Eure Erfahrungen beim ersten Vorspielen bei einer Band (und meine)

Resi84
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Halli Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum und freue mich hier mit Gleichgesinnten austauschen zu können.

Meine Frage ist alle gerichtet, die entweder schon in einer Band spielen oder wie ich auf der Suche sind. Wie sind Eure ersten Kontaktaufnahmen mit den Bands gelaufen, hattet ihr erst ein Vorgespräch oder habt ihr gleich mitgejammt, hat man Euch etwas über Abläufe, Vorstellungen und Erwartungen der Band erzählt? Hat man euch später klar gesagt, ob ihr dabei seit oder nicht?

Mich interessiert das deshalb, weil ich schon etwas länger in der Luft hänge.

Zu meiner Situation: Ich (w) spiele seit 3 Jahren Schlagzeug und bin dafür auch schon recht gut. Ich habe wöchentlichen Schlagzeugunterricht, ein paar Youtube-Videos, aber überhaupt keine Banderfahrung.

Mitte Februar habe ich mich auf eine Anzeige gemeldet, 2 Gitarristen und 1 Basser suchten einen Drummer zur Rockbandgründung, sogar ganz in meiner Nähe und Rock höre ich ja auch am liebsten. Perfekt also.

Nach meiner Frage, ob wir uns mal treffen könnten, kam dann auch schnell die Antwort, dass dies kein Problem wäre. Nachdem dann der Email-Austausch stockte, griff ich zum Hörer und rief den Gitarristen an.
Kann sein, dass dieser bisschen überrascht war, aber das Gespräch lief ganz gut. Nachdem wir so allgemeine Fakten besprochen hatten, meinte er, ich könne einfach mal bei einer Probe mit dazukommen. Er schickte mir nachträglich auch noch ein Lied, dass sie spielen würden und das ich mir mal anschauen sollte. Ich war super motiviert und übte es schnell ein.

Die Probe war sehr locker, die Leute echt sympatisch und dafür dass ich die meisten Lieder nicht kannte (alles eigene Stücke) habe ich das echt gut hinbekommen. Ich habe mir auch überhaupt keinen Stress gemacht und einfach Spaß gehabt, super für die erste Probe mit einer Band. Ich bekam auch Lob, wenn ich einen guten Takt gefunden hatte oder eine Killer-Break geliefert habe :).

Aber im Nachhinein haben wir doch echt wenig kommuniziert. Zwischen den Liedern haben wir ab und zu bisschen gesmalltalkt aber sonst nicht.

Und am Ende der Probe, bevor sich alles auflöste, musste ich nachhaken, wie wir verbleiben wollen. Genauer gesagt fragte ich, ob ich das nächste mal mit dabei sein kann. Und dann kam von denen so selbstverständlich ein "Na klar" , was für mich sehr überraschend war, nach dem 1. Mal spielen. Ich hatte einfach überhaupt keine Ahnung (und im Grunde bis heute nicht), wo ich bei denen stehe, ob sie noch andere Interessenten haben und wie es überhaupt weitergehen soll. Naja, so dachte ich mir, wenn wir uns die darauffolgende Woche wieder treffen würden, würde ich mal nachhaken oder es würde sich einfach aus dem Gespräch heraus ergeben.

Dann kam einen Tag vor der nächsten Probe eine SMS vom Gitarristen, dass die Probe 2 Mal hintereinander ausfällt. Nichts über das Warum...aber auch keine endgültige Absage...ich war ein bisschen erschüttert über die Plumpheit dieser SMS aber war dann wieder beruhigt, da das ja gerade in die Karnevalzeit fiel. Dann schrieb ich zurück, um mich über das Datum der nächsten Probe zu vergewissern und wünschte Ihnen eine gute Zeit bis dahin. Dann kam kurz zurück "Ja danke, nächste Probe findet an dem und dem Datum statt". Ich saß wie auf Kohlen, machte mir schon so meine Gedanken, aber redete mir immer wieder gut zu, dass ich ja noch eine endgültige Absage hatte. Wenn sie keinen Kontakt mehr mit mir wünschten, dann würden sie es doch sagen. Ich war schon ein bisschen ungeduldig, aber meine Hoffnung war noch da.

Dann kam weiter nix von denen und einen Tag, bevor die nächste Probe stattfinden sollte, schrieb ich eine SMS, um zu fragen, um welche Uhrzeit wir uns denn treffen wollten. Dann kam am Tag der geplanten Probe zurück, dass alle 3 Bandmitglieder krank sind und keine Probe stattfindet. "Zufälle gibt's" , dachte ich mir nur so und schrieb eine SMS zurück, wünschte gute Besserung und meinte bis bald mal wieder.

Jetzt eine Woche später habe ich immer noch keine Neuigkeiten. Ich habe auch diesmal nicht gefragt, ob sie wieder proben, weil ich meine, wenn Interesse besteht, müssten sie sich doch dann auch von sich aus melden. Ich war immer verbindlich, habe immer nachgefragt, wann die Proben stattfinden, mehr als genug Interesse gezeigt. Wenn sie krank sind, will ich ihnen mit meiner Fragerei ja auch nicht auf die Nerven gehen. Ewig hinterherrennen muss man auch nicht.

Naja, jetzt glaube ich wirklich das wars und ich muss nichts mehr von denen erwarten. Es wäre völlig ok und normal wenn sie mich absagen würden, wenn es für sie letztendlich doch nicht passt oder inzwischen 3 neue Drummer "gecastet" haben. Es ist ja auch normal und man muss damit rechnen. Aber ich schwebe in Ungewissheit und meine Gedanken drehen sich im Kreis. Wollen sie mich warmhalten, falls die Erstwahl abspringt? Sind sie schlicht und einfach zu faul oder scheuen sie sich davor, jemanden abzusagen.

Was ich auch noch lustig finde und was auch die Ironie an der ganzen Sache ist, ist, dass sie den vorherigen Drummer gefeuert haben, weil der sich nicht mehr gemeldet hat und einfach nicht mehr zu den Proben erschienen ist.
Vielleicht herrscht in dieser Band ein grundlegendes Kommunikationsproblem :gruebel:.
Letzten Endes ist es dann auch nicht das Richtige für jemanden der zuverlässig ist. Es gibt sicherlich andere Bands, die so etwas schätzen.

Nun bin ich gespannt auf Eure Meinungen zu der Situation. Auf jeden Fall fühle ich mich jetzt schon erleichtert, dass ich das jetzt mal losgeworden bin.
 
Eigenschaft
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Es gibt nunmal einfach Bands/Musiker, die die ganze Angelegenheit ein wenig lockerer angehen als andere es erwarten.

In deinem Fall kann es natürlich mehrere Möglichkeiten geben:

a) sie sind einfach so undiszipliniert. Dann musst du wissen, ob du damit zurechtkommst

b) sie waren mit dir nicht zufrieden, aber keiner fühlt sich so wirklich verantwortlich, es dir mitzuteilen

c) sie testen gerade noch andere Drummer, wollen wir aber nicht absagen, falls das mit anderen nichts wird


Nun aus meiner Perspektive: egal welcher Punkt es wäre, ich würde es ansprechen und ein kurzes Ultimatum setzen. Wenn sich da nix tut, wäre ich weg. Als Drummer (auch Anfänger) sollte man ganz gut etwas finden. Gerade bei einer Band sollte es von Anfang an stimmen. Mit der Zeit wird es meist nur schlimmer.
 
Ich vermute, dass Goti mit einem seiner drei Punkte Recht hat - und alles drei ist scheiße. Option a) ist gerade für einen motivierten Neuling der Stimmungskiller schlechthin. Option b) und c) sind beide nicht wirklich fair dir gegenüber. Und ja: als Drummer (bzw Drummerin) sollte man eigentlich keine Probleme haben, eine Band zu finden, auch als Anfänger nicht. Such dir eine zuverlässigere Truppe.
 
Mhh doof,ich kann aus deiner Erzählung kein Fehler deinerseits erkennen.

Allerdings ist punkt a) bei uns auch nicht weit weg. Wobei wir nur n paar Jungs sind (ohne Drummer zurzeit☺) die bissel mukke machen und keine Verpflichtungen eingehen.

Aber wir sind auch ne Hobby Truppe. Wir müssen uns auch jedes mal absprechen für eine Probe, weil jeder andere Schicht Zeiten hat und jeder unterschiedlich auch Samstags malochen muss.
Das habe ich aber schon öfters von Bands gehört.

B und C ist assi.

Scheiss doch auf die,Drummer werden doch immer gesucht. Such Dir ne Andere Truppe. Ist ja schon ein doofer Start sowas.
 
Vergiss die Pimmelköpfe. Die werden den Arsch nie hochkriegen. Gerade als Drummer haste freie Auswahl.

Lustig war auch mal ein Vorspiel: Bassist gesucht bei ner Rockband um die 18-20, hab mich gemeldet. Probe selbst war merkwürdig, nur die Sängerin hat mit mir geredet und die Lieder wurden einfach gespielt ohne irgendwas zu sagen. An sich nicht schlecht geschlagen, aber einfach ins kalte Wasser geworfen zu werden ist nicht wirklich knorke. Dann nach der Probe erzählte mir der Gitarrist was von Victor Wooten und wie geil der wäre bzw. die Spieltechnik etc. Gab dann auch ne Absge, "Musikalischen Fähigkeit nicht ausreichend." Gab schon nen kleinen Knacks für mein Ego, welches sich erst bei anderen Vorspielen erholt hat wo es menschlich nicht passte. Im Nachhinein sehe ich es natürlich ein wenig klarer: Die spielten nen 0815 3-Akkorde Rock und erzählen mir was von Wooten.

Als jemand der schon selbst Leute(Gesang, Gitarre) gecastet hat für die eigene Band: Wenn tatsächlich jemand zur Probe erscheint, dann wird es immer spannend.
Bei Gesang: Kann er singen ohne Mp3 Player im Ohr? Kann er überhaupt singen? Passt die Stimme? (wobei man hier nicht zu wählerisch sein sollte) Passt es menschlich?
Bei der Gitarre an sich auch, aber da guckt man eher auf die Fähigkeiten und wie die Person so ist. Ich war für den Kontakt immer zuständig. Ich habe die Leute immer informiert und auch möglichst viel versucht vorher zu erfahren.
Von Vorteil ist es auch wenn man sich vor dem Vorspiel über die Band informiert hat. "ihr singt auf englisch?!" - Schön das er sich nicht einmal die FB Seite angesehen hat...

Größtes Problem als Band die jemanden sucht: Man weiß nie wie das mit der Zuverlässigkeit aussieht. Meistens merkt man das nach 2-3 Monaten. Dann muss man wieder neue Leute casten etc.
 
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Beim Vorspiel kommt es nicht nur darauf an, wie gut derjenige sein Instrument beherrscht, sondern auch wie man sich begegnet und miteinander umgeht. Und dazu gehören immer zwei. Auf der einen Seite der Vorspielende und auf der anderen Seite die Band.
Das fängt mit der Kommunikation das Vorspiel betreffend an und geht über das Vorspiel selbst bis zur Entscheidung, ob der- oder diejenige genommen wird, oder nicht. Wenn der Band es nicht gelingt dem Vorspieler gegenüber vorher ausreichend ihren Anspruch zu formulieren, wird es schwer werden diesem gerecht zu werden. Wenn die Band während der Probe kaum oder wenig spricht, macht es das für den Vorspieler auch nicht einfacher.
Das Problem, welches ich in den letzten Jahren immer häufiger beobachte, ist, dass das klassische Bandvorspielen (Ey, komm´ mal am Mittwoch mit der Klampfe vorbei. Unser Gitarrist hat in´ Sack gehauen) mehr einem Casting gewichen ist, wie man es aus div. Fernsehformaten kennt. Und da stimmt im Hobby- und Amateuerbereich einfach das Verhältnis nicht mehr. Man sollte davon ausgehen, dass Musik in diesem Bereich gemacht wird um Spaß zu haben. Wenn der eine oder andere Euro dabei rumspringt ist es zwar auch nicht schlecht, aber das ist nicht Antriebsfeder Nr.1.
Häufig wird der Fehler gemacht, dass man übersteigerte Erwartungen an den Vorspieler hat, plus einer Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten als Band. Schlimme Kombi! Und ganz oft dreht sich das Besetzungskarussell der Bands allzu häufig. Dadurch bekommt man keine Kontinuität und keine Chance sich als Band gemeinsam zu entwickeln. Ein Punkt, den irgendwie kaum noch jemand auf dem Schirm hat. Es ist zwar vom Vorteil, wenn man Leute an den Instrumenten hat, die ihr Handwerk verstehen, aber das A und O in einer Band ist das Zusammenspiel. Und das kommt nicht von heut auf morgen. Das muss - wie alles andere auch - geübt werden :)
 
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ich habe beim Vorspielen auch öfter verkackt - dachte ich zumindest. Ab dem dem dritten Mal kann dann auch schonmal ein Selbstzweifel hochkommen. Obwohl die Bands und Stile total unterschiedlich waren, kam es irgendwie öfters vor, dass das Freispiel nicht so ein gemeinsames jammen war, sondern die Erwartungshaltung dominierte, komm mach mal! Zeig mal was Du kannst! So nach dem Motto füll unsere Lücken, wo die liegen wissen wir aber selber noch nicht so genau. Ich habe die Lieder (keine cover) tw. erst recht kurz vorher per mp3 bekommen, ohne Noten ohne Text und sollte mich dann da durch fummeln. Es fällt mir auch heute noch nicht so leicht, wenn da mehrere Effekte drin sind; mittlerweile gelingt es mir, allerdings ist das für mich als als Nichtberufsmusiker u. U. sehr zeitaufwendig - und das dann alles für eine Band, von der man nicht weiß, ob es passt (?) . Naja zu der Zeit hatte ich noch gar nicht den Zugang, die ganzen Intrumentenparts unter den Effekten einigermaßen, hinreichend analytisch rauszuören, und war auch noch so naiv, mich darauf einzulassen. Dann dieses abwarten nach dem ersten Vorspiel, ob man nochmal kommen sollte. Bedauerlich finde ich (<-- inzwischen abgeklärter ;)) , dass erwachsene Menschen zwischen 25 - 60 ein Rückgrat wie eine Ameise haben und nicht absagen können, das ist doch jenseits von Anstand und Charakter. Eine Begründung wäre ok, muss aber noch nichtmal sein, es hat sich ja eh erledigt. Eine Absage ist eine ganz saubere Sache, die normal ist und dazu gehört, und man sollte - nein falsch - man muss (!) sie demjenigen zeitnah in einer respektvollen Art transportieren.
Wenn es dann doch endlich über das erste Vorspiel hinausgeht, ist es wichitg, man sich gegenseitig Zeit gibt. Ich habe in Bands gespielt, da war der Drummer seit 28 Jahren unterwegs, in einer anderen erst seit 1,5 J., der Basser war z. B. jungfräulich, vorher zwar 30 Jahre Gitarre aber BAss noch nie, den Bass haben wir sogar noch gekauft. Mann muss wissen, was man den anderen und sich selbst abverlangern kann, da hilft nur reden. Prostituieren is nicht, nie den Kopf hängen lassen. Viel Glück. Drummer werden immer gesucht.
 
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So ist das halt mit "Blind Dates". Du kriegst/willst nicht jede ins Bett ... :ugly:
Aber so bei jeder 10ten klappt's ... :great:
 
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Hallo,

Du wirst in deinem Musikerleben noch öfter auf solche Situationen treffen, hak's einfach ab und versuch's besser zu machen, wenn Du später auf der anderen Seite bist.
Ich spiele jetzt so ziemlich seit 35 Jahren in (Amateur-)Bands und kann Dir sagen, dass es in erster Linie immer auf das Menschliche ankommt.
Wichtig ist, dass Du selber eine klare Linie fährst und sagst was Du willst und gleich sagst wenn Dich was nervt. Hab ich auch erst im Laufe der Zeit lernen müssen.
Desweiteren habe ich gelernt, dass man auf seine Gefühle hören soll. Wenn man bereits am Anfang ein schlechtes Gefühl hat, dann bestätigt sich das später fast immer.

Gruß und viel Spaß in Deinen zukünftigen Bands
 
Das fängt mit der Kommunikation das Vorspiel betreffend an und geht über das Vorspiel selbst bis zur Entscheidung,

Ich habe kurz an etwas anderes gedacht ..... :)

Dieses Vorspielen mit vorheriger MP3 Vorlage kenne ich auch. Mir hat sogar schonmal einer ne ganze Setlist geschickt. Da stand der Song drauf und das die den nen halben ton höher spielen blablubb...... Ätzend.
Ich hab das dann bei uns anders gemacht. Kandidat kam, erstmal schnacken und Bierchen dabei. Danach einfach drauf los gejammed. Entweder es hat gepasst oder eben nicht. Klares wort gewechselt und alle wussten wo man dran ist. Ich finde alles andere ergibt sich sowieso.
 
Gar nichts finde ich aber auch doof. Ich schicke immer 2 Songs von denen sie einen aussuchen können. Bei Sängern hab ich sogar gefragt ob es etwas gibt was wir spielen sollen. Also so bekannte Radiosongs.
 
wenn ich die threads zu diesem Thema lese, fällt mir oft auf, dass suchende bands schon mal vergessen, dass sie selbst auch in der Situation sind, sich "verkaufen" zu müssen, also gut selbst dazustehen. Nicht nur sie sind es, die "gecastet" werden.
Mir ist es auch schon so gegangen, nach der Sommer-Probenpause haben mich die anderen einfach nicht mehr angerufen. Ich was damals der musikalisch am wenigsten entwickelte, schon, aber die Art und Weise war nicht OK. Ist aber schon lange her und einer derjenigen, die damals ohne mich weitergemacht haben, ist mir auf den Klassentreffen immer aus dem Weg gegangen...Als ich ihn das letzte Mal angesprochen habe, ob er noch Musik macht, hat er verneint, wir haben uns noch 'ne Weile unterhalten. Ich glaub er war erleichtert, dass die Unterhaltung ganz normal war und die Sache offensichtlich längst gegessen war.
In den letzten Jahren war's eher umgekehrt, wegen Arbeitsüberlastung musste ich einige spannende/schöne/menschlich super passende/interessante Mitmachangebote leider ablehnen, schade...
 
Hallo Resi84 und erstmal herzlich willkommen "an Board" :hat:

Im Prinzip wurden schon alle wichtigen Punkte genannt und erläutert.

Vom Bauch her würde ich behaupten, daß die nicht zu Dir passen, weil Du höhere Ansprüche an die Kommunikation und Verbindlichkeit hast.
Insofern vermute ich auch, daß Du langsfristig bei dieser Truppe Enttäuschungen erleben könntest.

Denk daran, daß eigentlich immer irgendwo Stöckchenschwinger gesucht werden. ;)

Ich war selber seit September letzten Jahres wieder auf der Suche, mal mehr mal weniger eifrig.
Bei einigen Kontakten hat sich schon sehr viel via E-Mail oder Telefonate herausgestellt, daß die Band nichts für mich ist.
Insofern habe ich mir da gar nicht die Mühe für ein Vorspielen gemacht.

Jetzt hat sich aber die lange Zeit des Wartens gelohnt:
Eine sehr gute Sängerin suchte Musiker für eine Bandgründung. Wir haben uns erstmal persönlich getroffen, da wir nur ca. 1,5 KM voneinander entfernt wohnen.
Dann haben sich über einige Telefonate, Kontaktaufnahme über Musikeranzeigen usw. weitere Leute gefunden.
Die erste Probe wird wohl Anfang April sein. Dann wird man sehen, ob es passt.

Ich wünsche Dir bei der Bandsuche auf jeden Fall weiterhin viel Glück und Erfolg. :)
 
Hey,

danke für Eure Antworten. Einige waren echt hilfreich für mich und man sieht, anderen geht's oder ging es ähnlich. Am besten man rechnet mit allem. Aber sowas wie die Kommunikation sollte schon sein, es ist merkwürdig, wenn man sich nicht kennt, die Lieder mitspielt und dann auch nicht weiß wie's weitergeht. Ich finde die Idee mit dem Bierchen (oder anderes Getränk) vor dem Proben sehr gut, da kann man sich schonmal "beschnuppern".
Ja ich bin halt auch der Meinung, dass man zwar einen gewissen Biss zeigen kann oder sogar sollte, aber alles Hinterherlaufen nach dem Motto "nehmt mich, ich bin so verzweifelt" ist zwecklos. Ab einem gewissen Punkt ist Schluss.
@ Coolaclark: Ja, manche Erwachsene haben eben kein Rückgrat, ärgerlich sowas. Aber lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Wie hätte es denn auf dieser Basis weitergehen sollen?
@ Der Alucard: Musste ja so lachen über P...köpfe :) Ne Internetseite hatten die leider nicht, obwohl zumindest beide Gitarristen schon länger Musik machen.

Naja, auf jeden Fall habe ich Blut geleckt - es hat ja echt Spaß gemacht, trotz dessen dass es wohl Spacken sind (Ich bin wohl zu ordentlich für die :) - jetzt brauche ich nur noch die richtigen Leute dafür. Es ist aber auch schon gut zu wissen, dass man, wenn man gerade keine "Dates" mit Bands hat, jederzeit seine eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln kann, das kann einen zum Glück niemand nehmen. Und beim nächsten Mal ist man abgehärteter und kann gleich seine Fragen in die richtige Richtung stellen (z.B probt ihr regelmäßig).
Schön zu lesen, dass Drummer öfters gesucht werden, war mir bisher noch nicht so klar. Aber klar, man ist schon sehr flexibel in Bezug auf die Musikrichtung.
Ich habe sicherlich auch noch nicht alle Suchmöglichkeiten ausgeschöpft und bin schon sehr gespannt, was mir demnächst so über den Weg läuft. Es wird amüsant ;)
Mal sehen was ich hier noch so poste ;)
Danke für Eure Aufmunterung, das wird schon.
@Trommler: Ich drücke Dir auch ganz fest die Daumen für Dein Projekt.
 
Für so ein Vorspielen reicht in den allermeisten Fällen auch ein 0815 Beat.
Menschlich und musikalisch muss es passen...
Wenn diese Basis gegeben ist, kommt der Rest allein...
In deinem Fall hast nur du dich korrekt verhalten, an deiner Stelle würde ich drüber nachdenken, ob ich mit denen tatsächlich zusammen spielen möchte?!
Bleib entspannt und such weiter, ich bin überzeugt davon, dass du Musiker findest, die dich auch wertschätzen ( und nicht nur musikalisch).

Beste Grüße bece
 
Hach dieses ganze Vorspiel Gedöhns hats nie gebracht.
Haben wir einmal gemacht bei nem Gitarristen. Sweepen konnte der wie nen Großer, Shreddern ebenso. Daher hatten wir ihn gleich genommen.
Ende vom Lied: Der Typ war einfach nen drogensüchtiger, unzuverlässiger und absolut untighter (=unfähiger) Mensch.

Seit dem sieht das "Vorspielen" bei uns so aus:

1. Als Band mit nem neuen ins Pub und bei nem Bierchen kennenlernen, auf Interessen, Bands etc ausfragen. Trotzdem steht der Smalltalk und nicht die Bandplane fürs kommende Jahr im Vordergrund.
2. Dem neuen 1-3 Lieder (am besten aus der Band) zum lernen geben, die man dann GEMEINSAM spielt. Wir arbeiten seit jeher mit Guitar Pro, das war perfekt.
3. Nicht acapella vorspielen lassen sondern einfach mit der Band und dem Neuen so spielen als würde man schon immer zusammen spielen.

Dann sieht man das imo viel besser ob das groovt. Außerdem muss sich der Neue dann auch keinen unnötigen Stress machen. Jeder von uns war mal der neue, und viele durften sich anhören "ja spiel ma was".
Zweites Fazit: Mit der Taktik sind wir eine super Band geworden, niemals Streit, stets aufm gleichenen Nenner. Klar gab es hin und wieder mal ein paar Probleme weil der Schlagzeuger oder Bassist (auch ich) mal etwas nicht richtig spielen konnte. Dann haben wir uns einfach ne Woche Zeit gegeben zum üben und voilla. Technik etc kann man alles ausbessern. Das Zwischenmenschliche nicht. Das passt oder nicht.:great:
 
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Bei mir lief das bisher immer gleich.

Entweder Telefonat oder e-mail. Dann wurde eine Probe vereinbart zu der ich 1,2,3,4,5,6 songs der Band eingeübt hatte. Die haben wir dann gemeinsam gespielt. Nach der Probe wurde IMMER vereinbart ob sich die Band oder ich melde und auf welchem Weg. Das funktionierte auch perfekt.

Manchmal war es sogar so gut, dass ich nicht einsteigen wollte und die Bands sich trotz Abmachung nicht gemeldet hat. Stressfreier gehts nicht :)

Inzwischen würde ich nur noch zu einer Band fahren, die mir vorher Aufnahmen von sich schicken kann. Egal, welche quali aber das hat mit echt schon vieles erspart.

Und dieses Bier trinken vorher, wie Mantas erzählte, hielt ich lange Zeit für überflüssige Zeitverschwendung, da man ja keinen Freundeskreis sondern`ne Band sucht und das schon irgendwie passt. Aber inzwischen würde ich das wohl genauso machen, vorrausgesetzt ich hae die Band vorher gehört denn auch mit netten Leuten macht beschissene Musik keinen Spaß. :)
 
Ich find auch, dass ne ehrliche Kommunikation von Anfang an wichtig ist. Dabei kommt es auch auf das Zwischenmenschliche an, man sollte aber schon das bandinterne mit besprechen. Nicht, dass der "Anwärter" denkt, er würde in eine super professionelle Truppe einsteigen, obwohl er gerade bei einer "Wir hocken nur im Proberaum rum und kiffen"-Combo landet.

Man darf wirklich nie vergessen, dass man sich auch als Band ebenfalls vorstellen und verkaufen muss. Es ist einfach kein "Casting", sondern ein gegenseitiges Kennenlernen.
 
Seit dem sieht das "Vorspielen" bei uns so aus:

1. Als Band mit nem neuen ins Pub und bei nem Bierchen kennenlernen, auf Interessen, Bands etc ausfragen. Trotzdem steht der Smalltalk und nicht die Bandplane fürs kommende Jahr im Vordergrund.
Hätten wir das bei der Sängersuche gemacht, wären wir nicht mehr nüchtern geworden. Hatten einige da, von denen aber viele nicht überzeugt haben etc. Wenn es musikalisch klappt, wird danach noch was gemacht. Ist es musikalisch nicht wirklich, dann wird sich verabschiedet.
 
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Nachdem es ja schon vor der Probe stockte, wird wohl Punkt a von goti zutreffen.

Beim Vorspielen kann man auch nicht viel abchecken, ausser ob man technisch halbwegs mitkommt. Die ganzen Abgruende tun sich ja erst ein paar Wochen spaeter auf. Auf beiden Seiten :D

cu
martin
 

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