmitglied einen Text geschieben hat, ein anderer (zunächst unabhängig davon) Riffs mehr oder weniger zu einem Song zusammengefügt hat. Und dann haben wir gemerkt, dass das zusammen passt - natürlich auch inhaltlich, ist jetzt nicht so,d ass das egal wäre.

Ich selbst bn einfach zu sehr Musik-fixiert, sowohl beim hören und noch mehr beim machen. Ich schreibe eben gerne einen geilen Song, aber der kann sogar Instrumental sein (was ja im Metal nicht abwegig ist). Wenn es dann noch einen passenden, guten Text gibt, dann ist das natürlich die Krönung. Ich selbst schreibe auch Texte und Musik, aber selten gezielt zusammen. Ich finde das von der Vorgehensweise jetzt aber nicht besser oder schlechter. Als Singer/Songwriter ist es klar, dass der Songtext im Mittelpunkt steht, und ich dann darum Musik mache. Aber Pflicht ist das ja nicht, und wie gesagt steht gerasde bei Metal oer proggigen Sachen eher die Musik im Vordergrund, oder zumindest kann sie auch für sich selbst stehen. Der Text dazu ist dann teilweise eher etwas aufgesetzt, weil den brauch man ja... Obwohl nicht zwingend. Sigur Ros hat ein Album in eienr Phantasiesprache, und Pelican haben erst gar keinen Gesang. Ich denke mir auch manchmal "hmm, geiler Song, jetzt musst ich da leider noch einen Text zu schreiben..." Ich fände es toll, wenn es dann noch einen richtige geilen Text zu gibt, keine Frage! Aber den muss man erstmal haben, in gewisser Weise habe ich da durchazus einen Anspruch und will den Song nicht durch peinliche Lyrics versauen. Da habe ich dann schonmal gedacht "Die Idee mit der Phantasiesprache ist eigentlich ziemlich cool".

Was anderes zum Thema: Ich denke, dass ein Großteil der Musikentwicklung durch mangelnde Fähigkeiten entstanden ist. Das merke ich an mir selber: Man hat irgendwie einen gewissen Sound im Kopf ("ich schreibe jetzt einen typischen Death Metal Song")und will auch "so etwas" spielen, aber das bekommt man dann nicht direkt hin. Aber gerade das führt dann dazu, dass man einen eigenen Stil entwickelt.
 
Ich staune was hier teilweise als Konzept verkauft wird: rumdaddeln bis man aus versehen mal ein gutes Riff oder eine brauchbare Meldodie hat. Erstaunlicherweise habe ich hier noch nichts davon gelesen, das sich jemand mit einem Songtext und dem Autor desselben hinsetzt und sich davon inspirieren lässt um die Idee des Songs umzusetzen. Reiht ihr alle nur mehr oder weniger zufällig entstandene Riffs und Melodien aneinander und der Sänger klatscht dann einen beliebigen Text drauf?
Nö. Manchmal enststehen Sachen wirklich zufällig beim rumjammen oder spielen mit Guitar Pro, andererseits hab ich viele (die meisten) Songs auch schon fertig im Kopf bevor sie überhaupt irgendwie das Licht der restlichen Welt erblicken.
Die Texte schreib ich für gewöhnlich selber.

@Ars Ultima:
Oft schreib ich Songs und der passende Text ergibt sich einfach von selbst, also die Themenrichtung. So nach dem Motto "hey! Dieser Song muss einfach von einem einsamen Krieger handeln, der durch ein Tal voller Feuer und Schwefel wandert"
 
Du brauchst erstmal lange schwarze Haare, schwarze Kleidung, schwarze Seele, am besten noch einen Vikingerhelm, Trinkhorn, eine Gitarre mit mindestens 20 Zacken und nen Anschlag von mindestens 16teln auf 220 bpm! ;)

Weiterhin: Einfach Tabs von den Bands, die dir gefallen, ansehen, sehen welcher Rhythmus das ist, kommt immer schwer auf den Metal an. Bei Thrash die sauberen schnellen Riffs (Siehe Machine Head), bei Metalcore die Melodieeinflüsse (Siehe Heaven Shall Burn) usw. usw.

Anhören, ausprobieren, Technik anschauen, minimal die Technik als Grundlage nehemn udn sonst einfach ausprobieren, was gut klingt.

Normal entsteht sowas ja auch durch eine Gute Idee einfach.
 
Das ist wohl bei jedem anders, aber ich würde schon sagen, dass im Metal das so nicht ganz unüblich ist. Liest man auch immer in Interviews mit Bands, Studio-Reports etc. , wo das genauso abläuft. Zumindest bezüglich der Trennung von Musik und Text, Metal ist nunmal sehr Instrumentental, und der Gesang oft nur Beiwerk oder ein weiteres Instrument.

Ich habe jahrelang Gesang + Gitarre gemacht und da fand ich es sehr schwierig den Text nachträglich auf den fertigen Song zurecht zu basteln. Ich weiss auch sehr wohl, das viele Bands so arbeiten. Da muß man aber mal genau nachsehen wie das tatsächlich läuft. Nur weil die Entstehung von Musik und Text getrennt abläuft heisst das ja noch lange nicht, das die Songs zufällig entstehen. Da wird mit Sicherheit sehr gezielt dran gearbeitet. Ja, beim jammen mit der Band oder rumdaddeln alleine kommt öfter eine brauchbare Idee raus aber das würde ich nicht "Konzept" nennen. Natürlich entstehen so auch bei uns gelegentlich Ideen aber keine kompletten Songs.
 
Hmm, das ja mal eine interessante Diskussion. Ich denke jeder muss seinen eigenen Weg finden Songs zu schreiben. Es scheint da ja vor allem drei Wege zu geben:

1. Improvisation
2. Immitation
3. Song entsteht vollkommen im Kopf des Komponisten

Hab ich was vergessen?

Vieleicht sollte man noch mal erwähnen, dass es sowas wie Musiktheorie oder Hermonielehre gibt, sich damit zu beschäftigen kann auch ganz Hilfreich sein finde ich. *duckundweg*

Grüße
Nerezza
 
ich würde mir an deiner stelle mal den Quintenzirkel und seine Funktion mit:
-Tonika
-Subdominante
-Dominante
-und die jeweiliegen parallelen dazu angucken ;)

das hat mir persönlich um einiges weiter geholfen als ich dies im Musik unterricht gelernt hab ;)
und das Prinzip ist sau einfach ! ^^
 
1. Improvisation
2. Immitation
3. Song entsteht vollkommen im Kopf des Komponisten

Hab ich was vergessen?

Inspiration - aber das würde ich zu deinem Punkt drei sortieren. Wie soll denn der Song sonst in den Kopf des Komponisten hineinkommen?
 
Bei mir in erster Linie der 3. Der 1. ist dann eher ein Mittel um die Songs auch mal aus meinem Kopf rauszubekommen. Wär ein großer Vorteil wenn ich sofort wüsste was welcher Ton ist, dann hätte sich auch das Tabs suchen erledigt.
 
Ich weiss nicht, wie ich dazu kam, ich schreibe auch selbst Metalsongs.

Es ist einfach das Lebensgefühl hauptsächlich, mein Leben ist auch nicht eine Sahnetorte ;) Und dieses Gefühl kann man nicht mit nem Lehrbuch lernen.

Spieltechnische Voraussetzung ist allerdings die Beherrschung einer kompletten Tonleiter, die allerdings komplexer als die Pentatonik ist, siehe Äolische Tonleiter. Fürs Riffing ist es zwar nicht notwendig, aber falls ein Solo dazugespielt werden muss ist die harmonische Korrektheit extrem wichtig. Nebendran MUSST du Alternate Picking beherrschen, und mindestens 16tel auf Geschwindigkeiten über 120 BPM schaffen.

So weit von mir
 
Es ist einfach das Lebensgefühl hauptsächlich, mein Leben ist auch nicht eine Sahnetorte ;) Und dieses Gefühl kann man nicht mit nem Lehrbuch lernen.
Das würde ich nicht verallgemeinern. Dieses Gefühl bringen Freedom Call zB überhaupt nicht rüber, die sind fröhlich wie sonst noch was. Und letztendlich gehts uns in der westlichen Welt eh verdammt gut, viele Leute scheitern nur an ihrer eigenen Dummheit/Faulheit.

Das mit den Geschwindigkeiten dürften die meisten Leute eh packen. Andererseits muss man Metal auch nicht auf 120 bpm+ spielen. Es gibt ja auch noch Doom Metal ;).
 
Kann mir HIER einer mal alternate picking erklären. In den Videos versteh ich das irgentwie immer nicht... Ich versteh immer wo die greifen und so, aber plötzlich machen die son hohen ton, aber den versteh ich nicht. Bitte erklärt mir das hier nochmal oder schickt mir ne privat message.
thx
 

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