Klassischer Lehrer für Multi Genre Anfänger ?

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Bohemian like u
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Moin,

Ich hätte gerne eure Meinung zu folgendem gehört.

Ich, (23) bringe mir seit ca. 6-8 Monaten autodidaktisch das Spielen bei, und übe mehr oder minder diszipliniert..mal mehrere Stunden pro Tag oder selten mal eine Woche gar nicht..normal aber mindestens 45min am Tag....je nachdem was die Ausbildung und meine Muße zulässt..

Die Standardakkorde beherrsche ich recht sicher und auch verschiedene (einfach) Schlagmuster sind selten ein Problem...auch mit "neuen Takten" wie dem 3/4 Takt kam ich irgendwann alleine zurecht..Im großen und ganzen kann ich z.B. recht viel von Bob Dylan oder Green Day spielen da das mehr oder weniger oft die gleichen Akkorde/Power Chords sind.

Nun bereiten mir aber Dinge wie Barre Griffe oder einfach nur ein "H" einige Schwierigkeiten und ich wollte mir einen Lehrer suchen...

Bis jetzt hatte ich keinen, da ich recht schlechte Erfahrung mit Lehrern am Anfang gemacht habe; und da ich den Kram aus eigener Tasche bezahlen muss, will ich daß es das Geld auch wirklich wert ist.

Nun habe ich einen Lehrer in meiner Nähe (wichtig) gefunden der für ca 19€ die Zeitstunde unterrichtet..finde ich recht billig, aber wie gesagt, ich hatte bis jetzt keine guten Erfahrungen mit Lehrern..vielleicht ist das auch der normale Preis.

Nur unterrichtet er eben hauptsächlich klassische Gitarre (ich spiele Western und E-Gitarre) und er erzählte mir bereits, daß ein wichtiger Teil seines Unterrichts eben auch Harmonie Lehre, Noten lesen usw. ist.

Nun frage ich mich ob und wie "sinnvoll" es für mich wäre diesen Unterricht zu nehmen da ich mir denke:

1. daß musiktheoretische Grundlagen nicht schaden könne, man das sich aber auch vielleicht selbst beibringen kann.
2. Dinge wie Barre Griffe sich auf der Konzert Gitarre (hoffentlich) von der Greif Technik nicht wesentlich von Western und E unterscheiden.
3. Ich mir wahrscheinlich einige "schlechte Angewohnheiten" geholt habe die korrigiert werden sollten.
4. Ich habe ein recht breiten Geschmack von Folk über Rock bis Metal, Begleitung und auch (einfache) Melodien spiele ich alles gerne, nur eben die Klassik hat es mir nicht so angetan. Daher frage ich mich, inwieweit mir "so ein Lehrer" helfen kann meine Ziele zu verwirklichen. Ich will kein Profi Musiker werden aber in einer Band würde ich schon ganz gerne irgendwann spielen.


Danke fürs lesen..ich weiß, daß das wahrscheinlich sehr subjektiv ist, aber ich würde mir trotzdem gerne noch ein paar Meinungen anhören

Gruß
 
Eigenschaft
 
Ich denke, dass es sich auf jeden Fall für dich lohnt. 19€ pro Stunde ist für einen fähigen und sachkundigen Lehrer ein eher niedriger Preis. Du bist jung (naja, relativ ;), wenn ich mir so anschaue, wer vor mir aus der Gitarrenstunde kommt. Die Konkurrenz ist klein...) und jetzt schon mit viel Eifer dabei, da lohnts sich wirklich richtig, komplett und tief in die Materie einzusteigen. Die Grundlagen, die man beherrschen sollte, sind eh praktisch gleich, egal was für eine Gitarre man spielt und was für einen Musikstil. Griffe, Rhythmus, Picking, Harmonielehre, Notenlesen, damit sollte man sich schon beschäftigen, wenn man gerne Gitarre spielt. Der Lehrer wird ja sicherlich (oder hoffentlich?) verschiedene Musikstile kennen, dann kannst du zumindest mal in viele Bereiche reinschnuppern. Bei mir ists so, dass es mich doch gewundert hat, dass ich auch gerne Musik auf der Gitarre spiele, die ich mir so als "fremde" Musik gar nicht -lange- anhören würde. :D Und ich habe gemerkt, dass in vielen "lauten" Musikstilen wie Rock und Metal trotzdem viel Hintergrund anderer, "leiserer" Stile drinn ist.

Wenn er wirklich nur "reine" Klassik unterrichtet und alles andere komplett anlehnt wird er langfristig nichts für dich sein. Aber bis du die Grundlagen wirklich drinn hast dürften, schätz ich mal, auch locker ein bis mehrere Jahre vergangen sein. Dann kannst du dir immer noch einen anderen Lehrer suchen oder bist wirklich so weit, dass du dir alles weitere gut selbst beibringen kannst.

Ichs sags mal zusammenfassend so: Tabs lesen kann ich auch alleine, dafür brauch ich keinen Lehrer, und der "Rest" ist halt, erst mal, eh stilübergreifend.

Ergo: Probiers auf jeden Fall mal aus, aber vergiß nicht: Gitarre spielen und lernen soll immer auch Spaß machen. Wenn das bei dem, was der Lehrer unterrichtet, absolut nicht der Fall ist, lass es bleiben. Wenn dich aber auch die theoretischen Hintergründe interessieren und dich durch so was auch mal "durchbeißen" kannst, machs. :)
 
In diesem Fall würde ich mir den Lehrer wirklich ganz genau ansehen und mir vorweg ausführlich sein Konzept erklären lassen. Manche Klassiklehrer können vom Gefühl her (technisch natürlich doch) einfach keine Populärmusik. Dann können die auch nichts richtig rüberbringen und vermiesen den Spaß.

Wenn Du dann noch eine zweite schlechte Erfahrung mit Lehrer machst, ist das Thema für Dich sicher gegessen, und das wäre total schade.
Notenlesen und Harmonie/Theoriekram kannst Du bei jedem guten Lehrer lernen, zur Not auch allein, häppchenweise, immer, wenn man was braucht.

Viel Glück, vielleicht findet sich noch eine bessere Gelegenheit.

geka
 
hallo,

ich komme aus der akustischen ecke (spiele western-u. konzertgitarre) und kann nur empfehlen dir einen lehrer zu suchen.

noten lesen & harmonielehre kann nie verkehrt sein. ich hoere mir auch niemals klassische musik, muss aber zugeben das ich die aber echt gerne spiele. ist doch ein grosser unterschied zw. passiven und aktiven genuss.

mein lehrer ist zwar klassisch ausgebildet ist aber in der jazz & rock ecke zuhause. so ist halt auch der unterricht. die stuecke sind bunt gemischt und, wie gesagt, auch manchmal sind kleine klassische happen dabei, die wirklich schoen zu spielen sind.

lg
redy
 
Moin,

Danke für die Antworten..

Ich habe ja erstmal eine Probestunde, wobei da erfahrungsgemäß nicht soviel bei rumkommt..

Wäre es denn dann "dreist" dem Lehrer zu sagen, daß ich diese und jene Lieder/Griffe lernen möchte und nicht soviel Noten Theorie machen will..

Die würde ich als "Hausaufgabe" ja tun aber ich will die Stunde ja hauptsächlich mit Dingen verbringen die ich mir nicht so gut selber beibringen kann..

Wollte vielleicht eine "Liste" machen von Zielen die ich mir gesetzt habe.

Ich erwarte ja zu einem gewissen Punkt schon daß man mir in einer privaten Einzelstunde das beibringt was ich gerne lernen möchte (ohne unhöflich zu sein ;-))
 
wenn du zu einem gitarrelehrer gehst und dort stunden nimmst, dann nimmst du eine dienstleistung in anspruch deren inhalt du bestimmen kannst. du zahlst ja immerhin etwas dafuer. ausserdem will er nichts von dir, sondern du von ihm. was aber jetzt nicht heissen soll das du gut gemeinte ratschlaege deines lehrer in den wind schlagen sollst, er wird ja wissen was er tut ;)

wenn er die leistung nicht erbringen kann fuer die du zahlst, dann wechsel den lehrer.
punkt.

lg
redy
 
Warum solltest du nicht das spielen was du willst, du bezahlst ja und dreist ist
es sicher nicht. Nur wird er dir (wenn er gut ist) Sachen beibringen die du vll nicht unbedingt
spielen willst aber die zum Grundwissen gehören und die man wissen sollte.

mfg Bl4de
 
denke auch, dass das ne gute sache wäre.

gerade, wenn man das instrument aus einer anderen sichtweise kennenlernt, kann das nie schaden.

ich bin mir 100%ig sicher, dass dir die erlernten techniken/akkorde/stücke später hilfreich sein werden, wenn es dann in einer band zur sache geht.

sinnlose powerchords schrubben, das kann jeder autodidakt. aber mal ein paar spacy oldschool-akkorde können (auch in moderner musik) nie schaden.

also...wie schon erwähnt...machs. wenn du denkst, es bringt nix, dann lehrer wechseln. aber ich denke, es lohnt sich,

cheers...
 
Mit der Einstellung habe ich meine kurze Unterrichtsphase auch begonnen was dazu geführt hat das 2 Lehrer sich nach kurzer Zeit geweigert haben mich weiter zu unterrichten weil sie meinten sie haben ihr Konzept was erprobt und super ist und auch genug Schüler die sich daran halten..bzw. genug Anfragen sodass sie sich die Schüler aussuchen können..

Kann einfach nur Pech gewesen sein aber ich habe da schon etwas draus abgeleitet, daß Gitarrenlehrer ihren Stil bzw. Konzept auch durchbringen wollen..

Deswegen auch die Frage ob wie das Allgemein so abläuft..
 
Mit der Einstellung habe ich meine kurze Unterrichtsphase auch begonnen was dazu geführt hat das 2 Lehrer sich nach kurzer Zeit geweigert haben mich weiter zu unterrichten weil sie meinten sie haben ihr Konzept was erprobt und super ist und auch genug Schüler die sich daran halten..bzw. genug Anfragen sodass sie sich die Schüler aussuchen können..

Kann einfach nur Pech gewesen sein aber ich habe da schon etwas draus abgeleitet, daß Gitarrenlehrer ihren Stil bzw. Konzept auch durchbringen wollen..

Deswegen auch die Frage ob wie das Allgemein so abläuft..

Also, wenn der gute Mann nur klassisch Unterwegs ist würde ich dir von Ihm abraten.
Letzlich wirst du nur glücklich wenn er dich deinen persönlichen Zielen näher bringen kann.

Das erlernen von Noten halte ich für extrem wichtig, aber nichts für das wichtigste.
Dein Lehrer sollte den Unterricht so bunt wie nur möglich gestalten. Das heisst Rhytmus Übungen, Noten, Lieder (Auch aus deinem bevorzugten Genre), Lieder die dich technisch weiterbringen(Die können natürlich auch mal aus einem anderen Bereich kommen) und Technik. Das alles ist sehr schwer zu kombinieren aber mein Lehrer schafft das völlig Problemlos.

Ach ja und komme bitte von dieser Meinung weg "Ich bezahle dich, tue gefälligst was ich sage"....die Sklaverei wurde irgendwann abgeschafft. Wichtig ist folgendes bei der Wahl deines Lehrers: Zum einen, das du Zwischenmenschlich gut mit ihm klar kommst und zum zweiten das er auch die Materie beherrscht die du erlernen willst. Wenn du klassische Musik nicht magst solltest du auch nur das nötigste aus diesem Bereich mitnehmen....
 
Moin,

Ich versuche meine Einstellunge was das angeht ausgeglichen zu halten...

Mit Sklaverei hat das auch nichts zu tun, unsere Kunden erwarten auch, daß wir den Service bringen den sie bezahlt haben bzw. deren Vorstellungen umsetzen und nicht unsere, deswegen fühle ich mich doch nicht versklavt.
Als Berater(Lehrer) ist es ja meine Aufgabe die Wünsche des Kunden im Rahmen des Möglichen zu realisieren.

Ich gebe zwar eine fachlich grundierte Meinung ab, falls ich dies oder jenes aus gewissen Gründen für unklug halte, aber wenn jemand meint es besser zu wissen...bitte...ich muss mit dem Resultat ja auch nicht glücklich sein..

Ich sehen erstmal keine Grund wieso das bei Musik Lehrern anders sein soll auch wenn ich gemerkt habe, daß es so zu sein scheint..

Ich sage ja auch nicht, daß ich spielen will wie Eric Clapton aber keinen Bock habe zu üben unds der Lehrer schon richten soll..

Ich sage, ich möchte dieses Lied, diesen Griff, oder was auch immer lernen und erwarte dann schon, daß ich das auch gezeigt bekomme.

Wenn er sagt "Gut aber wir spielen nach Noten" bin ich der letzte der sagt "Bääh Noten"..
 

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