UNterschied Acoustic und E-gitarren Amp

Dieses Thema im Forum "Verstärker & Boxen" wurde erstellt von Elpresidente99, 08.10.07.

  1. Elpresidente99

    Elpresidente99 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.10.07   #1
    Hallo!!

    Spiele zurzeit beide Gitarren gleich gern.

    HAb aber das Problem das ich keinen Platz und Geld für zwei Gute Verstärker habe. Gibt es wirklich einen so großen Unterschied zwischen Akustik und E-gitarren verstärker. Was sind die genauen unterschiede. ODer bekommt man mit einem Sehr guten E-gitarren Verstärker auch alles mit der AKustik hin.

    Danke
     
  2. LennyNero

    LennyNero HCA Gitarre: Racks & MIDI

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    Erstellt: 08.10.07   #2
    Bei der E-Gitarre gehoert der Verstaerker mit zum Instrument dazu. Das liegt u.a. daran, dass der Freqeunzgang der typischen Lautsprecher gelinde gesagt bescheiden ist, aber dadurch genau den Klang liefert, den wir von der E-Gitarre erwarten. Zusaetzlich ist bei der E-Gitarre Verzerrung erwuenscht, teilweise sogar noch in dem Bereich den wir als "Clean" empfinden.

    Demgegenueber verstaerkt ein A-Gitarrenverstaerker komplett linear. Das Ziel dabei ist es ja, ein fertiges Signal (den Klang der A-Gitarre) einfach lauter zu machen.

    Generell kannst du auch mit der A-Gitarre ueber einen E-Gitarrenverstaerker spielen (und umgekehrt), das bleibt dann aber immer ein Kompromiss. Wenn du mit der E-Gitarre in einen A-Gitarrenverstaerker spielst (der nicht noch einen speziellen Eingang fuer E-Gitarren hat, wie der eine oder andere Amp), dann ist ein Modeller den du zwischenschaltest sehr nuetzlich, weil der dir die Ensdtufe und die Lautsprecher emuliert.
     
  3. Axel S.

    Axel S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.10.07   #3
    Info, zu finden auf:
    http://www.marshallamps.de/

    "Obwohl von einigen Usern in der Praxis schon oft einmal E-Gitarrenverstärker für die Akustikgitarre benutzt werden, möchten wir deutlich davon abraten, dies zu tun!

    Dafür gibt es mehrere Gründe:

    1.) Die Eingangssektion eines professionellen Acoustic Amps kann eine extrem große Bandbreite von Signalpegeln verarbeiten. So werden z.B. passive Piezotonabnehmer selbst ohne Aktivelektronik von ihnen locker verarbeitet, während der Pegel dieser Tonabnehmer für einen E-Gitarrenverstärker einfach zu klein ist. Noch wichtiger ist jedoch der umgekehrte Fall: Ist eine Akustikgitarre mit einer Aktivelektronik ausgerüstet, so kann ihr Ausgangspegel so hoch sein, dass unerwünschte Verzerrungen am Verstärker auftreten. Dabei können schlimmstenfalls die hohen Ausgangspegel mancher interner Akustikgitarren-Preamps bei einige E-Gitarren Verstärkern sogar zur Zerstörung der Eingangsstufe des Verstärkers führen! Auch wenn dies vielleicht Ausnahmefälle sind - die dabei entstehenden Kosten übersteigen die Mehr-Investition für einen Akustikamp bei weitem...

    2.) Akustikinstrumente neigen deutlich stärker zu Feedbacks als E-Gitarren. Daher sind professionelle Akustikverstärker, wie z.B. der Marshall AS50R oder AS100D mit speziellen Tools ( Notchfilter, Phase-Shift ) ausgestattet, welche helfen, derartige Feedbacks zu vermeiden. E-Gitarrenamps betonen nun aber einmal mit ihrem Grundsoundcharakter gerade diese Feedback-Frequenzen. Treten beim Anschluss einer Akustikgitarre an einem E-Gitarrenverstärker solche Feedbacks (z.B. in der Resonnanzfrequenz der Akustikgitarren-Decke...) auf, so kann dies zu Beschädigungen der Endstufe oder des Lautsprechers des verwendeten Verstärkers führen.

    3.) Bei vorsichtig eingestellter Lautstärke an Akustikgitarre am leise eingestellten E-Gitarrenverstärker ist zwar das Gitarrensignal hörbar - es wird aber nie der natürlich Klang des Akustikinstrumentes zu hören sein. Marshalls Acoustic Soloist Amps übertragen das Signal dank ihres Schaltungsaufbaus, der speziellen Basslautsprecher und Hochtöner ähnlich linear, wie eine Hi-Fi Stereoanlage - dadurch werden Feedbacks vermieden und das Instrument so wiedergegeben, wie man es hören möchte. Ein E-Gitarrenverstärker gibt dagegen nicht annähernd die Bass- und Hochtonbereiche wieder, welche den ganz eigenen Charakter akustischer Instrumente ausmachen.

    Hinweis: Eine kleine Ausnahme bilden die Marshall AVT-Modelle mit "Acoustic Simulator" Schaltkreis. Diese Schaltung optimiert den Frequenzgang des Gerätes für akustische Instrumente - weshalb inzwischen einige findige Gitarristen diese Geräte problemlos mit ihrer Akustikgitarre verwenden. Sie profitieren dabei von der lineareren Wiedergabe des Acoustic Simulators (und der damit verbundenen Verminderung von Rückkopplungen).

    Der Simulationsmodus ist allerdings ursprünglich dafür gedacht, den Klang einer E-Gitarre so umzuwandeln, dass sie den typischen Charakter einer Akustikgitarre erhält - z.B. um während eines Gigs für die Balladen nicht die Gitarre wechseln zu müssen. Einen Acousticverstärker mit Notchfilter, Phase Shift und optimierter Eingangssektion kann und will Marshall mit einer solcher Schaltung nicht ersetzen. Aus den unter 1.) und 2.) angegebenen Gründen ist eine solche Anwendung den Profis vorbehalten, die sich genau mit den Ausgangspegeln ihrer Instrumente und der optimalen Bühnenpositionierung der Gitarre zum Monitoring auskennen... "


    Klar, Marshall will natürlich seine Akustikverstäker verkaufen, aber im Prinzip haben sie schon recht!
     

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