Multieffekt für "ganz normalen Gesang"

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sacratti
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Ich benutze bislang einen externen Kompressor, Hall etc. erfolgt am Mischpult.
Ich will nun aber ein "plug in" Effektgerät, in dem ich die komplette Chain programmieren möchte, um unabhängig von der jeweiligen PA zu sein. Es geht mir vorwiegend um Kompressor, de esser, hall/echo, equalizer, keine "special effects" wie harmonizing, pitch correct, etc. Die Sprach- und Gesangsstimme sollte deutlich "über" dem Bandgeschehen liegen, auch bei gesprochenen Parts- bspw. Ludwig Hirschs: i lieg am Ruckn- oder bspw. Neil Diamonds -I am I said- songs, die ja teilweise sehr ruhigen Vortrag erfordern und authentisch rüberkommen sollen. Extrem laut gesungene Parts sollten u. U. eine notwendige Begrenzung erfahren- Kopfbügelmikro-. Hat jemand einen Vorschlag, sollte ein 19" Gerät, kein Bodentreter sein. Habe schon mit Gitarreneffekten gute Ergebnisse erzielt, will aber jetzt speziell für Mikrofonarbeit ein gesangstaugliches Gerät, das an jeder Anlage ohne grosse Einstellung beste Ergebnisse liefert, so dass ich nur einstöpseln muss und fertig. Gut und günstig!!!
 
Eigenschaft
 
Du scheinst ein Gerät zu suchen, was dich von weitem kommen sieht und automatisch auf dich einstellt.

Grundsätzlich erfüllt das mic Mechanic von tc helicon ziemlich genau deine Wünsche. Außer Echo. Aber das ist kein rackgerät. Rackgeräte würde ich eher im pa-Sub suchen. Ich verschiebe mal.
 
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Als Tontechniker würde ich dir grundsätzlich davon abraten selbst Hand an EQ, Dynamik und Effekten anzulegen. Genau dafür ist der Mann hinterm Pult zuständig und der weiß auch genau was und wie viel er für eine gewisse Location und Anlage jeweils braucht. Ein paar tolle Einzelspuren machen nämlich noch keinen guten Mix - das verstehen insbesondere Gitarristen mit ihren viel zu lauten Amps oftmals nicht ("Der muss so laut sein, sonst klingt er nicht so schön!").
Wenn man verschiedene Hallräume oder Delays verwendet klingt das ganz schnell nach zusammengewürfelten Einzelteilen als einem großen Ganzen.
Auch eine fehlerhafte Kompression lässt sich am Pult meistens nicht mehr gerade biegen.
EQing kann je nach Schallwandler (jede PA klingt anders) auch schnell nach hinten los gehen.

Wenn du jetzt allerdings Veranstaltungen hast, bei denen der Tontechniker nicht vorhanden oder schlichtweg nichts von seinem Handwerk versteht (gibt es ja leider auch), dann kannst du so etwas selbst machen.


Das ist jetzt ein etwas unorthodoxer Vorschlag, aber ein kleines digitales Mischpult bietet dir Dynamikeffekte, EQ und Hall sowie Delay.

Hier geht es zur Bedienungssoftware-Demo.
 
Hallo Henry
Ja, es geht darum, dass kein Mixerman vorhanden ist oder ggfs. nichts davon versteht. Richtig ist natürlich, dass Räumlichkeiten und jew. PA Einfluss nehmen, aber eine Grundeinstellung würde ich doch für den Gesang vornehmen wollen, wozu unbedingt die Kompression gehört, evtl. de esser und gate und eben ein eq. Ich brauche nicht unbedingt special delays oder autopitch und harmonizing, da würde ich extra auf t.c. voice life etc. zurückgreifen und sogar ein extra Mic dafür nehmen- bspw. ride to agadir von mike batt-. Es geht also gerade nicht um "zusammengewürfelte Einzeldelays oder Hallräume", sondern um eine von der Band unabhängige Microplazierung. Ich kenne die Problematik des Einzelmusikers, jeder will "vorne spielen" und wird dadurch immer lauter- sogar die Stones haben m. E. einen "unübersichtlichen Sound"-. Wenn der Sänger dann immer gegen die Band ansingen muss, weil er sich selbst nicht mehr hört, kann er die Stimme auch nicht mehr kontrollieren, fängt an zu schreien und wird heiser. In ear monitoring ist ja schön, aber eben auch teuer und koppelt vom Mix ab.

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Nein, es muss sich nicht automatisch auf mich einstellen, sondern eine Grundeinstellung abgespeichert haben, die dann ggfs. auf die Örtlichkeit angepasst werden kann/soll. Ein Gitarrist bringt ja auch "seinen Amp" in die Band mit ein und spielt nicht in den Mischer direkt ein- meist jedenfalls. Wenn dann die Gitarre in den Mix kommt, wird dies wohl meist "trocken" geschehen(?). Ebenso würde ich den Gesang dann trocken fahren, da er schon stimmig ist. Sehe ich das "grundsätzlich falsch"?
 
Eine Grundsatzdiskussion, wer an der Signalkette wofür verantwortlich ist, ist gar nicht unbedingt notwednig. Es gibt ja tatsächlich Fälle, wo der Interpret auch der Tonmensch ist, zB bei Alleinunterhaltern oder Kneipengigs.

Du siehst das grundsätzlich nicht falsch. Solche Vocalisten-Multis für die Bühne gibt es deswegen ja mittlerweile einige. Nur haben die entweder mehr als du benötigst (zB TCH Voice Live Serie) oder weniger (zB TCH Singles, Mic Menchanic) und der Trend geht eindeutig zum Bodentreter oder "Handbediener" am Stativ (VL Touch). Einige müssen etwas aufwändiger programmiert werden, die Singles sind eher Plug n Play. Ein Gerät, was haargenau alle deine Wünsche erfüllt (und auch nicht mehr), ist dementsprechend selten. Das Preis/Leistungsverhältnis spricht eher für Teile, die "zuviel können".

Ein 19-Zoll Multi für Sänger wäre zB


http://www.session.de/TC-HELICON-Voice-Works-Plus.html

Ist allerdings mittlerweile oft vergriffen und auch hier bekommst du etwas mehr, als du brauchst (Ptch Correct, Harmonizer). Kommt deiner Feature-Liste aber habwegs nahe.

Die meisten anderen sind eher spezialisiert oder haben eben sehr viele "special effects" (TCH Voice Live Rack)

Was du unter "gut und günstig" verstehst, entzieht sich dagegen meiner Kenntnis.
 
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An die tc`s hab ich ja auch schon gedacht, die "Gimmicks" haben mich aber davon abgehalten, da ich die separat halten wollte. Ob die Kompression, Gate,de esser und eq in ausreichender Qualität- soll ja nicht pumpen- haben, war resp. ist mir auch nicht klar, daher die Frage hier.

Ja, wohl die wenigsten Sänger arbeiten auf der Bühne mit Kompression und verlassen sich auf den Mischer, sofern vorhanden. Ich kenne aber bspw. auch Eifersüchteleien zwischen Musikern- "mein solo kommt nicht rüber"- "die Snare/bassdrum braucht mehr Druck"- auf Kosten des Sängers, deshalb will ich die Kontrolle über Mic und Signal weitgehend bei mir behalten. Eine eigene "Gesangsanlage" wie früher üblich, ist ja der PA gewichen und da wird halt "alles gemischt", was ich ja auch irgendwo gut finde, wenns kein "Mixer ist, der alles zermatscht" und die Speaker die Gabe haben, Musik abzubilden und nicht nur mehr oder weniger "linear" widerzugeben. Mit geht es um Qualität und natürlich den Erhalt meiner Stimme, stehe nicht auf "Knoten".
 
Der TC MicMechanic hat aber doch in etwa die gewünschten Funktionen: Hall +/- Delay und Tone (automatischer Kompressor, De-Esser, EQ), anstöpseln, nicht von der Technik verstehen brauchen und los gehts. Ich persönlich finds eher suboptimal, weil da irgendein geheimer Algorithmus dahintersteckt, der womöglich nach Gutdünken irgendetwas kontraproduktives fabriziert. MMn ist ein Mischer, der mit guten Geräten im Rack das passend einstellt bzw. man lernt sich selbst ein. Oder doch lieber Voicelive Play und Harmonizer + Pitch Correct einfach ausschalten.

Was du auch tun solltest, ist deine Mitmusiker zu erziehen! In meiner Band gibts sowas nicht ("Eifersüchteleien"). Auch wenn du dich lauter und präsenter machst, die anderen Nicht-Akustiker können dich trotzdem gnadenlos platt machen, wenn sie wollen. Da hilft auch die beste Gesangstechnik, die beste Prozessierung und die beste PA nichts. Und eure Musik ist dann zum Weglaufen und das ist etwas, womit man denen noch drohen kann.
 
An die tc`s hab ich ja auch schon gedacht, die "Gimmicks" haben mich aber davon abgehalten, da ich die separat halten wollte. Ob die Kompression, Gate,de esser und eq in ausreichender Qualität- soll ja nicht pumpen- haben, war resp. ist mir auch nicht klar, daher die Frage hier.


Wie gesagt: das Voice Live Works Plus ist das einzige, was mir spontan einfällt, was deinen Wünschen zumindest nahe kommt: 19 Zoll, Kompressor, EQ, Hall, Delay (obwohl viele Kleinmischpulte diese Aufageben auch schon gut und simpel erfüllen - und vor allem völlig ohne Software-Menü und teilweise auch mit 19-Zoll-Einbauoption).

Zur Qualität kann ich nichts 100% valides sagen, denn das ist zT subjektiv.

Soweit ich weiß (oder vermute) verbaut TC Helicon nicht in jedem Gerät andere Software. Die Basis und Algoritmen sollten daher ungefähr gleich sein. Ich kenne sie nur aus anderen Geräten von TC Helicon und bin durchaus zufrieden damit.
 
Hm, ich verstehe den Verschub nicht, es geht doch recht eindeutig um ein Gesangseffektgerät :gruebel:.

@TE: Ich glaube nicht, daß du auf dem richtigen Lösungsweg bist. Offensichtlich hast du schlechte Erfahrungen mit Mitmusikern und FOHs gemacht, wie wahrscheinlich viele von uns. Ich kann dich also sehr gut verstehen. Allerdings ist der Ansatz "ich gegen den Rest der Welt" nicht zielführend. Du kannst keinen guten Gesamtsound erzielen, indem du gegen die Band bzw. gegen den Mischer arbeitest. Von reinen Solisten abgesehen (und selbst die brauchen je nach Gig den FOH), ist es IMMER Teamwork - und wenn es noch so frustrierend ist. Wie schön wäre es, wenn es nur mich und meine Schergen gäbe. Ich sage was gemacht wird und die Schergen machen das einfach. Aber so ist es nicht, Menschen haben Egos und gerade Musiker haben oft gewaltige Probleme damit, diese hinten anzustellen.
Du kannst ein Effektgerät kaufen und dir einen genialen Sound zaubern.....aber das wird den Gitarristen nicht daran hindern, sich lauter zu drehen, weil er Angst hat, nicht als der Star zu wirken, für den er sich hält - oder den Schlagzeuger nicht davon abhalten, noch fester draufzudreschen, dabei den Klang zu ruinieren, weil er befürchtet, daß niemand den Backbeat hört, obwohl sich schon alle die Ohren zuhalten. Und eine Möglichkeit, den Mischer zu umgehen, gibt es nicht. Der wird immer das letzte Wort haben - und das ist ja auch gut so. Es ist ja kein Zufall, daß es den FOH gibt. Von der Bühne zu mixen ist Grütze, einfach deshalb, weil man nicht weiß, wie's vorne klingt. Die meisten Bands wissen ja nicht einmal, wie sie selbst klingen und was sie ihrem Publikum zumuten - der FOH ist eher Segen als Fluch (Ausnahmen bestätigen die Regel...)

Ihr solltet also zunächst einmal dafür sorgen, vernünftig zusammen zu arbeiten und an einem gemeinsamen Strang zu ziehen. Und der heißt: guter Bandsound. Wenn du losziehst und dein eigenes Ding durchziehen willst, weil ja eh jeder macht was er will, wird's eher noch schlimmer. Falls deine Kollegen nicht teamfähig sind, bleiben dir vier Möglichkeiten: Solokünstler werden, eine andere Band suchen, frustriert bleiben oder viel Geld in die Hand nehmen und Profis dafür bezahlen, daß sie tun was du willst.


Bei alledem kann man natürlich auch nicht ausschließen, daß du selbst die Wurzel des Übels bist und alle anderen völlig zu Recht ihrem eigenen Kopf folgen.....
 
Hm, ich verstehe den Verschub nicht, es geht doch recht eindeutig um ein Gesangseffektgerät :gruebel:..

Im Nachhinein betrachtet sehe ich das tweilweise auch so. Da er aber nach Rack-Teilen fragte - und jene eher im FoH-Bereich zum Einsatz kommen - hoffte ich, dass er hier reichhaltigere Auskunft bekommt. Bei uns geht es ja dann meist doch eher im die üblichen verdächtigen Fußtreter und Handbediener. Und es ist ja nun auch nicht so, dass PA-Menschen plötzlich keine Ahnung mehr davon haben. ;)

Ich denke aber, dass die Antworten hie und da ähnlich ausfallen. Und aktuell ist der Thread ja sogar in beiden Bereichen zu finden. Der Verschub tut also auch nicht weh.

Und ja - ich glaube auch nicht, dass ein Multi-Effekt mit einer "One-For-All"-Einstellung die genannten Probleme löst. Ich nutze Bühnen-Vokalisten eher als Not-Reserve und eben wirklich als "Special Effect". Einen Mix kompensieren können die Dinger nicht. Denn - wie schon angemerkt - durch einen einzelnen Kompressor auf der Stimme wird die Gitarre ja nicht leiser. Ein übergreifener Dynamikausgleich ist also damit auch nicht möglich.
 
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Ich sitze ja meist am anderen Ende des Kabels und kann aus meiner Erfahrung sagen, dass es sehr oft mit diesen vorbehandelten Gesangssignalen genau die Probleme gibt, die der Sangeskünstler damit eigentlich vermeiden will. Vor allem programmierbaren Teile mit deren gespeicherten Presets sind derart unflexibel in der Handhabung, womit sie live nur Zusatzstress bereiten wenns dann halt doch Korrekturen geben muss. Und das ist in 110% der Fälle so. Weil. Halt kein Raum dem abderen gleicht und somit Korrekturen notwendig sind. Dafür bin ich ja auch da.
Meist versuche ich dann noch 'für Notfälle' auch ein Direktsignal vom Mikro zu erhalten um danndamit zu arbeiten falls vom Wunderkasterl nur, grob gesagt, Murks rauskommt. Das hat oftmals die Show gerettet. Und glaub mir die Wunderkasterl der Gitarrenzunft ist in der Regel auch auch nicht besser programmiert.

Wenn schon Vorbehandlung dann mit Zeug das schnellen Zugriff auf dessen Einstellungen erlaubt. Ein konventioneller, analoger, Mikrofon-Preamp mit Kompressor und ev. Deesser und einem Parametric in den Mitten und Semiparametrics im Bass und Höhen wären aus meiner Sicht die bessere Wahl. Eventuell, wenns denn sein muss, zusätzlich ein Hallgerät das via Fussleiste schaltbar ist. Da würde ich aber darauf achten, dass diese Effekte gesondert ins Pult gesendet werden, damit der Tonmensch den Effektanteil korrigieren kann. Den programmiert man im Wohnzimmer nie so wie er live gebraucht wird.
 
wenn ich ihn richtig verstanden habe, ist oft kein Mann für's Pult verfügbar ...
da nützt dann die beste Prozessor/Effektbox nichts
er kann ja nicht gleichzeitig singen und aus der Saalposition abhören/einstellen ;)
an der Stelle ist folglich eine 'strategische' Lösung gefragt
der andere Fall (Mixer nicht 'kompetent'...) könnte dann gleich mit erledigt werden

cheers, Tom
 
Von allem ein wenig, aber doch irgendwie an der Problematik vorbei. Es soll ja gerade kein vocalist sein, also keine Gimmicks, nicht einmal ein delay ist nötig, wenn es nicht für einen speziellen Song benötigt wird. Ja, ich bin was älter, ich kenne noch die old school Gesangsanlage und jeder hat seinen Verstärker, der Trommler spielt gegen alle an, hat allenfalls ein Mikro ganz weit überm Schlagzeug.
Und klar, man kann nichts ausschliessen, auch nicht, dass der Sänger die Wurzel allen Übels ist. Das Übel besteht aber eher darin, dass man als Sänger schnell die Stimme überstrapaziert, wenn sie im Gesamtsound untergeht. Ein wenig Hall im Gesamtmix und schon tritt alles in den Hintergrund, was nicht explizit seine eigenen Frequenzen hat und das ist nun mal die Stimme. Disziplin ist ein guter Ansatz, aber wo bitte bleibt sie, wenn im "Eifer des Gefechts" gerockt wird. Die Keyler sind am meisten diszipliniert, wohl auch, weil sie`s am einfachsten haben. Und wir reden hier nicht von riesige Hallen Auftritten, sondern von Brot und Butter wie Strassenfest, Hochzeit, Gala, etc. pp. Ein grösseres Strassenfest hat meist eine gemietete PA, da spielen mehrere Musiker drüber, vielleicht 2 Folkler, eine Partyband a la Mallorca/Bierzelt, eine Jazztruppe und eine Cover-rock-band. Der Verleiher macht meist/ oft auch den Mix, mal vom Fach, mal von der Kohle. Da will/ kann man nicht lange rumwerkeln, einstöpseln und ab die Lucy. Wie die Wahl des Mikros- SM58 immer noch mein Favorit- vielleicht irgendwann mal ein EV, -mein altes Sennheiser MD 441 finde ich dagegen "muffig"- ist auch der Kanalweg mit entscheidend und das hätt ich gern in der Hand. Wenn ich Gitarre spiel oder Piano mit Kopfbügelmikro fehlt noch die Mikrofonarbeit Nähe/Distanz, da tut ein Kompressor/ Limiter gute Dienste. Wie dann ein Mikro oder die ganze Gesangsschiene im Mix plaziert wird, ist dann u. U. die Sache eines "Tonmeisters", was der aber auf seine Schiene bekommt, will ich entscheiden. Hoffe, dass jetzt richtig deutlich wird, was ich meine. Wenn`s dann ein paar Progs zum abspeichern gibt, ist das ja fein. Ich weiss jedenfalls meinen Kompressor zu schätzen, will aber keine zig Rackeinschübe, sondern möglichst nur Einen, alles auf ein paar Programme gespeichert, evtl. verschiedene Musikstile berücksichtigend.
Aber danke für eure Mühe erst mal, ist schön, wenn man auf Kompetenz und Erfahrung zurückgreifen kann.
Ja, MFK0815, von dem red ich doch, nur eben als Rackeinschub, speicherbar, eben keine Presets, ein wenig Hall schadet ja i. d. R. nicht (der Gitarrero hat ja auch den Fuzz oder Delay etc. nicht im Mischpult) - konventioneller, analoger, Mikrofon-Preamp mit Kompressor und ev. Deesser und einem Parametric in den Mitten und Semiparametrics im Bass und Höhen wären aus meiner Sicht die bessere Wahl.
 
Wenn ich von Presets rede meine ich abgespeicherte Konfigurationen die entweder werksseitig oder auch vom Benutzer selbst gemacht sind. Meine Erfahrung ist eben dass die abgespeicherten Einstellungen in der Regel nicht funktionieren weil die Gegebenheiten bei der Veranstaltung immer anders sind. Und ja, das gilt auch für das was der Gitarrero daheim im Keller eingestellt und gespeichert hat. Nur merkt mans beim Gesang schneller weil der Gesang diffiziler ist. Und der Gitarrist hat ja meist auch seinen Amp mit, der einfach anders eingestellt werden kann, wenn notwendig.
Aber so wie's aussieht wird wohl das VoiceLive Rack das sein was du suchst.
 
Es gibt viele Geräte, die das können, was du suchst. Etliche davon können noch wesentlich mehr, aber das macht ja nichts. Man muß ja nicht alle Funktionen auch benutzen. Dann läßt man den Harmonizer halt aus, so einfach ist das.

Das wichtige ist, sich das entsprechende Know How anzueignen, damit du welches Gerät auch immer so einstellst, daß du dem FOH nicht in die Quere kommst und bei Bedarf schnell Anpassungen vornehmen kannst.

Und all das entbindet die Band nicht davon, gut zusammen zu spielen - auch und gerade wenn gerockt wird. Sonst klingt es halt wie Dreck, gleich welchen Mischer und welches Equipment man verwendet...
 
Ja, es muss wohl viele Geräte der Art geben, aber was ich bislang gesehen hab- Focusrite- Channel strips bspw.- ist teuer und man kann keine Programme abspeichern, wohl, weil die "Effekte" noch analog/ hardwaremässig sind.Ob die Voicelive/ T.c. Kisten/ Softwarekompressoren-Multieffekt das bringen, was ich mir wünsche, ist halt die Frage. Klar hab ich mit Gitarrenmultis-digitech- schon rumprobiert und nicht schlechte Ergebnisse erzielt, aber ich denke, die sind halt für Gitarre ausgelegt und nicht optimal im Frequenzgang etc. Dachte nicht, dass das Ganze so ausartet. Ich muss wohl mal tc in die Mangel nehmen oder einen PC mit VST`s o. ä. dafür hernehmen.
 
Bezahlbare Channelstrips gibt es z.B. diese hier - beiden fehlt zwar der De-Esser, aber die Frage ist, ob Du den wirklich brauchst. Produzierst Du denn zu scharfe Zischlaute? Wenn man es mit einem De-Esser übertreibt, lispelt der Sänger nämlich.


oder


Und wieso muss das speicherbar sein? Du stellst beim Soundcheck einen Grundsound ein, und gut isses für den Rest des Abends.

Ansonsten - wenn Du mehr Features brauchst und das Gerät unbedingt speicherbare Programme haben soll - kannst Du auch die TC Helicon Voice-Teile nehmen oder die Digitech Vocalist Reihe. Da findet sich was für jeden Anspruch und Geldbeutel. Die Kunst liegt meist darin, die effektüberfrachteten Presets zu normaltauglichen Signalketten abzurüsten.

Aus eigener Erfahrung als Live-Tontechniker einer Band, die bis vor kurzem auch noch vier Voice-Prozessoren im Einsatz hatte, kann ich Dir aber berichten, dass es einiges an Finesse und insbesondere Zurückhaltung braucht, bis man mal gelernt hat, aus so einer Kiste einen praxistauglichen Sound zu zaubern. Wir hatten jedenfalls anfangs dank der Automatik in diesen Kisten immer mal wieder unerklärliche Feedbacks. Seit Anfang des Jahres sind die Zauberkistchen darum rausgeflogen, und die Jungs haben von ihren "bloody ol' SM58" auf zeitgemäße Mikros umgerüstet. Der Leadsänger hat nun ein Beyerdynamic TG V70d, und es klingt besser als vorher das alte Mikro MIT Zauberkiste. UND es ist viel problemloser.

Meine Empfehlung wäre daher, sucht Euch einen talentierten Burschen mit guten Ohren und lasst den mit Eurer Hilfe in die Rolle Eures Live-Techs reinwachsen. Davon hast Du auf mittlere und lange Sicht mehr als von einer weiteren Kiste, die in ihrer Komplexität erst mal beherrscht werden muss, und die Dir relativ unflexibel einen Soundstempel aufdrückt, welcher im Augenblick des Geschehens gut passen mag oder auch nicht. Wohlklang bedeutet die Balance aller Elemente, und dabei hilft Dir so eine Kiste leider keinen Schritt weiter.

Gruß,
Jo
 
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Hallo Jo
Danke, sehr ausführlich. Ob ich den de esser brauche, ist natürlich nicht entscheidend, ich dachte, dass die meisten "solchen Kisten" den dann eben auch haben- hatte jedenfalls den Eindruck beim lesen einiger features. Richtig ist, das hab ich ja in der headline angedeutet, dass es Zurückhaltung bedarf, einen praxistauglichen Sound zu zaubern, wenn viele features vorrätig sind. Daher habe ich mich auf Kompression, eq, feedbackkiller und Hall im Wesentlichen beschränkt. Zischlaute hat man wohl immer, daher kam dann der de esser noch ins Spiel. Ich will ja gerade "kein Zauberkistchen", sondern eine verlässliche Signalkette für einen Grundsound, ggfs. ein paar unterschiedliche "Stilrichtungen" bzw. songdienliche Einstellungen abspeichern. Wenn "ihr" mit 4 voice proc gearbeitet habt, gehe ich davon aus, dass es sich um eine gut beschäftigte Prof- oder Semiprof. Band handelt, die sich alles mögl. leisten kann auch den angestellten Mischerman. Nun, davon bin ich weit entfernt, auch, weil ich aufm Land wohn und die Auswahl nicht sehr gross ist, was Musiker und Gigs anbelangt. Die Meisten bedienen derzeit die "Lederhosenfraktion/ Silbereisen" in Aktionszelten, da ist auch der "Gesamtsound" unerheblich, weil das Geschrei des Publikums grösser ist. Ich möchte für mich einfach einen verlässlichen Grundsound parat halten, kann auch nicht ständig neue Mikros kaufen, der Wechsel von handheld auf Kopfbügel, daneben noch Gitarrenarbeit oder Keyboard, ist mir genug- und auch ein Grund für Speicherbedarf. Ja, es ist auch etwas "Nervosität" im Spiel- ich erinnere mich da noch an meine Elektronikzeit, als ich mir nicht sehnlicher wünschte, als dass der Minimoog- die Sounds hätte speichern können, abgesehen von den weiteren modularen Kisten. Ich versuchs mal mit einem Beispiel: ich möchte meine Texte im Kopf haben um mich auf`s Singen konzentrieren zu können, also nicht vom Blatt ablesen müssen. So empf. ich es auch mit der Signalkette des Mikros, gibt ja noch genug "Baustellen" wie Gitarren und Keyboards.
 
Kannst du mal etwas über dein derzeitiges Setup (Mikro usw.) berichten und auch wie die typischen Anlagenkonfigurationen aussehen? Auch wäre ein Preisrahmen ganz gut um weitere ideen zu erörtern.
 
Ich sitze ja meist am anderen Ende des Kabels und kann aus meiner Erfahrung sagen, dass es sehr oft mit diesen vorbehandelten Gesangssignalen genau die Probleme gibt, die der Sangeskünstler damit eigentlich vermeiden will. Vor allem programmierbaren Teile mit deren gespeicherten Presets sind derart unflexibel in der Handhabung, womit sie live nur Zusatzstress bereiten wenns dann halt doch Korrekturen geben muss. Und das ist in 110% der Fälle so. Weil. Halt kein Raum dem abderen gleicht und somit Korrekturen notwendig sind. Dafür bin ich ja auch da.
Meist versuche ich dann noch 'für Notfälle' auch ein Direktsignal vom Mikro zu erhalten um danndamit zu arbeiten falls vom Wunderkasterl nur, grob gesagt, Murks rauskommt. Das hat oftmals die Show gerettet. Und glaub mir die Wunderkasterl der Gitarrenzunft ist in der Regel auch auch nicht besser programmiert.

Wenn schon Vorbehandlung dann mit Zeug das schnellen Zugriff auf dessen Einstellungen erlaubt. Ein konventioneller, analoger, Mikrofon-Preamp mit Kompressor und ev. Deesser und einem Parametric in den Mitten und Semiparametrics im Bass und Höhen wären aus meiner Sicht die bessere Wahl. Eventuell, wenns denn sein muss, zusätzlich ein Hallgerät das via Fussleiste schaltbar ist. Da würde ich aber darauf achten, dass diese Effekte gesondert ins Pult gesendet werden, damit der Tonmensch den Effektanteil korrigieren kann. Den programmiert man im Wohnzimmer nie so wie er live gebraucht wird.

Meine Rede. 9 von 10 Sängern mit solchen Werkzeugen tönen damit eher "seltsam" und lassen sich in der Regel nur unzulänglich in einen Mix einpassen
 

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