Sollte man Klarinetten verwenden, die für alte Kammertonstimmungen gebaut wurden?

von Hubert6, 09.09.11.

  1. Hubert6

    Hubert6 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.11   #1
    Hallo

    Mal ne Frage:

    Bei einer Klarinette ist ja eine selbst geringfügige Umstimmug sehr problematisch, da die gebohrten Lochabstände nicht mehr verändert werden können.
    Es gibt dort nur eine einzige Grundstimmung für welches das Instrument ursprünglich mal gebaut wurde.
    Dort klingt und passt es über alle Tonlagen am besten.

    Ich habe bei einigen gebrauchten Markenklarinetten oder auch China Nonames eine zu tiefe Grundstimmung etwa a¹=437Hz festgestellt.
    Das nachstimmen verkürzen mit der Birne ist bei ihnen ein wirklich sehr schlechter Kompromiss.
    Ein etwas besser stimmender Kompromiss über alle Oktaven ist, 1/2 am Becher, 1/3 am Unterstück und 1/6 an der Birne abzudrehen.

    Im Deutschsprachigen Raum ist aber nun schon etwas länger ca. 443Hz üblicher.
    Nicht alle Hersteller geben aber die tatsächliche gebaute Grundstimmung an.

    Wann wurde den die Stimmung im Deutschsprachigen Raum weiter angehoben.
    Ich meine mich noch zu erinnern das sie vor 20Jahren noch bei 440Hz lag.
    Sollte man daher überall nur noch neuere extra für den Deutschsprachigen Raum 443Hz hergestellte Klarinetten verwenden?
    In Orchestern die Erbstücke und für andere Märkte gebaute Klarinetten, schnellstmöglichst entsorgen?


    Zur Geschichte
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kammerton


    mfg Hubert6
     
    Zuletzt bearbeitet: 09.09.11
  2. Hubert6

    Hubert6 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.11   #2
    Eigentlich sollte der Titel ja lauten!
    Man sollte hier im Deutschsprachigen Raum keine Klarinetten mehr verwenden, die für alte Kammertonstimmungen gebaut wurden!

    mfg Hubert
     
  3. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus

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    Erstellt: 11.09.11   #3
    Naja, wenn er so lauten sollte, hättest du ja einen Thread dieses Titels eröffnen können. Du hast dich gegen eine Neueröffnung entschieden und in einen vorhandenen Thread gepostet, dessen Titel mit dem Inhalt deines Beitrags wenig zu tun hat. Daher habe ich aus dem Inhalt deines Beitrags einen neuen Titel geformt. Und dein Punkt ist ja nicht, daß du die Verwendung alter Klarinettenstimmungen ablehnst, sondern daß du diskutieren willst, ob man solche Klarinetten verwenden soll:

    Du kündigst Fragen an, und stellst Fragen. Also ist ein Threadtitel mit einer Frage dazu passend. Ein Threadtitel, der nur fordert, keine alten Klarinettenstimmungen zu verwenden, wäre unpassend - denn genau das willst du ja hier diskutieren, und nicht nur fordern. Das Board ist ja auch für Diskussionen da, und nicht nur zum Aufstellen von Forderungen. Erlaube mir also bitte, den Threadtitel so zu lassen, denn es ist inhaltlich gerechtfertigt. Wenn du neue Threads eröffnest, wäre es gut, daß Titel und Beitragsinhalt zusammenpassen.

    Harald
     
  4. Hubert6

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    Erstellt: 11.09.11   #4
    Hallo Harald
    Den habe ich nicht angefangen ! noch einen Titel gegeben
    Ein Mod hat den Thread aufgemacht mit den Titel.
    Sollte man Klarinetten verwenden, die für alte Kammertonstimmungen gebaut wurden?

    Anderer Thread auch weg.
    Egal eine Jupiter JCL 1739S klingt und ist mit einer Schreiber D-61 Prestige 99,9% baugleich.
    Beides herausragend verarbeitete Klarinetten exakt in allen Lagen auf 443Hz gestimmt.

    Ach du warst das :D

    Aber auch egal. ;)

    mfg Hubert6
     
  5. petite fleur

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    Erstellt: 12.09.11   #5
    wenn man in der alten kammertonstimmung spielt - warum nicht?

    alles liebe
     
  6. atrofent

    atrofent HCA Klarinette

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    Erstellt: 12.09.11   #6
    In deinen Fragen und dem link zu Wikipedia steckt eigentlich auch schon die Antwort: Wenn man hauptsächlich in einem deutschen Symph. Orchester spielt brauchst du am besten genau das Instrument, das die dort bevorzugte Stimmung bietet, alles andere sind dan Kompromisse.
    Ähnlich sieht es bei qualitativ hochstehenden Kommerorchestern aus, auch hier ist mittlerweile 442 - 443 angesagt.

    Anders sieht es aus wenn du in Orchestern spielst in denen mehrheitlich Laien musizieren, hier dominiert - meiner Erfahrung nach - 440

    Bewegst du dich auf Vereinsebene, z.B. Musikvereine mit Blechbläsern, ist auch hier nach meiner Erfahrung 440 angesagt. Dies gilt auch für den großen Rest der Tanz- und Unterhaltungsmusik.
    Solltest du dich mal aus irgendeinem Grund ins Lager der Rockmusik etc. verlaufen, wirst du oft abenteuerliche Stimmung erleben ;)

    Ich denke wenn man weiß wo man seine nächsten musikalischen Jahre verbringen will, dann kann man auch gleich das passende Instrument auswählen.

    Grüße

    atrofent
     
  7. Hubert6

    Hubert6 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.09.11   #7
    Die zb. 442-443Hz haben sich scheinbar seit einigen Jahrzehnten auch bei der Tanz und Unterhaltungsmusik herumgesprochen. :D
    Deshalb glaube ich nur solche Klarinetten sind heute noch sehr universell einzusetzen.
    Das Problem sind bei ihr die gebohrten Lochabstände auf eine bestimmte berechnete Grundstimmung, die man nur noch mit Kompromissen für viele andere Töne
    verändern kann.
    Durch eine andere Birne kann man sie zwar dann in unteren Oktaven stimmen, aber oben wird die Abweichung zu groß.
    Selbst Profis schaffen es dort oben nicht mehr den Ton um 10% herunterzudrücken, ohne das er an Klangvolumen verliert.
    Hat man dageben ein Karinette welche für 443 Hz gebaut wurde, klingen die oberen Lagen ohne hängen und würgen schöner.

    Ich spiele seit 30Jahren tiefes Blech, dort sieht die Sache etwas einfacher aus, da jedes Ventil auch einzeln stimmbar ist.
    Die Abweichungen gewisser Töne über die Oktaven sind mir bekannt, man übt halt Jahrelang mit einer Art Mittelstellung.
    Was bei einer Klarinette oder Trompete 1mm ausmacht sind bei mir einige cm.
    Noch einfacher zu stimmen ist aber eine Posaune.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.09.11

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