Erfahrungen mit Yamaha THR30 II (Fokus Dynamik)

94erBrom
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Hallo zusammen.

Ich spiele seit ein paar Jahren einen JetCity JCA22h Röhrenverstärker, den ich mir auch ein bisschen zurechtgemoddet habe, und bin damit auch sehr zufrieden. Vorher habe ich einen Fender Mustang 3 v2 gespielt, und da war der JetCity von der Spieldynamik her ein großer Schritt nach vorn.

Da ich aber inzwischen nicht mehr bei meinen Eltern wohne (wo ich den Amp am Attenuator auch mal bis auf 80dB hochdrehen konnte, wenn keiner da war), kommt der Röhrenamp fast nur noch auf der Bühne zum Einsatz.

In meiner Mietwohnung spiele ich zur Zeit wieder den Mustang, bin mit dem aber nicht zufrieden. Zum Einen wird er schnell zu laut, da das Master-Volume sehr ungünstig regelt. Zum Anderen gefallen mir Sound und Spieldynamik nicht gut genug. Außerdem passt er vom Platz her eher schlecht in meine Wohnung.

Nun habe ich mich etwas umgeschaut und den Yamaha THR30 II Wireless entdeckt, der ein echt interessantes Gesamtpaket zu sein scheint. Klein, mobil, mit drahtlosem Gitarrenanschluss und sogar mit Line-out. Quasi wie gemacht für mein Billy-Regal, den Transport zum Probenraum zwei mal in der Woche und das Einspeisen in die PA für die Kirchenband und unser In-Ear-Monitoring. Akustik-Gitarre kann er sogar auch, also auch top als Ergänzung für meine Ovation.

Nun würde ich von euch gerne wissen, wie so die Erfahrungen mit der Spieldynamik sind, um abschätzen zu können, ob ich den mal zum Testen und evtl. Behalten bestelle. Ein Ausflug zum MusicStore kommt für mich momentan leider eher nicht in Frage, weil ich mit Job und Studium gut ausgelastet bin. Bin schon froh, dass ich überhaupt noch abseits der Proben zum Spielen komme.

Ich spiele viel mit dem Volume-Poti und mit Pickup-Wechseln an meiner Les Paul. Clean am Hals-Pickup, Crunch an der Bridge (Volume auf 7 oder 8) und für Lead oder einen Volume-Boost kann ich dann noch einmal weiter aufdrehen. Das nimmt der JetCity gut an, der Mustang aber leider für meine Bedürfnisse viel zu schlecht.
Was sind eure Erfahrungen diesbezüglich beim Yamaha THR30 II oder seinen kleineren Geschwistern?

Vielen Dank im Voraus für eure Unterstützung :)
 
Ich finde den klar zu teuer. Yamaha setzt hier auf seinen Bekanntheitsgrad und nimmt unverschämte Preise - und der Funksender für die Gitarre kostet auch noch mal 115 Euro 🤪

Was verstehst du unter Spieldynamik?

Wenn du damit das lauter (und vom Gefühl her direkter) werden verstehst - das dürften die mit einer Art Hifi-Endstufe und
-Laustsprechern werkelnden Boombox Modeller nicht bieten, schon gar nicht bei Wohnzimmerlautstärke. Das ist ganz klar eine Stärke von "echten" Gitarrenverstärkern. Die Boomboxen sind sehr gut für das Üben zuhause geeignet, da sie gerade nicht so eine Dynamik haben und pflegeleicht bleiben. Und trotz der geringen Größe und schon bei Zimmerlautstärke überzeugend klingen.

Edit:
Bei solchen Fragestellungen solltest du auf jeden Fall Testen gehen. Oder halt "auf Probe" bestellen, wenns nicht anders geht. Da bist du natürlich etwas eingeschränkt, was die Anzahl der Testkandidaten angeht. Ein Rat, den ich nicht so oft gebe. Wir können hier allgemeine Ratschläge und eine erste Einordnung geben. Wie genau die Verstärker auf dich wirken, ob die Dynamik dich überzeugt - sowas kannst du nur selber beurteilen.
 
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Für Deine Zwecke zu Hause zu spielen und mit dem wenigen Platz ist ok, aber ob das Teil über eine PA klingt habe ich leide Keine Erfahrung ;)

Wenn es zu hause und in der Kirchenband gut klingen soll, würde ich wohl aktuell auf eine wirklich tollen Amp setzen, der nicht zu groß und aber richtig gut klingt, auch beim Ansprechverhalten:

 
Ich finde den klar zu teuer. Yamaha setzt hier auf seinen Bekanntheitsgrad und nimmt unverschämte Preise - und der Funksender für die Gitarre kostet auch noch mal 115 Euro 🤪

Was verstehst du unter Spieldynamik?

Wenn du damit das lauter (und vom Gefühl her direkter) werden verstehst - das dürften die mit einer Art Hifi-Endstufe und
-Laustsprechern werkelnden Boombox Modeller nicht bieten, schon gar nicht bei Wohnzimmerlautstärke. Das ist ganz klar eine Stärke von "echten" Gitarrenverstärkern. Die Boomboxen sind sehr gut für das Üben zuhause geeignet, da sie gerade nicht so eine Dynamik haben und pflegeleicht bleiben. Und trotz der geringen Größe und schon bei Zimmerlautstärke überzeugend klingen.
Hm, da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.
Wenn ich mit dem Röhrenverstärker spiele, kann ich durch das Variieren des Anschlags sehr gut den Grad der Verzerrung und Sättigung anpassen. Das hat bisher keiner meiner Modelling-Amps gut mitgemacht (ein Line 6 Spider der ersten und ein Fender Mustang der zweiten Generation). Am Röhrenverstärker klappt das gut, aber der klingt am Attenuator auf so geringer Lautstärke nicht mehr angenehm und nimmt auch zu viel Platz weg, deshalb lagert der bei meinen Eltern.

Ich spiele auch gerne so, dass ich den Neck-Pickup auf ~5 einstelle und die Bridge auf ~8. Dann ist der Neck kurz vor Crunch und die Bridge ist schon gut verzerrt, hat aber noch etwas Reserve. Das ersetzt mir bei vielen Songs den zweiten Kanal und den Booster.
Wäre mir wichtig, dass das bei einem neuen Verstärker weiterhin gut klappt (natürlich mit den entsprechenden Anpassungen an den Einstellungen).
 
Prinizipiell haben die Boombox-Amps schon diese Art der Dynamik. Das solltest du aber selber testen - da spielt IMHO das individuelle Empfinden eine zu große Rolle.
 
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Bei mir ist u.a. der alte THR 10 im Einsatz. Den spiele ich regelmäßig im Akku-betrieb in einem Duo. Mein Kumpel hat dabei den gleichen Amp, von mir abgekauft.
Anschließend habe ich mir den auch nochmals zugelegt.
Ich komme gut damit klar und der kleine ist wirklich dynamisch und reagiert auf das Volume-Poti wie er soll.
Auch im Acu-Modus klingt der sehr schön.
Ich betreibe den mit Eneloop Akkus. Das der Akku nicht fest eingebaut ist, war für mich der Grund nicht auf das 30er Modell umzusteigen.
Die Lautstärke des 10er Modells können wir bei weitem nicht ausreizen, obwohl wir schon ziemlich laut spielen.
 
Wäre mir wichtig, dass das bei einem neuen Verstärker weiterhin gut klappt (natürlich mit den entsprechenden Anpassungen an den Einstellungen).

Vielleicht brauchst du einfach einen Laney Ironheart Studio?
Kostet fast dasselbe wie der THR.
 
Vielleicht brauchst du einfach einen Laney Ironheart Studio?
Kostet fast dasselbe wie der THR.
Nee, das ist ja nur ein Topteil. Da habe ich beim Transport wie schon bei meinem JetCity das Problem, dass die 1x12er wieder mit muss.
Der JCA22H ist ja auch nur ein kleiner 20W-Röhrenverstärker. Den bekomme ich mit Attenuator auch auf Zimmerlautstärke, aber die Box braucht einfach eine gewisse Lautstärke damit der Sound stimmt.

Wichtig für meinen Zweit-Amp ist mir, dass er mir das Leben einfacher macht. Der THR30II hat da mit Transmitter, Bluetooth, Akku und kleinem Formfaktor inkl. Lautsprechern Pluspunkte. Dank App kann der dann auch im Regal stehen und ich kann alles vom Sofa aus einstellen.
Aber das Spielgefühl muss halt auch stimmen. Und das hat bei meinen bisherigen Modelling-Amps halt nicht gepasst. Aber die Technik entwickelt sich da weiter und zwischen dem Fender und dem THR liegt schon wieder eine komplette Generation.

Und was die Band-Situationen angeht: wir spielen auch mit einer Akustik-Gitarre in der Band, das Schlagzeug ist deshalb auch eingehaust. Und da mein Verstärker nur 20W macht und wir mit In-Ear-Monitoring spielen, wir der Amp eh mit Mikro abgenommen.
Am Ende bedeutet der Wechsel vom Mini-Stack zum THR daher nur 10 Kilo und einen Haufen Kabel weniger schleppen und an zwei Orten auf- und abbauen.
Zuhause ausstöpseln und im Probenraum per Akku anschalten und flott den Transmitter einstecken wäre wirklich maximaler Komfort.
 
Zu Hause finde ich den THR (alt wie neu) ganz prima, wenn es darum geht wirklich recht leise und unkompliziert zu spielen.
Der funktioniert auch schon ganz gut mit dem Volume Regler. Ein Pedal davor funktioniert übrigens auch ordentlich.

Auch den Betrieb über Pult und Studiomonitore und Floor-Monitor habe ich just4fun schon mal ausprobiert. (bei den alten THR vorsichtig über Headphone-Out raus) Klang jetzt gar nicht mal so sehr verkehrt. Für eine kleine Session zu Hause sogar recht gut. Aber für den richtigen Band-Einsatz? Kommt sicher drauf an was man da für klangliche Vortellungen hat. Vielleicht passt es ja aber für die Sachen in der Kirche.

Ansonsten fehlt mir aber bei den THR´s aber der typische Klang eines "normalen" Gitarren-Speakers.
Hier finde ich die Idee von OliverT mit dem Catalyst als Alternative z.B. auch ganz interessant.
 
Aber für den richtigen Band-Einsatz?
Für ne Probe mit einer (unverstärkten) akustischen Band wird so ein THR dicke reichen. Mit Mikro-Abnahme oder per Phone Out (beides geht ja sogar in Stereo) habe ich aber auch für Auftritte keine Bedenken - die Lautstärke kommt ja dann von der PA und der Sound ist eh ok!
 
@Minor Tom
Das wird sicher gehen.
Aber ob es dann klanglich insgesamt und auf Dauer glücklich macht?
Einen Versuch ist es in diesem konkreten Fall (IEM) aber vielleicht wert. Warum nicht.
Akustische Gitarre funktionert mit den Dingern übrigens auch ganz ok.
 
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Ansonsten fehlt mir aber bei den THR´s aber der typische Klang eines "normalen" Gitarren-Speakers.
Eigentlich fehlt (jedenfalls nach meinen Eindruck) bei den Boombox Modelern der "physische Eindruck" (der Bumms in die Magengrube bzw. das Flattern der Hosenbeine) eines richtig aufgedrehten Gitarrenamps. Das spielt aber nur für den persönlichen Eindruck des Spielers eine Rolle, und das ist den unterschiedlichen Spielern ganz unterschiedlich wichtig. Ansonsten wird ja alles simuliert - inklusive Lautsprecher.
 
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Das ist halt immer so das Ding mit dem Sound im Raum. Da klingt es schon deutlich anders.
Abgenommen ist das schon so wie du sagst. Da bin ich bei dir. Die können das heute alle schon wirklich erstaunlich gut.

Wobei der kleine THR z.B. über meine Alto TS-212 im Raum durchaus auch die Hosenbeine flattern lassen kann. ;-)
 
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Vielen Dank für eure Hilfe.
Ich habe mir den THR30II jetzt mal auf Verdacht bestellt und teste ihn mal unter Realbedingungen. Glücklicherweise gestalten wir mit der Band den Reformationsgottesdienst nächste Woche mit, so dass ich direkt schauen kann, ob der Verstärker gut in dem Setting funktioniert (y)

Als Backup werde ich wohl noch den Röhrenverstärker mitnehmen und das Technikteam bitten, dass wir den auch direkt als Backup mit einbinden bei Aufbau und Soundcheck.
 
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