Ist Cubase amateurhaft?

  • Ersteller Kidpump
  • Erstellt am
Ich hab das Thema hier auch schon ein wenig verfolgt.

Für mich wäre es mal Interessant zu erfahren, wie euer Proberaum im Gegensatz zu seinen Studioräumlichkeiten ausschaut und was für Equipment der Tontechniker euch für eure Instrumente zur Verfügung stellt (Topteile, Boxen, Effekte, Kesselsatz) und mit welchen Mikrofonen und Outboard Equipment er arbeitet!?

Ob er dann Cubase, Logic, ProTools, Abelton Live oder was auch immer verwendet ist dann eig. zweitrangig.

Was die 100€ Stundenlohn angeht, so gehe ich aber auch einmal davon aus, dass es ein Tippfehler ist. Du meinst wohl eher Tagessatz für ca. 8h oder 10€ Stundenlohn...

Welchen Zeitrahmen habt ihr angestrebt? Steht schon eine Vorproduktion oder muss noch am Arrangement, Timing, etc. gearbeitet werden!?

Was ist alles im Pries enthalten? Recording, Mix und Mastering!? Oder zahlt ihr die Zeit für die Aufnahme und dann noch die Zeit, die er Mix sitzt? Kann er mastern? Oder macht es evtl. Sinn das woanders machen zu lassen? Wenn ja, was für Kosten würden dann noch auf euch zukommen!?

MfG, Czebo
 
Ok - als ich meinen Beitrag geschreiben hast, hast du die tatsächlichen 100€ Stundenlohn bestätigt!

Da kann ich euch eher zu einigen anderen Studios raten in denen ihr für 1.000€ eine Produktion bekommt, bei der ihr 6 Tage Studiozeit habt - Arrangement, Recording, Mix und Mastering alles inklusive. Unterkünfte wären auch enthalten und die Qualität entspricht der professioneller CD Standarts!

Und dort gibt es richtig geiles Equipment und große akustisch gut ausgebaute Räumlichkeiten!

Bei Interesse bei mir melden, dann gib ich per PN die Kontaktinfos raus.

MfG, Czebo
 
Na, da habt ihr ja was vor.

Ich würde es für realistisch halten, wenn in 10 Stunden der Drummer seine Parts eingespielt hat. Vorrausgesetzt, es geht um 5 oder mehr Lieder. Denn immerhin muss man ja erstmal ankommen, alles aufbauen, testen, Schlagzeug positionieren, mikrofonieren...wenn ich es recht bedenke, dann ist danach der erste Tag eigentlich schon um.

Benni
 
Ne es geht nur um 3 Songs für eine hochwertige Demo CD zum bewerben ;)
Den Aufbau und Abbautag bezahlen wir nicht, das haben wir schon abgesprochen.

@Czebo
Es wäre toll, wenn du mir da Infos zukommen lässt

Wir haben noch 2 weitere Angebote, aber die sind eben teurer. Ein örtliches Tonstudio verlangt zum Beispiel 150€ pro Stunde und hat die gleiche Berechnung wie der Typ der zu uns kommt. Sprich, wir zahlen solange wir drin sind und das Mastern usw. ist dann im Preis enthalten.
 
Die Preise wundern mich sehr, denn hier in Braunschweig kann man sich für um die 300 Euro am Tag in wirklich amtliche Studios mit erfahrenen Leuten einmieten.
 
Wir kennen bisher leider nichts anderes, was unseren Wünschen entspricht.

Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass wir sehr effektlastige Aufnahmen wollen. Wir machen experimentellen Post-Hardcore und es dauert schon sehr lang, das alles zu mastern usw.
 
Ich hab mir nun mal ein genaueres Bild von euch gemacht, HP besucht, Songs angehört, etc.

Ihr seid jung, habt dadurch relativ wenig Erfahrung und unterschätzt das Ganze, glaube ich gewaltig. Lasst euch bitte nix aufschwatzen (auch nicht von mir).

Rechnet ALLERMINDESTENS mit 3 Aufnahmetagen, also 3000 EUR nach Eurer Rechnung. Realistischer und dem Endergebnis wesentlich zuträglicher wären wohl mindestens 5 Tage. Selbst wenn die Aufnahme - wie ihr sagt - "effektlastig" werden soll (die eigentlichen Effekte sind der wenigste Aufwand beim Mischen und nicht der kritische Punkt), wird derjenige welche ca. 1 Tag pro Song benötigen, um den komplett fertig zu machen. Sollte er wirklich versuchen - was ich nicht glaube - durch brutales Editing, das maximale aus den aufgenommenen Takes rauszuholen sind's halt 2 Tage.

Also sagen wir 3 Aufnahmetage plus großzügige 6 Tage (Editing, Mixing, Mastering) zu insgesamt 3000 EUR = ca. 333 EUR pro "Tag". Das ist völlig übers Ziel hinaus!

Für die Kohle könnt ihr in ein gutes Studio, wahrscheinlich sogar mehr Songs aufnehmen und euch noch zusätzlich ein amtliches Mastering-Studio leisten.

Meiner Meinung nach ist das ein völliger Wahnsinn und ich glaube, da freut sich jemand, dass er "ein paar Dumme" (sorry!) gefunden hat...
 
also 30 Stunden werden wir denke ich nicht brauchen. Wir sind sehr sehr sicher bei den Songs. Haben die ja auch schon in Eigenregie aufgenommen.

Wir bzw. ein Teil von uns war auch schon in Studios, die nur 15 Euro pro Stunde verlangen (da zahlt man auch die Heimarbeit). Da könnten wir sicherlich wieder hin, aber wir waren eben nicht so überzeugt davon.

Aber die eigentliche Themafrage zwecks Cubase in Verbindung mit dem Preis und hoher Qualität hat sich ja schon geklärt.
 
100Euro die Stunde? Wann braucht ihr mich wo? :p

wie schon gesagt wurde: Ihr braucht, wenn ihr nicht ständig in Studios abhängt mindestens 3 Tage fürs Recorden für 3 Songs. Ich hab jetzt ca 30h Recordingzeit in 10 Spuren Drums mit meinem Schlagzeuger investiert und wir haben beileibe keine komplizierten Songs. Aber wenn man Aufnimmt will man ja auch das JEDES Fill so ist, wie man sich das vorstellt :p Da wir das selber machen, können wir uns den luxus natürlich aber auch erlauben.

Bei allem, was ich so lese, glaub ich nicht, daß ihr am Ende das Ergebniss erhaltet, was ihr euch wünscht. Du möchtest kein Amateur-Produkt, also letztendlich mehr als nen Homerecordler hinbekommt. Damit bist du oberen Ende der Demo-Qualität eher am Anfang der Release-Qualität (wenn man das mal so als versuchte Begrifflichkeit in den Raum werfen kann).

Er lässt euch aufbauen. Mal abgesehen vom Schlagzeug, was genau wollt ihr aufbauen? Wisst ihr, wo welches Mikro am besten klingt? Wisst ihr exakt, wo bei euch im Raum das Schlagzeug am besten stehen sollte? Ich hab nur 4HE Recordingequipment, was ich immer hin und herschleppe, ich brauch, wenn das Drumset noch verkabelt ist, selbst schon so 20 Minuten um Recordingbereit zu sein. Dazu noch Mikrofonierung, Mikrotests, Ständeraufbau, Kopfhörerabstimmen etc. Wir haben für die Drumrecordings locker nen halben Tag dafür gebraucht. In nem fertigen Studio muss man das meiste davon nicht machen, da ist alles fest installiert, die Mikros liegen bereit, vorhalten, wackeln, testen, sitzt, in eurem Raum muss er das alles aber erst noch machen.

Für mich klingt das nach heftig über den Tisch gezogen. 100 Euro die Stunde, 800 bis 1000 Euro am Tag. Da sind ja nicht mal Miet/Strom etc Kosten vom Studio mit drin, denn das macht ihr ja bei euch. Zur not fahrt in ne andere Stadt. Bei dem Preis ist in ner anderen Stadt die anfahrt und nen Hotel mit drin :p
 
Ums mal klar und undifferenziert auszudrücken:

Wenn ihr 3 Songs in 10 Stunden aufnehmt, klingen die nach Kuhschwanz.


Lieber so viel Zeit wie nötig und dafür kein High End Sound.
Schließlich soll die Demo EUCH präsentieren und nicht das Studio.
 
Nehmt mir das bitte nicht übel, aber wenn Myspace der aktuelle Stand ist, dann kann ich dir das "Studioerfahrung" und "wir rocken das so runter" nicht abnehmen. Bedenke: Wir wollen dich hier nicht bloßstellen, wir wollen dich nur darauf hinweisen, daß das ganze nicht so einfach ist, wie es scheint. (als beispiel hier, die hälfte meiner 10 genannten songs spielen wir seit fast 3 Jahren :p).
Die Aufnahmen auf Myspace haben einige Timing-Probleme in Gitarren und Drums und könnten bissel Arbeit am Gesang vertragen (technisch). Was hast du von nem Hammersound, wenn das timing nicht stimmt. Das halte ich 10 Stunden für alles andere als unrealistisch.

Letztendlich ist es euer Geld und euer Ding, was ihr aus der ein oder anderen Erfahrung, die hier im Board schriebt, macht
 
Hmm ist aber so. Ein Teil von uns spielt noch in einer anderen Band, die eben jetzt ihr erstes Album fertig gemacht haben im Wert von 2000 Euro.

Ich selbst hab an einem Tag schon mal eine Demo CD aufgenommen mit 3 Tracks, da hat das Timing auch perfekt gepasst. Die Aufnahmen haben sich aber auch nach einem Tag angehört xD

Das Zeug auf MySpace haben wir mit einzelnen Spuren aufgenommen, die teilweise leider total versetzt sind.

Aber ich danke für eure zahlreiche Resonanz, damit hätte ich nicht gerechnet.
 
Ich würde euch vorschlagen, erstmal im Proberaum die komplette Studioarbeit einmal durchzuspielen und die drei Songs aufzunehmen. Dann hört ihr ja hinterher schon, ob es Probleme mit Timing und/oder Arrangement gibt. Nach eurem Plan sollte das ja in 10 Stunden erledigt sein.
Wenn das dann perfekt geklappt hat, könnt ihr meinetwegen auch den Papst pro Stunde bezahlen zum Aufnehmen, aber dann könnt ihr wenigstens abschätzen, wie hoch das Maß der Investition sein wird, und welches Ergebnis zu erwarten ist.

Wie gesagt, nur ein Vorschlag, der sich aber schon in vielen Fällen bewährt hat.
 
Langsam glaube ich, es gibt nur noch zwei Gruppen von Amateur-Musikern.

Die Erste schreit sofort "Abzocke und Wucher" sobald jemand auch nur Preise verlangt, die betriebswirtschaftlich korrekt auf gerade mal "kostendeckend" kalkuliert sind.

Die Zweite schaut nur mit umgekehrter Blickrichtung auf den Preis, was sauteuer ist, muss auch saugut sein und nur was teuer ist oder so aussieht (dicke Konsole,etc.) kann auch gut sein. Kritische Selbstdistanz fehlt völlig und man fällt auf die Leute rein, die einem nur das Ego streicheln. "So wie Ihr spielt schafft Ihr das locker..."

Wo soll man sich als Audiomensch da eigentlich gegenüber Privatkunden sinnvoll und seriös platzieren?

Sorry, wenn ich jetzt die Ausgangsfrage im Kontext dieser ganzen Diskussion neu betrachte und nun auch lese, dass diese Aufnahmen auf der MySpace-Seite Multitrack-Recordings (ich dachte an Boombox im Proberaum) sind, muss man zwangsläufig stark an eurem grundsätzlichen Urteilsvermögen in diesen Dingen (Aufnahmequalität, Performance, Timing, Intonation, etc.) zweifeln (nicht böse gemeint, man hat eben zu Beginn nicht die dafür zwingend nötige Erfahrung) und auch dazu raten, weder Eure Leistung noch die Anderer überhaupt nach "eigenen Ohren" zu beurteilen.
 
Ich glaube ihr habt mich falsch verstanden. Ich geh nicht von 10 Stunden aus, sondern sicherlich mehr.

Ich hab die 10 Stunden Aussage nur in den Raum geworfen, um einen Vergleich zu dem Post eines anderes Users zu haben, der meinte, dass bis 1000 Euro alles okay wäre. Jedoch sind 1000 Euro bei uns dann nur 10 Stunden Aufnahme Zeit.

Und nein, uns wurde der Typ empfohlen für unsere Aufnahmen, weil er eben was mit dem Stil anfangen kann und dementsprechend selbst noch Ideen beim bearbeiten miteinbringt.

Ich sag nochmal, es geht hier nicht nur ums Aufnehmen. Da muss viel rein, was normal die Aufgabe eines Electric Djs ist.

Und wie gesagt, wir sind keine Tontechniker und deshalb braucht ihr die Qualität der Songs auf MySpace jetzt hier nicht diskutieren. Die Tracks da sollen nur mal einen groben Vorgeschmack über uns geben.

Was meinst du wieso wir jetzt richtig aufnehmen wollen...
 
Die Erste schreit sofort "Abzocke und Wucher" sobald jemand auch nur Preise verlangt, die betriebswirtschaftlich korrekt auf gerade mal "kostendeckend" kalkuliert sind.

Du meinst nicht erststhaft die Leute, die 100 Euro die Stunde, für jemanden, der in nem Proberaum aufnimmt, für zu viel halten, oder?

Ich kenn meine Tagssätze, die an große Firmen gestellt werden. Ich weiß, daß dadrin Miete, die Kosten der Verwaltung, Projektmanagement und Consultingkosten etc mit drinstehen und, daß die Firma, für die ich arbeite nicht sonderlich günstige Preise hat und all die drumherum auch noch Geld verdienen wollen.
Ich möchte mich nicht über einen Tontechniker stellen, definitiv nicht, ich weiss aber definitiv, daß über mich erheblich mehr Kostenstellen mitfinanziert werden müssen aus wirtschaftlicher Sicht, als beim Tagessatz eines Tontechnikers, der das selbstständig macht und NICHT seine eigenen Räumlichkeiten dafür verwendet.
Ich koste 20 Euro weniger am Tag. Ich werd aber auch nicht aus der Tasche von Hobbymusikern bezahlt.
 
Und diese Effektsachen könnt ihr nicht selbst machen? Die haben doch mit Aufnahmequalität nichts zu tun, oder? Wie funktioniert das live?
 
Live funktioniert das leider eben nur teilweise und nicht so wie wir uns das vorstellen, dafür bräuchten wir eben einen Electro Dj.

Vielleicht sagt ja die Richtung Theaterrock oder wie man sie nennt etwas. Die Effekte sind eben keine Standards. Es geht ja hier nicht um Delay, Reverb, Flanger oder Ähnliches.
 
Ich glaube etwas von Kidpump's Aussage wurde noch nicht so richtig verstanden:

Der Techniker wird nur für die reine Einspielzeit bezahlt

Was natürlich komisch, wobei es aus der Sicht des Tonis "verständlich" ist. Immerhin ist gerade das die ansterngeste Zeit, und die fadeste. :redface:
Allerdings ist das auch recht blöd, da er ev. recht viel an nachbearbeitung zu durchmachen hat. Immhin zahlt ihr für das ja nicht..

Aber in 10 Stunden reiner Einspielzeit kommt ihr auch bei nur 3 liedern nicht durch ohne das was auf der Strecke bleibt.

Lg Melody
 
Genau deswegen ist das ja aus unserer Sicht gesehen ein günstiges Angebot, weil die Nacharbeitung eben nicht gerade wenig ist.
 

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