Indizierte Lieder / Bands im Radio

  • Ersteller Sharkai
  • Erstellt am
Der Auftrag der Öffentlich rechtlichen TV- und Radiosender besagt, das eine "umfassende, vielfältige und objektive Berichterstattung über politische und gesellschaftliche Themen" erfolgen soll (Link). Das bezieht Musik in meinen Augen mit ein, da die genau so politisch und gesellschaftlich relevant sein kann und das auch gar nicht so selten ist.
(Jetzt muss ich bei @Bassturmator um Verzeichnung bitten, weil mein Aussage doch ein wenig politisch geworden ist)

Deine Aussage ist sachlich völlig richtig, nur geht sie eben an der Realität vorbei.

Wenn man die Objektivität des öffentlich rechtlichen Rundfunks diskutieren wollte, käme man um eine politische Diskussion nicht herum, müsste dies also an anderer Stelle tun, da wie oben beschrieben derartige Diskussionen nicht (mehr) im Musiker-Board stattfinden sollen.

Ich bin für diese Entscheidung nicht verantwortlich, habe aber ein gewisses Verständnis dafür, da politische Diskussionen oft eskaliert sind und sich auch allzuweit vom Thema Musik entfernt haben.

*
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
@abolesco: Danke für die ausführlichen Infos, die nur leider nicht mehr aktuell sind. So heißt die BPjM jetzt "Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz BzKJ", und die erwähnte Liste ist nicht mehr öffentlich einsehbar:

https://www.bzkj.de/bzkj/service/statistiken
 
Der Auftrag der Öffentlich rechtlichen TV- und Radiosender besagt, das eine "umfassende, vielfältige und objektive Berichterstattung über politische und gesellschaftliche Themen" erfolgen soll. Das bezieht Musik in meinen Augen mit ein, da die genau so politisch und gesellschaftlich relevant sein kann und das auch gar nicht so selten ist.
Die öffentlich-rechtlichen Programme zeigen auch keine hardcore Pornos ode splatter movies um 16 Uhr.
Ähnlich ist es mit Gewaltverherrlichung, tendenziell links- oder rechtsextremistischen Songtexten oder eben anderen kritischen Inhalten.

Der Rundfunkt ist doch für das gesamte Volk da. Warum werden dann offensichtlich erfolgreiche Interpreten trotzdem ausgeschlossen? Und zwar nicht nur mit einzelnen Liedern sondern mit allen.
ist das denn so?
 
[...]Wie rutscht man auf diese "Black List" im Radio? Was kann man dagegen tun um da drauf zu kommen? Kommt man da auch wieder runter wenn man mal drauf ist? Gibt es da eine rechtliche Handhabe gegen eine solche Ächtung vorzugehen?[...]
Selbstzensur würde ich sagen, Gründe werden keine genannt. Vermutlich das Ergebis von Lobbyarbeit solcher, die diese Musik nicht mögen und auch anderen Vorenthalten wollen. Neutralität kann man bei den ÖR (bei den Privaten sowieso) vergessen, die gibt es nur auf dem Papier. Einzige Lösung: Meiden und eigene Playlists.
 
Grund: Vollzitat Startpost reduziert
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@dubbel
Ja, das ist so. Besagte Beispielkapelle fällt mir da als erste ein.


Man findet aber auch im Rap einige Interpreten, die außer in einer Talkrunde, nie im Fernsehen oder Radio gelaufen sind und die trotzdem bemerkenswerte Verkaufszahlen haben. Mit Bemerkenswert meine ich mindestens eine goldene Schallplatte, was ja mindestens 75.000 Verkaufte Tonträger beinhaltet (www.musikindustrie.de).

Besagte Kapelle hat also für ihr erfolgreichstes Album 3x Diamant (Diamant = 1.500.000 verkaufte Tonträger laut Wikipedia) bekommen und noch eine wenig "Kleingeld" in Edelmetallveredelten weiteren Schallplatten (wenn man das so rechnet). Es wurde 5,4 Millionen mal in Deutschland verkauft.
Das würde ich dann schon als ziemlich Erfolgreich einstufen...
 
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was man an einer Radio Playlist gut finden kann.
Songs, die im Radio gespielt werden, werden nicht danach ausgesucht, wie vielen Leuten sie gefallen, sondern danach, wie wenige sich daran stören. Das führt zu einer Musikauswahl ohne Ecken und Kanten. Jedes auch nur im Ansatz eigenwillige Lied wird nicht gespielt, da sich Leute daran stören könnten, die dann abschalten. Und das ist der worst case, der zu vermeiden gesucht wird. Also hört man im Radio nur den Schiet, der keinem weh tut. Ausnahmen gibt es in den speziellen Musiksendungen, in Features etc.
Allerdings weiß man vom ÖRR auch, daß ein politisches Sendungsbewusstsein besteht, dem die besagte Band nicht standhält.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Songs, die im Radio gespielt werden, werden nicht danach ausgesucht, wie vielen Leuten sie gefallen, sondern danach, wie wenige sich daran stören.
a020.gif
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
@Vincent Stone
Sehr schön formuliert. So sehe ich das eigentlich auch.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben